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  1. #1
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    Diagnose Epilepsie

    In der neuesten Ausgabe ein Bericht eines Halters eines Hundes mit Epilepsie.
    Untertitel: "Wie soll der Halter damit umgehen?"

    Erstens.... die Erkrankung annehmen.
    Dann... der Satz: "Gestoßen sind wir auf ein wildes Durcheinander von Meinungen, Fakten, Behauptungen, Horrorszenarien und Mitleidsbekundungen." tut irgendwie weh. Denn (ja, ich mache nochmals Werbung dafür!) - das Forum von Beata - das Epilepsie-Netzwerk ist KEIN wildes Durcheinander!
    Sondern ein Austausch von BETROFFENEN, schön übersichtlich nach Themen gereiht. Über die verschiedenen Arten der Epilepsie, über Behandlungsmöglichkeiten, die verschiedensten Medikamente, Ernährung, Impfungen, Alternativbehandlungen, Ernährungszusätzen, Publikationen, Links, usw.
    Besser geht es meiner Meinung nach nicht!

    Zum Satz: "Lediglich über den richtigen Zeitpunkt des Therapieeinstiegs wird diskutiert." möchte ich noch etwas sagen...

    Leider wird oft viel zu lange zugewartet, bis man mit der Therapie beginnt.
    Dieses "Wir hoffen immer, dass die Anfälle ebenso unvermittelt verschwinden, wie sie ausgebrochen sind..." - ist fatal.
    Jeder Anfall begünstigt neuerliche Anfälle!

    Das "bahnt" sich regelrecht ein, fährt dann wie auf Schienen.
    Auch bei der nicht idiopathischen Epilepsie. Da kann dann die Grunderkrankung schon lange geheilt sein - die Epilepsie besteht weiter.

    Weiters.... immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, dass Anfälle total unterschiedlich aussehen können!
    Anfall heißt nicht nur, dass der Hund auf der Seite liegt und mit den Beinen herumrudert, Schaum vor dem Maul hat, bewusstlos ist usw.!
    Der Hund kann nur so krampfen, sich zusammenziehen (wie mein Aaron), sich nicht mehr auf den Beinen halten können. Oder Schwierigkeiten beim Gehen haben. "Fliegen schnappen". Schwanz jagen. Löcher in die Luft starren, abwesend sein.

    Wer sich nicht sicher ist... Hund filmen! Außerdem gibt es im Internet jede Menge Filme von Hunden, die Anfälle haben. Unterschiedlichste Anfälle.
    Schaut man sich diese an, bekommt man ein Gespür, wie sie aussehen können. Ob das, was der eigene Hund nun hat, noch normal sein könnte oder doch schon auffällig.

    Abschließend zu "Die Epilepsie ist ein Teil unseres Lebens. Ein Teil. Nicht mehr und nicht weniger"....
    ja, aber man sollte sich darauf einstellen, dass es ein sehr großer Teil sein könnte. Nicht unbedingt muss, aber doch könnte.

    Ganz abschließend...
    Wenn man aber jemand liebt, dann schafft man auch das scheinbar Unmögliche.

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  3. #2
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Noch etwas....


    der Satz:

    "Eine tonlose, teils hochemotionale Kakophonie aus den Stimmen Ratsuchender, Ratgebender, regelrechter Verschwörungstheoretiker und bloßer Schaulustiger, die, selbst wenn sie nichts beizutragen haben, um keinen Kommentar verlegen sind."
    ist mir ein wenig sauer aufgestoßen.

    Denn - wie geschrieben - es GIBT ja seriöse Information, auch seriösen Erfahrungsaustausch.
    Man muss halt wissen, wo.....

    Aber bitte... mehr, als dass ich dieses Forum erwähne, kann ich nicht tun. Lesen und/oder dort anmelden muss jeder selbst.
    Es ist nur ein Teil dieses Forums öffentlich lesbar -zwecks Wahrung der Privatsphäre. Aber auch dieser öffentliche Bereich dient schon der Information über die Erkrankung.

