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  1. #16
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Ich habe zwei Shelties und wohne auch in Wien, und zwar in einer kleinen Zweizimmer-Wohnung. Mein erster Sheltie ist schon 14 Jahre alt und sehr gebrechlich, vor einem Jahr nahm ich mir einen Welpen dazu, weil ich seit zwei Jahren in Pension bin und die Zeit für zwei Hunde habe.
    Pauschal kann man über eine Rasse nicht wirklich sicher etwas sagen. Meine zwei sind grundverschieden. Den ersten Hund habe ich mit ins Büro genommen, das war aber im Arsenal, wo es sehr grün ist. Es war niemals ein Problem, das Stadtleben ebenso wenig. Er war vom ersten Tag an ein gelassener, extrem leicht erziehbarer Hund, alles ging total leicht. Wir fuhren mit Öffis und weder Menschenmengen noch Autoverkehr haben ihm etwas ausgemacht. Gebellt hat er im Büro nie (Kollegen fragten mich nach Jahren, ob er das überhaupt kann) und zu Hause auch nicht. Allerdings sehr wohl, wenn wir seine Hundekumpels getroffen haben oder jemand, den er sehr mochte. Dann hat er schon ordentlich gebellt. Bei div. Sheltietreffen schon auch mal eine halbe Stunde ohne Unterbrechung.
    Ich fand trotzdem, er war ein Traumhund und ein wunderbarer Gefährte in der Stadt. Natürlich waren wir täglich viel draußen (morgens, mittags, am Nachmittag dann mit anderen Hunden und am Abend noch kurz). Eine Stunde pro Tag draußen ist viel zu wenig, ein Sheltie hat einen großen Bewegungsdrang. Bei mir waren es ca. 2,5 Stunden, manchmal mehr.

    Aber nun zu meinem zweiten Sheltie, der jetzt 13 Monate alt ist. Er ist komplett anders. Zu Hause ist er zwar auch brav und bellt nicht (auch nicht, wenn jemand läutet), aber das hat er sich wohl vom alten Hund abgeschaut. Kaum sind wir draußen, bellt er sehr viel an - andere Hunde, Menschen, zu denen er hin will, Vögel, seltsame Objekte usw.. Wir üben fleißig, dass das weniger wird, aber es ist mühsam. Zudem reagiert er total aufgeregt auf den Straßenverkehr, will den Autos nachspringen (Hütetrieb) und insgesamt neigt er schnell zur Reizüberflutung. Sein Temperament ist wesentlich ausgeprägter als das meinen ersten Hundes, ich muss viel mehr Erziehungsarbeit investieren und bin heilfroh, dass er nicht mein erster Hund ist, denn das hätte mich enorm gefordert. Draußen sind wir in etwa auch so um die 2,5 bis 3 Stunden, wobei er allerdings total zufrieden ist, wenn wir nur hier in meiner Wohnumgebung unterwegs sind. Es gibt gleich ums Eck eine Hundezone, wo er 1x/Tag mit seinen Hundefreunden tobt, ansonsten marschieren wir in alles ab, was es so gibt. Ich wohne jedoch in einer Gegend, wo es viel Grün gibt, große Kleingartenanlagen und etliche Parks. Für ihn wäre ein ausgeprägtes Stadtleben nichts. Meinen ersten Hund konnte ich überall hin mitnehmen, den Kleinen nicht, weil das Stress pur für ihn - und mich - wäre.

    Shelties sind sehr liebe, friedfertige, gelehrige und sensible Hunde, aber man weiß nie, wie sie sich entwickeln. Mein Kleiner war der ruhigste Welpe und in den ersten Wochen sehr gemäßigt. Aber mit ca. 5, 6 Monaten hat sich das sehr geändert - kurz gesagt, ist er wesentlich anstrengender als der alte Hund je war.

