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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thema "gefährliche Hunde" - an die Unbelehrbaren



Markus Pollak
14.12.2009, 11:55
Nur eine der vielen Studien, die keine signifikanten Unterschiede im Verhalten der "Listenhunde" im Vergleich mit als "gutmütig" bekannen Hunderassen feststellen!

Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/mittmanna_2002.html



70 Golden Retriever wuden den selben Tests untezogen wie 415 Hunde der Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Hunde vom "Pitbull-Typus", Rottweiler, Dobermann und Staffordshire Bullterrier.

Im Vergleich ergab sich kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von inadäquatem Aggressionsverhalten.

Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht legitim ist, bestimmte Rassen zu diskriminieren und sie den Verboten und Einschränkungen von so genannten Rasselisten zu unterwerfen.



Persönliche Anmerkung: Grösse der Zähne und die Kraft eines Golden Retrievers sind ausreichend um im Fall eines Bisses die selben Verletzungen hervorzurufen, wie bei dem Biss eines "Listenhundes"....das oft gebrauchte Argument "Unterschied beim möglichen Schaden" ist falsch und soll nur Angst schüren.

Unique
14.12.2009, 12:00
Na ja, sogar eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes besagt dies, aber ich wurde ja nie erhört. :o:(

SennerMi
14.12.2009, 22:31
@Uni: Hast du eine Quelle/Geschäftszahl zu dem VfGH-Urteil? :)

.Mara.
14.12.2009, 23:37
Nur eine der vielen Studien, die keine signifikanten Unterschiede im Verhalten der "Listenhunde" im Vergleich mit als "gutmütig" bekannen Hunderassen feststellen!

Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/mittmanna_2002.html

Persönliche Anmerkung: Grösse der Zähne und die Kraft eines Golden Retrievers sind ausreichend um im Fall eines Bisses die selben Verletzungen hervorzurufen, wie bei dem Biss eines "Listenhundes"....das oft gebrauchte Argument "Unterschied beim möglichen Schaden" ist falsch und soll nur Angst schüren.


395 der getesteten Hunde reagierten nach dem Bewertungssystem den Situationen angemessen. Für diese 95 % der 415 getesteten Tiere gab es demzufolge keine Hinweise für gestört oder inadäquat aggressives Verhalten. 19 Tiere wurden als inadäquat aggressiv und ein Hund als gestört aggressiv beurteilt (zusammen 5 %). Die Situationen, in denen diese 20 Hunde vermehrt gestört oder inadäquat aggressives Verhalten zeigten, waren gekennzeichnet durch ungewöhnliche, schnelle oder abrupte Bewegungen.

Umgerechnet auf die deutsche Hundepopulation (5 Mio?) wären das dann 250.000 inadäquat aggressive Hunde und 12.500 gestört aggressive Hunde?
Ach ich halt nix von quantitativ orientierten Studien in dieser Beziehung, die eignen sich für ein so komplexes Thema nicht, finde ich.

Markus Pollak
15.12.2009, 01:03
Vergiss nicht, dass es sich dabei um eine Testreihe handelt, die mit dem Alltagsleben nicht immer vergleichbar ist.
In bestimmten Situationen (in die der Hund eines halbwegs brauchbaren Hundehalters nicht kommt) würde in jedem Fall der eine oder andere Hund jeder x-beliebigen Rasse "falsch" reagieren/sich aggressiv zeigen.

Die Studie zeigt nur auf, dass es nunmal keine Frage der Rassezugehörigkeit ist und um das geht es bei der gesamten Diskussion um die Rasselisten.

Niemand würde ernsthaft abstreiten, dass es gefährliche Hunde gibt (aus verschiedensten Gründen), aber wir wehren uns gegen eine Vorverurteilung unserer Hunde wegen äusseren Merkmalen.

Heute sind die kurzhaarigen Hunde mit sichtbarer Muskulatur an den Hinterbeinen auf der Liste, morgen die Hunde mit Stehohren und übermorgen schon DEINER - dabei hat kein Politiker und erst recht keine Person mit Fachwissen deinen Hund gesehen.

So kanns ja wohl nicht gehen, es zeigt aber wie in Österreich Gesetze entstehen und was der 08/15-Wähler davon merkt....na danke!
Wenn das so ist (und es IST so), dann können von mir aus ab sofort auch 4-Jährige wählen, ist ja eh wurscht :mad:

poekelmaus
15.12.2009, 07:29
Sicher kann man so eine Testreihe nicht 100% auf das Alltagsleben umlegen, aber es sagt schon einiges aus. Ich bin ein absoluter Gegner dieser Rasselisten, allerdings bin ich dafür, dass JEDER Hundehalter verpflichtet wird, seine Fähigkeit einen Hund zu führen beweisen muss und das sollte für alle Rassen gelten.
Wir haben selber 2 Golden Retriever und ich möchte nicht ernsthaft von einem meiner Hunde gebissen werden, die können ganz schön zulangen. Aber warum auch nicht, es sind Hunde, die haben nun mal Zähne, das ist nicht das Problem, das Problem hängt immer am anderen Ende der Leine.
Aber Politiker tun immer nur das was gerade populär ist und was ihnen Stimmen und Publicity bringt.
LG Ingrid

.Mara.
15.12.2009, 21:18
Vergiss nicht, dass es sich dabei um eine Testreihe handelt, die mit dem Alltagsleben nicht immer vergleichbar ist.
In bestimmten Situationen (in die der Hund eines halbwegs brauchbaren Hundehalters nicht kommt) würde in jedem Fall der eine oder andere Hund jeder x-beliebigen Rasse "falsch" reagieren/sich aggressiv zeigen.

Die Studie zeigt nur auf, dass es nunmal keine Frage der Rassezugehörigkeit ist und um das geht es bei der gesamten Diskussion um die Rasselisten.

In dieser Studie wurde die Kategorie 1 (American Staffordshire Terrier und Bullterrier sowie Hunde vom Pitbull-Typus) mit der Kategorie 2 (Rottweiler, Dobermann und Staffordshire Bullterrier) verglichen und es kam heraus, dass es keinen signifikanten Unterschied im Verhalten zwischen den Hunden der Kategorie 1 und 2 gibt.

Wo ist die Stelle mit dem Vergleich mit 70 Golden Retrievern zu finden? Das hab ich nirgends gefunden. Abgesehen davon, dass ich diesen Satz in der Dissertation nicht finde, finde ich es auch nicht aussagekräftig.

Interessant in Bezug auf inadäquates Aggressionsverhalten finde ich nämlich nicht das unspektakuläre Alltagsleben sondern eben Extremsituationen, denn auf die kommt es ja leider an. Also wissenschaftlich wäre für mich spannend ob es einen Unterschied zwischen Hundetypen gibt bei Hunden die unideal bis schlecht gehalten werden. So eine Studie ist zwar nicht machbar aber ein Ansatz wäre eine bessere Dokumentation und Auswertung von Vorfällen.

Da kommt dann auch der Ehrlichkeitsfaktor ins Spiel – so manche HundehalterInnen werden zwecks Schutz ihrer selbst lügen und halt sagen der Hund ist plötzlich durchgedreht und nicht dass sie Fehler gemacht haben…



Niemand würde ernsthaft abstreiten, dass es gefährliche Hunde gibt (aus verschiedensten Gründen), aber wir wehren uns gegen eine Vorverurteilung unserer Hunde wegen äusseren Merkmalen.

Da sehe ich leider ein Totalversagen von Seiten der Hundefachleute. Vor allem VertreterInnen von Hunden, die auf solche Listen kommen, hätten viel früher etwas unternehmen müssen. Ich mein es ist ja kein Geheimnis dass manche Hunde allein wegen ihrem beeindruckenden bzw. gefährlichen Aussehen bestimmte Leute anziehen die besser keinen Hund (und auch keine Kinder:() hätten. Ich finde es zum Beispiel nicht schlecht wenn bestimmte Voraussetzungen für bestimmte Hunde verlangt werden. (Bsp.: Alter Mensch + agiler Junghund vs. Alter Mensch + gemütlicher Hund). Eine Voraussetzung könnte da auch der Nachweis von Hundekenntnis sein oder die Begrenzung der Hundeanzahl. So etwas gehört halt gut durchdacht, damit es halbwegs fair bleibt.

Ideal wäre für mich wenn alle die Hunde haben oder haben wollen einen „Hundepass“ (Nachweis von Theorie + Praxis) erwerben müssen, nur ob so was realpolitisch durchsetzbar ist bezweifle ich, also was bleiben dann noch für Möglichkeiten? Wesenstest halte ich auch nur bedingt für geeignet.

Dieses Forum zeigt ja recht gut wie erschreckend unwissend und verantwortungslos doch ein Großteil der Menschen ist. Allein wenn ich daran denk wie sich eine Userin mal empört hat, dass die Tierrettung keine kranken/verletzten Tiere abholt. Ich mein es ist doch das mindeste dass ich mir Gedanken über einen Notfall mache und meine Tierärztin und die Nummer des nächstgelegenen Notdienst 0-24:00 in mein Handy einspeichere. Das Beispiel ist zwar etwas Off-Topic aber damit möchte ich verdeutlichen wie verantwortungslos HundehalterInnen häufig sind und das wirkt sich auf alle Ebenen des Zusammenlebens von Mensch und Hund aus.

Ich würde mir mehr Input + Diskussion von HundekennerInnen wünschen in Bezug auf wie ein verantwortungsvollerer Umgang mit Hunden durchgesetzt werden kann :o

Dogorescue
15.12.2009, 22:03
Nur mal als Beispiel daß mit normalen Gesetzen damals schon der Auslöser für viele Diskriminierungen verhindert hätte werden können! Mit normalen Gesetzen ohne Rasselisten!!



Kampfhundopfer Volkan - Protokoll eines vorhersehbaren Todes

Anmoderation

PATRICIA SCHLESINGER:

Zehn Jahre, zehn Jahre wurde über eine bundeseinheitliche Kampfhundeverordnung diskutiert. Aber es musste erst ein Kind qualvoll sterben, um heftige politische Reaktionen auszulösen. Vor knapp drei Wochen wurde hier in Hamburg der sechsjährige Volkan von einem Kampfhund totgebissen. Erst dann ging alles ganz schnell. Telefonkonferenz der Innenminister, Kabinettsbesprechung, Aktuelle Stunde im Bundestag - in Rekordzeit gab es neue Verordnungen in Bund und Ländern. Diese Wendigkeit und Entschlusskraft ist einmalig in der deutschen Nachkriegsgeschichte, und auf anderen Politikfeldern vermisst man sie manchmal schmerzlich. Im Kampf gegen Kampfhunde gab es plötzlich große Einigkeit quer durch alle Parteien. In der Hektik hat man vielleicht den Blick für einige Details verloren. Denn so wie es aussieht, könnte der kleine Junge noch leben, wenn Bürokraten und Politiker ihre Arbeit gewissenhaft gemacht und wenn Nachbarn und Bekannte sich nicht im Wegsehen geübt hätten.
Andreas Lange und Anja Reschke mit dem Protokoll eines vorhersehbaren Todes.
KOMMENTAR:

Der kleine Volkan - das Opfer eines Kampfhundes und untätiger Bürokraten. Der Pitbull Zeus, er konnte töten, weil alle von seiner Gefährlichkeit wussten, aber nichts unternahmen. Und der Hundebesitzer Ibrahim K. - er konnte seinen Kampfhund scharf machen, weil niemand ihn daran hinderte.
Ibrahim K. - er ist 23 Jahre alt und bei Polizei und Staatsanwaltschaft schon lange bekannt. 18. März ’96: Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein halbes Jahr später wegen Widerstand und Beleidigung. Danach: Ermittlung wegen schweren Diebstahls. Eine Woche später: Wieder schwerer Diebstahl. Danach: Dreifacher Straßenraub. Eine weitere Anzeige: Gefährliche Körperverletzung. Und: Am 17. Mai ’97 eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Alle Verfahren werden eingestellt. Ibrahim K. wird als damals 19-jähriger nach dem Jugendstrafrecht behandelt. Er kann deshalb mit der Milde der Justiz rechnen.
0-Ton

RÜDIGER BAGGER:

(Staatsanwaltschaft Hamburg)

"Beim Jugendlichen geht es in erster Linie darum, ihm die Chance zu eröffnen, sich wieder in diese Gesellschaft entsprechend einzufügen, und das ist in den Prozessen damals so gelaufen, das muss man ganz klar sagen."
INTERVIEWER:

"Und deswegen sind die Ermittlungen eingestellt worden?"
RÜDIGER BAGGER:

"Deswegen hat das Gericht nach durchgeführter Hauptverhandlung oder auch im schriftlichen Wege die Verfahren eingestellt."
KOMMENTAR:

Ibrahim K. kann also ungestört weitermachen. Er schmeißt seine Lehre und legt sich diesen Kampfhund zu, den Pitbull Zeus. Der verschafft ihm immerhin Anerkennung bei seinen Freunden.
Gerade mal sieben Monate alt ist der Kampfhund, als er hier im Wilhelmsburger Bahnhofsviertel einen Schäferhund und dessen Besitzerin anfällt und sie beide verletzt. Deshalb wird Ibrahim K. am 11. April ’98 zum ersten Mal verurteilt, wegen Körperverletzung. Die Strafe: 1.600 Mark. Über das Schicksal des Hundes aber muss das zuständige Ordnungsamt entscheiden.
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

(Bezirksamt Harburg)

"Wir sind da so tätig geworden wie nach jedem Beißvorfall, so wie das im Amtsdeutsch heißt, dass wir zunächst einmal den Halter mit seinem Hund beim Amtstierarzt haben vorführen lassen. Das hat er auch gemacht."
KOMMENTAR:

Der Amtstierarzt:
0-Ton

DR. BERNHARD SCHMIDT:

(Amtstierarzt)

"Aus den Unterlagen ist zu entnehmen, dass ich ihn damals als nicht bissig beurteilt habe, aber scharf gegenüber anderen Rüden. Und daraufhin haben wir vorgeschlagen, dass also der Hund einen Leinenzwang erhält."
KOMMENTAR:

Der zuständige Beamte:
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

"Damit ist der betroffene Halter verpflichtet, den Hund an der Leine zu führen."
KOMMENTAR:

Der Polizeisprecher:
0-Ton

REINHARD FALLAK:

(Polizei Hamburg)

"Die Durchsetzung dieser Maßnahme ist allerdings vom Ordnungsamt nicht überprüft worden und auch nicht von der Polizei."
KOMMENTAR:

Keiner kontrolliert, Ibrahim K. kann machen, was er will. Alle sehen zu, wie er sich über die behördlichen Auflagen hinwegsetzt und mit seinem Pitbull Zeus durch das Viertel streift.
0-Töne

NACHBARIN:

"Der ist hier ohne Maulkorb gelaufen, egal wie, und immer ohne Leine. Was sollen wir denn da - also da konnte man nicht hingehen, man musste auch Angst haben, dass einem selber was passiert."
KOMMENTAR:

Sogar hier an der Grundschule richtet Ibrahim K. seinen Kampfhund ab, genau da, wo später der kleine Volkan sterben muss.
0-Ton

NACHBAR:

(Hier, auf dieser Wiese, wo wir stehen, ist der Hund des öfteren trainiert worden, das konnte ich gut sehen, weil ich immer montags und freitags zum Sport gehe, in diese nebenliegende Halle. Und da stand der Mann immer hier, so beide Hände vor gehabt, irgendwas dazwischen, was es war, konnte ich nicht sehen. Und der Hund sprang da immer und war am knurren."
KOMMENTAR:

Nachbarn beobachten, wie Ibrahim K. seinen Kampfhund Zeus auch auf den Spielplätzen scharf macht. Die zerbissenen Schaukeln werden regelmäßig vom zuständigen Gartenbauamt ausgetauscht. Der vorgesetzte Beamte will davon nichts gewusst haben.
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

(Bezirksamt Harburg)

"Also das ist mir so nicht bekannt."
INTERVIEWER:

"Die Behörde gehört zu Ihrem Bezirk, zu Ihrem Bereich."
MICHAEL LINDAU:

"Ja, natürlich, aber trotzdem kenne ich nicht die Informationen, alle Informationen, die in der Gartenbauabteilung vorhanden sind."
INTERVIEWER:

"Wir haben uns die Schaukeln angeguckt, die sind zerbissen - 50 Schaukeln in einem Jahr, das muss einem doch auffallen."
MICHAEL LINDAU:

"Es ist natürlich nicht Aufgabe der Gartenbauabteilung, jetzt auf Dinge zu achten, die im Grunde genommen gar nicht in deren Kompetenz fallen."
KOMMENTAR:

Der hilflose Versuch, zu vertuschen, was ganz Wilhelmsburg weiß: Diese Schaukeln werden von Kampfhunden wie Zeus zerbissen.
Wegsehen, nichts tun. Wieder kann Ibrahim K. mit seinem Kampfhund Zeus monatelang machen, was er will, bis er mit einer Pistole erwischt wird.
5. Juni, ’99 - Verstoß gegen das Waffengesetz. Ibrahim K. wird verurteilt, zu acht Monaten auf Bewährung.
0-Ton

RÜDIGER BAGGER:

(Staatsanwaltschaft Hamburg)

"Das ist ein normaler Strafrahmen dann, wenn man die Waffe eben nur erworben und besessen hat, aber mit der Waffe selbst keine Straftat begangen hat, also auf jemand geschossen hat oder überhaupt irgendwo rumgeballert hat, wie man so schön sagt."
KOMMENTAR:

Ibrahim K. kann also weitermachen.
5. Juli ’99 - Anzeige wegen Drogenhandels und dann auch noch wegen Körperverletzung.
Und auch im Viertel ist Ibrahim K. weiter mit seinem Kampfhund aktiv. Doch anstatt etwas gegen die Bedrohung zu unternehmen, schauen lieber alle weg.
0-Töne

NACHBAR:

"Da traut sich auch keiner was zu sagen."
INTERVIEWERIN:

"Wenn jeder weiß, dass hier auf dem Schulgelände die Kampfhunde trainiert werden, da hat nie jemand eingegriffen?"
NACHBAR:

"Nee, nee, nee."
INTERVIEWERIN:

"Sie haben auch nie versucht, mal bei der Polizei Bescheid zu sagen oder so?"
NACHBAR:

"Nee, hab‘ ich nicht."
KOMMENTAR:

Im April dieses Jahres ist es wieder mal so weit. Der scharf gemachte Kampfhund Zeus beißt und verletzt einen Labradormischling. Sein Besitzer Ibrahim K. erhält daraufhin am 21. April eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
Und wieder geht der Fall an das zuständige Amt. Doch dass der Pitbull schon einmal zugebissen hatte, vom Amtstierarzt untersucht wurde und eigentlich ein Leinenzwang besteht, ist hier unbekannt.
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

(Bezirksamt Harburg)

"Ja, das ist leider auf einen Eingabefehler im Computer zurückzuführen gewesen. Der Fall war dort enthalten im Computer und hätte eigentlich, indem man den zweiten Fall nun eingibt, auswerfen müssen, dass es schon mal einen Vorfall gegeben hatte. Leider hat man den Halter einmal falsch eingegeben gehabt."
KOMMENTAR:

Und so fangen die Beamten wieder von vorne an und schicken Ibrahim K. einen Brief mit der Aufforderung, seinen Hund beim Amtstierarzt vorzuführen.
Währenddessen beißt Kampfhund Zeus erneut zu, diesmal einen Beagle. Ibrahim K. wird deshalb am 26. April wieder wegen Sachbeschädigung angezeigt. Die Behörde hat inzwischen den Brief an Ibrahim K. zurückbekommen, weil er nicht zustellbar war. Die Beamten verhängen einen Maulkorb- und Leinenzwang und schicken erneut einen Brief an Ibrahim K. Wieder ohne Erfolg. Erklärungsversuch:
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

"Wir haben ihn nicht erreicht, weil der Briefträger bei förmlichen Zustellungen genau darauf achten muss, dass er tatsächlich auch an den Betroffenen zustellt. Das konnte er hier nicht, weil er weder bei der Meldeanschrift ihn feststellen konnte noch bei der Anschrift, wo wir glaubten, dass er sich aufhält."
KOMMENTAR:

Doch den Aufenthaltsort von Ibrahim K., genannt Ibo, kennt in Wilhelmsburg jedes Kind.
0-Ton

JUNGE:

"Da oben wohnt er."
INTERVIEWER:

"Wer?"
JUNGE:

"Ibo."
KOMMENTAR:

Nur drei Tage später beißt Zeus schon wieder zu, diesmal ist ein Schäferhund das Opfer. So wird Ibrahim K. am 29. April 2000 zum dritten Mal innerhalb von acht Tagen wegen Sachbeschädigung angezeigt.
Spätestens jetzt hätte die Behörde den Pitbull Zeus einziehen müssen.
0-Ton

MICHAEL LINDAU:

(Bezirksamt Harburg)

"Das ist richtig, dass es diese Möglichkeit auch gab. Ein entsprechendes Verfahren hatte unser Wirtschafts- und Ordnungsamt in Wilhelmsburg ja auch eingeleitet. Nur das war noch nicht zum Abschluss gekommen, weil wir die Ermittlungsakten von der Staatsanwaltschaft noch nicht bekommen hatten."
INTERVIEWER:

"Aber Sie durften doch kein Verfahren einleiten, sondern Sie mussten doch Gefahren abwehren."
MICHAEL LINDAU:

"Wenn wir hier eine Wegnahmeanordnung, eine Untersagungsverfügung erlassen hätten, sofort ausgesprochen hätten: Du darfst den Hund nicht mehr halten, er ist abzugeben, hätten wir genauso erst einmal feststellen müssen, wo denn dieser Halter mit seinem Hund sich überhaupt aufhält."
INTERVIEWER:

Also ist der kleine Volkan deswegen totgebissen worden, weil nicht genug Informationen da waren?"
MICHAEL LINDAU:

"Das kann man so sehen, ja."
KOMMENTAR:

So musste der kleine Volkan sterben. "Nicht bissig gegenüber Menschen", das hatte der Amtstierarzt dem Pitbull Zeus noch vor zwei Jahren bescheinigt.
0-Ton

DR. BERNHARD SCHMIDT:

(Amtstierarzt)

"Das Gutachten erstreckt sich ja nur auf den, sag‘ ich, momentanen, auf den momentanen Zustand, in dem sich der Hund hier im Augenblick verhält. Was der also macht, wenn er fünf Minuten später draußen vor der Tür ist, das kann ich also nicht beurteilen."
KOMMENTAR:

Der Tod des kleinen Volkan war also vermeidbar. Denn alle wußten von der tödlichen Gefahr, die von dieser gezüchteten Kampfmaschine und ihrem Halter ausging. Doch zugeben will das niemand.
0-Töne

DR. BERNHARD SCHMIDT:

(Amtstierarzt)

"Wir haben uns überhaupt keine Vorwürfe zu machen."
MICHAEL LINDAU:

(Bezirksamt Harburg)

"Man kann zum Glück sagen, dass sich die Mitarbeiter keinen Vorwurf machen müssen."
RÜDIGER BAGGER:

(Staatsanwaltschaft Hamburg)

"Und die Staatsanwaltschaft braucht sich in diesem Zusammenhang nichts vorwerfen zu lassen."
REINHARD FALLAK:

(Polizei Hamburg)

"Die Polizei macht sich in der Form eigentlich keine Vorwürfe."
Abmoderation

PATRICIA SCHLESINGER:

Offenbar hat sich hier niemand auch nur irgendetwas vorzuwerfen. Am Ende war der kleine Volkan wohl auch noch selber Schuld. Immerhin ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen das zuständige Wirtschafts- und Ordnungsamt wegen fahrlässiger Tötung.
Autorin/Autor: Bericht: Andreas Lange und Anja Reschke


Quelle: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2000/erste7372.html

Markus Pollak
16.12.2009, 00:23
Wo ist die Stelle mit dem Vergleich mit 70 Golden Retrievern zu finden?


Sorry, ich habe einen Link vergessen....hier sind die Goldies -> http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/johannt_ws04.html




Da kommt dann auch der Ehrlichkeitsfaktor ins Spiel – so manche HundehalterInnen werden zwecks Schutz ihrer selbst lügen und halt sagen der Hund ist plötzlich durchgedreht und nicht dass sie Fehler gemacht haben…





Auch wenn die Halter/innen ehrlich sein wollen, glaube ich, dass sehr viele von ihnen selbst deutliche Anzeichen nicht oder zu spät erkennen und es als "plötzlich" auftretendes Fehlverhalten deuten.





Da sehe ich leider ein Totalversagen von Seiten der Hundefachleute. Vor allem VertreterInnen von Hunden, die auf solche Listen kommen, hätten viel früher etwas unternehmen müssen.


Aufklärungsarbeit wäre definitiv angezeigt gewesen, aber ich kenne die Politik mancher Clubs - keinen Wind machen!
Ich habe mit einer Pit Bull und einer StaffBull-Hündin vor etwa 10 Jahren sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben (im Rahmen von Rettungshunde-Vorführungen usw.), das wurde von der damaligen Clubleitung (ÖSBC) nicht nur belächelt, sondern stark kritisiert.
O-Ton -> mit diesen Hunden arbeitet man nicht...

Schade, denn das war noch VOR den allseits bekannten Todesbissen in Deutschland und somit auch VOR der ersten grossen Medienhetze, durch die so manchen Idiiiii... erst auf die Idee kam, sich Pits oder Staffs zuzulegen.






Ich mein es ist ja kein Geheimnis dass manche Hunde allein wegen ihrem beeindruckenden bzw. gefährlichen Aussehen bestimmte Leute anziehen die besser keinen Hund (und auch keine Kinder:() hätten.


Das stimmt wohl, ich kann es in Bezug auf Hunde wie z.B. StaffBull, Bulli usw. aber nicht verstehen, denn die sehen (für mich) nicht gefährlich, sondern "knuffig" oder witzig aus.
Für mich persönlich sieht jedenfalls ein Bernhardiner wesentlich gefährlicher aus als ein Rotti mit seinem Bärli-Gesicht oder ein Bulli-Clown.




Ich finde es zum Beispiel nicht schlecht wenn bestimmte Voraussetzungen für bestimmte Hunde verlangt werden. (Bsp.: Alter Mensch + agiler Junghund vs. Alter Mensch + gemütlicher Hund). Eine Voraussetzung könnte da auch der Nachweis von Hundekenntnis sein oder die Begrenzung der Hundeanzahl......

Einige der bereits veröffentlichten Ideen klingen ja bei kurzer und unkritischer Betrachtung ganz gut (jedenfalls gut genug um dem "dummen Wahlvolk" als gute Maßnahme verkauft zu werden), in der Praxis sehe ich keine Möglichkeit einer sinnvollen Umsetzung.





Ich würde mir mehr Input + Diskussion von HundekennerInnen wünschen in Bezug auf wie ein verantwortungsvollerer Umgang mit Hunden durchgesetzt werden kann :o


Ich kann dir GERNE meine Ideen dazu per PN schicken, im Forum werde ich sie nicht veröffentlichen, weil dadurch wieder nur eine bestimmte Richtung vorgekaut wird.
Ausserdem sind diese Ideen teilweise zu komplex um sie in halbwegs forentauglicher Länge so zu präsentieren, dass auch beim überfliegen die Zusammenhänge erkennbar sind (und wir wissen ja von anderen Themen, dass die stärksten Kritiker oft die schlechtesten Leser sind).


LG

Markus

4Pfötchen
16.12.2009, 11:57
Ich muss ehrlich gestehen, ich seh dem neuen Hundehaltergesetz jetzt nicht nur mit negativen Gefühlen entgegen, finds einerseits gut, dass was gemacht wird, andererseits sehr schlecht, wie es umgesetzt wurde (da merkt man, dass Politiker das ganze gemacht haben, die keine Ahnung haben)

Was ich ändern würde: Meiner Meinung nach sollten ALLE Hundehalter

1) vor Hundeanschaffung den Hundeführschein machen müssen
2) wenn sie einen Hund besitzen regelmäßig (z.B. jährlich) der Hund sich einem Wesenstest unterziehen
3) wenn der Hund einmal auffällig wurde (z.B. einen anderen Hund oder einen Menschen gebissen hat) strengere Auflagen erhalten, die auch kontrolliert werden (das kontrollieren ist ganz wichtig, sonst haben die Auflagen ja keinen Sinn!)

Zu Punkt 3 zählen für mich z.B. eine Erhöhung der jährlichen Hundesteuer, ein verpflichtender Besuch eines Problemhundekurses und danach gleich wieder ein Wesenstest wo über das weitere Vorgehen entschieden bzw. die Auflagen bei Auffälligkeiten strenger werden - also z.b. Maulkorb- UND Leinenpflicht.
Das sollte regelmäßig kontrolliert werden und bei einem Verstoß eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Ich finde es auch lächerlich, dass ein Hundehalter, wenn sein Hund einen anderen Hund beißt, nur eine Anzeige wegen Sachbeschädigung bekommt und strengere Auflagen erhält, das aber offensichtlich nie kontrolliert wird und der Hundehalter so weitermachen kann wie vorher. Da muss wirklich oft erst ein Mensch gebissen werden, damit endlich gehandelt wird. Da fühl ich mich als Hundehalter ehrlich gesagt auch verarscht, weil im Endeffekt hats für den Hundehalter keine schwerwiegenden Konsequenzen, wenn sein Hund meinen Hund beißt. Wenn ein Hund nicht verträglich ist, dann hat er ohne Maulkorb und ohne Leine auf der Straße nix zu suchen. Wie an dem Fall von dem kleinen Volkan zu sehen ist, ist es von anderen Hunden beißen bishin zu einem Kind beißen ja nicht mehr weit!

