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  1. #16
    Super Knochen
    Avatar von Giacomo
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Nicht immer muss idiopathische Epilepsie genetisch bedingt sein. Mein Pudelmix Robin erlitt im Alter von 7 Jahren plötzlich mehrere, sich häufende Epi-Anfälle. Sämtliche organischen Ursachen wurden ausgeschlossen. Mit Phenobarbital war er rasch anfallsfrei.
    Nach einigen Recherchen in der Humanmedizin beschloss ich, es mit einer streng glutenfreien Diät zu versuchen. Phenobarbital konnte nach 1,5 Jahren abgesetzt werden. Robin ist jetzt 10,5 Jahre alt und hatte keinen einzigen Anfall mehr. Dass er natürlich keine Impfungen und kein Fefu mit Getreide und Konservierungsstoffen mehr bekommt, ist für mich selbstverständlich.

    Ich finde, in diesem Artikel hätte zumindest darauf hingewiesen werden können, dass die Ursache auch in der Ernährung bzw. Impfungen, die Adjuvantien enthalten, liegen kann.

    lg
    Gerda
    Ein kluger Habicht versteckt seine Krallen. (japanisches Sprichwort)

  2. #17
    Junior Knochen
    Avatar von Konietzko
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Ich fand den Artikel auch sehr, sehr mutig. Eine unserer Postbotinnen hatte einen GR, der schon als ganz junger Hund erste Anfälle hatte und das hat das gesamte Familienleben umgekrempelt. Aber hier war es auch so, nix hat wirklich geholfen und mit reichlich drei Jahren ist der Hund gestorben. Die Familie war todunglücklich.......
    Bei meiner Rasse kann es auch immer mal wieder auftreten, dann müssen alle Verwandten aus der Zucht. Und solange eine genetische Ursache nicht ausgeschlossen werden kann, gilt auch keine Ausrede. Der Erbang ist rezessiv, kann sich also unbemerkt weit in einer Population verbreiten, ehe die ersten kranken Hunde auftauchen.
    Danke für diesen Artikel, Ulrike

  3. #18
    Neuer Knochen
    Avatar von Kathi+Gina
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    hallo!

    mein labrador retriever rüde (22 Monate) hatte vorgestern seinen 2. epileptischen anfall.
    der TA rät mir ein CT vom Kopf zu machen. dazu soll er ja natürlich in narkose gelegt werden. mein problem ist jedoch, dass ich gelesen habe, dass epi-hunde nicht jedes narkosemittel vertragen. weiß jemand von euch was man geben darf und was auf keinen fall?

    und was habt ihr bei euren epileptiker-hunden für untersuchungen machen lassen, um alle anderen auslöser für die krampfanfälle auszuschließen?

    könnt ihr mir spezialisten auf diesem gebiet in österreich nennen? wo seid ihr in behandlung? TA, Tierklinik?

    nach dem wievielten anfall habt ihr begonnen, den hund auf medikamente einzustellen?

    ich weiß, das sind viele fragen, aber es beschäftigt mich im moment alles, bin dankbar für antworten, auch wenn ihr vielleicht nicht alles beantworten könnt!

    lg Kathi

  4. #19
    Anfänger Knochen

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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    @Kathi&Gina
    Lies dir das einmal durch um deine Fragen zu beantworten:
    http://www.dokhyi-epilepsie.de


    Zum Artikel:

    In dem sehr offenen & informativen Artikel wird auf die Rolle und fast ein wenig auf "mangelndes Verantwortungsbewusstsein" der Halter von betroffenen Hunden, die an Epilepsie leiden, hingewiesen.

    Leider blendet das aus, dass Halter von Rassehunden, welche an Epilepsie leiden, nicht selten keinerlei Hilfe oder Unterstützung aus Züchterkreisen oder Zuchtvereinskreisen erfahren.