  4. #3
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Bitte noch etwas beachten... natürlich schadet jeder Grand Mal dem Gehirn!
    Ob nun wirklich Nervenzellen abgebaut werden und wie viele - wird wohl auf den Anfall darauf ankommen.
    Aber die Bereitschaft, bald wieder so einen Anfall zu erleiden - die wird mit jedem Anfall, der nicht behandelt wird, höher!
    Und dann sterben wirklich Nervenzellen ab!

    Hat der Hund nur zweimal im Jahr einen Anfall, wird man wohl nicht Antiepileptika einsetzen.
    Aber sonst... bitte nicht zu lange zuwarten!!!!!!

  5. #4
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Wir sind ja auch Betroffene, unser Henry hat seit 2 Jahren Epilepsie und daher habe ich den Artikel auch aufmerksam gelesen.
    Und vieles sehe ich auch anders.
    Hat der Hund nur wenige Anfälle in langen Abständen, dann muss man nicht immer Medikamente geben, aber es ist absolut richtig, dass jeder Anfall Gehirnzellen zerstört und weitere Anfälle begünstigt.
    Bei uns waren die Anfälle, am Anfang, stündlich, überall, auch auf der Straße und das war furchtbar.
    Wir waren am Anfang mit den Nerven fertig, wir wussten nicht mehr weiter.
    Ursache für die Epilepsie wurde nicht gefunden und jeder erzählte uns was anderes.

    Wir hatten allerdings das Glück eine TÄ zu finden, die uns super betreut hat und es bis heute tut, die Henry perfekt eingestellt hat und uns alles ganz genau erklärt hat.
    Das hat mir gezeigt wie wichtig ein Arzt ist, der sich auskennt und nicht einfach nur Medikamente gibt.
    Diese Medikamente sind stark und der Hund braucht schon einige Woche bis er sich drauf einstellt, aber dann kann er gut damit leben.
    Klar, wird immer das Blutbild kontrolliert und der Spiegel, aber das ist besser als ständigen Anfällen ausgesetzt zu sein.

    Man kann und muss mit dieser Krankheit leben, man darf den Hund auch nicht unter die Käseglocke stellen, denn dann ist es kein Leben mehr.
    Wir wissen wie weit unser Henry belastbar ist und er lebt eigentlich ein ganz normales Hundeleben, mit wenigen Einschränkungen.

    Allerdings sollte man, gemeinsam mit dem Arzt, abklären wie weit bin ich bereit zu gehen?
    Wo hört das lebenswerte Leben auf und wo beginnt die Qual?
    Wir haben das für uns entschieden und wären auch bereit gewesen Henry zu erlösen, wenn keine Medikamente helfen, was auch oft vorkommt.
    Henry ist seit langer Zeit, Gott sei Dank, anfallsfrei, aber wir wissen, dass seine Lebenserwartung evtl. kürzer sein kann, als bei einem gesunden Hund, das muss man sich auch eingestehen.

    Mittlerweile haben wir aufgehört auf jeden Schnaufer von ihm zu hören, am Anfang war es furchtbar, auch das muss man lernen, wir lassen ihn auch alleine, anders geht es ja nicht.
    Allerdings wissen wir genau wo eine Tierklinik ist, wenn wir auf Urlaub fahren um ihn sofort intensiv medizinisch behandeln lassen zu können, sollte er in einen Status rutschen.
    Aus diesem Grund fahren wir auch nicht mehr nach Kroatien, da dort das Sprachproblem einfach besteht und wir mit dieser Schuld nie leben könnten.

    Es ist eine furchtbare Krankheit, aber man muss sie annehmen und das Beste daraus machen.
    LG Ingrid

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  7. #5
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Es ist eine furchtbare Krankheit, aber man muss sie annehmen und das Beste daraus machen.
    Ingrid, ja, unterschreibe ich sofort!