In dem Fall, dass der Hund aktenkundig ist und dann noch einmal beißt, soll der Hundehalter ein Hundehalterverbot bekommen und der Hund "eingezogen" werden. Professionelle Trainer können sich den Hund dann anschaun und mit ihm trainieren und über seine weiter Zukunft entscheiden.

Fakt ist, dass der Hund nix dafür kann wenn er bei falschen Menschen landet, die ihn nicht führen können oder schlimmer: sogar scharf machen. Trotzdem sind solche Hunde eine Gefahr für andere Menschen und andere Hunde (beides ist für mich inakzeptabel)

Ich würde so ein Gesetz befürworten, hätte kein Problem mich einer jährlichen Prüfung bzw. meinen Hund einem jährlichen WEsenstest zu unterziehnen. Wie dieser WEsenstest aussehen sollte? Hmm, gute Frage, ich bin kein professioneller Hundetrainer und würd mir nicht anmaßen, so einen Test zu entwickeln, der dann wirklich aussagekräftig ist, dafür fehlt mir das nötige Fachwissen. Das sollten die Politiker meiner Meinung nach auch einsehen, ich kann kein Gesetz machen, wenn ich keine Ahnung von der Materie habe.
Wovon ich aber überzeugt bin: eine BGH Prüfung ist keine geeignete Prüfung. Ob mein Hund bei fuß gehen kann und ordentlich an der Leine gehen kann auf dem Hundeplatz sagt überhaupt niix aus, wie der Hund sich in Alltagssituationen oder anderen Hunden gegenüber verhält.

Ich hab gestern bei "Menschen, Tiere und Doktoren" so einen Wesenstest gesehen, der in Deutschland offensichtlich üblich ist. Es ging um einen 8-jährigen Rottweiler-Rüden, deren Besitzer jetzt im Gefängnis sitzen und der Rüde ist daher im Tierheim gelandet. Rottweiler sind in Deutschland zwar nicht verboten, müssen aber einen Wesenstest bestehen, bevor sie vermittelt werden dürfen.
An dem Wesenstest fand ich jetzt nix schlimmes, es wurden Alltagssituationen nachgestellt (Jogger, der vorbeiläuft, ein Betrunkener mit Stock, ein Spaziergänger der stolpert, ein Bekannter, der dem Hundehalter zur Begrüßung die Hand gibt). Die Leute, die den Rüden nehmen wollten, waren schon einige Male mit ihm Gassi, kannten den Rüden schon ein bisschen. Trotzdem wars faszinierend, wie der Rüde unterschiedliches Verhalten zeigte. Einmal, als der Mann mit ihm Gassi ging, da benahm er sich ganz normal. Dann, als die junge Frau mit ihm Gassi ging, wurde er "aggressiv" und bellte und knurrte den Sachverständigen an (das war bei den Tests mit dem stolpernden Spaziergänger glaub ich). Er wollte die Frau offenbar beschützen, was meiner Meinung nach fatal enden kann, wenn ein Kind oder ein älterer Mensch stolpert, wenn die Frau mit ihm Gassi geht.
Dann wurde der Hund angeleint und der Sachverständige hat ihn bewusst provoziert bzw. bedroht, weil er sehen wollte, wie hoch seine Reizschwelle ist. Der Rüde hat hier ein meiner Meinung nach normales Verhalten gezeigt, hat schon mal die Zähne gefletscht, als er mit nem Stock bedroht wurde, aber das würden vermutlich viele Hunde tun.

Dann wurde auch noch das Pärchen, das den Hund aufnehmen wollte mit dem Hund "getestet", also der Hund von der Leine gelassen und ein anderer Hundebesitzer mit Hund kam ihnen entgegen und Herrchen in spe musste ihn zurückrufen. Hat schon geklappt, aber ich denke, der Hund hatte noch zu wenig Bindung zu den neuen Besitzern, sie kannten den Hund ja nur von einigen Besuchen im Tierheimen.

Die neuen Besitzer nach bestandenem Test ganz glücklich, dass sie den Hund endlich mitnehmen durften.

Dann nach 2 Tagen die Wendung: sie gaben den Rüden zurück, weil der Rüde daheim das neue Frauchen verteidigte, sogar dem Herrchen gegenüber. Das war ihnen scheinbar zu viel Beschützerinstinkt und zu gefährlich. So landete der Hund wieder im Tierheim, wo man jetzt vermehrt mit ihm üben will.

Schade, dass die Leute so schnell aufgegeben haben, man hätte das sicher trainieren können bzw. es hat sich im Test ja schon gezeigt, dass der Hund nen extremen Beschützerinstinkt hat.

Meine Frage an die Hundeexperten hier:
Sind einige Rassen vom Wesen her nicht "vorbelastet" für so ein Verhalten? Dieses "dominante", selbstsichere Verhalten ist ja z.B. beim Rottweiler ein erwünschtes Verhalten, oder etwa nicht? Kann so etwas in diesen extremen Beschützerinstinkt umschwenken und wenn ja, warum? Welche Fehler werden hier in der Hundehaltung gemacht?

Ich fand diesen Wesenstest jetzt nicht negativ, auch wenns in diesem Fall nicht viel gebracht hat, da der Hund nach 2 Tagen wieder ins Tierheim zurückgebracht wurde. Es ist zwar traurig, dass die neuen Besitzer so schnell aufgegeben haben (ich denke, man hätte daran arbeiten können), aber es ist besser, der Hund kommt wieder ins Tierheim, als er landet in den falschen Händen, weil wenn die Leute nicht bereit sind, mit dem Hund zu trainieren, das hat das ganze ja wieder keinen Sinn.

SydneyBristow
16.12.2009, 13:19
An dem Wesenstest fand ich jetzt nix schlimmes, es wurden Alltagssituationen nachgestellt

Für dich ist es also eine ganz normale Alltagssituation, wenn der angebundene Hund, von einem Fremden mit einem Stock bedroht wird, nach dem Hund geschlagen wird, und der Stock ihn nur knapp verfehlt? :eek:

Und wo war im Test bitte der EXTREME Beschützerinstinkt?!

Pit Rambo
16.12.2009, 13:47
an rotti wer i ma als 2 hund nemen hat net so vil kampfgeihst wi da pit oba dafü is a gresser

Shonka
16.12.2009, 14:12
an rotti wer i ma als 2 hund nemen hat net so vil kampfgeihst wi da pit oba dafü is a gresser

Recht host - gresser is besser ;)

Nero_the_Great
16.12.2009, 14:40
Meine Frage an die Hundeexperten hier:
Sind einige Rassen vom Wesen her nicht "vorbelastet" für so ein Verhalten? Dieses "dominante", selbstsichere Verhalten ist ja z.B. beim Rottweiler ein erwünschtes Verhalten, oder etwa nicht? Kann so etwas in diesen extremen Beschützerinstinkt umschwenken und wenn ja, warum? Welche Fehler werden hier in der Hundehaltung gemacht?

Markus ist darauf ja schon öfters eingegangen, nicht die gewünschten Rasseeigenschaften zählen sondern das Individuum Hund.
Ich persönlich würde mir von jedem Hund wünschen das er selbstsicher ist, den Selbstsicherheit fördert keine Aggressionen!

Markus Pollak
16.12.2009, 18:18
an rotti wer i ma als 2 hund nemen hat net so vil kampfgeihst wi da pit oba dafü is a gresser

Kann es sein, dass der Pit Rambo hier schon unter anderen Namen seinen geistigen Dünnnnnnnn verbreitet hat?

@4 Pfötchen: es ist mir langsam wirklich zu mühsam ewig die selben Tatsachen und Meinungen zum Thema Hundeführ(er)schein zu posten...bitte denk daran, dass es auch eine schöne Zahl an Hunden gibt, die zwar den Test aus verschiedensten Gründen nicht bestehen würden, deren Halter aber wissen wo das Problem liegt und ihre Hunde entsprechend halten.

Bei mir lebt z.B. ein Schäfer, der derartig feig ist, dass er NICHTS bestehen könnte (im Gegensatz zu meinen anderen Hunden, die sich über solche Tests schief lachen würden) - das ist auch der Grund warum er bei mir ist und bleibt...wer mag schon einen reinen Gartenhund, der sich vor der halben Familie ins Hemd macht?

sabsi4
16.12.2009, 18:22
Also ich glaub ja nicht an "Gefährliche Hunde " , sondern nur an "Gefährliche ( nicht Verantwortungsvolle )Hundehalter"

Markus Pollak
16.12.2009, 18:25
ENDLICH mal wieder jemand, der verstanden hat wo man ansetzen muss :2thumbsup:

Daphne6922
16.12.2009, 18:27
Also ich glaub ja nicht an "Gefährliche Hunde " , sondern nur an "Gefährliche ( nicht Verantwortungsvolle )Hundehalter"

Diese Meinung teile ich mit dir! :)

4Pfötchen
16.12.2009, 19:12
Für dich ist es also eine ganz normale Alltagssituation, wenn der angebundene Hund, von einem Fremden mit einem Stock bedroht wird, nach dem Hund geschlagen wird, und der Stock ihn nur knapp verfehlt? :eek:


Nein, das ist keine Alltagssituation, hab ich aber nie behauptet. Alltagssituationen sind für mich z.B. ein Mann mit Stock, jemand der stolpert, ein Bekannter, der mir die Hand schüttelt usw. Ein Fremder, der den Hund mit nem Stock bedroht ist zwar keine Alltagssituation, kann aber trotzdem passieren. Oder Kinder, die den Hund mit nem Stock piesaken. Ob der Test mit dem Stock aber wirklich was aussagt, ist für mich eher fraglich.




Und wo war im Test bitte der EXTREME Beschützerinstinkt?!


Da war kein Test in dem Sinn, nur der Unterschied den man im Verhalten des Hundes gesehen hat, als das Frauchen in spe mit ihm an der Leine ging. Der Hund hat den Sachverständigen plötzlich angeknurrt und angebellt und ist nach vorne gegangen, was er bei dem Herrchen in spe vorher nicht getan hat, da ist er ganz normal an dem vermeindlichen Spaziergänger vorbeigegangen.

Und der Beschützerinstinkt war ja auch der Grund, warum sie den Hund nach 2 Tagen wieder ins Tierheim zurückgebracht haben. Der Hund hat das neue Frauli sogar dem Herrli gegenüber extremst verteidigt. Das ist nix was man unterschärtzen sollte, aber man hätte es auch in den Griff bekommen können mit Training, aber das wollten sie scheinbar nicht, den Hund hergeben ist immer noch die einfachere Methode für viele Menschen.

Um den Beschützerinstinkt gehts mir ja gar net, den kann jeder Hund (egal welche Rasse) entwickeln.

4Pfötchen
16.12.2009, 19:23
Markus ist darauf ja schon öfters eingegangen, nicht die gewünschten Rasseeigenschaften zählen sondern das Individuum Hund.
Ich persönlich würde mir von jedem Hund wünschen das er selbstsicher ist, den Selbstsicherheit fördert keine Aggressionen!


Es ist mir schon klar, dass jeder Hund ein Indivuduum ist und auch innerhalb einer Rasse kleine Unterschiede im Wesen und Charakter sind, trotzdem gibts ja die Wesensmerkmale der unterschiedlichen Rassen, dass einige Hunde anders sind bzw. die Wesensmerkmale auf ihn nicht 100%ig zutreffen, ist nix ungewöhnliches, aber eher die Ausnahme.

Das ist wie bei nem Jagdhund ohne Jagdtrieb. Ist zwar ungewöhnlich, gibts aber auch. Grundsätzlich hat ein Jagdhund aber einen Jagdtrieb (bzw. eigentlich haben die meisten Hunde einen Jagdtrieb). Der eine mehr, der andere etwas weniger. Was man daraus macht, hängt vom Menschen ab.

Mein Hund ist ein Münsterländermix. Das apportieren und schwimmen liegt ihm im Blut, das musste ich ihm nicht erst beibringen. Er ist intelligent und sensibel, gelehrig, sehr freundlich Menschen gegenüber (familientauglich), auch Eigenschaften die typisch für diese Rasse sind.
Trotzdem kann es auch mal vorkommen, dass ein Münsterländer nicht gerne apportiert oder schwimmt, wird aber eher eine Ausnahme von der Regel sein.

Was ich damit sagen will: jede Rasse hat bestimmte Eigenschaften, die man ihr nicht absprechen kann, aber 100%ig treffen sie sicher nicht auf jeden Vertreter der Rasse zu, weil ein Hund ist und bleibt ein Lebewesen, ein Individuum, und keine Maschine.

tschatscha
16.12.2009, 19:25
Ich finde es auch lächerlich, dass ein Hundehalter, wenn sein Hund einen anderen Hund beißt, nur eine Anzeige wegen Sachbeschädigung bekommt und strengere Auflagen erhält, das aber offensichtlich nie kontrolliert wird und der Hundehalter so weitermachen kann wie vorher. Da muss wirklich oft erst ein Mensch gebissen werden, damit endlich gehandelt wird. Da fühl ich mich als Hundehalter ehrlich gesagt auch verarscht, weil im Endeffekt hats für den Hundehalter keine schwerwiegenden Konsequenzen, wenn sein Hund meinen Hund beißt. Wenn ein Hund nicht verträglich ist, dann hat er ohne Maulkorb und ohne Leine auf der Straße nix zu suchen. Wie an dem Fall von dem kleinen Volkan zu sehen ist, ist es von anderen Hunden beißen bishin zu einem Kind beißen ja nicht mehr weit!


genau so etwas ist mir passiert, mein Hund hat einen anderen angegriffen und der war verletzt - sein Halsband ist durchgerissen.:eek:

Bis dato gab es keine Vorzeichen, dass er unverträglich ist oder so, - naja, sagen wir so, Rüden nach Sympathie, aber man konnte problemlos an anderen die er auch nicht mochte vorbei gehen.

Ich finde nicht, dass es nicht mehr weit zum Kinder beissen ist, wer andere Hunde beisst! Da ist schon ein großer Unterschied! Ich meine jetzt nicht von der Auswirkung her - beides ist schlimm und gehört bestraft, keine Frage.
Aber ich käme jetzt nicht auf die Idee, dass mein Hund Kinder anfallen könnte, nur weil er eine Rüdenrauferei hatte! Zumal er Kinder sehr gerne mag! (was jetzt auch wiederum nicht heißt, dass ich nicht aufpasse und diese Gefahr unterschätze - Kind und Hund geht nur mit äußerster Vorsicht!
Und ein Beisskorb ist für mich sowieso immer schon Pflicht gewesen. (der Beissvorfall ist nicht bei mir passiert, sondern bei einem Freund, der sich nicht an meine Anweisungen gehalten hat und ohne Mauli:mad: Gassi war!
Ich will mich damit nicht von der Schuld reinwaschen oder so, aber ich denke nicht, dass es bei mir überhaupt zu so einer Situation gekommen wäre! Meine Schuld war, dass ich meinen Hund "aus der Hand" gegeben habe...