    Im Gegenteil: Nicht wenige Halter melden die Erkrankung des Hundes bei deren Züchter oder nicht selten direkt beim betreffenden Zuchtverein. Lediglich, dass der Halter dann die Erfahrung von einem "ganz speziellen" Krisenmanagement machen kann.

    Es erfolgt in nicht wenigen Fällen gar keine Aufklärung welche Untersuchungen notwendig sind eine womöglich "durch die Zucht bedingte" Erkrankung zu erkennen oder auszuschließen! Womöglich scheinen eher die rechtlichen Interessen des Verkäufers im Bezug auf Haftung interessant.

    Das genaue Procedere der dringend erforderlichen Untersuchungen wird nun in dem Artikel gut beschrieben. Die Kosten hierfür trägt allein der Hundehalter. Hier wäre zu wünschen, dass sich auch die Zucht daran beteiligt.
    Es müsste doch eigentlich im ureigensten Interesse eines Zuchtvereines sein, Erkrankungen welche die Zucht betreffen oder beeinträchtigen könnten genau zu wissen und ggf. einzugrenzen und durch züchterische Maßnahmen, welche auf der Höhe der Zeit sind, evtl. dann auszuschließen.

    Leider ist in nicht wenigen Fällen das Gegenteil der Fall. Dem betroffenen Halter wird jede Unterstützung entzogen und er findet sich aufgefangen in Hunde-Epilepsieforen welche nicht selten den Verdacht erwecken von Seiten einer Interessengruppe Lobbyarbeit zu betreiben. Die wirklichen Informationen indes werden nicht verbreitet. An einer Lösung für zukünftiges Erkennen und Vorbeugung des Leids so nicht mitgewirkt oder hingearbeitet.

    Dafür findet sich der Halter eines von Epilepsie betroffenen Hundes eventuell nicht selten bei jeder Äußerung zur Erkrankung seines Hundes dann plötzlich vor den Kadi gezerrt.
    Das Ziel sind kostenpflichtige Unterlassungen, welche solange betrieben werden, bis der Halter des erkrankten und womöglich früh an der Krankheit verstorbenen Hundes dann nicht einmal mehr die Ursache des Todes seines Hundes irgendjemandem außerhalb des engsten Familienkreises nennen möchte.

    Das bedeutet, dass Halter erst dann wieder ein normales Leben haben werden, wenn diese ihren "Mund halten" und sich zu nichts mehr äußern. Dieses dürfte die womögliche Ursache sein, dass Halter betroffener Rassehunde keinerlei Chance haben an der Situation Epilepsie irgend etwas erfolgreich zu ändern. Das ist also nicht das Problem der Halter, sondern vielmehr scheint es ein Problem in der Züchterwelt zu sein, Erkrankungen und deren Meldungen womöglich gar nicht erst auftauchen zu lassen.

    PS: Auch in der Diskussion hier fällt mir auf, dass sich überwiegend Halter von Mischungshunden mit Epilepsie öffentlich dazu äußern. Damit ergibt sich ein verzerrtes Bild welche Hundetypen tatsächlich betroffen sein könnten.

    Es erscheint ja auch praktisch für allerlei Aktionen um mit Fingern dann eventuell wieder einmal auf den "ach so kranken Mischlingshund" deuten zu können.

    HG Candra

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  6. #20
    Neuer Knochen
    Avatar von Cliooo
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Hallo zusammen!

    Auch ich zähle mich in gewissen Massen bei diesem Thema angesprochen:

    Bei mir ist mein Rehpinscher-Mädel betroffen: Wir waren gerade erst in ein altes renoviertes Haus gezogen, sie war damals so in etwa 2 Jahre alt und hatte bis dahin nie auch nur das geringste gesundheitliche Problem.

    (Dafür das sie vermutlich irgendwo im Ausland unter schrecklichen Umständen geboren wurde und in Anbetracht in welchem Zustand sie war als ich sie im zarten Alter von einem halben Jahr bekommen habe wundere ich mich bis heute noch das sie im Prinzip gesund ist.)

