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  1. #31
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Die Wahl zur unfähigsten Hundehalterin überhaupt wurde heute von mir höchst persönlich durchgeführt und das Ergebnis ist eindeutig: Ich habe gewonnen (und zwar einstimmig!). Somit muss ich mich jetzt offiziell unfähigste Hundehalterin nennen, was ich absolut verdient habe!

    Heute Spaziergang, viel trainiert, wunderbar gelaufen. Ich war direkt stolz, dass Frau Hund doch so folgsam ist. "Stopp" brav und verlässlich, "Fuß" brav, "Hier" brav, also sehr positiv. Fasan cirka 20 Meter vor uns aufgeflogen, Hund ist nach dem "Stopp" gestanden und hat nur geschaut. Den Hasen hat sie nicht einmal bemerkt. Am Waldrand "Sitz" geübt, obwohl sie eine Fährte in der Nase hatte. Die Vorderbeine haben zwar gewackelt wie wild, aber sie ist sitzen geblieben.

    Und dann:
    Direkt neben ihr ist ein Reh aufgesprungen (ich habe es vorher auch nicht gesehen, es war in den Bäumen am Waldrand). Frau Hund stürzt hinterher, wickelt die Schleppleine zweimal um einen Baum, schlüpft aus dem Brustgeschirr und ward nicht mehr gesehen.
    Es hat einige Minuten gedauert, bis sie mit hängender Zunge wieder aufgetaucht ist. In der Zwischenzeit hatte ich genug Zeit, mich selbst zu verfluchen, den Hund gleich mit und mir Schreckensszenarien auszumalen, was alles passieren könnte.
    Ganz ehrlich, mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Aber das muss sich wohl auch ändern. In Zukunft Hochsicherheitsverwahrung, ich werde auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Und wenn ein Gummistiefel aus heiterem Himmel auf uns fällt, werde ich das voraussehen.
    Man kann nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber dafür die ganze Welt eines Hundes! (Unbekannt)

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  3. #32
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Bruja Beitrag anzeigen
    Die Wahl zur unfähigsten Hundehalterin überhaupt wurde heute von mir höchst persönlich durchgeführt und das Ergebnis ist eindeutig: Ich habe gewonnen (und zwar einstimmig!). Somit muss ich mich jetzt offiziell unfähigste Hundehalterin nennen, was ich absolut verdient habe!

    Heute Spaziergang, viel trainiert, wunderbar gelaufen. Ich war direkt stolz, dass Frau Hund doch so folgsam ist. "Stopp" brav und verlässlich, "Fuß" brav, "Hier" brav, also sehr positiv. Fasan cirka 20 Meter vor uns aufgeflogen, Hund ist nach dem "Stopp" gestanden und hat nur geschaut. Den Hasen hat sie nicht einmal bemerkt. Am Waldrand "Sitz" geübt, obwohl sie eine Fährte in der Nase hatte. Die Vorderbeine haben zwar gewackelt wie wild, aber sie ist sitzen geblieben.

    Und dann:
    Direkt neben ihr ist ein Reh aufgesprungen (ich habe es vorher auch nicht gesehen, es war in den Bäumen am Waldrand). Frau Hund stürzt hinterher, wickelt die Schleppleine zweimal um einen Baum, schlüpft aus dem Brustgeschirr und ward nicht mehr gesehen.
    Es hat einige Minuten gedauert, bis sie mit hängender Zunge wieder aufgetaucht ist. In der Zwischenzeit hatte ich genug Zeit, mich selbst zu verfluchen, den Hund gleich mit und mir Schreckensszenarien auszumalen, was alles passieren könnte.
    Ganz ehrlich, mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Aber das muss sich wohl auch ändern. In Zukunft Hochsicherheitsverwahrung, ich werde auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Und wenn ein Gummistiefel aus heiterem Himmel auf uns fällt, werde ich das voraussehen.
    Quatsch Quatsch Quatsch

    Das hat doch mit Unfähigkeit nix zu tun. Du kannst doch nicht was voraussehen, was nicht voraussehbar ist. Nicht umsonst sind Wildtiere gut getarnt.

    Freu Dich , dass sie durch das Wickeln der Schleppleine keinen Schaden erlitten hat

    und dass sie - obwohl ich aus Erfahrung weiß, dass sich Minuten wie Sunden anfühlen und einem die Knie immer weicher werden - nach einigen Minuten zu Dir gekommen ist. Einige Minuten sind quasi gar nix für einen jagdpassionierten Hund.