4Pfötchen
16.12.2009, 19:46
@4 Pfötchen: es ist mir langsam wirklich zu mühsam ewig die selben Tatsachen und Meinungen zum Thema Hundeführ(er)schein zu posten...bitte denk daran, dass es auch eine schöne Zahl an Hunden gibt, die zwar den Test aus verschiedensten Gründen nicht bestehen würden, deren Halter aber wissen wo das Problem liegt und ihre Hunde entsprechend halten.

Bei mir lebt z.B. ein Schäfer, der derartig feig ist, dass er NICHTS bestehen könnte (im Gegensatz zu meinen anderen Hunden, die sich über solche Tests schief lachen würden) - das ist auch der Grund warum er bei mir ist und bleibt...wer mag schon einen reinen Gartenhund, der sich vor der halben Familie ins Hemd macht?


Ich rede hier nicht vom Hundeführschein in der Art, wie er z.B. bereits in Oberösterreich existiert. Und den Wesenstest aus D würd ich auch nicht 1 zu 1 übernehmen.

Fakt ist nunmal, dass das Gesetz jetzt kommt und wir es nicht mehr aufhalten können, da bringen auch die schönsten Statistiken verglichen mit Goldies nix. Sokas waren schon immer für viele Menschen gefährlich. Vorurteil hin oder her. Und Fakt ist, dass ein Hund in den falschen Händen gefährlich wird und meiner Meinung nach viel zu wenig unternommen wird, wenn ein Hund aggressiv ist gegenüber Artgenossen oder Menschen. Wenn ein Hund mehrmals andere Hunde verletzt oder sogar totbeißt und das keine wirklichen Konsequenzen hat für den Hundehalter (außer eine lächerliche Geldstrafe und Anzeige wegen Sachbeschädigung und strengere Auflagen, die nie kontrolliert werden), dann hört für mich der ganze Spaß auf. Wie kann es bitte vorkommen, dass ein Hund aktenkundig ist und danach nochmal mehrmals zubeißt?

Anstatt dieses unsinnige Gesetz mit dieser unsinnigen Liste von einigen Rassen zu machen, hätte man das ganze anders und viel sinnvoller angehen können. Nämlich strengere Regeln für alle. Ein Hund in den falschen Händen ist nicht nur gefährlich, sondern tut mir auch leid.

Mir tun auch die ganzen verantwortungsvollen Hundehalter von Sokas leid, die grundlos und zu Unrecht angepöbelt werden. Mir tut jeder Hundehalter leid, der angepöbelt wird, obwohl er seinen Hund ordnungsgemäß hält. Es sind immer die verantwortungslosen Hundehalter, die ALLE Hundehalter in den Dreck ziehen.

Ein Wesenstest hätte für mich schon Sinn, nur müsste der so gemacht werden, dass jeder Hund ihn bestehen kann. Es heißt ja nicht, nur weil ein Hund ängstlich ist, dass er deshalb den Test nicht besteht. Soll ja kein Test in dem Sinn sein, dass der Hund gehorchen muss, obwohl er totale Angst hat oder bedroht wird. Mein Hund ist auch ein kleiner Hosenscheißer, der würd eingehn und voll Angst bekommen und sich auf den Rücken schmeißen, wenn ein Teil des Tests darin besteht, ihn mit einem Stock zu bedrohen. Das wär eine Situation, die ich ihm freiwillig nie antun würd.

Warum ist es dir jetzt auf einmal zu mühsam darüber zu diskutieren? Du hast diesen Thread doch eröffnet. Was glaubst du, warum das Gesetz durchgezogen wird? Weil die breite Meinung der Leute einfach ist, dass "Kampfhunde" gefährlich sind!

Ich finde es den falschen Ansatz, gegen das Gesetz eine Petition zu machen, viel sinnvoller wäre es, wenn die Hundehalter sich zusammentun und Vorschläge bringen, wie man das Gesetz (das so oder so kommen wird) sinnvoller gestalten könnte. Jeder Hundehalter sollte meiner Meinung nach Wissen über Hundehaltung haben, leider ist das aber oft nicht der Fall. Jeder Idiot darf einen Hund halten. Die negativen Vorfälle gehen dann zu Lasten ALLER Hundehalter.

Ich bin mir sicher, dass früher oder später noch einige andere Rassen auch auf die Liste kommen. Welche, das wird davon abhängen, welche Hunde in Zukunft wieder einen Menschen schwer verletzen oder ein Kind töten. Wenn man nicht endlich ein Hundehaltergesetz macht, dass ALLE betrifft und wo die Auflagen dann verschärft werden wenn ein Vorfall passiert ist, dann wird sich nie was ändern, außer dass immer mehr Rassen mit auf die Liste kommen.

Markus Pollak
16.12.2009, 19:49
Es ist mir schon klar, dass jeder Hund ein Indivuduum ist und auch innerhalb einer Rasse kleine Unterschiede im Wesen und Charakter sind,


Woher nimmst du dieses "Wissen"?
Es geht nicht um KLEINE Unterschiede innerhalb einer Rasse, sondern um ganz gewaltige Unterschiede und das ist kein leeres Blabla sondern eine belegbare Tatsache.

Selbst in meiner kleinen (wissenschaftlich wertlosen) "Vergleichsgruppe" an eigenen Hunden sind Unterschiede im Verhalten ÜBERDEUTLICH zu sehen.
6 davon sind/waren Staffordshire Bullterrier, die sogar einen starken Verwandschaftsgrad aufweisen...da könnte man noch eher davon ausgehen, dass sie sich in ihrem Wesen ähnlich sind und TROTZDEM habe ich schon bei 6 "Vergleichshunden" eine gewaltige Bandbreite an unterschiedlichen Wesenszügen und unterschiedlichen Verhaltensweisen in verschiedensten Situaionen.

Nochmal - ich bitte alle einmal ihren Verstand einzuschalten und nicht einer Utopie nachzuhängen.
Wenn es möglich wäre, einen Hund zu züchten, der als gesamte Rasse über SEHR ähnliches Verhalten verfügt, dann wäre es für Züchter einfach einen perfekten Arbeitshund zu züchten.

Einfacher als ein einheitliches Wesen ist das halbwegs einheitliche Erscheinungsbild zu züchten und wir alle wissen, dass nicht jeder Hund den selben Erfolg auf Ausstellungen hat.
Wäre es also sooooo einfach, das Aussehen und sogar das Wesen eines Hundes innerhalb einer Rasse so stark zu festigen, wie es hier oft vermutet wird, dann hätten wir alle den perfekten Hund daheim!!!

Markus Pollak
16.12.2009, 19:53
Das apportieren und schwimmen liegt ihm im Blut, das musste ich ihm nicht erst beibringen. Er ist intelligent und sensibel, gelehrig, sehr freundlich Menschen gegenüber (familientauglich),


SUPER, jetzt hast du meine Brenda (Staffordshire Bullterrier) und die leider schon verstorbene Savannah (Bullterrier) PERFEKT beschrieben....

Ausserdem beschreibst du deinen MISCHLING und nimmst an, dass eine der in deinem Hund vereinten Rassen sich nicht nur in Äusserlichkeiten, sondern auch im Wesen durchgesetzt hat!!!
Was ist mit den anderen 50% in deinem Hund?

Ich kann bei solchen unüberlegten "Argumenten" echt nur den Kopf schütteln!

4Pfötchen
16.12.2009, 19:54
genau so etwas ist mir passiert, mein Hund hat einen anderen angegriffen und der war verletzt - sein Halsband ist durchgerissen.:eek:

Bis dato gab es keine Vorzeichen, dass er unverträglich ist oder so, - naja, sagen wir so, Rüden nach Sympathie, aber man konnte problemlos an anderen die er auch nicht mochte vorbei gehen.

Ich finde nicht, dass es nicht mehr weit zum Kinder beissen ist, wer andere Hunde beisst! Da ist schon ein großer Unterschied! Ich meine jetzt nicht von der Auswirkung her - beides ist schlimm und gehört bestraft, keine Frage.
Aber ich käme jetzt nicht auf die Idee, dass mein Hund Kinder anfallen könnte, nur weil er eine Rüdenrauferei hatte! Zumal er Kinder sehr gerne mag! (was jetzt auch wiederum nicht heißt, dass ich nicht aufpasse und diese Gefahr unterschätze - Kind und Hund geht nur mit äußerster Vorsicht!
Und ein Beisskorb ist für mich sowieso immer schon Pflicht gewesen. (der Beissvorfall ist nicht bei mir passiert, sondern bei einem Freund, der sich nicht an meine Anweisungen gehalten hat und ohne Mauli:mad: Gassi war!
Ich will mich damit nicht von der Schuld reinwaschen oder so, aber ich denke nicht, dass es bei mir überhaupt zu so einer Situation gekommen wäre! Meine Schuld war, dass ich meinen Hund "aus der Hand" gegeben habe...


Bei Kindern und Hunden muss man sowieso vorsichtig sein, ich würde auch bei meinem Hund nicht garantieren, dass er nicht zubeißt, wenn ein Kind ihn stundenlang piesaken würde. Aber da ist es trotzdem meine Pflicht, dass ich meinen Hund nicht in so eine Situation bringe, auch wenn ich finde, dass auch die Eltern des Kindes eine gewisse Aufsichts- und Erziehungspflicht haben, dass sie den Umgang mit Tieren allgemein lernen und dass sie ein Kind nicht einfach zu einem Hund hinlassen.

Auch wenn du jetzt nicht direkt schuld an dem Vorfall bist, weil dein Freund mit dem Hund unterwegs war, aber ohne Grund wirst du ja nicht immer mit Mauli gegangen sein, oder? Mit meinem Hund muss ich nicht mit Mauli gehen (außer in Öffis oder wo es sonst halt noch Pflicht ist), weil er jeden anderen Hund mag (egal wie groß oder klein er ist, bei den ganz großen ist er anfangs etwas vorsichtig und bei unkastrierten, großen Rüden sogar sehr unterwürfig wenn er sie nicht kennt). Wenn ich wüsste, dass er andere Hunde nicht mag oder Rüden nicht mag, würd ich auch mit Maulkorb gehen, weil es gibt immer wieder freilaufende Hunde und ich will nciht schuld sein, wenn mein Hund einen anderen verletzt oder sogar tötet. Der Hund, der möglicherweise sogar unangeleint auf mich zukommt, kann ja nix dafür dass mein Hund aggressiv ist, auch wenn die Besitzer trotzdem mit Schuld wären, weil er nicht angeleint war.

Markus Pollak
16.12.2009, 20:01
Ein Wesenstest hätte für mich schon Sinn, nur müsste der so gemacht werden, dass jeder Hund ihn bestehen kann.


Und WELCHEN Sinn hätte so ein Test dann????





Warum ist es dir jetzt auf einmal zu mühsam darüber zu diskutieren?


Weil es mittlerweile so ist als ob ein Blinder mit dem Maler über die Wahl der Farben diskutiert.....
Ich will nicht sagen, dass ich ein begnadeter Maler bin, aber zumindest die Farben kann ich sehen.



Kann ja gar nicht sagen wie ich mich auf die Zeit NACH dem Kampf gegen die Rasselisten freue - meine Hunde und ich...und der Rest der Hundehalterwelt kann mir dann wieder gestohlen bleiben!

4Pfötchen
16.12.2009, 20:08
Ausserdem beschreibst du deinen MISCHLING und nimmst an, dass eine der in deinem Hund vereinten Rassen sich nicht nur in Äusserlichkeiten, sondern auch im Wesen durchgesetzt hat!!!
Was ist mit den anderen 50% in deinem Hund?


Ja, ich beschreibe einen Mischling. Woher willst du wissen, dass 50 % eine andere Rasse sind? Vielleicht hat sich der Münsti ja zu 80% durchgesetzt vom Wesen her? Das weiß keiner so genau, nicht mal ich. Tut jetzt aber auch nichts zur Sache.

Ich versteh nicht, was so schlimm daran sein soll, dass es jede Rasse nunmal seine gewünschten Wesenszüge und Charaktereigenschaften besitzt, die meist auch zutreffen und ja in der Zucht auch gewünscht sind. Und ich rede hier von Züchtern und nicht von Hinterhofvermehrern.

Da die meisten Hunde (auch Rassehunde) aber leider von Vermehrern stammen (ein Rassehund ohne Papiere ist ja billiger), wo kaum Wert auf irgendwas gelegt wird außer aufs schnelle Geld, wundert es mich nicht, dass so viele Hunde austicken und nicht dem Standard entsprechen und ich rede hier nicht vom Aussehen.

Und ja, alle Rottis die ich kenne, sind - ich würds mal beschreiben mit dem Wort - "dominant". Wesensstarke Hunde, die eine starke Hand brauchen (starke Hand heißt jetzt nicht Schläge und Herumschrein, sondern liebevolle Konsequenz). Ein Hund, der in den Händen einer gehbehinderten Pensionisten meiner Meinung nach nichts zu suchen hat. Denn dann kommt das raus, was ich beim Spazierengehen schon einige Male erleben musste und wo ich jetzt immer versuch diesem Hund aus dem WEg zu gehen oder umdrehe wenn ich ihn von weitem sehe. Ein unkastierter Rotti-Rüde ohne Manieren, ohne Erziehung, wo sein Frauchen (eine Pensionistin) immer mit dem Auto spazierenfährt und der Hund unangeleint nebenher mitläuft. Ein Hund, der einmal meinen Hund als er ein Welpe war bestiegen hat und nicht mehr von ihm ablassen wollte und sein Frauchen ihn nicht zu sich rufen konnte. Ich musste meinen Welpen dann unter dem Rotti hervorziehen, hatte ihn dann auf dem Arm und der Rotti spang an mir hoch (war lustig bei nem 40 kg Hund! :mad:) Ein Rüde, der alle anderen unkastrierten Rüden als Konkurrenz ansieht und wo ich eigentlich froh sein kann, dass mein Rüde kastriert ist, denn so ist er nur deshalb interessant weil er ihn für ein Weibchen hält und besteigen will, wäre er nicht kastriert würde ich ihm nicht begegnen wollen. Gegen diesen Hund hätte ich null Chance, da sein Frauchen ihm nicht mächtig ist.

Anders würde die Sache aber aussehen, wenn diese Frau sich einen Pudel oder Dackel genommen hätte. Der Hund wäre vermutlich auch genauso unerzogen und frech, aber ich könnte mich zumindest wehren und meinen Hund schützen.

So ein Hund in den falschen Händen ist gefährlich! Ist schon schlimm genug, dass andere Hundehalter Angst haben müssen, ihm zu begegnen.