    Jedenfalls lagen wir auf der Couch vorm Fernseher und wie üblich lag sie neben mir auf ihrem Deckchen und schlief seelig.
    Plötzlich hob sie ihren Kopf und starrte Richtung Türe. Ich machte den Fernseher leiser und lauschte ebenfalls in diese Richtung. Mein kleiner Angsthase hört schließlich alles und ich hatte noch nicht das übermäßige Wohlgefühl in diesem eigentlich alten Haus. Aber stattdessen höre ich nichts. Da dreht sie ihren Kopf zu mir, hat riiiiesen große tief schwarze Augen und starrt mich Angsterfüllt an. Ich verstand die Welt nicht. Sie sah mich an - aber eigentlich mehr durch mich hindurch. Es war als wäre die Zeit angehalten worden, ich war so schockiert von diesem Bild ich hab selbst vergessen zu atmen. Ich versuchte sie zu berühren aber die riesigen Augen wurden noch viel größer und ich sah die pure nackte Angst. Aber bewegen konnte sie sich nicht. Plötzlich verkrampfte sich der ganze winzige kleine Körper, der Blick immer noch als wäre sie eine Außerirdische. In Panik rief ich meinen vertrauensvollen Tierarzt an. Er war gerade utnerwegs, könnte aber in einer halben dreiviertel Stunde bei mir sein.
    Er riet mir mich schnell in einen stockfinsteren Raum mit ihr zu gehen und sie dort festzuhalten. Dann sollte ich mich in 10 Min nochmal melden.

    Ich schnappte mir den kleinen schnaufenden krampfenden KÖrper und lief ins Bad. Nicht ein Lichtstrahl war da drinenn auszumachen. Nach kurzer Zeit spürte ich wie der Körper sich entspannt. Plötzlich leckt sie mir über die Hand. Verwundert verlasse ich wieder das Bad mit ihr und stelle fest sie sieht aus als wäre nichts passiert. Die Verwunderung warum sie plötzlich von der Couch im Bad landet ist ihr fast anzusehen. Ich spreche sei an ich berühre sie alles normal.

    Der Tierarzt am Telefon sagt mir ich soll am nächsten Tag zu ihm kommen. Dort erfahre ich dann das er den Verdacht auf Epilepsie hegt. Ich wusste das es das beim Menschen gibt, aber bei den Tieren? Bei einem HUND?? Er bietet mich beim gehen die Anfälle wenn möglich auf Video aufzunhemen damit er die Schwere erkennen kann. Verwundert gehe ich zum Auto - gibt es den nochmals einen Anfall? Wann? Erkenne ich den schon vorher???

    Die Antworten kamen schneller als ich es wollte: Ja es gab noch am selben Tag einen Anfall, wieder war es abends und nein es gibt keine Anzeichen.
    Ich filme was ich sehe - aber nicht lange. Wieder schnapp ich sie und geh mit ihr ins dunkle Bad. Bald kommt wieder die Entspannung und das Unverständnis von ihr warum sie schon wieder im Bad sitzt mit mir.

    Der Tierarzt bestätigt seinen Verdacht - es ist Epilepsie. Allerdings nicht ganz, es sind "nur" epilare Anfälle. Er versichert mir sie spürt und merkt nichts und sie würde wenn die Anfälle weiterhin kommen die entsprechenden Medikamten brauchen. Mit dem möglichen Risiko das sie ihren Charakter und ihr Verhalten verändern könnten.

    Das war für mich der ausschlaggebende Punkt nein zu sagen. Es musste eine Alternative geben, ich wollte keinen anderen Hund. Nur wenn es gar nicht mehr anders geht dann sollte sie diese Medikamente bekommen. Der Tierarzt wollte ihr die auch nicht unbedeingt geben.

