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  1. #1291
    Super Knochen
    Avatar von Caro1
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Cato Beitrag anzeigen
    Wenn die Zucht falsch läuft, dann ja. Wenn ein Hund besonders „explosiv“ ist vom Temperament her (so Mali-mäßig zum Beispiel), dann gehört immer auch eine besonders gute Impulskontrolle dazu und möglichst noch das, was man als „Leichtführigkeit“ bezeichnet.

    Das kann natürlich in falsche Bahnen auch laufen, wenn da bei der Zucht über mehrere Generationen hinweg nur auf einzelne Eigenschaften, nicht aber auf das Gesamtpaket geachtet wird.
    Hierzu gab es letztens einen tollen Beitrag im TV.. da wurde ein ausgebildeter Polizeihund (Mali) vorgeführt, wie er im Einsatz und dann privat, in einer gleichen Situation, völlig unterschiedlich reagiert hatte.. Der wusste genau, wann er im Einsatz und wann er privat geführt wird, obwohl auch extrem explosiv und triebig...
    „Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.“
    (Kurt Tucholski)

  2. #1292
    Super Knochen
    Avatar von Sticha Georg
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von chess Beitrag anzeigen
    also ich denke nicht, daß ein schwer verletztes kind daß sich offensichtlich in noch keinem stabilen zustand befand, eine kosmetische OP bekommt. auch bei anderen unfällen werden die erst viel später gemacht. meines wissens ist das kind letztendlich an der infektion durch den hundespeichel gestorben.

    Ja - dachte ich mir auch. Eigentlich ist es zweitrangig welche Grund (Herz/Infektion) verantwortlich war, denn so ein Vorfall dürfte nie passieren.

    Zitat Zitat von Radetzky Beitrag anzeigen
    Und genau das glaube ich eben nicht. Denn dann müssten doch logischerweise grade die Hunde mit dem größten Jagdtrieb, also die Jagdhunde, besonders oft zubeissen. Tun sie aber nicht.

    Obwohl ich nicht glaube das eine sachliche Antwort bei dir Sinn macht, versuche ich es doch: " Immer wieder wird vom Laien der Terminus Jagdtrieb als Begründung genannt. Falsch - es wird das Jagdverhalten mit all seinen Nuancen - in gewissen Situationen des urbanen Lebens (Gesellschaft) bei Hunden angesprochen.


    Obwohl die Wissenschaft "das Triebmodell" durch das "Motivationsmodell" abgelöst hat, sollte gerade bei fachlich sachlichen Gesprächen sehr intensiv zwischen Trieb vs Verhalten unterschieden werden.

    Zitat Zitat von Cato Beitrag anzeigen
    Wenn die Zucht falsch läuft, dann ja. Wenn ein Hund besonders „explosiv“ ist vom Temperament her (so Mali-mäßig zum Beispiel), dann gehört immer auch eine besonders gute Impulskontrolle dazu und möglichst noch das, was man als „Leichtführigkeit“ bezeichnet.

    Das kann natürlich in falsche Bahnen auch laufen, wenn da bei der Zucht über mehrere Generationen hinweg nur auf einzelne Eigenschaften, nicht aber auf das Gesamtpaket geachtet wird.

    Natürlich spielt die Zucht - genetische Vorgaben - eine zum Großteil untergeordnete Rolle, allerdings wird auch hier immer wieder vergessen, dass die Prägung, Haltung, Erziehung usw. eine viel größere Rolle spielt als die so immer gerne verwendete Ausrede (genetisch vorprogrammierte) Sozialisierung.

    Ich erzähl Euch mal ein kleines Beispiel aus dem realen Leben: Hündin wird von einem Rüden ab der 8 Woche erzogen. Er führt ihr natürlich im "spielerischen" Verhalten Aggression vor, und belohnt sie mit Zuneigung wenn die Hündin aus seiner Sicht richtiges Verhalten an den Tag legt. Hündin war ihr Leben lang extrem sozialdominant.

    Diese Hündin nahm sich ihr 4 Wochen !!!!!! altes weiblichen Welpen (gibt es auf Video) "zur Brust" und lernte ihr unter selbiger Verhaltensweise wie der Rüde bei ihr, was aus ihrer Sicht richtiges Verhalten ist. NUR die Hündin und nicht die 7 Rüdenwelpen wurden derart "geschult"

    Das Welpen/Hündin war ihr Leben nach auch ein sehr sozialaggressiver Hund gegenüber anderen Hunden.