    Auch ich sehe Vieles aus dem Artikel anders.
    Natürlich geht das Leben weiter und man soll nicht jeden Schnaufer bewerten.



    Der Besitzer eines an Epilepsie erkrank-
    ten Tieres erkennt die Entstehung eines
    epileptischen Anfalls meistens schon im
    Prodromalstadium. In dieser Phase ist es
    möglich, beruhigend auf das Tier einzu-
    wirken und damit die Schwere des Anfalls
    zu dämpfen oder den Anfall sogar zu ver-
    meiden.
    http://www.tierneurologie.de/downloa...fanfaelle2.pdf

  8. #6
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Ich kann eigentlich nur beipflichten zu dem was Du geschrieben hast Ingrid!

    Und wir handhaben es auch so, dass Blacky ein ziemlich normales Leben führen kann. Er ist sehr gut mit Medikamenten eingestellt und hat seit 4. Oktober 2013 keinen Anfall mehr gehabt. Wir wissen auch genau, wo seine Grenzen sind und für uns ist die absolute Priorität seine Lebensqualität. Er ist auch auf keinen Fall unter einem Glassturz, sondern darf und soll einfach richtig Hund sein und ganz ehrlich, wenn dieses Hund sein und fetzen und Mauslöcher graben usw. seine Lebenszeit verkürzen sollte ..... tja, dann ist es so, aber ihm ging es dabei gut und er hatte Freude am Leben.

    Und für uns ist es so, dass die Epilepsie zwar ein Teil unseres Lebens ist, aber mit Sicherheit nicht das ganze Leben. Sie ist eben da und nicht wegzudiskutieren, aber wir lassen mit Sicherheit nicht zu, dass sie unser Leben bestimmt. Das lassen wir nicht bei schweren menschl. Erkrankungen zu und ebenso nicht bei Erkrankungen für unsere Hunde.

    Noch ein kurzes Wort zu C+A, ich habe ebenfalls kurz in diesem Forum gelesen, jedoch war für mich weder etwas Neues oder Interessantes zu finden. Als seriöse Infoquelle ist ein Forum mMn mit Sicherheit nicht geeignet. Medizinische fachl. Information ist das Um und Auf. Man muß eben etwas Zeit investieren, damit man den richtigen TA findet!



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  10. #7
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Ich habe ebenfalls kurz in diesem Forum gelesen, jedoch war für mich weder etwas Neues oder Interessantes zu finden
    Ganz kurz nur... dazu muss man sich registrieren lassen, dann gibt es viel, viel mehr Information.
    Das, was öffentlich lesbar ist, ist einmal ein kleiner Überblick.
    Für die, die noch gar nichts wissen.

    Viele Tierärzte, die sich mit der Erkrankung gut auskennen, gibt es leider nicht. Am besten ist die Neurologie auf der VetMED, dort sitzen Spezialisten.

  11. #8
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Zitat Zitat von calimero+aaron Beitrag anzeigen
    Ganz kurz nur... dazu muss man sich registrieren lassen, dann gibt es viel, viel mehr Information.
    Das, was öffentlich lesbar ist, ist einmal ein kleiner Überblick.
    Für die, die noch gar nichts wissen.

    Viele Tierärzte, die sich mit der Erkrankung gut auskennen, gibt es leider nicht. Am besten ist die Neurologie auf der VetMED, dort sitzen Spezialisten.
    Dankeschön für den Hinweis, ich war registriert!



  12. #9
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    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Dann entschuldige! War dann eine Fehlannahme von mir.

    Natürlich kann kein Forum einen Arztbesuch ersetzen, aber ein Erfahrungsaustausch ist auch etwas sehr Wertvolles. Noch dazu, wenn er so sachlich geführt wird, wie dort.

    Zum Stichwort "Fetzen" usw....

    kommt auf den Hund drauf an. Tut ihm das nichts, dann - warum bitte nicht?
    Fährt er aber derart hoch, dass dann ein Anfall kommt - wird man dann doch darauf achten, dass das "Fetzen" nicht zu wild ausfällt.