    Ich fuhr nach Wien zu einer lieben Bekannten und ihrem Mann. Er ist Tierarzt und arbeitet mit Homöopathie. Schnell bekam ich dort die Globulis die er für richtig hielt. Es war auch schnelle Hilfe notwendig - Clio hatte schließlich jeden Tag mind einen Anfall.

    Die Globulis zeigten natürlich auch nicth sofort Wirkung. Noch dazu fanden wir dann zwischen ihren Schultern im dichten kurzen Fell sitzend eine Zecke die auch gar nicht größer wurde. Das war sehr eigenartig, aber wir gingen dann rasch davon aus das diese etwas übertragen hat das dazu führte, diese Anfälle auszulösen.

    Es dauerte bis wir die richtigen Globulis und die richtige Dosierung hatten und die Anfälle verschwanden nicht ganz. Wir konnten sie nur wesentlich vermindern.

    Mit der Zeit bemerkte ich das es im Winter über nicht einen einzigen Anfall gab. Aber noch bevor die ersten Frühlingsboten erwachten hatte sie wieder zig Anfälle bis die Globulis wieder richtig greifen konnten. Überhaupt war zu bemerken das ihre Anfälle nur in der wamren Zeit passierten. Es ließ sich aber nicht ausmachen ob es mit Temparatur, Mond oder was weiß der Teufel was zusammen hing.

    Ich musste einfach jederzeit mit der Angst leben das sei wieder einen Anfall hat. Die Anfälle wurden auch nicht schwächer, ich hatte eher den Eindruck das sie heftiger wurden, jedenfalls was die Krämpfe betrifft. Auch wenn sie es nicht richtig mitkriegt - aber wer sagt das ein solcher Krampf mal nicht das Herz oder sonstige innere Organe betreffen wird?

    Eines Tages begann ich mit einer Aloe Vera Kur für entgiften meines KÖrpers. Ich beschäftigte mich viel mit dieser Wunderpflanze nachdem ich dann meine komplette Pfelgeserie auf reines Aloe Vera umgestellt hatte. Und eines Tages nach zig Weiterempfehlungen an Freunde und Familie, kam mir die Idee in den Sinn, dass man dies doch auch Tieren geben könnte. Alelrdings konnte mir niemand sagen wie und ob es wirken würde.

    Aber für mich war die Rechnung ganz einfach: Aloe Vera wirkt entgiftend auf den Organismus und reinigt die Organe so quasi. Wenn also die Anfälle meines Hundes durch eine Vergiftung durch einen blöden Zeck entstanden sind, dann müsste doch Aloe auch helfen können diese Schadstoffe vl wieder aus dem Körper meines Hundes zu bringen. Also setzte ich meine Kleine auf Aloe Kur und gab ihr allabendlich zum Futter ein Kappal reines Aloe Vera dazu. Und siehe da, die Anfälle wurden wirklich weniger. Die Globulis neigten sich dann dem Ende zu und ich beschloss sie abzusetzen. Schließlich dauerte die Kur schon über ein halbes Jahr und sie hatte keinen enzigen Anfall. Auch den Winter hindurch gab ich ihr das Aloe Vera immer noch ins Futter dazu.

    Naja was soll ich sagen, der letzte Sommer war der Erste seit einigen Jahren indem mein Zwerg nicht einen einzigen Anfall mehr hatte! Niemand hatte es für möglich gehalten aber es ist wirklich so.

    Wir erleben jetzt die erste Frühlingssaison in der sie komplett fit und munter und aktiv ist und immer noch *gleichaufholzklopfe* nicht einen einzigen Anfall hatte obwohl sie kein Aloe Vera mehr bekommt.

    Ich hoffe natürlich sehr das diese Anfälle auch nicht mehr wieder bekommen und diese kleien Wunderpflanze uns wirklich endgültig geholfen hat diese schreckliche Krankheit wieder los zu werden.