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  5. #33
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Tamino Beitrag anzeigen
    Man spricht Huskys Bindungsfähigkeit ab??????

    Müsste man nicht sowieso mal beleuchten, was Menschen so unter "Bindung" zwischen Hund und HH verstehen?

    Könnte mir vorstellen, dass es da sehr unterschiedliche Auffassungen und Deutungen gibt, ganz verschiedene Schlussfolgerungen....
    Das ist ja nicht meine Meinung, habe es aber öfters so zu hören bekommen, bzw. wurde danach gefragt.
    Sicherlich ist ein Husky oft eigenständiger im "Denken" als so manch anderer Hund, hinterfragt eher einmal, bevor er folgt. Aber das bedeutet nicht, dass er keine Beziehung zu seiner Familie aufbaut. Im Gegenteil ist er sehr familienorientiert.

    Ja, ganz bestimmt wäre das sogar sehr interessant, was man unter Bindung verstehen kann. Es ist nur schwer in Worte zu fassen, weil es ja doch eine Gefühlssache ist.
    Für mich ist es Liebe, Zusammengehörigkeitsgefühl, kommunizieren, einfach der Wille und das Interesse, einander zu verstehen trotz der unterschiedlichen "Sprache", u.v.m.
    Oft sind es Kleinigkeiten, ganz kleine Begebenheiten, die es einem zeigen.

    Vielleicht glaubt manchmal jemand eine besondere Bindung zu seinem Hund zu haben, weil er einen Kontrollfreak zu Hause hat oder einen, der nicht allein bleiben kann. Oder einen mit "Kadavergehorsam". Das wäre zwar angenehm , genügt aber nicht.
    Ich denke schon, dass die meisten hier das beurteilen können.
    Vielleicht kann es jemand anderer besser beschreiben … mir fällt das schwer, ohne Beispiele zu bringen. Interessieren würde es mich sehr.
    LG Eva

  6. #34
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von angie52 Beitrag anzeigen
    Das ist ja nicht meine Meinung, habe es aber öfters so zu hören bekommen, bzw. wurde danach gefragt.
    Sicherlich ist ein Husky oft eigenständiger im "Denken" als so manch anderer Hund, hinterfragt eher einmal, bevor er folgt. Aber das bedeutet nicht, dass er keine Beziehung zu seiner Familie aufbaut. Im Gegenteil ist er sehr familienorientiert.

    Ja, ganz bestimmt wäre das sogar sehr interessant, was man unter Bindung verstehen kann. Es ist nur schwer in Worte zu fassen, weil es ja doch eine Gefühlssache ist.
    Für mich ist es Liebe, Zusammengehörigkeitsgefühl, kommunizieren, einfach der Wille und das Interesse, einander zu verstehen trotz der unterschiedlichen "Sprache", u.v.m.
    Oft sind es Kleinigkeiten, ganz kleine Begebenheiten, die es einem zeigen.

    Vielleicht glaubt manchmal jemand eine besondere Bindung zu seinem Hund zu haben, weil er einen Kontrollfreak zu Hause hat oder einen, der nicht allein bleiben kann. Oder einen mit "Kadavergehorsam". Das wäre zwar angenehm , genügt aber nicht.
    Ich denke schon, dass die meisten hier das beurteilen können.
    Vielleicht kann es jemand anderer besser beschreiben … mir fällt das schwer, ohne Beispiele zu bringen. Interessieren würde es mich sehr.
    Meine Meinung ist es auch nicht.

    Ich denke, wenn in der Hundeerziehung von Bindung gesprochen wird, geht es in 1. Linie um die "Bindung" des Hundes an die HH. Meiner Erfahrung nach wird auch heute noch in vielen HuSchulen vermittelt, je näher Hund beim HH bleibt, umso besser die Bindung. Je mehr der Hund kuschelt, am besten stundenlang auf der Couch mit Köperkontakt, umso besser die Bindung, umso größer die Zuneigung von Seiten des Hundes. Das ist - meine pers. Meinung -so eine typische "schlichte" Vereinfachung eines sehr komplexen Vorganges.