    Ob du eine große oder kleine Wohnung hast, ist eigentlich vollkommen egal, zu Hause halte ich beide relativ ruhig, das Aufregende passiert hauptsächlich draußen. Ich denke, ob ein Sheltie zu dir passt, kannst nur du selbst entscheiden. Ich würde dir raten, dir einige anzusehen bzw. Züchter zu besuchen.
    Im Rudel bellen sie übrigens alle ziemlich viel. :-)

    LG
    Eva

  2. #17
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Liebe Eva, danke für Deinen Beitrag! Dein Erfahrungsbericht mit Deinen zwei Shelties ist sehr hilfreich für meine Entscheidungsfindung.
    Also man weiß einfach nicht worauf man sich einlässt .... Glaubst Du, dass man beim Züchter aufgrund der Eltern-Tiere auf den Nachwuchs schließen kann? Kann der Züchter überhaupt einschätzen, wie sich der Hund entwickelt?
    ganz liebe Grüße
    Tana

  3. #18
    Super Knochen
    Avatar von Cato
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Nein, auch ein Züchter kann dir nicht mit Sicherheit sagen, wie das kleine Welpi sich entwickeln wird.
    Diese persönlichen Erfahrungen von Eva illustrieren schön das, was ich auch vermitteln wollte: die individuellen Unterschiede sind oft bedeutender als das, was man als „rassetypisch“ erwarten kann.

    Daher würde ich ja immer noch einen netten wenigstens halberwachsenen Hund aus dem Tierschutz empfehlen.

    Wenn es einer aus einem österreichischen Tierheim oder aber hier irgendwo auf Pflegestelle ist, dann gibt es ja auch die Möglichkeit, diesen Hund vor Übernahme wirklich kennenzulernen.

  4. #19
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Danke, Danke - ich bin jetzt ziemlich verwirrt und werde in mich gehen.
    Tierheimhund ist natürlich eine Option. Aber wie gesagt, da bin ich mir einfach zu unsicher, welche Vorerfahungen er gemacht hat. Ich habe jetzt aber so viel Input von Euch bekommen, dass ich mal alles sortieren muss. Die Züchter besuche ich auf jeden Fall mal.
    ganz liebe Grüße an Euch alle und nochmals Danke für Eure Hilfe!
    Tana

  5. #20
    Super Knochen
    Avatar von jamie27
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Zitat Zitat von Tana Beitrag anzeigen
    Also man weiß einfach nicht worauf man sich einlässt .... Glaubst Du, dass man beim Züchter aufgrund der Eltern-Tiere auf den Nachwuchs schließen kann? Kann der Züchter überhaupt einschätzen, wie sich der Hund entwickelt?
    ganz liebe Grüße
    Tana
    Wie gesagt, ich habe Shelties bei mir im training die toll sind, aber recht viel bellen.
    Zu Hause sind sie sehr ruhig und angenehm. Wohnen jedoch am Land. Ich kenne 2 Top Züchter die
    sehr gut sozialisieren und immer für die Welpeneltern da sind

    Züchter können nicht sagen, wie sich die Welpen entwickeln.
    Natürlich bringt der Sheltie im Normalfall seine Eigenschaften mit und Züchter werden immer
    darauf achten das die Elterntiere zueinander passen und sich ausgleichen.

    Wenn du mehr über Zucht und Genetik sowie Krankehiten und Eigenschaften wissen
    willst, melde dich per PN

    Das Du keinen TSCH Hund haben möchtest, sehe ich vollkommend ein. Und wenn der Wunsch da ist
    einen Sheltie ( und das ist ja Deine Richtung ) zu sich zu nehmen, dann würde auch ich alles
    daran setzten das mein Wunsch in Erfüllung geht

    lg


    Harmakhis Wisdom Nsoah
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  6. #21
    Anfänger Knochen
    Avatar von Brigie
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Ich würde bei Tierschutzvereinen schauen. Bevorzugt bei denen, die ihre Hunde auf Pflegeplätzen, d.h. in Haus und Familie, unterbringen. Dort lernt man sie recht gut kennen und kann sie daher auch gut beschreiben.
    Wie wäre es z.B. mit Matilda von animalhope? Zwar kein Sheltie, - ein Foxterriermischlingsmädchen, ein bis zwei Jahre alt, an Wohnung gewöhnt, hundeverträglich, lernwillig und lieb.
    https://www.animalhope-nitra.org/tiere/index.php?cat=36
    bissi runterscrollen - Matilda 2