    Aaron ist nicht belastbar. Der vorletzte Anfall geschah bei einer kurzen Wanderung - bergauf. Nach etwas über einer Stunde - war gerade zu dieser Zeit zuviel für ihn.
    Auch dieses "Hochfahren" (wie beim Fetzen) ist für ihn nicht gut. Weder zuviel, noch zuwenig (im Sinne von Lethargie). Der goldene Mittelweg ist für ihn das Beste.

    Ich glaube, auf das muss jeder Hundehalter selbst draufkommen. Wie sehr, wann und ob überhaupt er seinen Hund körperlich belasten kann.
    Jeder Hund ist anders, jeder reagiert anders.
    Es kann Tage geben, da macht körperlicher Stress nichts aus und Tage, wo dann ein heftiger Anfall die Folge ist.
    Auf das muss man draufkommen, dieses Gespür muss man entwickeln.

  13. #10
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Zitat Zitat von calimero+aaron Beitrag anzeigen
    ....

    Viele Tierärzte, die sich mit der Erkrankung gut auskennen, gibt es leider nicht. Am besten ist die Neurologie auf der VetMED, dort sitzen Spezialisten.
    Mit der VetMed habe ich keine Erfahrungen, punkto Epilepsie kann ich Fr. Dr. Karin Holler aus Leonding nur empfehlen. Sie und unsere TÄ sind für uns ein Glücksfall und wir haben mit ihnen alle Erkrankungen von Blacky gut im Griff.



  14. #11
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Zitat Zitat von calimero+aaron Beitrag anzeigen
    Dann entschuldige! War dann eine Fehlannahme von mir. Kein Problem

    Natürlich kann kein Forum einen Arztbesuch ersetzen, aber ein Erfahrungsaustausch ist auch etwas sehr Wertvolles. Noch dazu, wenn er so sachlich geführt wird, wie dort.

    Zum Stichwort "Fetzen" usw....

    kommt auf den Hund drauf an. Tut ihm das nichts, dann - warum bitte nicht?
    Fährt er aber derart hoch, dass dann ein Anfall kommt - wird man dann doch darauf achten, dass das "Fetzen" nicht zu wild ausfällt.

    Aaron ist nicht belastbar. Der vorletzte Anfall geschah bei einer kurzen Wanderung - bergauf. Nach etwas über einer Stunde - war gerade zu dieser Zeit zuviel für ihn.
    Auch dieses "Hochfahren" (wie beim Fetzen) ist für ihn nicht gut. Weder zuviel, noch zuwenig (im Sinne von Lethargie). Der goldene Mittelweg ist für ihn das Beste.

    Ich glaube, auf das muss jeder Hundehalter selbst draufkommen. Wie sehr, wann und ob überhaupt er seinen Hund körperlich belasten kann.
    Jeder Hund ist anders, jeder reagiert anders.
    Es kann Tage geben, da macht körperlicher Stress nichts aus und Tage, wo dann ein heftiger Anfall die Folge ist.
    Auf das muss man draufkommen, dieses Gespür muss man entwickeln.
    Wenn Du schreibst, dass Aaron nicht körperlich belastbar ist, dann frage ich mich, wieso er 1 Stunde bergauf mitwandern muß? Dann geht man eben viell. öfters, aber dafür nur kurze Stückerl mit dem Hund.

    Wir müssen bei Blacky nicht nur auf die Epilepsie, sonder auch auf die HD Rücksicht nehmen. An manchen Tagen gibt es gerade einmal 10 Minuten Spaziergänge und wenn es ihm aber gut geht, dann sind es auch 2 Stunden. Je nachdem wie es ihm geht.

    Dass man dafür ein Bauchgefühl oder Gespür - wie man es auch nennt - haben muß ist natürlich klar.