Daher sollte es auch einen Art Eignungstest für Hundehalter geben und sich nicht jeder jeden beliebigen Hund anschaffen dürfen! Das heißt jetzt nicht, dass ich Pensionisten generell für unfähig halte so einen wesensstarken Hund zu führen, kenne auch ganz andere Pensionisten.

Markus Pollak
16.12.2009, 20:19
Ja, ich beschreibe einen Mischling. Woher willst du wissen, dass 50 % eine andere Rasse sind? Vielleicht hat sich der Münsti ja zu 80% durchgesetzt vom Wesen her? Das weiß keiner so genau, nicht mal ich.

50% von der Mutter und 50% vom Vater.....wenn nur eines der Tiere ein Münsterländer war, kannst dir schnell ausrechnen wie viel % vom "Münsti" in deinem Hund steckt.
Was das WESEN deines Mischlings betrifft - selbst wenn sich NICHTS vom "Münsti" durchgesetzt hat (wie du es nennst), kann deine Beschreibung zu 100% auf das beschriebene Wesen im Rassestandard zutreffen, weil das nunmal nur ein paar Buchstaben sind, die zu Wörtern zusammengereiht wurden.

Was DU als Wesen deines "Münsti"-Mix beschreibst, trifft auf mindestens 80% aller Hunde zu, die ich kenne und ich kenne nur EINEN "Münsti"!
Nochmal (dann gebe ich es für heute auf) - das Wesen eines Hundes hängt ZUM GRÖSSTEN TEIL von der Aufzucht, Ausbildung und den Lebensunständen ab....und damit mache ich jetzt mal eine Pause für meine Nerven!!!

SydneyBristow
16.12.2009, 20:24
An dem Wesenstest fand ich jetzt nix schlimmes, es wurden Alltagssituationen nachgestellt


es hat sich im Test ja schon gezeigt, dass der Hund nen extremen Beschützerinstinkt hat.

Nein, das ist keine Alltagssituation, hab ich aber nie behauptet. Alltagssituationen sind für mich z.B. ein Mann mit Stock, jemand der stolpert, ein Bekannter, der mir die Hand schüttelt usw. Ein Fremder, der den Hund mit nem Stock bedroht ist zwar keine Alltagssituation, kann aber trotzdem passieren. Oder Kinder, die den Hund mit nem Stock piesaken. Ob der Test mit dem Stock aber wirklich was aussagt, ist für mich eher fraglich.

Ich weiß nicht, wie sowas passieren sollte...
1) Lässt man seinen Hund nicht unbeaufsichtigt wo angehängt
2) Lässt man es nicht zu, dass jemand mit dem Stock nach dem Hund schlägt :eek:

4Pfötchen
16.12.2009, 20:24
Und WELCHEN Sinn hätte so ein Test dann????


Den Sinn, dass man sieht, wie der Hund sich in Alltagssituationen benimmt (also bei Joggern, Radfahrern, kleine schreiende Kinder, andere Hunde). Sachen, die wichtig sind und denen man kaum aus dem Weg gehen kann!

Und diese Situationen kann bitte jeder Hund meistern, sowohl ein "dominanter", als auch ein von Haus aus sensibler oder ängstlicher Hund. Es geht ja im Endeffekt nur darum, wie er sich verhält und nicht dass ich einen Hund bis aufs Blut mit irgendeinem Stock reize oder ihn provoziere.

Sinn wäre dann darin, dass ich als Hundehalter mit dem Hund trainieren muss wenn wo gravierende Auffälligkeiten bestehen (Joggern nachlaufen oder ins Wadl zwicken z.B. oder wenn der Hund unverträglich ist, dass der Hund Leinen- und Maulkorbpflicht bekommt). Diesen Test sollte ich dann auf der Gemeinde vorlegen müssen wo der Hund angemeldet wird und die Sachen dann einfach kontrolliert werden und bei einem Verstoß (mein Hund beißt z.B. einen anderen Hund weil ohne Leine) dann Konsequenzen - z.B. in Form von Erhöhung der Hundesteuer - nach sich ziehen.

Ist jetzt mal nur so ne Idee und kein Test, den ich 1 zu 1 so umsetzen würde.





Weil es mittlerweile so ist als ob ein Blinder mit dem Maler über die Wahl der Farben diskutiert.....
Ich will nicht sagen, dass ich ein begnadeter Maler bin, aber zumindest die Farben kann ich sehen.

Kann ja gar nicht sagen wie ich mich auf die Zeit NACH dem Kampf gegen die Rasselisten freue - meine Hunde und ich...und der Rest der Hundehalterwelt kann mir dann wieder gestohlen bleiben!


Keine Sorge, ich bin nicht farbenblind, ich bin nur realistisch. Unsere Welt ist voll von Vorurteilen, nicht nur was "Kampfhunde" betrifft.
Dass einige Rassen als gefährlich gelten war schon immer so, das wusste und weiß jeder, der sich so ne Rasse anschafft, dass einige Rassen in vielen Köpfen halt gewisse Horrorvorstellungen hervorrufen. Das weiß ich aber auch vorher, bevor ich mir so eine Rasse zulege, damit muss ich dann eben leben. Es hat keinen Sinn, sich über solche Leute aufzuregen oder versuchen diese zu belehren, denn diese wird es immer geben. Dafür wär mir meine Zeit zu schade, das wär als würde ich z.B. versuchen meine Schwester zu einer Hundenärrin zu machen, was sie aber sicher nie werden wird. Ich akzeptier sie so wie sie ist, auch wenns manchmal nicht leicht ist und wir nicht der selben Meinung sind. Hier lässt es sich aber nicht vermeiden, weil sie ist meine Schwester und wir sehen uns oft und ich akzeptiere ihre Meinung und ihr Leben und sie meins. Was ein Fremder denkt oder sagt ist mir aber schnurzpiepegal, weil ich lebe mein Leben so wie es mir gefällt.

Heißt, wenn ich mir einen Staff zulegen will, dann weiß ich im Vorhinein dass ich manchmal mit Anfeindungen leben muss und brauch mich dann nachher nicht drüber aufregen.
Wenn ich mir mein Gesicht zutätowiere, werden mich auch einige schief anschaun oder mich vielleicht blöd anreden oder mich einige Arbeitgeber nicht einstellen, das weiß ich aber auch vorher.

4Pfötchen
16.12.2009, 20:28
Ich weiß nicht, wie sowas passieren sollte...
1) Lässt man seinen Hund nicht unbeaufsichtigt wo angehängt
2) Lässt man es nicht zu, dass jemand mit dem Stock nach dem Hund schlägt :eek:


Sag niemals nie. 2 Situationen, die ich mir vorstellen kann:
- Hund ist für 5 Min unbeaufsichtigt im Garten (und das kommt sicher oft vor, auch wenn jetzt hier wieder alle aufschrein, sie lassen ihren Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten rumlaufen!) und ein Spaziergänger kommt daher, Hund bellt ihn an und Spaziergänger haut mit einem Stock nach ihm, weil er genervt ist, weil der Hund ihn anbellt.

- ich geh mit meinem Hund Gassi und ein Betrunkener kommt daher und bedroht dich mit einem Stock oder sonst irgendwas. Kann jedem passieren, auch wenn kein normaler Hundehalter seinen Hund unbeaufsichtigt wo angehängt lassen würd (abgesehen davon sind viele so leichtfertig, ihre Hunde vor Lebensmittelgeschäfen anzubinden, wo ja so eine Situation auch eintreten könnte).

Snuffi
16.12.2009, 20:37
Ich rede hier nicht vom Hundeführschein in der Art, wie er z.B. bereits in Oberösterreich existiert. Und den Wesenstest aus D würd ich auch nicht 1 zu 1 übernehmen.

Fakt ist nunmal, dass das Gesetz jetzt kommt und wir es nicht mehr aufhalten können, da bringen auch die schönsten Statistiken verglichen mit Goldies nix. Sokas waren schon immer für viele Menschen gefährlich. Vorurteil hin oder her. Und Fakt ist, dass ein Hund in den falschen Händen gefährlich wird und meiner Meinung nach viel zu wenig unternommen wird, wenn ein Hund aggressiv ist gegenüber Artgenossen oder Menschen. Wenn ein Hund mehrmals andere Hunde verletzt oder sogar totbeißt und das keine wirklichen Konsequenzen hat für den Hundehalter (außer eine lächerliche Geldstrafe und Anzeige wegen Sachbeschädigung und strengere Auflagen, die nie kontrolliert werden), dann hört für mich der ganze Spaß auf. Wie kann es bitte vorkommen, dass ein Hund aktenkundig ist und danach nochmal mehrmals zubeißt?

Allein dieser Abschnitt zeigt Deine, mM auf irrationaler Angst basierende Einstellung. Wenn es zu einem Bissvorfall zwischen Hunden kommt sind meiste beide HH daran schuld. Ich kenne wenige Vorfälle wo es ein Alleinverschulden war.


Anstatt dieses unsinnige Gesetz mit dieser unsinnigen Liste von einigen Rassen zu machen, hätte man das ganze anders und viel sinnvoller angehen können. Nämlich strengere Regeln für alle. Ein Hund in den falschen Händen ist nicht nur gefährlich, sondern tut mir auch leid.

Da stimme ich Dir zu. Ich finde dass die bestehenden Regeln durchaus ausreichen aber eben angewendet werden sollten.


Mir tun auch die ganzen verantwortungsvollen Hundehalter von Sokas leid, die grundlos und zu Unrecht angepöbelt werden. Mir tut jeder Hundehalter leid, der angepöbelt wird, obwohl er seinen Hund ordnungsgemäß hält. Es sind immer die verantwortungslosen Hundehalter, die ALLE Hundehalter in den Dreck ziehen.

Nur leider sind die quer durch alle Hunderassen zu finden - die verantwortungslosen HH.


Ein Wesenstest hätte für mich schon Sinn, nur müsste der so gemacht werden, dass jeder Hund ihn bestehen kann. Es heißt ja nicht, nur weil ein Hund ängstlich ist, dass er deshalb den Test nicht besteht. Soll ja kein Test in dem Sinn sein, dass der Hund gehorchen muss, obwohl er totale Angst hat oder bedroht wird. Mein Hund ist auch ein kleiner Hosenscheißer, der würd eingehn und voll Angst bekommen und sich auf den Rücken schmeißen, wenn ein Teil des Tests darin besteht, ihn mit einem Stock zu bedrohen. Das wär eine Situation, die ich ihm freiwillig nie antun würd.

Mach mal einen Wesenstest ...


Warum ist es dir jetzt auf einmal zu mühsam darüber zu diskutieren? Du hast diesen Thread doch eröffnet. Was glaubst du, warum das Gesetz durchgezogen wird? Weil die breite Meinung der Leute einfach ist, dass "Kampfhunde" gefährlich sind!

Na ich hoffe mal dass das nicht die "breite Meinung" ist ... das ist eine sehr dumme Meinung und ich hoffe doch das die Mehrzahl der Menschen eben nicht dumm ist. Warum es dumm ist wurde hier in sovielen Potings erläutert, dass ich nicht noch näher darauf eingehen möchte...


Ich finde es den falschen Ansatz, gegen das Gesetz eine Petition zu machen, viel sinnvoller wäre es, wenn die Hundehalter sich zusammentun und Vorschläge bringen, wie man das Gesetz (das so oder so kommen wird) sinnvoller gestalten könnte. Jeder Hundehalter sollte meiner Meinung nach Wissen über Hundehaltung haben, leider ist das aber oft nicht der Fall. Jeder Idiot darf einen Hund halten. Die negativen Vorfälle gehen dann zu Lasten ALLER Hundehalter.

Hast Du Dir das Gesetz schon einmal durchgelesen ???


Ich bin mir sicher, dass früher oder später noch einige andere Rassen auch auf die Liste kommen. Welche, das wird davon abhängen, welche Hunde in Zukunft wieder einen Menschen schwer verletzen oder ein Kind töten. Wenn man nicht endlich ein Hundehaltergesetz macht, dass ALLE betrifft und wo die Auflagen dann verschärft werden wenn ein Vorfall passiert ist, dann wird sich nie was ändern, außer dass immer mehr Rassen mit auf die Liste kommen.

Das zeigt ja sehr schön wie sinnvoll Rasselisten sind ;)

Ich glaube Gesetze bringen da nur bedingt etwas wenn sich nicht in den Köpfen der Menschen etwas verändert. Einerseits müssen alle wieder auf den Boden der Realität kommen - denn wir haben in Österreich nicht soviele Beissvorfälle dass sich diese Hysterie rechtfertigen würde. Anderseits muss sich der Umgang zwischen HH verändern. Und die Gesetze müssen so verändert werden dass eine Umsetzung in der Realität möglich ist.

Kleines Beispiel ... wir wettern gegen Vermehrer und sagen Hunde sollen entweder vom verantwortungsvollen Züchter oder aus dem Tierschutz kommen. Du hast einen Mix. Woher kommt der ???

SydneyBristow
16.12.2009, 20:38
Sag niemals nie. 2 Situationen, die ich mir vorstellen kann:
- Hund ist für 5 Min unbeaufsichtigt im Garten (und das kommt sicher oft vor, auch wenn jetzt hier wieder alle aufschrein, sie lassen ihren Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten rumlaufen!) und ein Spaziergänger kommt daher, Hund bellt ihn an und Spaziergänger haut mit einem Stock nach ihm, weil er genervt ist, weil der Hund ihn anbellt.

- ich geh mit meinem Hund Gassi und ein Betrunkener kommt daher und bedroht dich mit einem Stock oder sonst irgendwas. Kann jedem passieren, auch wenn kein normaler Hundehalter seinen Hund unbeaufsichtigt wo angehängt lassen würd (abgesehen davon sind viele so leichtfertig, ihre Hunde vor Lebensmittelgeschäfen anzubinden, wo ja so eine Situation auch eintreten könnte).


Ich weiß ja nicht...
MEIN Hund ist nicht alleine im Garten (der geht von selbst mit rein, eigentlich muss ich ihn raus treiben...), schon gar nicht kläfft er am Zaun und der Zaun ist adäquat, so dass weder für einen Spaziergänger Gefahr bestehen würde, dass ihm der Hund was tun könnte, noch dass der Spaziergänger meinem Hund etwas tun könnte.

Und wenn mich ein Betrunkener ernstahft bedroht (womöglich noch mit einer Waffe), ganz ehrlich, dann soll mein Hund ruhig Knurren und Bellen, damit hat sich die Situation in 70% der Fälle bereits erledigt.
Und wenn mich tatsächlich jemand so tätlich angreifen würde, dann hätte ich nichts dagegen die Konsequenzen eines Bisses zu tragen. Das streite ich mir gerne mit dem zugehörigen Gericht aus. ;)
Genauso, wie ich es mir ausstreiten würde, dass der Kerl meinen Schlüsselbund übers Gesicht gezogen bekommt, oder einen Tritt in die Kronjuwelen.
(Ich hätte bloß Angst, dass meinem doch eher kleinen Hund etwas bei der Aktion passiert.)