    Klingt für mich so als wäre das ein ein Hund der zu dir passen könnte.
    Liebe Grüße Brigie

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  8. #22
    Super Knochen
    Avatar von Cato
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Tana, es ist eigentlich unwichtig, welche Erfahrungen so ein Tierschutzhund in der Vergangenheit bisher gemacht hat. Du siehst ja, was du bekommst, wie der Hund geworden ist, das zählt. Und da hast du bei einem erwachsenen Hund sogar mehr Sicherheit als bei einem Welpen, der sich so oder so entwickeln kann. Zumindest dann, wenn du ihn vorher in Ruhe kennenlernen kannst, was du auf jeden Fall solltest

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  10. #23
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Liebe Tana, der Züchter versucht zwar oft, das einzuschätzen, aber es kann dann doch ganz anders kommen. Mein Kleiner war der ruhigste Welpe des Wurfs und blieb in den ersten Wochen auch noch recht ruhig (aber da schlafen sie ja auch sehr viel). Mit 5, 6 Monaten hat sich das aber total gedreht und als wir ein Treffen zum 1. Geburtstag des Wurfes hatten, war er mit einem zweiten (von fünf) der lebhafteste und frechste Hund. Insofern glaub ich nicht, dass man wirklich sicher einschätzen kann, wie sich ein Welpe entwickelt. Eins hat man aber gesehen, das sich nicht verändert hat: er ist unglaublich menschenfreundlich und möchte am liebsten Gott und die Welt begrüßen. Das ist zwar lieb, aber auch ganz schön anstrengend, weil ich ihn draußen ständig davon abhalten muss, fremde Leute überschwänglich zu begrüßen. Mein alter Sheltie hat das nur ein paar Wochen als Welpe gemacht, danach nicht mehr, der Kleine versucht es bis heute. Und bei denen, die er begrüßen darf, führt er sich auf, als hätte er sie ewig nicht mehr gesehen und total vermisst (auch wenn er sie erst am Tag vorher gesehen hat).
    LG
    Eva

  11. #24
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Liebe Brigie,
    Danke für den Link!
    Natürlich ist ein Tierschutzhund noch nicht ganz ausgeschlossen. Ich sehe immer wieder auf den diversen Seiten nach und natürlich ist ein Hund, der bei einer Pflegefamilie leben darf, nicht Zwinger-traumatisiert.
    Tun einem schon leid die armen Wuzzis, und ich frage mich natürlich, warum einen Rassewelpen, wenn es so viele wartende Hundsis gibt.

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  13. #25
    Super Knochen
    Avatar von jamie27
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Zitat Zitat von Tana Beitrag anzeigen
    und ich frage mich natürlich, warum einen Rassewelpen, wenn es so viele wartende Hundsis gibt.
    weil ich eine gewisse vorliebe für bestimmte Rasse/n habe
    weil ich zB wissen will woher der hund stammt
    sein soziales umfeld kennen lernen will
    seine eltern kennen lernen will
    seine ahnen - pedigree sehen -
    seine sozialisierung auf dem besteb " stand " ist
    wissen das die eltertiere auf div. erbkrankheiten untersucht sind
    einen ansprechpartner haben will
    usw...

    es gibt viele gründe warum ein Hund aus einer Kontrolierten Zucht.

    Ich habe 3 Hunde aus FCI zuchten - 3 Tierschutzhunde .


    Harmakhis Wisdom Nsoah
    Rhodesian Ridgeback

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  15. #26
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    @Jamie - gute Gründe

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  17. #27
    Profi Knochen
    Avatar von Ladywulf
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Ich möchte nochmals auf eine Rasse zurück kommen die kurz erwähnt wurde, aber dann niemand mehr darauf eingegangen ist.

    Eh klar: der Spitz.

    Optisch dem Sheltie etwas ähnlich, ABER kein Arbeitshund!

