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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleine schreckhafte Coco



Speervogel
18.08.2004, 17:31
Wie angekündigt jetzt ein eigener Thread für die kleine Coco.
Coco ist mein derzeitiger des abends-ausführ-Hund, eine Cockerdame, und sie hat panische Ansgt vor anderen Hunden. ...äußert sich so, dass sie stehenbleibt, sich hinter mir versteckt und wenn Hunde auf sie zukommen vor lauter Angst losbellt...ich hab aber auch noch keine CS bei ihr gesehen, vielleicht kennt sie sie einfach nicht und daher kommt das Problem.
Derzeit geh ich einfach im großen Bogen um andre Hunde rum, da gehts dann.

Kann auch sein, dass es an ihrem Selbstwertgefühl liegt, wie schon im anderen thread erwähnt, aber zerrspiele etc. stell ich mir schwer vor, weil sie auch vor Menschen Angst hat. Sie kommt nur sehr widerwillig näher, wenn ich sie während dem Spaziergang mal streicheln will.

Obs wohl hilfreich wäre, wenn ein Hund der CS perfekt draufhat einige Zeit mit ihr verbringt? Im Buch über Beschwichtigungssignale wird das ja erwähnt.
Hat jemand von euch so ein Wundertier?
Lg, Speervogel :)

annas
18.08.2004, 17:42
schreib doch ein bisschen mehr von ihr.wie alt ist sie?haben die besitzer sie schon lange?wie sieht ihr tagesablauf aus?

ET01
18.08.2004, 17:42
abgesehen von meiner antwort im anderen thread, bin ich der meinung, daß dies der besitzer machen sollte und nicht der "gassigeher". sie hat zu dir einfach eine viel geringere art von bindung als zu ihrem "herrchen" oder "frauchen". der besitzer muß an ihren ängsten arbeiten und ihr das selbstvertauen geben. :)

Thorsten1
18.08.2004, 17:44
Ja hätten wir, aber in Reutlingen bei Stuttgart.Aber Du kannst auch einfach
Deinen Hund beobachten und jedesmal wenn Du ein CS siehst belohnst Du sie.Wenn Du mal genau hinschaust wirst Du bestimmt das ein oder andere mal
ein CS sehen.Vorausgesetzt Du kennst auch alle.

Gruß Thorsten

annas
18.08.2004, 17:49
ich hab es zwar schon im anderen thread geschrieben,aber wenn du die suchfunktion verwendest,findest du auch einiges zu diesem thema etwa das
http://www.wuff-online.com/forum/showthread.php?t=5165&highlight=selbstbewusstsein

antschi
18.08.2004, 21:43
tschuldigung, ich bin ja totaler hundeanfänger, also kann mir wer sagen
bitte was CS ist?
danke
antschi

silent
18.08.2004, 22:04
tschuldigung, ich bin ja totaler hundeanfänger, also kann mir wer sagen
bitte was CS ist?
danke
antschi
CS = Calming Signals oder auf Deutsch und damit weniger spektakulär: Beschwichtigunssignale:.-)

antschi
18.08.2004, 22:11
Aha!? Leider kenn ich mich jetzt auch nicht mehr aus als vorher. Wer soll wem wann wo oder wie Beschwichtigungssignale zeigen ?Und welche vor allem? Ich glaub ich muß da aber noch vieeeeeeeeeeeel lernen
eine ratlose und ahnungslose antschi

Filou
19.08.2004, 06:13
Hallo Antschi,
kauf Dir das Buch von Turid Rugas "Calming Signals". Ist wirklich sehr interessant und Du kanst vieles lernen, unter anderem auch Deinen Hund besser zu verstehen. Alle CS zu erwähnen würde den Rahmen sprengen.
ZB Gähnen ist ein typisches CS. Wenn Deinem Hund eine Situation unangenehm ist gähnt er zum Beispiel oder das wegschauen. Wenn mein Hund was macht was er nicht darf und ich schau in streng an, schaut er sofort weg. Das in Bogen an einen anderen Hund zugehen, usw...

@Speervogel

Das "Unterordnungstraining" auf Motivation aufgebaut zB gibt dem Hund Selbstbewußtsein, aber ich glaube nicht, daß Du Coco wirklich helfen kannst, wenn sie Dir nicht wirklich zugeht. Das müßte schon der Besitzer machen.
Das einzige was du bei Hundebegegnungen machen kannst ist in einem Bogen vorbeigehen und dadurch den Abstand vergrößern. Oder wenn sie das bei Dir macht, absetzen mit BLick zu Dir, damit Du ihr den Blick auf den fremden Hund nimmst.