.Mara.
16.12.2009, 20:48
Aufklärungsarbeit wäre definitiv angezeigt gewesen, aber ich kenne die Politik mancher Clubs - keinen Wind machen!
Ich habe mit einer Pit Bull und einer StaffBull-Hündin vor etwa 10 Jahren sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben (im Rahmen von Rettungshunde-Vorführungen usw.), das wurde von der damaligen Clubleitung (ÖSBC) nicht nur belächelt, sondern stark kritisiert.
O-Ton -> mit diesen Hunden arbeitet man nicht...

Schade, denn das war noch VOR den allseits bekannten Todesbissen in Deutschland und somit auch VOR der ersten grossen Medienhetze, durch die so manchen Idiiiii... erst auf die Idee kam, sich Pits oder Staffs zuzulegen.

Vor allem ist es eine undankbare Arbeit sich mit Forderungen an (künftige) HundehalterInnen zu beschäftigen, weil es 1000 verschiedene Meinungen gibt, ohne Kompromisse wird es nicht gehen und ma ist schnell unbeliebt in der Hundeszene. Ganz wichtig würde ich finden, dass z.B.: Hunde die schlecht gehalten werden oder emotional und körperlich misshandelt werden, rasch aus solchen Situationen herausgeholt werden können.

Wesenstest halte ich wie bereits gesagt auch nicht für sinnvoll, denn ein Hund mit einer besonderen Lebensgeschichte, der einen solchen Test zu 100% nicht besteht, kann im richtigen Umfeld ein super Leben haben. Ich denke da besonders an misshandelte, ängstliche Hunde.


Das stimmt wohl, ich kann es in Bezug auf Hunde wie z.B. StaffBull, Bulli usw. aber nicht verstehen, denn die sehen (für mich) nicht gefährlich, sondern "knuffig" oder witzig aus.
Für mich persönlich sieht jedenfalls ein Bernhardiner wesentlich gefährlicher aus als ein Rotti mit seinem Bärli-Gesicht oder ein Bulli-Clown.

Ich kann deine Sicht nachvollziehen, was mensch kennt fürchtet er nicht. Aber es ist wichtig zu versuchen auch andere Leute zu verstehen, die bestimmte (große, bullige, kupierte, schwarze,…) Hund als Gefahr sehen, da ist ein kritischer Blick in die eigene Richtung notwendig und es ist notwendig Ängste ernst zu nehmen, sowie ProblemhundehalterInnen oder Fehlverhalten gegenüber Hunden zu thematisieren und nicht zu verharmlosen oder zu polemisieren. (a lá: „ich hab seit 20 Jahren Rottis und das waren die liebsten Hunde – aber unser Dackel der war gefährlich!“)

Ich persönlich halte es für unangebracht zu sagen: "Hund ist Hund", "Jeder Hund kann beißen" usw. Größe, Gewicht und Charakter kann meiner Meinung nicht außer Acht gelassen werden bei der Diskussion. Wenn es ein halbwegs gescheites, greifendes Tierschutzgesetz gäbe, wäre schon viel erreicht und es käme allen Hunden zugute.


Ich kann dir GERNE meine Ideen dazu per PN schicken, im Forum werde ich sie nicht veröffentlichen, weil dadurch wieder nur eine bestimmte Richtung vorgekaut wird.
Ausserdem sind diese Ideen teilweise zu komplex um sie in halbwegs forentauglicher Länge so zu präsentieren, dass auch beim überfliegen die Zusammenhänge erkennbar sind (und wir wissen ja von anderen Themen, dass die stärksten Kritiker oft die schlechtesten Leser sind).
Ja bitte.

Phoenix
16.12.2009, 21:07
ich denke, es geht darum - gutmütige Hunde von gefährlichen zu unterscheiden -
wie macht man das als Nichthundekenner?
Wie schützt man - als Politiker - seine Bevölkerung vor gefährlichen Hunden?

- ich kenne ja zahlreiche Hunderassen aus guter und aus schlechter Haltung (Favoriten: da lebten Pitbulls, Rottweiler, Dogo Argentinos en masse - sowohl tolle Halter, als auch die anderen) - aber es geht ja um da um das Sicherheitsgefühl der Mitmenschen

und die schlechten Halter und die Scharfmacher und Hundekampf-abhalter (auch die kann man in Favoriten treffen) hätte ich schon ganz gern hinter Gittern

.Mara.
16.12.2009, 21:14
Also ich glaub ja nicht an "Gefährliche Hunde " , sondern nur an "Gefährliche ( nicht Verantwortungsvolle )Hundehalter"

Das klingt romantisch, ist aber zu kurz gefasst und ist meiner Meinung nach so geschrieben bzw. ausgesprochen eine Verharmlosung.

Hunde mit einer besonderen Lebensgeschichte sind oft gefährlich, weil sie manchmal anders reagieren als erwartet oder aggressiver sind und das muss nicht nur an der/dem HundehalterIn liegen sondern kann auch andere Ursachen (Krankheit) haben.

Auch wenn es eine unbeliebte (und kurzgefasste) Aussage ist: „Ein vernachlässigter Kleinsthund birgt nicht das selbe Risiko wie ein vernachlässigter Schäfertyp.“ Meine Schlussfolgerung daraus ist aber eine andere – egal ob Kleinsthund oder Schäfertyp etc. jeder Hund soll bestimmte Grundrechte haben – dann lösen sich andere Probleme von alleine.

lg

Tibetan
16.12.2009, 21:19
und die schlechten Halter und die Scharfmacher und Hundekampf-abhalter (auch die kann man in Favoriten treffen) hätte ich schon ganz gern hinter Gittern

Denen würde man aber auch ankommen, wenn man endlich mal wirklich das Tierschutzgesetz exekutieren würde! Wenn die Menschen ein bisschen mehr Courage hätten und Verstöße auch anzeigen würden. Beispiel: letzten Sommer saß in einem Innsbrucker Gastgarten ein Deutscher mit seinem Staff - mit Stachelhalsband!! :eek: Das hat niemanden interessiert, niemand hat die Polizei gerufen.

4Pfötchen
16.12.2009, 21:19
Allein dieser Abschnitt zeigt Deine, mM auf irrationaler Angst basierende Einstellung. Wenn es zu einem Bissvorfall zwischen Hunden kommt sind meiste beide HH daran schuld. Ich kenne wenige Vorfälle wo es ein Alleinverschulden war.


Ich habe keine Angst vor Sokas! Wo hab ich das bitte geschrieben? Ich hab damit gemeint, dass viele Leute Angst vor Kampfhunden haben, ob jetzt begründet oder nicht spielt keine Rolle. In meinem Bekanntenkreis befürworten viele das Gesetz, die meisten sind keine Hundehalter, das zeigt schon mal, dass sie eigentlich keine Ahnung haben wovon sie reden.

Ich würd mir nie einen Pit, Staff oder Rotti nehmen, aber deswegen hasse ich diese Rassen nicht oder verurteile Leute, die so eine Rasse lieben und halten. Ich würd mir auch keinen Schäfer oder Chi oder Dackel nehmen. Das eine hat aber mit dem anderen nix zu tun, nur weil ich eine Rasse nicht mag oder sie mir nicht nehmen würd muss ich sie nicht hassen.

Ich hab Respekt vor jedem fremden Hund und bin vorsichtig, wenn ich ihn nicht kenne. Egal welche Rasse (ok, wenn ein Chi knurrend auf mich zukommt, vielleicht keine Todesangst, aber genervt wär ich trotzdem und wütend auf den Hundehalter).

Und nein, wenn ein unangeleinter Hund auf meinen Hund losgeht, dann sag mir bitte wo ich dann dran schuld bin? Ich war Gott sei Dank noch nie in einer Situation, wo mein Hund von einem anderen gebissen wurde, aber ich lass meinen Hund auch nicht wahllos mit jedem zusammen, an der Leine schon gar nicht.





Hast Du Dir das Gesetz schon einmal durchgelesen ???


Ja hab ich, worauf willst du hinaus?





Kleines Beispiel ... wir wettern gegen Vermehrer und sagen Hunde sollen entweder vom verantwortungsvollen Züchter oder aus dem Tierschutz kommen. Du hast einen Mix. Woher kommt der ???

Von nem Bauernhof. Fällt zwar streng genommen auch unter das Stichwort "Vermehrer", aber kein Vermehrer in dem Sinn, wo man Hunde bewusst mehrmals verpaart um damit laufend Geld zu machen. Die Leute waren einfach nur dumm und haben nicht gut genug auf ihre Hündin aufgepasst und es war ihnen hoffentlich eine Lehre. Ein guter Platz war ihnen wichtiger als Geld, sie haben auch keinen Betrag verlangt, wo sie Gewinn damit gemacht hätten, sondern lediglich das Futter und die Impfungen waren damit gedeckt.

Ein Vermehrer ist für mich ein Mensch, der gezielt "Rasse"hunde verpaart, wo die Hunde nicht im Familienkreis gehalten werden, sondern in irgendwelchen Zwingern ihr Leben fristen um ihr Leben lang zu werfen. Ein Vermehrer ist für mich ein Mensch, der mit den Welpen Geld verdienen will, sonst nichts.

Einen Vermehrer würd ich jetzt nicht unbedingt mit Leuten vergleichen, wo die Hündin in einem unbeaufsichtigten Moment gedeckt wird und sie die Welpen dann sozialisieren und liebevoll aufziehen und gute Plätze suchen und eine kleine Schutzgebühr verlangen. Ich will einen Hoppala-Wurf jetzt nicht rechtfertigen oder schönreden, wenn man genug aufpasst, dürfte sowas auch nicht passieren, aber so jemanden mit einem Vermehrer auf die gleiche Stufe stellen würde ich nicht ehrlich gesagt.

Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema ...

Phoenix
16.12.2009, 21:39
Denen würde man aber auch ankommen, wenn man endlich mal wirklich das Tierschutzgesetz exekutieren würde! Wenn die Menschen ein bisschen mehr Courage hätten und Verstöße auch anzeigen würden. Beispiel: letzten Sommer saß in einem Innsbrucker Gastgarten ein Deutscher mit seinem Staff - mit Stachelhalsband!! :eek: Das hat niemanden interessiert, niemand hat die Polizei gerufen.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass "Polizei rufen" viel bringt.
Einer meiner Erfahrungen mit Pitbulls beruht darauf, dass ich einen offensichtlicht besitzerlosen Hund der Polizei abnahm. Die Beamten meinten sie seien nicht zuständig dafür und einer der tollen Gesetzeshüter nahm eine Leine und band den Hund an einen Baum - zum Scherz, hat ihn auch gleich wieder losgebunden, als er die entsetzen Gesichter der Umstehenden sah - aber ich hab den Hund zu mir genommen, bevor er den Hund irgendwo anhängen konnte, wo es keine zivilen Zeugen gab.

Das Erlebnis hat mich insofern geschockt, als die Polizei in Tierschutzsachen komplett inkompetent und überfordert ist.

Ein "Nicht-Anzeigen" beruht nicht immer auf mangelnder Courage.

MALIFAN1111
16.12.2009, 21:44
Wenn man diese ganze Thematik in den verschiedensten Threads hier verfolgt stellt sich mir ernsthaft die Frage ob die meiste Gefahr nicht von den Menschen ausgeht :rolleyes:

Nero_the_Great
17.12.2009, 09:56
Das Erlebnis hat mich insofern geschockt, als die Polizei in Tierschutzsachen komplett inkompetent und überfordert ist.

Das ist leider Fakt, ebenso sind auch andere Instanzen damit überfordert...

tschatscha
17.12.2009, 10:16
aber ohne Grund wirst du ja nicht immer mit Mauli gegangen sein, oder? Mit meinem Hund muss ich nicht mit Mauli gehen (außer in Öffis oder wo es sonst halt noch Pflicht ist), weil er jeden anderen Hund mag (egal wie groß oder klein er ist, bei den ganz großen ist er anfangs etwas vorsichtig und bei unkastrierten, großen Rüden sogar sehr unterwürfig wenn er sie nicht kennt)

@4 Pfötchen
oja, bin ich, nämlich, wenn ich eine Gegend nicht so kannte (bei mir daheim kenn ich ja die Mehrheit der Hunde, zumal es da sehr übersichtlich ist.
Ich bin immer sehr, sehr vorsichtig mit ihm gewesen, da ich die Befürchtung hatte, dass er mal unverträglich wird. Sein Bruder, der schon im Welpenalter sehr sozialisiert war, ist mit sämltichen "Macken" immer ein wenig früher dran als er - und der hatte schon des Öfteren raufereien, das hat mir zu denken gegeben.

außerdem - es ist und bleibt ein Kampfi - viele leute haben leider angst und deshalb wollte ich einfach vorbeugen, so kann mir keiner vorhalten, dass ich verantwortungslos sei.

Mit 90% aller Rüden war er bis dato verträglich - er hat ja auch viele männliche, auch unkastrierte (er ist kastriert) Freunde.
und auch mit den anderen ging es irgendwie - wobei - gut, da hatte er stehts den Maulkorb drauf, ich weiß nicht, wie er sonst reagiert hatte, so wars einfach knurren, haare aufstellen usw...

was die Vorsicht mit kindern betrifft, da sind wir einer meinung!! für KEIN Tier kann man die Hand ins Feuer legen.

Meinte nur, dass man von einer eventuellen unverträglichkeit mit anderen Hund nicht daraus schließen kann, dass er auch keine Kinder mag....

estaff
17.12.2009, 10:47
Aufklärungsarbeit wäre definitiv angezeigt gewesen, aber ich kenne die Politik mancher Clubs - keinen Wind machen!
Ich habe mit einer Pit Bull und einer StaffBull-Hündin vor etwa 10 Jahren sehr aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben (im Rahmen von Rettungshunde-Vorführungen usw.), das wurde von der damaligen Clubleitung (ÖSBC) nicht nur belächelt, sondern stark kritisiert.
LG

Markus

Also da muss ich dir wiedersprechen! Wir hatten auf den ÖSBC Clubschauen schon Rettungshundevorführungen! Außerdem ist positive Aufklärungsarbeit vom ÖSBC erwünscht (und das auch schon vor 10 Jahren).

LG
Natalie

Snuffi
17.12.2009, 13:49
ich denke, es geht darum - gutmütige Hunde von gefährlichen zu unterscheiden - wie macht man das als Nichthundekenner?
Wie schützt man - als Politiker - seine Bevölkerung vor gefährlichen Hunden?

Indem man auf Menschen mit Hundeverstand hört und die Gesetze dementsprechend abfasst.


