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  1. #31
    Medium Knochen

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    AW: Mistel Therapie Iscador Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Gabii Beitrag anzeigen
    Yuma geht es immer noch gut. Die Kraft wird weniger, das merkt man aber nur an den Wegstrecken. Schlafen tut er nicht mehr. Und er ist im Kopf gut drauf. Der Tumor wächst wahnsinnig schnell.

    Wir haben heute beschlossen das Iscador abzusetzen. Er hat in den letzten 14 Tagen mehrmals Anfälle dieser Hypercalcämie gehabt..... Das sind wirklich schreckliche Tage die uns beide völlig fertig machen.
    Mir ist aufgefallen das es immer an den Tagen ist an denen ich das Iscador spritze...keine Ahnung ob es dadurch wieder aufhört. Er bekommt aktuell Novalgin, .... Ich kann ihn zu diesen Zeiten keine Minute alleine lassen...ist momentan für mich sehr schwierig, nachdem 2 Hundesitter (lose Freundschaften...) abgesprungen sind, weil sie es nicht ertragen ihm beim sterben zu zuschauen...(ich erspare mir und euch was ich davon halte...)
    Sonst tun wir einfach weiter wie gehabt, no Stress und den ganzen Tag fressen (er, nicht ich)
    Liebe Gabii, ich glaube auch, dass Iscador leider nichts mehr bringt.

    Dass Leute beim Sterben nicht zuschauen wollen, habe ich leider auch schon mehrmals erlebt, bei Mensch und Hund. Haben einmal eine 10-jährige Rottweilerin aus diesem Grund übergeben bekommen. Die wurde dann bei uns in guter Verfassung fast 15. Ab und zu hatten wir die Vorbesitzerin noch getroffen und ich erinnere mich noch heute daran, wie diese beim letzten Treffen ganz geschockt davongelaufen ist, als sie die mittlerweile wirklich sehr alte Hündin wiedergesehen hat.

    Fein, dass es ihm schmeckt und gut, dass du die Kraft hast, eine gute Balance zwischen Vernunft und Gefühl zu halten. So schlimm es jedesmal wieder für einen Hundler ist: besser wir bleiben über als unsere Hunde.

    Kann dir leider nicht helfen, und trösten kann da sowieso niemand. Trotzdem liebe Güße.

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  3. #32
    Super Knochen
    Avatar von Gabii
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    AW: Mistel Therapie Iscador Erfahrungen?

    Nutztier Danke! Du hast ja so recht. Das weiss ich spätestens als ich meine Mutter gepflegt habe. Sie hatte ein Pankreas Karzinom und es dauerte nur ein Jahr. Innerhalb der ersten Wochen waren alle verschwunden...zuerst gross blabla, sie unterstützen mich...und dann war keiner mehr gesehen.
    Es erinnert sie an die eigene Endlichkeit...

    Vorgestern in der Früh das letzte mal Iscador, ab nachmittag wieder den Anfall. Seitdem herrscht Ruhe. Ich hoffe das war es.
    "Hundeliebe sollte nicht nur den eigenen Hund betreffen"

    an "seltsamer" Rechtschreibung ist das Tablett schuld

  4. #33
    Medium Knochen

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    AW: Mistel Therapie Iscador Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Gabii Beitrag anzeigen
    Es erinnert sie an die eigene Endlichkeit...

    Vorgestern in der Früh das letzte mal Iscador, ab nachmittag wieder den Anfall. Seitdem herrscht Ruhe. Ich hoffe das war es.
    Dasselbe war´s bei einer Freundin mit Lungenkarzinom plus 13 Gehirnmetastasen, eine im Wortsinn "liebenswerte" Person, die viele Freunde hatte und das Talent besessen hatte, Menschen miteinander zu verbinden. Besonders schlechte Phasen erkannt ich schon beim Betreten des Krankenzimmers daran, dass keine Besuchersträuße da waren.

    Das Vorbeischwindeln am Sterben ist eigentlich, da jeder von uns endlich ist, ziemlich naiv und nur vordergründig bequem, muss doch jeder damit rechnen, dass die anderen sich ihm gegenüber irgendwann gleich verhalten werden. Und im Grunde besiegt man auch die eigene Angst nicht durch Wegsehen und Drüberschwindeln.

    Welches Iscador hast du bisher gespritzt und wie oft?

    Spritze ja gerade selbst bei der Rottweilerin, die es vor ca 8 Jahren schon mal bekommen hat, ebenso wie mein erster eigener Hund. Jedesmal wurde anders dosiert. Ich dachte zuerst, dass es vielleicht auf Art und Aggressivität des Tumors ankommt, und ich habe, glaube ich mich zu erinnern, auf der Iscador-HP etwas in der Richtung gelesen. In der TK, wo mir leider der Leibarzt dauerhaft abhanden gekommen ist, meinten sie aber, dass höchstmögliche Stärke jeden zweiten Tag als Dauerthreapie State of the Art sei.

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