    Nun sehen wir das dieses Verhaltensmuster mit der 4 Woche geformt wurde, und auch bei den besten "Sozialisierungsmaßnahmen" nicht mehr veränderbar waren.

    Aber "gut" …………… das es immer noch Menschen gibt, welche alle unangebrachten Vorfälle mit Sozialisierung erklären wollen

    mfg Sticha
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  3. #1293
    Medium Knochen
    Avatar von Helenaxoxo
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Caro1 Beitrag anzeigen
    Nein, das ist wirklich Unfug... Viele meiner Hunde liebten ihr Quietschi-Spielzeug, hätten deshalb aber niemals Kinder als Spiel oder Beute gesehen, weil Hunde sehr wohl unterscheiden können, ob sie in ein "totes" Spielzeug reinbeißen und rumschleppen oder nach einem kreischendem Kind schnappen....
    Ja, Hunde die gut sozialisiert sind.

    Ich gehe jetzt mal vom Schlimmsten aus, ein Hund der den Unterschied nicht kennt und nur auf Reize reagiert, egal was oder wer das ist.

  4. #1294
    Super Knochen

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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Sticha Georg Beitrag anzeigen
    …….. ich frage mich was an dem Gerücht war ist, das Waris bei der kosmetischen OP an einem angeborenen Herzfehler starb.

    Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich behaupte NICHT das dies stimmt, allerdings würde es mich sehr wohl interessieren.
    Zitat Zitat von Sticha Georg Beitrag anzeigen
    Ja - dachte ich mir auch. Eigentlich ist es zweitrangig welche Grund (Herz/Infektion) verantwortlich war, denn so ein Vorfall dürfte nie passieren.

    Ich finde es widerlich, daß du jetzt schon zum zweiten Mal unterstellst, der kleine Bub sei eigentlich gar nicht wegen der Bisse gestorben.

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  6. #1295
    Super Knochen

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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Helenaxoxo Beitrag anzeigen

    Ich gehe jetzt mal vom Schlimmsten aus, ein Hund der den Unterschied nicht kennt und nur auf Reize reagiert, egal was oder wer das ist.
    auch die können offensichtlich unterscheiden. ich hab aktuell einen hund der mit großer erregung auf den schrei eines mäusebussards im wald reagiert und sofort im jagdmodus ist. jegliche art von quietschspielzeug lässt ihn aber ziemlich kalt. ich denke in dem bereich kann man einfach keine pauschalaussage über mehrere hunde treffen. meine verstorbene hündin konnte sich mit ihrem spielzeug in ekstase quietschen und wär trotzdem nie auf kinder angesprungen.

  7. #1296
    Super Knochen
    Avatar von Sticha Georg
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Radetzky Beitrag anzeigen
    Ich finde es widerlich, daß du jetzt schon zum zweiten Mal unterstellst, der kleine Bub sei eigentlich gar nicht wegen der Bisse gestorben.
    Offensichtlich ist es in deinen Augen verwerflich - ähm widerlich - wenn man auf ein Posting antwortet.


    Das du die Antwort auf dein unsachliches Posting ignorierst zeigt uns wohl wieder deine Intention hier zu schreiben.

    Eigentlich dumm von mir zu glauben, dass du in irgendeiner Form daran interessiert bist sachlich und fachlich korrekt zu "plaudern!". Spuck nur weiter dein Gift, und irgendwann erkennen selbst die uneingeweihten User was dein Begehren ist
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  9. #1297
    Super Knochen

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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Sticha Georg, völlig richtig, denn wenn sie nur mehr Giftig sind, so merken sie überhaupt nicht, um was es in Wirklichkeit geht.

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  11. #1298
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von Sticha Georg Beitrag anzeigen
    … Obwohl die Wissenschaft "das Triebmodell" durch das "Motivationsmodell" abgelöst hat, sollte gerade bei fachlich sachlichen Gesprächen sehr intensiv zwischen Trieb vs Verhalten unterschieden werden.....
    Meinst du damit, dass der Trieb mehr oder weniger bei allen Hunden ohnehin vorhanden ist, aber der Unterschied dann ist, mit welchem Verhalten das Individuum darauf reagiert und damit umzugehen lernt?
    Sorry, das ich dein Posting abgekürzt habe, aber sonst versteht man ja meine Frage nicht.
    LG Eva