    Jeder der diese Situation miterlebt weiß wie schrecklich sie anzusehen ist, ob der Hund nun etwas bemerkt oder nicht. Wenn ich nur daran denke wie diese Anfälle ausgesehen haben wird mir wieder ganz schlecht. Ich konnte es nicht aushalten meinen Hund so zu sehen und das Bild wird sicher auch niemand mehr vergessen können.

    DANKE an das Redaktionsteam das sie dieses Thema aufgegriffen haben und das dieses Thema nicht weiter versucht wird totzuschweigen. Hoffentlich bringt das eine entscheidende Wende nicht nur in der Zucht sondern auch in der Aufklärung was diese Krankheit betrifft...
    Ein Hund sagt mit einem Blick mehr als ein Mensch mit 1000 Worten...

    Manchmal fürchte ich, als Tiere wiedergeboren zu werden (Dalai Lama)

    . .

  7. #21
    Neuer Knochen
    Avatar von Luna6
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Jetzt hatten wir ja die 2.Auflage, nämlich die öffentliche Diskussion auf den Artikel von Anja Kläne vom März 2011 und ganz ehrlich: Mir sträuben sich die Haare wenn ich diese Ausreden bzw. schwammigen Aussagen der Zuchtkommission SKNH lese, die eigentlich darauf hinauslaufen: "Es gibt keine oder nur minimalste vererbte Epilepsie. Ich wußte gar nicht das die Schweiz auf einem fremden Planeten angesiedelt ist, denn dann habe ich in den vergangenen Jahren meinen Urlaub immer im "All verbracht". Ich persönlich hatte einen Großen Schweizer Sennenhund mit Epi und ich bin auch nicht die einzige die einen hatte bzw. hat. Epi ist auch ein Thema beim Großen Schweizer und natürlich auch in der Schweiz. Eine mir bekannte Besitzerin einer Großen Schweizer Hündin aus der Schweiz wurde genauso "abgebügelt" wie es bei Anja mit den Samojeden war und ist. Wenn man die Diskussionsüberschrift in der aktuellen WUFF: Hundezucht Profit oder Gesundheit" so einfach mal in den Raum stellt, zwingt sich mir wirklich der Eindruck auf und ich glaube nicht nur mir: hier geht es ausschließlich um Profit, um das Schützen des guten Namens eines Zwingers und wie dies auch angedeutet wurde letztendlich um Betrug am Welpenkäufer. Immer wieder wird darauf hingewiesen: Kaufe Deine Welpen nur bei einem seriösen Züchter aus einem Rasseklub der dem FCI angeschlossen ist. Solange unter dem Deckmantel eines "seriösen Rasseklubs-/Vereins" teilweise - ich möchte es wirklich nicht verallgemeinern - Verpaarungen durchgeführt werden die wider besseres Wissen erfolgen, kann es nur noch zu einer weiteren Verbreitung der Epilepsie kommen und wie von Markus Schmid in seinem ebenfalls in der aktuellen WUFF veröffentlichten Leserbrief zu einem "Flächenbrand" in ganz Europa.
    In jeder Rasse ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen leider ist das so und solange hier keine Transparenz geschaffen wird und insoweit natürlich auch die Welpenkäufer bzw. Hundebesitzer in die Pflicht genommen werden Krankheiten wie z.B. auch die Epilepsie zu melden und zwar an die Klubs bzw. Vereine direkt und nicht "nur an die Züchter" und dann auch durch die Klubs bzw. Vereine entsprechend reagiert und nicht unter den Teppich gekehrt wird, nur dann kann man dieser Krankheit vielleicht Herr werden. Elterntiere von Epi-Hunden müssen konstant aus der Zucht genommen werden, gleiches gilt für mich persönlich auch für Geschwistertiere.
    Grüße von Regine mit Luna

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  9. #22
    Neuer Knochen
    Avatar von Beata
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Hallo, ich bin Beata, die Inhaberin des Epiforums aus dem WUFF-Artikel. Ich habe hier keinen Thread gefunden, in dem man sich vorstellen kann, deshalb mache ich das hier.
    In dem Artikel steht ja drin, warum ich dieses Forum gegründet habe.