- ich kenne ja zahlreiche Hunderassen aus guter und aus schlechter Haltung (Favoriten: da lebten Pitbulls, Rottweiler, Dogo Argentinos en masse - sowohl tolle Halter, als auch die anderen) - aber es geht ja um da um das Sicherheitsgefühl der Mitmenschen

Stimmt das ist ein wichtiger Faktor - aber das wird nur mit Aufklärung einerseits und mit Exekution der bestehenden Gesetze anderseits funktionieren. Vermehren und Hundekampf ist in Österreich per hoher Strafe verboten.


und die schlechten Halter und die Scharfmacher und Hundekampf-abhalter (auch die kann man in Favoriten treffen) hätte ich schon ganz gern hinter Gittern

Ja ich auch ....


Ich habe keine Angst vor Sokas! Wo hab ich das bitte geschrieben? Ich hab damit gemeint, dass viele Leute Angst vor Kampfhunden haben, ob jetzt begründet oder nicht spielt keine Rolle. In meinem Bekanntenkreis befürworten viele das Gesetz, die meisten sind keine Hundehalter, das zeigt schon mal, dass sie eigentlich keine Ahnung haben wovon sie reden.

Es klingt in Deinen Postings durch - das sich Deine Meinung nicht wesentlich von der, dieser von Dir angesprochenen Hundehalter unterscheidet.


Ich würd mir nie einen Pit, Staff oder Rotti nehmen, aber deswegen hasse ich diese Rassen nicht oder verurteile Leute, die so eine Rasse lieben und halten. Ich würd mir auch keinen Schäfer oder Chi oder Dackel nehmen. Das eine hat aber mit dem anderen nix zu tun, nur weil ich eine Rasse nicht mag oder sie mir nicht nehmen würd muss ich sie nicht hassen.

Hassen nicht - aber fürchten - weil Du Angst um Deinen Hund hast ...


Ich hab Respekt vor jedem fremden Hund und bin vorsichtig, wenn ich ihn nicht kenne. Egal welche Rasse (ok, wenn ein Chi knurrend auf mich zukommt, vielleicht keine Todesangst, aber genervt wär ich trotzdem und wütend auf den Hundehalter).

frag Dich mal warum Du da wütend wärst ... kanns sein aufgrund der eigenen Hilflosigkeit. Wenn mich ein fremder Hund anknurrt dann binb ich auch genervt, aber ich weiß was ich tun muss (lernst Du soar beim Hundeführschein) und ch würde dem Besitzer sagen dass er dringend eine Hundeschule braucht ...


Und nein, wenn ein unangeleinter Hund auf meinen Hund losgeht, dann sag mir bitte wo ich dann dran schuld bin? Ich war Gott sei Dank noch nie in einer Situation, wo mein Hund von einem anderen gebissen wurde, aber ich lass meinen Hund auch nicht wahllos mit jedem zusammen, an der Leine schon gar nicht.

Dann ist es ja gut. Wenn ein un angelenter Hund auf meinen los geht dann ist es noch immer mein Job diesen Hund von meinen fern zu halten. Und es gibt genug Tutnixe die ich beim Gassi gehen erlebe die genau das versuchen.


Von nem Bauernhof. Fällt zwar streng genommen auch unter das Stichwort "Vermehrer", aber kein Vermehrer in dem Sinn, wo man Hunde bewusst mehrmals verpaart um damit laufend Geld zu machen. Die Leute waren einfach nur dumm und haben nicht gut genug auf ihre Hündin aufgepasst und es war ihnen hoffentlich eine Lehre. Ein guter Platz war ihnen wichtiger als Geld, sie haben auch keinen Betrag verlangt, wo sie Gewinn damit gemacht hätten, sondern lediglich das Futter und die Impfungen waren damit gedeckt.

Ein Vermehrer ist für mich ein Mensch, der gezielt "Rasse"hunde verpaart, wo die Hunde nicht im Familienkreis gehalten werden, sondern in irgendwelchen Zwingern ihr Leben fristen um ihr Leben lang zu werfen. Ein Vermehrer ist für mich ein Mensch, der mit den Welpen Geld verdienen will, sonst nichts.

Einen Vermehrer würd ich jetzt nicht unbedingt mit Leuten vergleichen, wo die Hündin in einem unbeaufsichtigten Moment gedeckt wird und sie die Welpen dann sozialisieren und liebevoll aufziehen und gute Plätze suchen und eine kleine Schutzgebühr verlangen. Ich will einen Hoppala-Wurf jetzt nicht rechtfertigen oder schönreden, wenn man genug aufpasst, dürfte sowas auch nicht passieren, aber so jemanden mit einem Vermehrer auf die gleiche Stufe stellen würde ich nicht ehrlich gesagt.

Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema ...

Tja aber eines das in diesen Themenkreis gehört. Wir haben ja die Probleme weil einfach lustig darauf los gehopperlaat wird ... ich finds dann halt nicht gerade intelligent sich zu beschweren - und ja auch das ist für mich ein VERMEHRER weil einfach zwei Rassen miteinander vermixt wurden wo kein Mensch weiß was dabei rauskommt. Ich geh zwar mit Heidi konform dass die Genetik bestenfalls 30% vom Verhalten des Hundes ausmacht - aber wenn dann noch 70% Dummheit eines HH dazukommen kann das ausreichend sein.


Wenn man diese ganze Thematik in den verschiedensten Threads hier verfolgt stellt sich mir ernsthaft die Frage ob die meiste Gefahr nicht von den Menschen ausgeht :rolleyes:

Das glaub ich auch


Das ist leider Fakt, ebenso sind auch andere Instanzen damit überfordert...

Seh ich auch so...

perro06
17.12.2009, 14:16
@4pfötchen

du hast Deinen Hund aus einem Hopperlawurf und vielleicht Glück gehabt, dass er gut sozialisiert wurde, das kann ich nicht feststellen, nur Du. Doch bei wie vielen Hopperlas haben die Menschen keine Ahnung worauf es bei einer Sozialisierung ankommt. Auch dann kann man Pech haben.
Mein Beauceron-Rottimix war genau genommen kein Hopperla (ich hab ihn mir nicht ausgesucht, den hat mein Ex heimgebracht) und der "Züchter" hatte zumindest jede Menge Ahnung von Welpenaufzucht. Als der große Schwarze bei uns einzog kannte er Kinder, war schon im Altenheim, war schon Bus und Bim gefahren....... usw.

Du bist dafür, dass unverträgliche Hunde prinzipiell mit Leine und Maulkorb geführt werden müssen. Da müssen aber auch alle unfolgsamen, wenn auch verträglichen Hunde eine Leine haben. Denn wie kommen Hunde, die nicht so begeistert sind, wenn (meist gleichgeschlechtliche) Artgenossen Kontakt aufnehmen wollen, dazu diesen Kontakt zuzulassen. Wenn der unverträgliche Hund genauso gut gehorcht wie der verträgliche braucht keiner einen Maulkorb, weil es nicht zu einem Kontakt kommt. Jeder ruft seinen Hund zu sich und gut ist es.
Meine Boxerhündin hätte ich zu jedem Hund lassen können, weil sie keine Streiterei wollte. Ich hab trotzdem immer gefragt, ob das erwünscht ist und sie war so brav, dass sie abgewartet hat, ob ich sie frei gebe (alles ohne Leine und ohne Maulkorb). Trotzdem ist sie einmal von einem Rüden gebissen worden, weil der HH des Rüden seinen Hund falsch eingeschätzt hat. Den TA hab ich selbst bezahlt und meine Hündin hat sich nicht gewehrt. Hätte aber mit einer anderen Hündin eine handfeste Rauferei werden können.

Markus Pollak
17.12.2009, 16:33
Also da muss ich dir wiedersprechen! Wir hatten auf den ÖSBC Clubschauen schon Rettungshundevorführungen! Außerdem ist positive Aufklärungsarbeit vom ÖSBC erwünscht (und das auch schon vor 10 Jahren).



Servus Natalie,

zu der Zeit warst du vielleicht noch nicht beim ÖSBC, sonst hättest du es vermutlich mitbekommen, aber zum Glück hat sich da ja wirklich VIEL geändert (liegt an der "neuen" Führung).
Der damalige Präsident, der selbst gar keinen Hund hatte, hat das ganz anders gesehen.
Er war gegen JEDE Form der Ausbildung und unter Öffentlichkeitsarbeit verstand er Ausstellungen - sonst nichts (naja, vielleicht auch das eine oder andere Glaserl beim Heurigen um die Ecke)!


Kannst mir glauben, dass das stimmt - meine Hündin war der erste StaffBull in Österreich, der als Rettungshund geführt wurde und ich hatte vom Club mehr als nur einen leichten Gegenwind!

Aber wie gesagt, besagter Präsident ist ja schon längst Geschichte und man hat im Club eindeutig umgedacht.
Mittlerweile weiß jeder wie gut ein Staffi arbeiten kann (besonders nach den grossartigen Erfolgen vom "Domi").

LG

Markus

Unique
05.01.2010, 08:41
@Uni: Hast du eine Quelle/Geschäftszahl zu dem VfGH-Urteil? :)

Hallo,

ja, ich habe es schon in einigen Themen gepostet und wurde inzwischen auch von anderen Usern schon gepostet: :)

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vfgh/JFT_10028998_97V00078_00/JFT_10028998_97V00078_00.html

daniela verrall
05.01.2010, 11:07
Man kann es auch uebertreiben........

ich stimme der posterin zu......irgendwo sollte man auch die bestehende Realitaet nicht ganz aus den Augen lassen....einen Hund der von einem Bauerhof oder meinetwegen vom Nachbarn stammt, die dumm genug waren und nicht aufgepasst haben, sich um die Mutter und Welpen jedoch gut kuemmern und bemueht sind, dass diese einen guten Platz bekommen, der faellt fuer mich ebenfalls nicht unter die "boesen" Vermehrer. Wer den Unterschied zu einer puppy mill oder diesen Hinterhofvermehrern nicht kennt, wo es nur ums Geld und sonst nix geht, der hat mMn die Realitaet ein wenig aus den Augen verloren.

Der Grossteil der Hunde stammen nicht vom Zuechter! Der Grossteil der Hunde stammen aber auch nicht aus sogenannten puppy mills und Co. Ein ueberwiegender Teil der Hunde sind Mischlinge........unauffaellig, leben unauffaellig bei Menschen, denen es primaer um den Hund geht und nicht ob er ein Rassehund vom Zuechter ist oder nicht. Das ist nunmal so. Sind deshalb all diese Hunde gestoert, eine Gefahr fuer Hund u. Mensch u. werden prinzipiell schlecht gehalten? Wohl eher nicht!

Ich bin ebenfalls dafuer, dass man auf jeden Fall mehr Aufklaerung betreiben muss. Aufklaerung in Punkto Hundehaltung / diesbezuegliches Wissen, dass ein Hund von einem serioesen Zuechter sehr wohl auch Vorteile haben kann, weil auf Gesundheit, Wesen etc. auf jeden Fall geachtet wurde usw.
Die meisten Menschen wollen jedoch einfach nur einen Hund, der in der Familie lebt, es interessiert sie weder Hundesport und dergleichen..........und trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass alle diese Hunde ein schlechtes Leben fuehren oder auffaellig sind.

Nero_the_Great
05.01.2010, 11:12
Aufklaerung in Punkto Hundehaltung / diesbezuegliches Wissen, dass ein Hund von einem serioesen Zuechter sehr wohl auch Vorteile haben kann, weil auf Gesundheit, Wesen etc. auf jeden Fall geachtet wurde usw.
Die meisten Menschen wollen jedoch einfach nur einen Hund, der in der Familie lebt, es interessiert sie weder Hundesport und dergleichen..........und trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass alle diese Hunde ein schlechtes Leben fuehren oder auffaellig sind.

Kein schlechtes Leben im Sinne von Qualen, aber auch kein gutes erfülltes Leben...

Du bist doch im Tierschutz tätig, da sollte es doch auch für dich einleuchtend sein wenn Hund nur mehr von ordentlichen Züchtern kommen, welche im Idealfall sich auch noch nach Abgabe um ihre Nachzucht kümmern, weit weniger Hund in Tierheimen landen würden!

daniela verrall
05.01.2010, 11:47
Kein schlechtes Leben im Sinne von Qualen, aber auch kein gutes erfülltes Leben...

Du bist doch im Tierschutz tätig, da sollte es doch auch für dich einleuchtend sein wenn Hund nur mehr von ordentlichen Züchtern kommen, welche im Idealfall sich auch noch nach Abgabe um ihre Nachzucht kümmern, weit weniger Hund in Tierheimen landen würden!

Das bezweifle ich sehr stark......die Gleichung Hund = Zucht = super erfuelltes Hundeleben und Hund = Mischling = nicht Zucht = mieses nicht erfuelltes Leben geht so definitv nicht auf. Wieviele Hunde werden trotz super Herkunft mies gehalten, wieviele Hunde werden als Sportgeraete verheizt, wieviele Hunde werden von einem Ausstellungsmarathon zum naechsten chauffiert, wieviele Hunde werden noch auf Hundeplaetzen "ordentlich" abgerichtet, wieviele Hunde werden nur auf Grund ihrer Nuetzlichkeit gehalten, und sonst nix........auch diesen Aspekt sollte man bedenken.

Es ist nicht alles schwarz und weiss, dazwischen gibt es ganz viele Grau und Farbtoene.

So einfach geht die Rechnung nicht auf.

Es geht primaer um den Respekt vor einem Lebewesen, egal ob es ein Mischling oder ein Rassehund von einem serioesen Zuechter (die auch eher duenn gesaeht sind, wenn man sich mal durchliest und umhoert) ist........und der ist sehr oft eben nicht vorhanden, egal von wo der Hund nun stammt oder welcher Rasse dieser angehoert.

Edit: der Wunsch oder die Forderung Hunde moegen nur mehr von ordentlichen Zuechtern oder aus dem Tierschutz kommen ist schlichtweg nicht erfuellbar......es wird weiterhin so sein, dass ein Grossteil der Hunde nunmal Mischlinge sein werden. Was nicht heisst, dass man sehr hart gegen Puppy Mills, Hinterhofvermehrer und dergleichen vorgehen sollte. Keine Frage. Aber wie man das bewerkstelligen soll und v.a. dass auch in dieser Hinsicht die Tierschutzgesetze erweitert und endlich mal gescheit exekutiert werden sollten, das ist wiederum ein Thema fuer sich.

Markus Pollak
05.01.2010, 11:55
Stimmt, DIESE Rechnung geht nur teilweise auf, aber niemand wird bezweifeln, dass weniger Hunde im Tierheim sitzen würden, wenn NUR registrierte Züchter Würfe hätten....

daniela verrall
05.01.2010, 11:58
Stimmt, DIESE Rechnung geht nur teilweise auf, aber niemand wird bezweifeln, dass weniger Hunde im Tierheim sitzen würden, wenn NUR registrierte Züchter Würfe hätten....


Markus, da dieser Wunsch eben nur ein Wunschgedanke ist und sonst nichts, ist es mMn sinnlos und auch deplaziert, diese Forderung oder Vermutung ueberhaupt zu stellen.........die Nachfrage nach Hunden koennten von "ordentlichen" Zuechtern nicht einmal gedeckt werden........