Ich mache mit meinem Hund Unterordnung und Agility und das hat geholfen sein Selbstbewußtsein zu stärken.
LG
Martina

annas
19.08.2004, 10:02
Aha!? Leider kenn ich mich jetzt auch nicht mehr aus als vorher. Wer soll wem wann wo oder wie Beschwichtigungssignale zeigen ?Und welche vor allem? Ich glaub ich muß da aber noch vieeeeeeeeeeeel lernen
eine ratlose und ahnungslose antschi
schau einmal in diesen thread
http://www.wuff-online.com/forum/showthread.php?t=3218&highlight=calming+signale

Speervogel
19.08.2004, 11:23
Also, Coco it etwa 4 Jahre alt. Die Besitzerin hat sie erst seit gut zwei Monaten. Coco wohnt zusammen mit zwei anderen Spaniels in einem Haus mit Garten. Spazieren gehen sie eigentlich nie. Ich hab mir gedacht, dass das so nicht geht, weil ein jeder Hund mal Abwechslung braucht und nicht immer nur am selben Fleck sein sollte. Die Besitzerin hat gemeint, dass die Coco die einzige ist, die freiwillig mitgehen würde, die beiden anderen haben sogar Angst vor ihrem eigenen Schatten :rolleyes:
Nunja, insofern liegt es an mir, da sonst niemand mit Coco spazieren geht, und ich es mir in den Kopf gesetzt hab, einen gut verträglichen Hund aus ihr zu machen.
Gestern wars schon viel besser.
Ich war mit einer Freundin und deren Mischlingshündin unterwegs und zuerst hat coco noch ängstlich gewinslt aber im laufe des Abends sind die beiden schon nebeneinander gelaufen, ohne dass sich Coco gefürchtet hätte.
Wir waren dann noch in der Hundezone und vorher war ich an der Alszeile, weil dort viele Hunde vorbeikommen und ich Coco mal an sie gewöhnen wollt. Klappt soweit ganz gut.
Hat sich zwar noch unter der bank versteckt, aber immerhin nicht mehr soviel gebellt.
Am Abend in der Hundezone hat sie sich sogar beschnüffeln lassen ...
Und irgendwann war sie dann müde, ist auf die Bank gesprungen und hat sich rangekuschelt, das hat sie vorher noch nie gemacht und ich denke mal, da ist ein Fortschritt im Gange.
Danke für euer Interesse!
Lg, Speervogel :)

ET01
19.08.2004, 11:27
aso na dann .....hat sie eigentlich eine blöde besitzerin. die sich zwar hunde anschafft aber von artgerecht halten und erziehung bzw. arbeiten mit dem hund nix wissen will.

klappt doch schon ganz gut, du mußt sie nur immer wieder damit in kontakt bringen. in der situation wo DU bist, solltest du aber auch an der bindung arbeiten. denn sie soll ja dann schon auch kommen wenn du sie rufst und es bringt auch nix wenn sie sich vor dir fürchtet.

Speervogel
19.08.2004, 11:38
naja, das mit der bindung wird schon noch. Ich halte das ankuscheln schon für einen Schritt in die richtige Richtung. Außerdem schaut sie mich seit den letzten zwei Spaziergängen schon manchmal an ;) Und man sollte nie die Kraft des leckerlis unterschätzen ;) ;)
Von der Leine lassen kann ich sie zwar daweil noch nicht, aber das wird schon noch...
Die Besitzerin ist schon okay, sie ist zumindest ein netter Mensch. Bei den beiden andern Hunden ist das wirklich so, die trauen sich da gar nicht raus...sind nur selbstbewusst hinterm Zaun und verbellen alle, die vorbeigehen.

Coco ist zwar nur schwer auf nem Foto festzuhalten, weil sie dauern in Bewegung ist, aber ich habs doch geschafft!

Lg, Speervogel

ET01
19.08.2004, 11:48
also die besitzerin mag ein netter mensch sein, das mag ich net bestreiten, aber stoffhunde wären besser geeignet für sie.

wenn ich mir nen hund nehme, muß ich gassi gehen. wenn ich das nicht will, dann muß ich mich für ne katze entscheiden. und beschäftigen muss man sich sowieso mit JEDEM lebenden tier, wenn ich das nicht will, dann gibts geschäfte wos plüschtiere gibt.

es ist übrigens auch im gesetz verankert, daß hunde artgerecht gehalten werden müssen und ihren täglichen auslauf haben müssen. man könnte sie also melden ...nur so als tipp. vielleicht sagst du ihr das mal, vielleicht weiß sie das nicht?