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  16. #12
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Wenn Du schreibst, dass Aaron nicht körperlich belastbar ist, dann frage ich mich, wieso er 1 Stunde bergauf mitwandern muß
    Weil hie und da auch bei mir der Effekt eintritt- dieses im Artikel ersichtliche, rotzig, trotzige "Wir trutzen der Erkrankung, das Leben geht weiter, wir machen weiter wie bisher/früher.".

    Kommt im Artikel so schön durch.... gerade bei der Szene der Kaffeejause.
    Das sieht so rotzig, trotzig aus - so eine Art von "Vogel-Strauß-Verhalten". "Wir machen weiter wie bisher, wir trotzen der Erkrankung. "Als wäre es das Normalste der Welt. Und genau das ist es auch."

    Nein, ist es nicht! Aber das zeigt in den meisten Fällen die Erkrankung den Betroffenen dann sowieso.
    Es ist nicht "das Normalste", es ist eine Aufforderung, etwas anzunehmen. Damit Umgehen zu lernen.
    Der Satz: "Sie ist ein Teil unseres Lebens"....ja. Nur sollte man dazuschreiben, dass dieser "Teil" ein Leben auch umstellen kann. Dass man sich mit der Erkrankung und ihren Auswirkungen arrangieren muss. Dass das eine Menge an Energie und Kraft und Management kosten kann.
    Dass da ein Forum, eine Art "Selbsthilfegruppe", ein Erfahrungsaustausch, wertvoll sein kann. Hilfe bringen kann. Trost und Hilfe.
    Denn nicht immer geht alles so glatt - dass ein Medikament wirkt, wenig Auswirkungen zeigt und der Hund anfallsfrei wird.

    Der Artikel klingt ein wenig wie Hohn in meinen Augen - all denen gegenüber, die gegen die Erkrankung kämpften und am Schluss doch verloren. Für die es nicht mehr - schon lange nicht mehr! - "das Normalste der Welt" war. Die ihr Leben umkrempelten und dann doch von der Erkrankung besiegt wurden. Die litten - gemeinsam mit ihren Hunden.


    Ich verstehe das Schreiben im Artikel als die ersten Phase im Leben mit der Erkrankung. Dieser Trotz, diese Vogel-Strauß-Politik. Dieses nicht wirklich Wahrhaben-Wollen. Nein, das Leben geht weiter, die Erkrankung ist ein Teil unseres Lebens, nicht mehr und nicht weniger.

    Um wieviel "mehr" - davon können viele Hundehalter mit Epi-Hunden ein Lied singen.
    Natürlich KANN man Glück haben - der Hund erhält Medikamente und hat daraufhin keinen Anfall mehr. Oder nur mehr wenige.
    Man kann es aber auch nicht haben.....

    Mich würde ja interessieren, wie es Piccoline jetzt geht - der Artikel dürfte ja vom Sommer sein?
    Wurde bereits mit Medikamenten begonnen? Zeigten sich Nebenwirkungen? Ist sie seither anfallsfrei?

    Mir hat der Artikel - weh - getan. Aber ich sehe ihn als das, was er anscheinend ist... eine erste Art Trotzreaktion - als Antwort auf eine Erkrankung, die man nur manchmal in den Griff bekommt.

  17. #13
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Zitat Zitat von calimero+aaron Beitrag anzeigen
    Weil hie und da auch bei mir der Effekt eintritt- dieses im Artikel ersichtliche, rotzig, trotzige "Wir trutzen der Erkrankung, das Leben geht weiter, wir machen weiter wie bisher/früher.".

    Kommt im Artikel so schön durch.... gerade bei der Szene der Kaffeejause.
    Das sieht so rotzig, trotzig aus - so eine Art von "Vogel-Strauß-Verhalten". "Wir machen weiter wie bisher, wir trotzen der Erkrankung. "Als wäre es das Normalste der Welt. Und genau das ist es auch."
    Sollten sie Deiner Meinung nach nicht mehr auf ein Kaffeetratscherl irgendwo hingehen?