  12. #1299
    Super Knochen
    Avatar von angie52
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Kurzes OT
    Wenn man mit der politischen Einstellung von jemandem nicht konform geht, heißt das ja nicht, dass dessen fachliche Kompetenz fraglich ist. Deshalb sollten wir bei wirklich wichtigen Themen echt sachlich bleiben, sonst sind wir auch nicht besser als die Politiker, die gute Ideen und Argumente der Opposition schon allein deshalb, weil sie von der anderen Partei kommen, ablehnen. Das hilft der Sache überhaupt nicht.
    Es ist ja auch so, dass es oft innerhalb der Familie unterschiedliche politische Ansichten gibt. Wenn nicht, würde mich das wundern und vermuten lassen, dass da einige nicht selber denken. Trotzdem achtet man einander für das, was jeder drauf hat, und beschließt irgendwann, über sinnlose Debatten zu verzichten, weil das ja nur ein Aspekt einer Person ist.
    LG Eva

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  14. #1300
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Das hier

    Ich erzähl Euch mal ein kleines Beispiel aus dem realen Leben: Hündin wird von einem Rüden ab der 8 Woche erzogen. Er führt ihr natürlich im "spielerischen" Verhalten Aggression vor, und belohnt sie mit Zuneigung wenn die Hündin aus seiner Sicht richtiges Verhalten an den Tag legt. Hündin war ihr Leben lang extrem sozialdominant.

    Diese Hündin nahm sich ihr 4 Wochen !!!!!! altes weiblichen Welpen (gibt es auf Video) "zur Brust" und lernte ihr unter selbiger Verhaltensweise wie der Rüde bei ihr, was aus ihrer Sicht richtiges Verhalten ist. NUR die Hündin und nicht die 7 Rüdenwelpen wurden derart "geschult"

    Das Welpen/Hündin war ihr Leben nach auch ein sehr sozialaggressiver Hund gegenüber anderen Hunden.

    Nun sehen wir das dieses Verhaltensmuster mit der 4 Woche geformt wurde, und auch bei den besten "Sozialisierungsmaßnahmen" nicht mehr veränderbar waren.
    finde ich jetzt einmal mehr als "spannend" und enorm wichtig! Umwelteinflüsse beeinflussen indirekt die Genexpression (und hier natürlich das Verhalten - Verhalten IST eine Sache der Chemie, der Ausschüttung von Hormonen) - über Methylierung, über Histonmodifikation, über Micro RNAs. (das sind die drei Faktoren, die bewirken, wie, wann und ob Gene abgelesen werden und hier gibt es eine "Aktion-Reaktion" hinsichtlich Umwelteinflüsse)

    Hätte die Hündin z.B. ihre Tochter nicht derart "behandelt", wäre diese sanft und lieb geworden und würde dieses Verhalten auch nicht an ihre Welpen weitergeben. Hätte der Rüde diese Hündin nicht derart erzogen, wäre auch sie nicht sozialdominant oder unverträglich geworden.

    Hach! Ein Ansatzpunkt! Hier ist der Züchter gefordert - Frage an Georg... bringt es dann was, wenn der Züchter hier lenkend eingreift? Also z.B. verhindert, dass der Rüde die Hündin derart erzieht? (und derartige Maßnahmen schauen schon GANZ anders aus, als die blöde Maulkorbpflicht, fast immer und überall, für Listenhunde! ) Das wäre Ursachenforschung - und Behandlung!

  15. #1301
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Hund beißt Kleinkind

    Zitat Zitat von angie52 Beitrag anzeigen
    Meinst du damit, dass der Trieb mehr oder weniger bei allen Hunden ohnehin vorhanden ist, aber der Unterschied dann ist, mit welchem Verhalten das Individuum darauf reagiert und damit umzugehen lernt?
    Sorry, das ich dein Posting abgekürzt habe, aber sonst versteht man ja meine Frage nicht.
    Eva, ich hätte das so interpretiert... die genetische Ausstattung (z.B. welcher Teil der jagdlichen Sequenz bevorzugt gezeigt wird - darauf wurde ja rassebezogen gezüchtet) ist vorhanden. Welcher Teil aber davon ausgeprägt/abgelesen wird - das bestimmt die Umwelt. Sprich, die Sozialisierung, die Prägung, die Erziehung, die gesamte Umgebung. Vieles passiert ganz am Anfang, in den ersten Wochen.

    Aber sonst... wie sonst sollte die Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen gesteuert werden? Die Umwelt IST maßgeblich daran beteiligt. Nur - wie sollte dieser Mechanismus wirken? Auch die Neuronen sind nur Chemie....

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