Speervogel
19.08.2004, 12:54
Ich will ihr nichts böses, die Wuffel machen auf mich einen glücklichen Eindruck und ich denke, ich hab meinen Teil damit getan, dass ich wenigstens dem einen Hund Auslauf verschaffe. Ich habs mit den anderen probiert, die wollen nicht raus, da kann man probieren was man will. und zwangsbeglücken will ich sie dann auch nicht.
Nach dem, was die bei den Vorbesitzern durchgemacht haben (alleingelassen, monatelang, einmal am Tag is wer kommen zum Futter geben) kann ich sie auch verstehen...vielleicht wär spazieren gehen mehr Stress als Glück für sie? ich weiß es nicht, ich kanns nicht sagen. Aber auf mich machen sie nicht den Eindruck, als würd ihnen irgendwas abgehen, sie spielen und tollen durch den ganzen Garten, raus wollen sie nicht.
Ich denk mir halt, wenn sie so glücklich sind, warum soll ich sie zu etwas zwingen, von dem ich nicht 100% weiß, dass es ihnen auch Spaß macht??
Ist das verwerflich, nur weil im Gesetz steht: jeder Hund muss spazieren gehen, wurscht, obs ihm taugt oder nicht!! ?? :confused:

ET01
19.08.2004, 13:06
ja aber nur weil du ihr nix böses willst, heißt das nicht daß es andere auch net wollen (nachbarn etc.). es könnte sie TATSÄCHLICH wer anzeigen und das kann außer einer geldstrafe den entzug der hunde zur folge haben.

das wollte ich dir damit sagen...eine warnung sozusagen.

denn dann würden alle wuffels im TH landen......

ET01
19.08.2004, 13:10
aso les erst jetzt, daß sie nen garten hat....ich glaub nach dem gesetz reicht der garten aus. außertürlich muß sie nicht rausgehen.

sie sollte es aber dennoch langsam probieren, die hunde dran zu gewöhnen und ihnen die angst zu nehmen. denn hunde brauchen eben artgenossen und auch die ganzen gerüche, das sind für sie ja wie für uns menschen die täglichen nachrichten. :). das ist aber jetzt rein meine persönliche meinung

Herbst
19.08.2004, 14:42
Grüß Euch,

ich finde es nicht notwendig gezeigte Calming Signals (CS = Friedensangebot) durch positives Bestärken Hunden zu lernen.
Ich habe die Beobachtung gemacht, das ab einer gewissen Streßgrenze Hunde diese Signale nicht mehr anwenden.
Ich erklär mir das so, dass der Hund in dieser Belastung möglicher Weise keine Friedensangebote mehr machen kann.
Zusätzlich solltet Ihr berücksichtigen, dass der Lernerfolg gering ist, wenn Tiere durch Streßhormone beeinflußt sind.
Statt einen Hund für ein CS zu belonen, finde ich es sinnvoll dem Hund Möglichkeiten zu bieten, dass diese heftige, stressauslösende Situtation abgeschwächt wird.
Wie oben geschrieben sind Bogen gehen, Blickabwenden, Sichtschutz anbieten, ... gute Möglichkeiten einem unsicheren Hund die Situation zu verbessern.
Die Stimmungsübertragung eines erfahrenen Hundes ist eine besonders wirkungsvolle Möglichkeit für einen ängstlichen Hund Veränderungen seines Verhaltens zu erreichen.
Ich stell mir vor, dass jeder Ausweg aus einer unangenehmen Situtation vom Hund angenommen wird.


lg
Herbst

EvaJ
19.08.2004, 15:28
Hallo, du bist ja eh schon am richtigen Weg, lass dich nicht beirren ....

Traurig ist halt , dass Menschen meinen ein Garten sei genug ! aber das liegt nicht in deinem Einflussbereich ! Also mach das Beste draus und mach so weiter - ein gesunder Hausverstand ist mehr wert wie eine komplette Bibliothek !

Ich such selbst ein Haus mit Garten , allerdings nicht als Ersatz fürs Gassigehen sondern als Ergänzung !

Viel Erfolg noch !