  7. #35
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Bruja Beitrag anzeigen
    Die Wahl zur unfähigsten Hundehalterin überhaupt wurde heute von mir höchst persönlich durchgeführt und das Ergebnis ist eindeutig: Ich habe gewonnen (und zwar einstimmig!). Somit muss ich mich jetzt offiziell unfähigste Hundehalterin nennen, was ich absolut verdient habe!

    Heute Spaziergang, viel trainiert, wunderbar gelaufen. Ich war direkt stolz, dass Frau Hund doch so folgsam ist. "Stopp" brav und verlässlich, "Fuß" brav, "Hier" brav, also sehr positiv. Fasan cirka 20 Meter vor uns aufgeflogen, Hund ist nach dem "Stopp" gestanden und hat nur geschaut. Den Hasen hat sie nicht einmal bemerkt. Am Waldrand "Sitz" geübt, obwohl sie eine Fährte in der Nase hatte. Die Vorderbeine haben zwar gewackelt wie wild, aber sie ist sitzen geblieben.

    Und dann:
    Direkt neben ihr ist ein Reh aufgesprungen (ich habe es vorher auch nicht gesehen, es war in den Bäumen am Waldrand). Frau Hund stürzt hinterher, wickelt die Schleppleine zweimal um einen Baum, schlüpft aus dem Brustgeschirr und ward nicht mehr gesehen.
    Es hat einige Minuten gedauert, bis sie mit hängender Zunge wieder aufgetaucht ist. In der Zwischenzeit hatte ich genug Zeit, mich selbst zu verfluchen, den Hund gleich mit und mir Schreckensszenarien auszumalen, was alles passieren könnte.
    Ganz ehrlich, mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Aber das muss sich wohl auch ändern. In Zukunft Hochsicherheitsverwahrung, ich werde auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Und wenn ein Gummistiefel aus heiterem Himmel auf uns fällt, werde ich das voraussehen.
    Oje, ich verstehe deinen Frust. Und auch deine Vorstellungen, was alles passieren hätte können …
    Aber ihr seid ja erst am Anfang des Trainings, und bis zu dem Vorfall hat ja alles gut geklappt, also doch schon Anfangserfolge. Einem Reh können die meisten Hunde schwer widerstehen, vor allem, wenn es so kurz davor aufspringt.

    Ich hatte einmal eine Wartezeit vorm Fährtentraining, da dachte ich, wir gehen eine kleine Runde durch den Wald, weil ich sie nicht im Auto warten lassen wollte, sonst wird sie nur nervös. Na, denkste! Zum Glück nicht gleich neben uns sind gleich 3-4 Rehe über den Weg gesprungen. Passiert ist nichts, weil ich die Rehe auch rechtzeitig gesehen hatte, aber an ein Beruhigen oder Herunterkommen vor der Konzentration war nicht mehr zu denken.

    Und jetzt richte dein Krönchen, sei wieder gut auf dich und deinen Hund und mach weiter
    LG Eva

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  9. #36
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Tamino Beitrag anzeigen
    Meine Meinung ist es auch nicht.

    Ich denke, wenn in der Hundeerziehung von Bindung gesprochen wird, geht es in 1. Linie um die "Bindung" des Hundes an die HH. Meiner Erfahrung nach wird auch heute noch in vielen HuSchulen vermittelt, je näher Hund beim HH bleibt, umso besser die Bindung. Je mehr der Hund kuschelt, am besten stundenlang auf der Couch mit Köperkontakt, umso besser die Bindung, umso größer die Zuneigung von Seiten des Hundes. Das ist - meine pers. Meinung -so eine typische "schlichte" Vereinfachung eines sehr komplexen Vorganges.
    Ja, wir haben uns den Hund ja ausgesucht, er hatte ja keine Wahl.
    Es ist komplex, deswegen schwer zu beschreiben.
    Darum möchte ich jetzt nur eine kurze Geschichte erzählen: während eines Spazierganges mit meinem Arrac habe ich eine Blase auf der Ferse bekommen (Schuhe ohne Socken an), die ziemlich geschmerzt hat. Hab die Schuhe kurzerhand ausgezogen und bin barfuß weitergegangen. Nur kurz vorm Heimkommen habe ich sie wieder angezogen, weil ich mich geniert hatte, auf der Straße barfuß zu gehen. Dieser Hund hat an meinem Gang sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt, und war so rücksichtsvoll und langsam wie nie zuvor, "Fuß" hab ich gar nicht sagen müssen. So etwas z.B. meine ich mit diesen Kleinigkeiten.