    Der Spitz ist im Prinzip genau so wie du es beschrieben hast. Er ist ruhig, überall in der Stdt oder am Land mit dabei. Er ist gern bei Aktion dabei als echter Allrounder, aber es fehlt ihm auch nicht so sehr wenn es einmal einen Tag ruhiger ist. Er ist leicht zu erziehen, will mit dem Besitzer zusammen rbeiten und ihm gefallen - trotzdem selbständig genug um nicht perment vor dem Besitzer zu sitzen um auf den nächsten Befehl zu warten. Wobei es für den spitz wichtig ist, dass für ihn ein Behehl auch einen gewissen Sinn hben muss. Siee sind keine riene Befehlsempfängerhunde. Wobei für meien ein Leckerli oder ein Lob als "Sinn" ausreicht. Der Spitz lernt sehr schnell, überdreht aber dabei normalerweise nicht. Dazu kommt ein fast völlig fehlender Jagdtrieb und er bleibt sehr gern bei seinen Menschen wodurch man ihn auch sehr gut von der Leine lassen kann wenn es vernünftig aufgebaut wurde. Andere Hunde interessieren ihn kaum, Besitzer ist viel wichtiger, kann aber trotzdem gut allein bleiben und muss nicht in der Gruppe leben (kein Meutehund wie der Beagle).

    Dazu gibt es ihn in etlichen verschiedenen Größen. Vom Zwergspitz würde ich eher abraten: sind leider schon ziemliche Modehunde, was der Gesundheit nicht grad förderlich war und dazu unglaublich teuer geworden. Aber alles von der Größe aufwärts ist durchaus vertretbar. Sheltiegröße wäre wohl ca. Mittelspitz. Dazu kommt, dass der Spitz generell eine sehr alte, gesunde und langlebige Hunderasse ist. 15 Jahre und mehr sind selbst bei den größeren keine Seltenheit.

    Das Bellen bekommt man mit Erziehung gut in den Griff, wobei: der Spitz bellt normalerweise wesentlich weniger als ein Sheltie.
    Bei Interesse an den unterschiedlichen Spitzvariationen: www.spitzarten.at
    Wenn du welche persönlcih treffen möchtest, dann kannst du mich gern anschreiben. Ich selber habe einen Wolfsspitz (die größte Spitzart), Freunde von mir haben auch noch andere Varianten.

  18. #28
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Zitat Zitat von Ladywulf Beitrag anzeigen

    Das Bellen bekommt man mit Erziehung gut in den Griff, wobei: der Spitz bellt normalerweise wesentlich weniger als ein Sheltie.
    .
    Das kann ich nicht bestätigen. Spitze bellen sehr viel (jedenfalls alle, die ich kenne) und mein alter Sheltie hat außer aus Freude, wenn er heißgeliebte Menschen oder Hunde traf, nie gebellt. Der Kleine bellt mehr, aber er ist noch jung und es wird langsam besser.

    Shelties bellen übrigens so viel, weil ursprünglich Spitze eingekreuzt wurden.

    LG
    Eva

  19. #29
    Profi Knochen
    Avatar von Ladywulf
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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Zitat Zitat von Eva_Maria Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht bestätigen. Spitze bellen sehr viel (jedenfalls alle, die ich kenne) und mein alter Sheltie hat außer aus Freude, wenn er heißgeliebte Menschen oder Hunde traf, nie gebellt. Der Kleine bellt mehr, aber er ist noch jung und es wird langsam besser.

    Shelties bellen übrigens so viel, weil ursprünglich Spitze eingekreuzt wurden.

    LG
    Eva
    Die meisten Shelties die ich kenne, bellen bei jeglicher Aufregung und dann permanent, hysterisch und ohne Pause.

  20. #30
    Neuer Knochen

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    AW: Stadthund? Sheltie?

    Zitat Zitat von Ladywulf Beitrag anzeigen
    Die meisten Shelties die ich kenne, bellen bei jeglicher Aufregung und dann permanent, hysterisch und ohne Pause.
    Ich war bei vielen Sheltie-Treffen mit meinem älteren Sheltie und hatte auch persönlichen Kontakt zu vielen Sheltie-Besitzern und ihren Hunden. Das kann ich so nicht bestätigen. Wenn sie hysterisch und ohne Pause bellen, hängt das auch damit zusammen, dass dem in der Erziehung nicht gegengesteuert wurde, aber das ist bei Spitzen sicher dasselbe.

    LG
    Eva

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