Speervogel
19.08.2004, 16:21
Hoppla, sorry ET, hab gedacht, ich hätts schon erwähnt...neeein, ich würde doch nicht da locker drüber reden, wenn die armen Hundzis den ganzen Tag in der Wohnung sein müssten!! Das ist schon was andres! Die Meinung von wegen Artgenossen und Gerüche teile ich im Allgemeinen, aber ich bin mir bei den beiden speziell eben nicht sicher.
Danke Herbst und EvaJ!
Das mit den fehlenden Cs ab einem gewissen Punkt ist mir neu, aber sehr interessant! Ich bin mir aber nicht sicher, ob das bei ihr am Stress liegt, oder ob sie sie nie gelernt hat. Wenn es aber doch die angeborene Sprache wäre, weiß ich nicht, ob ein Hund versteht, warum man ihn belohnt, wenn er cs aussendet. Ich würds auch nicht verstehen, warum mir jemand, dessen Sprache ich nicht verstehe, leckerli zusteckt wenn ich zb. die Stirn runzle.. :rolleyes:
Ich finde auch nicht, dass der Garten ausreicht, aber wie gesagt, ich versuche mein möglichstes. Immerhin sind die beiden im Garten bleibenden ja zu zweit und haben wenigstens so den tierischen Zuspruch ;)

Mit der Hündin gestern gings wie schon erwähnt besser, und ich werde diese Spaziergänge zusammen auch in Zukunft fortsetzen...wär doch gelacht, wenn der kleine Hasenfuß nicht eines Tages fröhlich mit anderen Hunden spielen würde! :)

Viel Erfolg bei der Gartensuche, Eva!
Liebe Grüße,
Speervogel :)

ET01
19.08.2004, 17:28
@speervogel dein gedankengang ist nicht so unvertändlich für mich, daß du meinst es wäre stress für die hunde raus zu müssen. allerdings bin ich der meinung man sollte sie langsam und liebevoll daran gewöhnen, in kleinen schritten darauf hinarbeiten sie zu resozialisieren und ihnen die angst zu nehmen.

der endeffekt ist dann ein wirklich glücklicher hund, der dann auch artgerecht gehalten werden kann...vielleicht sogar mit einer guten portion selbstbewußtsein.

das tolerieren und hinnehmen der angst (mei isser halt ängstlich, ist auch recht) find ich persönlich nicht so toll.

Speervogel
22.08.2004, 19:03
ja, aber ich glaub das müsst dann echt die Besitzerin machen. Von mir lassen sich die zwei ja auch nix sagen.
Ich bezweifel halt, dass sie sich die Mühe antun wird, weil sie auch nicht so gern spazieren geht. Ja, was soll man da machen? Bleibt nur zu hoffen, dass es den beiden auch so echt so gut geht, wie sie ausschauen...

ET01
23.08.2004, 08:14
ja da hast du recht, das müßte die besitzerin machen.

aber warum nimmt sie sich denn dann hunde, wenn sie nicht gern spazieren geht? warum nicht katzen? katzen müssen nicht raus, die haben ein kisterl und können auch so gut schmusen wie hunde.

Hikaru
23.08.2004, 08:47
Wie oft gehst du denn mit der Süßen bzw wie oft bist du bei den Hunden?
Ich denke bei Coco ist es mal wichtig, dass du die ganzen Eindrücke, Hunde etc. auf sie wirklich lässt! Und in wuzi wuzi Schritten vorwärts gehst und den noch so kleinsten Schritt belohnst! Mach auch nicht den Fehler ihre Angst zu bestärken in dem du sie tröstest oder ähnliches! Ignoriere es! Sie darf auch nicht noch von deiner Seite aus unsicherheit spüren!
Arbeite auch an der Bindung zu ihr!
Die beiden anderen gehen die dir irgendwie zu oder gar nicht? Wenn man sie an der Leine nimmt und raus gehen will, gehen sie nicht weiter? Auch nicht wenn der dritte draußen steht?
LG

Speervogel
23.08.2004, 22:01
Sie hat eh auch zwei Tierheimkatzen.

Also, ich geh mit der Coco mehrmals die Woche.
Wie gesagt, wir waren auf der Alszeile, da bin ich einfach auf einer Bank gesessen, sie drunter und wir haben die ganzen Hunde auf uns zukmmen lassen. Und ich streichel sie auch nur, wenn sie nicht winselt/bellt, also die andern Hunde ignoriert und manchmal sogar an sich schnuppern lässt. Da lob ich dann ausführlich.
Ich bin im Umgang mit ihr nicht unsicher und die Bindung verstärke ich, wie gesagt.
Die beiden anderen winseln und werfen sich in die Leine, wenn man versucht mit ihnen rauszugehen. Ob die dritte draußen steht ist ihnen relativ wurscht. Drinnen sind sie aber lieb, lassen sich streicheln und fressen auch Leckerli aus der Hand. Ich nehm mal an, dass sie nur mit ihrer Besitzerin vor die Tür gehen würden. Aber die bin ich nunmal nicht. Insofern sind mir die Hände gebunden.