    Nein, ist es nicht! Aber das zeigt in den meisten Fällen die Erkrankung den Betroffenen dann sowieso.
    Es ist nicht "das Normalste", es ist eine Aufforderung, etwas anzunehmen. Damit Umgehen zu lernen.
    Der Satz: "Sie ist ein Teil unseres Lebens"....ja. Nur sollte man dazuschreiben, dass dieser "Teil" ein Leben auch umstellen kann. Dass man sich mit der Erkrankung und ihren Auswirkungen arrangieren muss.
    Wo liest Du, dass sie sich nicht auf die Erkrankung einstellen? Dass das eine Menge an Energie und Kraft und Management kosten kann.
    Dass da ein Forum, eine Art "Selbsthilfegruppe", ein Erfahrungsaustausch, wertvoll sein kann. Hilfe bringen kann. Trost und Hilfe. Wenn das jemand braucht ist das doch ok. Wenn es jemand nicht braucht genauso.
    Denn nicht immer geht alles so glatt - dass ein Medikament wirkt, wenig Auswirkungen zeigt und der Hund anfallsfrei wird. Das hat diese Krankheit so an sich.

    Der Artikel klingt ein wenig wie Hohn in meinen Augen - all denen gegenüber, die gegen die Erkrankung kämpften und am Schluss doch verloren. Für die es nicht mehr - schon lange nicht mehr! - "das Normalste der Welt" war. Die ihr Leben umkrempelten und dann doch von der Erkrankung besiegt wurden. Die litten - gemeinsam mit ihren Hunden.
    Unser 1. Hund war schwer herzkrank und bekam daduch Epianfälle. Wir haben ca. 1 Jahr gekämpft, er hatte trotz Medis teilweise 5-6 Anfälle pro Tag. Wir mussten ihn im Status einschläfern lassen. Trotzdem würde ich immer wieder sagen, dass eine Krankheit ein Teil des Lebens ist und nicht das gesamte Leben.


    Ich verstehe das Schreiben im Artikel als die ersten Phase im Leben mit der Erkrankung. Dieser Trotz, diese Vogel-Strauß-Politik. Dieses nicht wirklich Wahrhaben-Wollen. Nein, das Leben geht weiter, die Erkrankung ist ein Teil unseres Lebens, nicht mehr und nicht weniger.
    Wo liest Du ein nicht wahrhaben wollen? Es ist einfach eine Annahme einer Erkrankung ohne hysterisches ausflippen.

    Um wieviel "mehr" - davon können viele Hundehalter mit Epi-Hunden ein Lied singen.
    Natürlich KANN man Glück haben - der Hund erhält Medikamente und hat daraufhin keinen Anfall mehr. Oder nur mehr wenige.
    Man kann es aber auch nicht haben.....
    siehe meine Antwort oben mit unserem 1. Hund. Ich kenne also beide Seiten.

    Mich würde ja interessieren, wie es Piccoline jetzt geht - der Artikel dürfte ja vom Sommer sein?
    Wurde bereits mit Medikamenten begonnen? Zeigten sich Nebenwirkungen? Ist sie seither anfallsfrei?

    Mir hat der Artikel - weh - getan. Aber ich sehe ihn als das, was er anscheinend ist... eine erste Art Trotzreaktion - als Antwort auf eine Erkrankung, die man nur manchmal in den Griff bekommt.
    Ich weiß nicht, was Du da gelesen hast. Ich habe scheinbar definitiv einen anderen Artikel gelesen, weil ich sehr wohl von einer Akzeptanz der Erkrankung gelesen habe, dass sie sich sehr gut informieren und die Erkrankung realistisch annehmen. Es muß nicht ein jeder ausflippen und diese Art Trotzreaktion von der Du geschrieben hast habe ich auch nicht gelesen.

    So ist eben ein jeder anders und so ist auch der Zugang zu Erkrankungen ein anderer.