    Aber ich möchte in Brujas Thread nicht zu sehr OT werden. Obwohl es ja auch immer wieder ein Thema wird, dass Hunde, die jagen möchten, zu wenig Bindung an den Besitzer haben.
    Die Bindung kann helfen, aber wenn das Problem nicht zu bewältigen ist, heißt das noch lange nicht, dass es an mangelnder Bindung liegt.
    LG Eva

  10. #37
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von angie52 Beitrag anzeigen

    Und jetzt richte dein Krönchen, sei wieder gut auf dich und deinen Hund und mach weiter
    Allein für diesen Satz könnte ich dich knuddeln!
    Danke!
    Man kann nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber dafür die ganze Welt eines Hundes! (Unbekannt)

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  12. #38
    Profi Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Bruja Beitrag anzeigen
    Heute Spaziergang, viel trainiert, wunderbar gelaufen. Ich war direkt stolz, dass Frau Hund doch so folgsam ist. "Stopp" brav und verlässlich, "Fuß" brav, "Hier" brav, also sehr positiv. Fasan cirka 20 Meter vor uns aufgeflogen, Hund ist nach dem "Stopp" gestanden und hat nur geschaut. Den Hasen hat sie nicht einmal bemerkt. Am Waldrand "Sitz" geübt, obwohl sie eine Fährte in der Nase hatte. Die Vorderbeine haben zwar gewackelt wie wild, aber sie ist sitzen geblieben.
    Also ehrlich, das ist aber schon sehr cool... und eine geile leistung von deinem hund. Ich wär stolz wie bolle! Sei nicht so streng mit dir und mach einfach weiter! Das Reh war dann einfach too much.

  13. #39
    Profi Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von angie52 Beitrag anzeigen
    Die Bindung kann helfen, aber wenn das Problem nicht zu bewältigen ist, heißt das noch lange nicht, dass es an mangelnder Bindung liegt.
    Seh ich auch so.

  14. #40
    Super Knochen
    Avatar von Sali
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Bruja Du hast keinen Grund zu Selbstvorwürfen. In der von Dir geschilderten Situation habe ich in 50 Jahren mit Hunden keinen erlebt, der da nicht abgesprungen wäre. Nicht einmal meine Yane, die 99% wildsicher war, hätte das ausgehalten. Zum Thema Brustgeschirr sage ich in diesem Zusammenhang lieber nichts, das würde wahrscheinlich zu einer mehr als lebhaften Diskussion führen. Froh kannst Du sein, dass Du offensichtlich eine starke Bindung zu Deinem Hund bzw. er zu Dir hast - sobald er in dieser Situation wieder klar im Kopf ist, wird er Dich suchen. Daher lohnt es sich, wenns schon passiert ist, am Platz des Unglücks zu bleiben, DU findest den Hund höchstwahrscheinlich sowieso nicht, ER Dich sicherlich! In Sachen Bindung teile ich übrigens Taminos Ansicht.

  15. #41
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Sali Beitrag anzeigen
    Zum Thema Brustgeschirr sage ich in diesem Zusammenhang lieber nichts, das würde wahrscheinlich zu einer mehr als lebhaften Diskussion führen.
    Hast du damit aber trotzdem. Denkst du denn, die Schleppleine geht auch am Halsband? Und ein Hund, der in so einer Situation aus dem Brustgeschirr rausschlüpft, kann das nicht aus dem Halsband noch viel besser?
    LG Eva

  16. #42
    Super Knochen
    Avatar von Cato
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von basam Beitrag anzeigen
    Blöde Frage, ist im Wald nicht eigentlich sowieso immer Leinenpflicht?
    Auch bei einem nicht jagenden Hund besteht doch immer die Gefahr das ein Jäger meint schießen zu müssen wenn er einen freilaufenden Hund sieht.
    Da hätte ich schon Angst, und selbst mein Maltesermix jagt davonlaufenden Kleintieren hinterher, da vergißt sie alles um sich herum.
    Tut ihnen nix, aber hetzen reicht ja schon.
    In NÖ darf ein Maltesermix eigentlich nicht mal dann geschossen werden, wenn er tatsächlich gerade hetzt.
    „ Das Recht zur Tötung besteht auch nicht gegenüber Hunden, die aufgrund ihrer Rasse, ihrer Größe oder ihrer Schnelligkeit erkennbar für das freilebende Wild keine Gefahr darstellen.“
    Falls er sich nahe beim HF am Weg aufhält, und weil immer noch gerne Fallen aufgestellt werden, würde ich im Wald bei jedem Hund darauf bestehen, speziell aber bei kleinen Hunden! - muss er nicht an der Leine sein.

