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  1. #46
    Neuer Knochen

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    AW: Hartnäckige Verschleimung beim Hund mit Atemnot und Schluckbeschwerden

    Inzwischen ist Nelly 10 Tage bei uns und wir haben uns natürlich dazu entschlossen, sie zu behalten.
    Sie ist auch ziemlich brav, kommt brav, wenn man sie ruft, ist auch ziemlich aufmerksam.
    Wir waren schon in einigen großen Hundezonen mit ihr, dort tobt sie herum, auch viel mit Joy, sie ist aber eher ein Hasenfuß. An der Leine führt sie sich zwar ziemlich auf, wenn wir anderen Hunden begegnen, aber wenn wir dann hingehen, ist sie ganz friedlich und ruhig.

    Allein bleibt sie auch brav, sie bellt überhaupt nicht. Eine Sache weniger, die wir mühsam trainieren müssen.

    Und ich bemühe mich, nicht an Julie zu denken, weil mich das jedesmal total fertig macht. Wenn ich dann aber doch an sie denken muss, macht es mich noch trauriger, weil sie irgendwie so weit weg ist. Und das ist auch irgendwie unerträglich, dass sie so völlig verschwunden ist, die Zeit mit ihr.... Aber jedesmal, wenn ich an sie denke, kommen mir die Tränen. Eben auch WEIL sie so weit weg ist, ich das aber nicht will, dieses NIE MEHR.
    Heute sind es genau 14 Tage...

  2. #47
    Profi Knochen
    Avatar von Tigerlilli
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    AW: Hartnäckige Verschleimung beim Hund mit Atemnot und Schluckbeschwerden

    Ich habe im Februar 2015 nach fast 14 gemeinsamen Jahren meinen Hund einschläfern lassen müssen. Glück für ihn dass es sehr schnell gegangen ist, Pech für mich. Das Loch, in das ich gefallen bin war unbeschreiblich. Ich hab gedacht es zerreisst mich, nie im Leben übersteh ich diesen Schmerz. Kango war mein Ein und Alles, von Studium, Krankenpflegeschule über Umzüge kreuz und quer durch Österreich, große, kleine, gescheiterte Lieben, meine Hochzeit... er war einfach immer dabei, mein Anker und mein Fixstern. Drei Monate lang hab ich keinen anderen Hund sehen oder angreifen wollen. Kango war omnipräsent, ich konnte ihn nur nicht berühren. Anfang Mai war ich dann bewusst auf unserer Wiese, da sind dann alle Dämme gebrochen aber es war eine Katharsis. Am nächsten Tag hab ich das Inserat von unserer Maus gelesen, das Foto gesehen und gewusst: die ist es. Das ist unser Hund. Wir haben sie dann besucht und es hat sich bestätigt.
    Kango ist am 19.2.2015 verstorben, die Maus ist am 16.6.2015 eingezogen. Früher hätte ich keinen Hund ertragen, sie ist zum perfekten Zeitpunkt gekommen und hat mein Leben wieder rund gemacht. Sie ist GANZ anders als der Große war, das ist gut so. Sie hat mein bzw. unser Leben wieder komplettiert und mir einen Auftrag gegeben. Dieses "Nie mehr", das Du ansprichst, hat mir körperlich wehgetan. Unmittelbar, nachdem wir Kango damals im Krematorium abgegeben hatten habe ich 39° Fieber bekommen. In allen möglichen und unmöglichen Situationen hab ich unstopbar zu weinen angefangen. Ich hab Kango damals um seinen Beistand gebeten dass Maus und ich ein Team werden, so war er dabei und nicht einfach "ersetzt" und er hat seinen Job gut gemacht (auf ihn war immer Verlass ).
    Lass Deine "Neue" ihren Platz in Eurer Familie finden, nimm Dir die Zeit und das Recht, um Julie zu trauern.
    Viele hier im Forum haben das Gleiche durchleben müssen und sind nun wieder mit neuen Gefährten glücklich. Du wirst sehen, dass es kein Patentrezept gibt, wann, wie schnell, mit welchem Hund oder ohne man wieder glücklich wird. Irgendwann wirst Du an Julie denken und Dich erinnern können, ohne vor Schmerz und Wut und Ohnmacht und Selbstvorwürfen in die Knie zu gehen.
    Ich wünsche Dir alles Liebe!

    Edit: ich habe den Schmerz gesucht (gut, vor allem am Anfang war das keine Herausforderung), aber ich hab mich bewusst damit konfrontiert um ihn irgendwann kontrollieren zu können und mein Leben nicht völlig im Chaos zu verlieren. Dass ich mich privat damit konfrontiert hab hat mir geholfen, mich im Beruf konzentrieren zu können. Die Methode ist aber sicher nicht jedermanns Sache!!!
    Geändert von Tigerlilli (08.05.2017 um 18:16 Uhr)
    Der Hund ist das einzige Lebewesen, dass Dich mehr liebt als sich selbst.

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  4. #48
    Super Knochen

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    AW: Hartnäckige Verschleimung beim Hund mit Atemnot und Schluckbeschwerden

    Es freut mich, dass Nelly sich so gut einfügt und schon so brav ist!