    Jeder Epihund ist einer zu viel. Zumindestens was die vererbte Epi anbelangt, so kann jeder Welpenkäufer sehr viel dazu beitragen, daß Epi nicht mehr totgeschwiegen wird, indem man nicht aufhört zu fragen, wie hoch die Erbbelastung Epi der Linie ist, von der man einen Welpen möchte. Ich kämpfe mit meinem Forum darum, daß endlich mehr aufgeklärt wird, daß Hundebesitzer sich mit der Diagnose vererbte Epilepsie nicht mehr alleinegelassen fühlen, daß sie Hilfe, Infos und wertvolle Tipps bezüglich Medikamenten etc. bekommen. Infos aber auch, mit denen sie gezielter wissend bei Züchtern und Tierärzten Fragen stellen können. Anja Kläne ( so wie noch jemand den ich kenne) bewundere ich, daß sie nichgt nur ihren Zuchthund aus der Zucht genommen haben, als sie erfuhren, daß Epi vorlag, sondern auch für Aufklärung kämpfen, das hat meinen allerhöchsten Respekt. Ich weiß selbst, wie schwer es ist, einen Hund wieder aus der Zucht zu nehmen aus eigener Erfahrung, wenn auch aus ganz anderen Gründen.

    Ich freue mich auf regen Austausch hier.

    Beata
    mit Berner Basti, Berner Tristan und GSS Greta (Bajado, Fietemöpschen und Louis, Ihr seid immer bei uns)

  10. #23
    Neuer Knochen
    Avatar von Beata
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Da sich auch hier Hunde-Epileptiker befinden, möchte ich noch einmal auf mein Forum "Epilepsie-Netzwerk für Hundebesitzer" aufmerksam machen.

    Dort haben sich schon sehr viele Betroffene zusammengefunden und es ist inzwischen mit Infos voll gespickt.
    Beata mit Berner Basti, Berner Tristan und GSS Greta (Bajado, Fietemöpschen und Louis, Ihr seid immer bei uns)

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  12. #24
    Super Knochen

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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Der Hund meiner Tante (Zwergpinscher) hat auch Epilepsie.Habe einmal einen Anfall miterlebt das war genau am Freitag den 13.Mai diesen Jahres.Es war furchtbar mitanzusehen.Gerade noch spielte ich mti ihm,er fetzte durchs Haus mit seinen 5 Jahren.Doch dann plötzchlich bricht er bei meinen Füßen zusammen.Habe sowas noch nie gesehen!Meine Tante+Onkel nehmen ihn gleich zu sich auf die Couch und wickeln ihn in ein Handtuch und reden ruhig auf ihn ein.Er zittert am ganzen Körper und schließlich erbricht er.Nach 10 Minuten war der ganze Spuk vorbei doch es liegt mir bis heute noch in den Knochen.Und da der Jacky (der Hund von meiner Tante hat den gleichen Namen wir mein Wuff) in Polen lebt und es dort leider nicht sehr viele Gute TÄ gibt,kann man da leider nichts dagegen machen...

  13. #25
    Super Knochen
    Avatar von jamie27
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    ich habe auch mit menschen zutun die eine hund wegen epilepsi vrloren
    haben. ich kenne auch menschen die einen epihund zuhause haben.
    wenn ich mir ihre geschichten so anhöre werden meine probleme immer
    sehr klein. leider gottes veschweigen viele züchter diese krankheit.
    wichtig ist, wenn ich einen epihund aus einer zucht habe- den ÖKV, TA und dem zuständigen verein melden- natürlich auch dem züchter bescheid geben!

    lg


    Harmakhis Wisdom Nsoah
    Rhodesian Ridgeback

  14. #26
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Ich hole diesen Thread hervor, da ich mittlerweile in jenem Epi-Forum schreibe und lese. Ein wirklich empfehlenswertes Forum!