  18. #14
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Diagnose Epilepsie

    Ja, jeder hat einen anderen Zugang, das stimmt. Ich selbst flippe nie aus, im Gegenteil. Ich habe immer, in fast jeder Tasche/Rucksack Notfallmedikamente (das Levetiracetam, welches er sowieso dreimal am Tag erhält) mit. Gehe ich mit ihm eine größere Runde, kommt auch ein Stück Banane mit, mit welcher das Leve im Bedarfsfall in den Hund wandert. Das funktioniert Gottseidank sehr gut, der Anfall lässt sehr, sehr rasch nach.
    Früher, als ich das mit dem Leve noch nicht wusste, bin ich gemeinsam mit Aaron durch den Anfall - mit Streicheln, gut Zureden, Ohrenmassage, usw.
    Mit "Schau mich an!" - und ich habe immer gemerkt, dass Aaron tief drin mich verstanden hat. Ich habe gemerkt, dass er sich bemühte, wieder zurück zu kommen, mir in die Augen zu sehen. Ich habe gemerkt, dass er wusste, dass ich zu ihm durchdringen wollte.
    Dass ich ganz einfach da war. "Präsenz".
    Sicher reicht es, wenn Herrli aufsteht und zum Hund hingeht. Zwei können im Prinzip auch nicht mehr als einer machen.
    Ich persönlich könnte das halt nicht - dieses..."Die nur kurz unterbrochene Unterhaltung wird wieder aufgenommen"....
    ich könnte mich auf keine andere Unterhaltung konzentrieren, im Bewusstsein, dass es meinem Hund schlecht geht.

    Aber du hast recht... so ist halt jeder Mensch verschieden.

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  20. #15
    Super Knochen

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    AW: Diagnose Epilepsie

    Zitat Zitat von calimero+aaron Beitrag anzeigen
    Ja, jeder hat einen anderen Zugang, das stimmt. Ich selbst flippe nie aus, im Gegenteil. Ich habe immer, in fast jeder Tasche/Rucksack Notfallmedikamente (das Levetiracetam, welches er sowieso dreimal am Tag erhält) mit. Gehe ich mit ihm eine größere Runde, kommt auch ein Stück Banane mit, mit welcher das Leve im Bedarfsfall in den Hund wandert. Das funktioniert Gottseidank sehr gut, der Anfall lässt sehr, sehr rasch nach.
    Früher, als ich das mit dem Leve noch nicht wusste, bin ich gemeinsam mit Aaron durch den Anfall - mit Streicheln, gut Zureden, Ohrenmassage, usw.
    Mit "Schau mich an!" - und ich habe immer gemerkt, dass Aaron tief drin mich verstanden hat. Ich habe gemerkt, dass er sich bemühte, wieder zurück zu kommen, mir in die Augen zu sehen. Ich habe gemerkt, dass er wusste, dass ich zu ihm durchdringen wollte.
    Dass ich ganz einfach da war. "Präsenz".
    Sicher reicht es, wenn Herrli aufsteht und zum Hund hingeht. Zwei können im Prinzip auch nicht mehr als einer machen.
    Ich persönlich könnte das halt nicht - dieses..."Die nur kurz unterbrochene Unterhaltung wird wieder aufgenommen"....
    ich könnte mich auf keine andere Unterhaltung konzentrieren, im Bewusstsein, dass es meinem Hund schlecht geht.

    Aber du hast recht... so ist halt jeder Mensch verschieden.
    Wir haben selbstverständlich immer Notfallmedis mit, das habe ich übrigens Dir damals ja auch geraten! Das Beste ist, wenn man bei einem Anfall ruhig bleibt und für den Hund da ist. Aber selbstverständlich dreht sich die Erde weiter und warum sollte man nicht danach auch wieder eine Unterhaltung aufnehmen? Soll man Deiner Meinung nach trauernd danach neben dem Hund sitzen und auf ihn einreden?
    Du hast eben scheinbar als einzigen Lebensinhalt den Aaron mit seiner Krankheit - es geht aber auch anders und dabei geht es dem Hund sicher nicht schlechter. Es wird einfach nur für mehr Normalität für den Hund und auch die Menschen gesorgt.



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