    Bei mir war gestern der 2. Todestag von Leopold, das war hart, ich musste den ganzen Tag mit Tränen an ihn denken!
    Wie Tigerlilly schon geschrieben hat, es ist ein Schmerz und eine Trauer die Dich einfach umreißt, die alles umfasst und man hat das Gefühl, es wird nie besser werden.
    Ich bekam eine Gürtelrose nach Leopold's Tod, war schon heftig, hatte ich noch nie, das war eben ein Zeichen meines Körpers an mich, dass mich diese Situation extrem belastet.
    Es wird besser, aber ganz vergehen wird der Schmerz nie, ist bei mir zumindest so.
    Ich habe sehr lange ebenfalls völlig unkontrolliert zu weinen begonnen, ich konnte mir nie vorstellen, dass noch einmal ein Hund diesen besonderen Platz von Leopold einnehmen wird, er war ebenfalls 13 Jahre lang mein Fels, mein Kamerad und hat alles mit mir durchgestanden, Trennungen, Umzüge, berufliche Veränderungen, eben alles.

    Auch Edgar kann diesen Platz nicht einnehmen, das ist auch gut so, aber seitdem er bei uns ist, merke ich wie es mir wieder besser geht.
    Er ist auch total anders als Leopold, aber er überrascht mich jeden Tag mehr und ich bin stolz auf ihn und seine Fortschritte und ich merke auch jeden Tag mehr, wie er mir ans Herz wächst.

    Am Anfang war Leopold sehr viel bei mir und ist mir beigestanden, jetzt ist er nicht mehr so oft bei mir, da er damit einverstanden war, dass Edgar in mein Leben tritt und er dadurch nicht mehr so auf mich aufpassen muss und meine Trauer kleiner wird.
    Klingt jetzt wahrscheinlich total abgedreht, aber so hat es mir die Tierkommunikatorin erklärt und ich habe das auch so gespürt!

    Dieses NIE MEHR hat mich auch sehr belastet, aber dagegen kann man leider nichts tun.

    Nimm Dir die Zeit, trauere so intensiv um Julie wie es für Dich gut ist, lass Nelly bei euch ankommen und Du wirst sehen, das Leben wird auch wieder schön werden!
    LG Ingrid

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  6. #49
    Neuer Knochen

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    AW: Hartnäckige Verschleimung beim Hund mit Atemnot und Schluckbeschwerden

    Es ist tatsächlich so, dass die Trauer für jeden anders ist, denk ich. Und jeder denkt, dass SEINE Trauer einzigartig ist. So wird es vermutlich auch sein, weil jeder andere Gefühle und Erinnerungen an den geliebten Gefährten in sich trägt.

    Bei mir ist es inzwischen so, dass ich jede Erinnerung verdränge, ich denke einfach nicht an Julie. Denn jeder Gedanke an sie schmerzt fürchterlich. Weil ich aber so gut wie nicht an sie denke, wird jeder Gedanke noch schlimmer - eben, weil sie dadurch schon so weit weg ist, bzw. das Leben mit ihr, so wie ich es gewohnt war, auch schon so weit weg ist. Sie kommt einfach nicht mehr vor in unserem Leben.
    Und das ist furchtbar.

    Ich kann aber noch immer nicht wieder länger schlafen - als sie noch da war, bin ich mit Mühe um 9 Uhr aufgestanden, wenn ich sie vor dem Zimmer herumtapsen gehört hab. Jetzt bin ich ab 7 Uhr munter und stehe meistens so gegen spätestens halb acht auf.
    Das hat mich am Anfang völlig planlos gemacht, weil ich nicht wusste, was ich mit diesen ellenlangen Vormittagen anfangen sollte, aber das hat sich GsD inzwischen gelegt. Es ist sogar sehr angenehm, mehr Zeit zu haben.

    Und Appetit hab ich auch noch keinen, ich hab einfach keine Lust auf´s Essen. Und das heißt bei mir viel - ich bin eine Süße, hab sehr viel Mehlspeise in mich reingestopft, aber momentan esse ich nur einmal am Tag, eine Hauptspeise, mehr brauch ich nicht. Dafür trinke ich viel Kaffee, hab ich zwar vorher auch schon gemacht, aber jetzt noch mehr.
    Was natürlich den angenehmen Nebeneffekt hat, dass ich schon ein paar Kilos verloren hab, was mir absolut nicht schadet.
    Aber lieber hätt ich es anders...

  7. #50
    Super Knochen

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    AW: Hartnäckige Verschleimung beim Hund mit Atemnot und Schluckbeschwerden

    Du hast recht, jeder trauert anders, ich habe und tue es immer noch, immer viel an Leopold gedacht, das kann ich einfach nicht abstellen.
    Am Anfang habe ich mich dabei erwischt, dass ich gedacht habe, darf ich jetzt lachen und mich auf etwas freuen?
    Eben weil die Trauer und der Verlust so groß waren, aber dann habe ich mir gedacht, Leopold würde es nicht wollen, dass ich keine Freude mehr am Leben habe.

    Appetit hatte ich damals auch nicht wirklich, aber der kam dann wieder.

    Du wirst sehen, es wird besser werden, es dauert einfach seine Zeit, so hart das auch ist.
    LG Ingrid

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