    Meine Bitte nun......wer hier einen Epi-Hund hat (egal, ob idiopathische Epi oder sonstige Anfälle) - kommt ins Forum!
    Gemeinsam können wir für mehr Information sorgen, Erfahrungen austauschen!
    Je mehr Information, je mehr Wissen - umso besser!

    Über Anfallsarten, über Medikamente, über die Anfälle selbst....

    Bitte kommt!

    http://www.epiforum.de/forum/portal.php

    LG
    Brigitte

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  16. #27
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Es gibt einige Medikamente, die auch für Hunde geeignet sind. Phenobarbital, Luminal, Dipro und Levetiracetam sind diejenigen, die mir ad hoc so einfallen.

    Nun kommt ein neues Medikament:

    http://www.boehringer-ingelheim.de/p...13_pexion.html

  17. #28
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Falls es noch jemand Betroffenen interessiert:

    http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/o...ssertation.pdf

    Das ist genau das, was ich beim Aaron mache - indem ich ganz fest die Ohren massiere oder sogar hineinzwicke.
    Hat bisher immer funktioniert!
    Entweder er entspannt sich sofort oder ich blocke weitere Krampfwellen immer wieder ab, so dass gar kein richtiger Anfall entsteht.

  18. #29
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Ich habe heute eine Rückmeldung von Dr. Pakozdy (VetMed Wien) erhalten.
    Samt einem Link zu dieser "transkutanen Vagusnervstimulation" (Ohrmassage):

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12369700

  19. #30
    Super Knochen
    Avatar von calimero+aaron
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    AW: Epilepsie: Gewitter im Gehirn des Hundes

    Ein Ansatz zur Bewältigung von bestimmten Anfällen (gelingt sicher nicht bei jedem Hund - jeder Anfall ist anders, Aaron hat z.B. fokale, tonische Anfälle) bietet auch die Konditionierung.

    Sicher ist es in der Humanmedizin einfacher - wenn der Mensch merkt, dass ein Anfall kommt, kann er versuchen, mit bestimmten "Ritualen" gegenzusteuern. Das ist in der Regel Erlerntes, Eintrainiertes.
    Geschieht mit Konditionierung - so dass das Ganze dann schon automatisch abläuft.
    Genau so, wie ein helles Licht/Blitz usw. z.B. Anfälle auslösen kann, kann man auch dagegensteuern.
    Den einen Link (es gibt dann noch mehr zu diesem Thema, allerdings unter Humanmedizin zu finden) stelle ich auch hier noch einmal ein:
    http://www.biofeedback-bgl.de/WirNeurofeedback.html


    Beim Aaron massiere ich ja die Ohrspitzen, zwicke hinein. Das ist zwar im Prinzip unangenehm, er merkt aber, dass er dadurch aus dem Anfall, in den er immer mehr hineindriftet, wieder herauskommt.
    Er will herauskommen, das merkt man - gemeinsam schaffen wir es, dass er wirklich herauskommt.
    Jeder "Mucks" in dieser Hinsicht wird von mir sofort gelobt. Wenn es also in die richtige Richtung geht. (und der Krampf sichtbar nachlässt, oder die Pupillen wieder klarer werden, der Hund schaut dann nicht mehr durch einen hindurch)
    Wenn es uns nun gelingt, daraus ein Ritual zu machen...Aaron merkt Anfall, ich merke es, setze ihn sofort auf die Couch oder mich zu ihm auf den Boden, beginne sofort mit der Ohrmassage, dem Zwicken, dringe durch zu ihm, er bemüht sich, ich lobe das - er kommt heraus, merkt das....

    dann haben wir viel gewonnen!

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