    Und zum Thema Bindung: die wird ohnehin oft ganz falsch verstanden. Ein Hund, der mir am sprichwörtlichen Rockzipfel (in meinem Fall Hosenbein) hängt, und am liebsten bis auf die Toilette mitgehen würde, hat keine besonders enge Bindung, sondern eine besonders unsichere Bindung.
    Ein Hund mit einer sicheren Bindung dagegen, kann auch viel eher mal alleine losziehen, oder eben jagen gehen.
    Geändert von Cato (11.11.2019 um 09:11 Uhr)

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  18. #43
    Super Knochen
    Avatar von Sali
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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von angie52 Beitrag anzeigen
    Hast du damit aber trotzdem. Denkst du denn, die Schleppleine geht auch am Halsband? Und ein Hund, der in so einer Situation aus dem Brustgeschirr rausschlüpft, kann das nicht aus dem Halsband noch viel besser?
    Warum sollte Schleppleine nicht auch am Halsband gehen? Würgefunktion ist natürlich bei Kette und Halsband tabu! Da Hund nahezu immer dem Wild nachläuft, verstehe ich nicht, wie er da aus einer Halsung, die gut sitzt, herauskommen könnte. Frage würde sich, so weit ich das überblicke, nur stellen, wenn man Hund vom Wild wegzerrt oder sich Hund gegen das Weggehen vom Wild stemmt..

  19. #44
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Wenn ein lossprintender Hund an der Schleppleine in der plötzlich gespannten Leine hängt ist ein Halsband meiner Meinung nach nicht günstig, nicht dass das mit einem BG so angenehm wäre aber immer noch besser. Am günstigsten ist , wenn es gar nicht soweit kommt.

    Meine Hunde gingen ein Leben lang fast ausschließlich mit Kette (praktisch weil leicht zum an- und ausziehen und zum sauber halten), weil sie nicht an der Leine gezogen haben und sehr oft Freilauf hatten, aber in der Phase des Antijagdtrainings an der Schleppleine hatte meine Hündin ein Brustgeschirr oben und ja da ist es anfangs leider passiert dass se mit voller Wucht in die Schleppleine gerannt ist. Ich hatte bis dahin auch keinerlei Erfahrung mit jagenden Hunden und Schleppleinen.

    Übrigens habe ich das ganz klassisch gemacht mit Schleppi und Leckerli, meine Hündin war halt auch sehr verfressen und ein Leckerli im Magen hat ihr mehr bedeutet als eine Jagd mit ungewissem Ausgang, nach einiger Zeit habe ich die Schleppi weggelassen und nach ein paar Monaten dann auch die Leckerli.
    Freiheit stirbt mit Sicherheit

  20. #45
    Super Knochen

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    AW: Was tun bei tauben Ohren im Jagdfieber?

    Zitat Zitat von Sali Beitrag anzeigen
    Bruja Du hast keinen Grund zu Selbstvorwürfen. In der von Dir geschilderten Situation habe ich in 50 Jahren mit Hunden keinen erlebt, der da nicht abgesprungen wäre. Nicht einmal meine Yane, die 99% wildsicher war, hätte das ausgehalten. Zum Thema Brustgeschirr sage ich in diesem Zusammenhang lieber nichts, das würde wahrscheinlich zu einer mehr als lebhaften Diskussion führen. Froh kannst Du sein, dass Du offensichtlich eine starke Bindung zu Deinem Hund bzw. er zu Dir hast - sobald er in dieser Situation wieder klar im Kopf ist, wird er Dich suchen. Daher lohnt es sich, wenns schon passiert ist, am Platz des Unglücks zu bleiben, DU findest den Hund höchstwahrscheinlich sowieso nicht, ER Dich sicherlich! In Sachen Bindung teile ich übrigens Taminos Ansicht.
    Also mich würde es schon interessieren, was du zu sagen hast. Und lebhafte Diskussionen sind doch nicht schlecht, oder?
    Man kann nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber dafür die ganze Welt eines Hundes! (Unbekannt)

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