Was waere wenn......da bin ich kein Freund davon.....weil es an den bestehenden Gegebenheiten und auch die damit verbundenen Probleme schlichtweg vorbeigeht. :)

perro06
05.01.2010, 12:07
Markus, da dieser Wunsch eben nur ein Wunschgedanke ist und sonst nichts, ist es mMn sinnlos und auch deplaziert, diese Forderung oder Vermutung ueberhaupt zu stellen.........die Nachfrage nach Hunden koennten von "ordentlichen" Zuechtern nicht einmal gedeckt werden........

Was waere wenn......da bin ich kein Freund davon.....weil es an den bestehenden Gegebenheiten und auch die damit verbundenen Probleme schlichtweg vorbeigeht. :)

ich finde es nicht verkehrt, wenn man auf einen heißersehnten Mitbewohner eine Weile warten muss.
Kein Spontankauf
Kein, ups, das hab ich mir ja einfacher vorgestellt
Kein Konsumgut, wie ein Auto

ich glaub die Liste lässt sich weiter fortsetzen;)

daniela verrall
05.01.2010, 12:11
ich finde es nicht verkehrt, wenn man auf einen heißersehnten Mitbewohner eine Weile warten muss.
Kein Spontankauf
Kein, ups, das hab ich mir ja einfacher vorgestellt
Kein Konsumgut, wie ein Auto

ich glaub die Liste lässt sich weiter fortsetzen;)

Da hiesse es nicht nur ein wenig warten (abgesehen davon, dass auch hier wieder der Schwarzmarkt mit Rassehunden bluehen wuerde).....und nochmals......dieser Wunsch ist und bleibt ein Wunsch....ich wuensche mir auch, dass ich im Lotto gewinne...die Wahrscheinlichkeit, dass mir zuerst ein Meteorit auf den Kopf faellt ist jedoch eindeutig groesser.....das ist vergeudete Zeit, die man anstatt besser dazu nuetzen sollte alles dranzusetzen, dass v.a. den Betreibern d Puppy Mills und Co an den Kragen gegangen wird und auch in punkto Tierschutzgesetz etc. viel mehr getan wird....das habe ich schon x mal geschrieben......moechte mich nicht erneut wiederholen.

Markus Pollak
05.01.2010, 12:16
dieser Wunsch ist und bleibt ein Wunsch.....

...den man politisch durchsetzen KÖNNTE, wenn man sich nicht über unsinnige Gesetze mehr Gedanken machen würde...

Ich sehe diesen Wunsch nicht so unrealisierbar, sondern denke, dass es die einzige Möglichkeit ist, auf Dauer eine bessere Selektion (der HundeHALTER) durchführen zu können und gleichzeitig weniger Hunde in schlechtem Zustand zu haben.

Sag mir wie viele Hunde von einem österreichischen ZÜCHTER (nachweisbar) über längere Zeit im Tierheim sitzen.
Wenn es dann auch noch die Pflicht geben würde, dass sich der Züchter um seine Tierheim-Hunde kümmer MUSS, dann gibt es ganz flott keine überfüllten Tierheime mehr!

Nero_the_Great
05.01.2010, 12:16
Das bezweifle ich sehr stark......die Gleichung Hund = Zucht = super erfuelltes Hundeleben und Hund = Mischling = nicht Zucht = mieses nicht erfuelltes Leben geht so definitv nicht auf.

Das habe ich nicht gemeint! Ich bezweilfe das der Großteil der Hunde ein erfülltes Leben hat, generell woher sie kommen...

Aber was ich meinte:
Die Zahl der Tierheimhunde würde stark abnehmen wenn Hunde nur mehr aus registrierten und ordentlichen Zuchtstätten kommen würden.

Das es auch unter offiziellen Züchter Welpenproduzenten gibt welche ihre Hunde gedankenlos abgegebn bestreit ich nicht, aber allein ein Verbot des Welpenhandels durch nicht nicht registrierte Privatpersonen würde schon helfen.

Den wie will man gegen einen Hinterhofvermehrer ankommen? Da ist jeder Wurf ein Hoppala und ups ist halt passiert...

Gerade das die Nachfrage an Welpen gedeckt wird, ist das Grundübel, dadurch ist es jedem möglich ohne groß zu überlegen einen Hund zu kaufen, was dann weiter passiert ist reine Glücksache...

Und die oft gebrachten Argumente: Ein Hoppala kann passieren, die Welpen werden ja eh gut aufgezogen, mag sein, aber selbst wenn Züchter unter einem gemeinsamen Dachverband so grundverschiedene Auffassungen von Aufzucht und Weitergabe haben wie soll es dann bei Hoppalawürfen in die richtigen Bahnen gelenkte werden??

Klar ist es Wunschdenken, aber wohl leider auch die einzige gangbare Lösung wenn wir dem allem ein Ende bereiten wollen!

Nero_the_Great
05.01.2010, 12:22
abgesehen davon, dass auch hier wieder der Schwarzmarkt mit Rassehunden bluehen wuerde

Schwarzmarkt der aufblüht?
Welpen sind zu 99% aus dem Schwarzmarkt, das ist ja das Problem!
Solang es keine strengeren Gesetze über den Verkauf und Erwerb von Welpen welcher dann nur durch authorisierte Stellen (geprüfte Züchter und Tierschutzorgas) möglich ist, gibt wird auch das Problem nicht weniger.

Leider ist das Bewusstsein der heutigen Gesselschaft nur mit Gesetze zu bilden, auf gute Ratschläge hört schon lange keiner mehr...

daniela verrall
05.01.2010, 12:24
Das habe ich nicht gemeint! Ich bezweilfe das der Großteil der Hunde ein erfülltes Leben hat, generell woher sie kommen...

Aber was ich meinte:
Die Zahl der Tierheimhunde würde stark abnehmen wenn Hunde nur mehr aus registrierten und ordentlichen Zuchtstätten kommen würden.

Das es auch unter offiziellen Züchter Welpenproduzenten gibt welche ihre Hunde gedankenlos abgegebn bestreit ich nicht, aber allein ein Verbot des Welpenhandels durch nicht nicht registrierte Privatpersonen würde schon helfen.

Den wie will man gegen einen Hinterhofvermehrer ankommen? Da ist jeder Wurf ein Hoppala und ups ist halt passiert...

Gerade das die Nachfrage an Welpen gedeckt wird, ist das Grundübel, dadurch ist es jedem möglich ohne groß zu überlegen einen Hund zu kaufen, was dann weiter passiert ist reine Glücksache...

Und die oft gebrachten Argumente: Ein Hoppala kann passieren, die Welpen werden ja eh gut aufgezogen, mag sein, aber selbst wenn Züchter unter einem gemeinsamen Dachverband so grundverschiedene Auffassungen von Aufzucht und Weitergabe haben wie soll es dann bei Hoppalawürfen in die richtigen Bahnen gelenkte werden??

Klar ist es Wunschdenken, aber wohl leider auch die einzige gangbare Lösung wenn wir dem allem ein Ende bereiten wollen!


Nochmals, es ist nicht nur Wunschdenken....sollte so ein unsinniges (in meinen Augen) Gesetz tatsaechlich mal durchgehen, welches niemals exekutiert werden kann, dann bewirkt es wohl eher das Gegenteil. Sprich einen noch bluehenderen Handel mit Welpen aus dubioser Herkunft und damit meine ich nicht den Hoppalawurf vom Nachbarn. Wer bitte sollte das je kontrollieren? Was macht man dann mit diesen Hunden, wenn sie das Pech haben ohne Zuchtpapieren geboren zu werden?

Ich meine, denkt jemand mal das Ganze hier auch zu Ende? :o

Nochmals, wir sind uns einig, dass Menschen die am laufenden Bande und unter schlimmsten Bedingungen Welpen produzieren nur um schnelles Geld zu machen Verbrecher und Tierquaeler sind. Dem muss man entgegenwirken. Da kannst du dir aber sicher sein, dass auch das kaum zu kontrollieren sein wird, weil schlichtweg der politische Wille dahinter auch fehlt, zumal es ja einer Kooperation zwischen den betroffenen Laendern bedarf.

daniela verrall
05.01.2010, 12:27
Schwarzmarkt der aufblüht?
Welpen sind zu 99% aus dem Schwarzmarkt, das ist ja das Problem!
Solang es keine strengeren Gesetze über den Verkauf und Erwerb von Welpen welcher dann nur durch authorisierte Stellen (geprüfte Züchter und Tierschutzorgas) möglich ist, gibt wird auch das Problem nicht weniger.

Leider ist das Bewusstsein der heutigen Gesselschaft nur mit Gesetze zu bilden, auf gute Ratschläge hört schon lange keiner mehr...

99% der Welpen stammen mit Sicherheit nicht von puppy mills und co.

Markus Pollak
05.01.2010, 12:33
Ich meine, denkt jemand mal das Ganze hier auch zu Ende? :o

Ja, tun einige Leute...
Ich stell das halt einfach nochmal rein und bitte darum, dass es nicht nur gelesen, sondern auch verstanden wird - so könnte es funktionieren und so ist es auch GROSSTEILS exekutierbar (Ausnahmen wird es IMMER geben, aber im Moment sind die Ausnahmen keine Ausnahmen).


2. verbesserte Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde

Bei „Nutztieren“ wird der Bestand von der Statistik Austria erfasst und jährlich kontrolliert – jeder Tierhalter bekommt eine Registrierungsnummer und muss die Weitergabe des Tieres melden, wobei die Registrierungsnummer des Käufers an die Statistik Austria weitergegeben wird….ähnliche Vorschriften würden auch bei Hundehaltern dazu führen mehr Verantwortung für das anvertraute Tier zu übernehmen, da die Anonymität wegfällt (ausgesetzte Hunde in der Urlaubszeit usw.).
Die Aufgabe muss dazu nicht der Statistik Austria zugewiesen werden, sondern kann auch von anderen geeigneten Stellen übernommen werden (ähnlich wie bei http://www.animaldata.com (http://www.animaldata.com/))

Kennzeichnung und Registrierung der Hunde sollte bereits beim Züchter (vor der Abgabe an den Hundehalter) erfolgen, wobei die Registrierungskosten immer dem Käufer anzurechnen wären, damit diesem die durchgeführte Registrierung auch eindeutig bewusst wird.

Die bisher geltende Regel ermöglicht zwar die Identifizierung des Hundes, aber keine Zuordnung zu seinem Halter (besonders, wenn der Hund weitergegeben wurde).
Mit dieser verbesserten Registrierung wäre auch der Exekutive eine bessere Kontrolle bzw. schnelle Ermittlung des Halters möglich (Chip-Lesegeräte in Fahrzeugen für Diensthundeführer sind sicher leistbar).


3. Kontrollpflicht für Tierärzte

Tierärzte müssen dazu verpflichtet werden, den Chip UND die persönlichen Daten des Halters mit dem Eintrag im Register zu vergleichen und gegebenenfalls eine Änderung der eingegebenen Daten durchzuführen.
Diese Maßnahme wäre wichtig um die Einhaltung der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht flächendeckend zu gewährleisten.


4. Zuchtverbote

allgemeines (Hunde-)Zuchtverbot für nicht qualifizierte Personen (Personen ohne unter Punkt 5 angeführter Schulung)
Die Überwachung ist möglich, da der Welpenkäufer spätestens beim ersten Tierarztbesuch wegen dem fehlenden Mikrochip auffällt und die Herkunft des Hundes bekannt geben muss.
Empfindliche Strafandrohung gegen nicht geschulte und registrierte „Vermehrer“ wäre natürlich nötig, da die Hoffnung auf „schnelles Geld“ dadurch wegfällt.


5. Schulung für Züchter

verbindliche Schulung mit breit gefächertem Themenbereich (nicht nur Genetik, Aufzucht usw, sondern auch rechtliche Bestimmungen) für angehende Züchter.
Diese Schulungen könnten in Verbindung mit Verbänden oder der VetMed durchgeführt werden und sollten angehende Züchter von Mischlingshunden einschließen (für sie müsste eine eigene Anlaufstelle oder eine Untergruppe in einem der Rassehundeverbände geschaffen werden.


6. Infogespräch beim Welpenkauf

Züchter müssen dazu verpflichtet werden, ein ausführliches Infogespräch mit Welpenkäufern durchzuführen, es zu dokumentieren (mittels vom Zuchtverein zur Verfügung gestelltem Vordruck in dem alle relevanten Themen in Form einer Stichwortliste erfasst sind) und bestätigen zu lassen (Unterschrift des Hundekäufers am Vordruck).
Themenbereiche wie etwa beim bereits existierenden „Wr. Hundeführschein“ sind sinnvoll (der oft angesprochene Pflicht-Hundeführerschein würde nicht mehr bringen).
Die Grundlage für dieses Infogespräch sollte in der unter Punkt 5 angeführten Züchterschulung vermittelt werden.


7. Import von Hunden

Der Import von Hunden muss der Registrierungsstelle gemeldet werden, die Voraussetzungen für den Kauf eines Hundes sollten dabei dem Kauf in Österreich gleichgestellt werden.
Infogespräch, Kennzeichnung und Registrierung müssten innerhalb einer akzeptablen Frist bei einem anerkannten Verband/Tierarzt durchgeführt werden.


Mit solchen und ähnlichen Maßnahmen würden


Züchter, deren Tiere öfter auffällig werden, schnell erkannt und man könnte ein Zuchtverbot aussprechen, wodurch man erreicht, dass Züchter auf eine bessere Auswahl der Hundekäufer achten - und
Halter wären nicht mehr anonym, wodurch sie sich für ihren Hund verantwortlich fühlen.
Tierheimhunde könnten leicht ihrem Züchter bzw. Besitzer zugeordnet werden.


Alle Maßnahmen setzen nicht erst beim Hundehalter, sondern bereits beim Züchter an, der in Form von Schulungen einer Selektion unterworfen wäre und zielen auf die wichtigsten Punkte ab:

Information für alle Österreicher (Umgang mit Tieren als Teil der Schulbildung)
kontrollierte Zucht (geschulte und registrierte Züchter)
erweiterte Information für Hundekäufer VOR dem Kauf (Infogespräch beim Züchter)
für Schäden haftbarer Hundehalter ist greifbar (Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht)

PitbullXena
05.01.2010, 12:35
Persönliche Anmerkung: Grösse der Zähne und die Kraft eines Golden Retrievers sind ausreichend um im Fall eines Bisses die selben Verletzungen hervorzurufen, wie bei dem Biss eines "Listenhundes"....das oft gebrauchte Argument "Unterschied beim möglichen Schaden" ist falsch und soll nur Angst schüren.

unterschreib ich aus eigener erfahrung sofort ;)

lg nina und co

Petra68
05.01.2010, 12:42
Meine Hündin stammt aus einer bei der BH gemeldeten Zucht, hat aber keine Papiere. Ich hab sie mir bewußt ausgesucht, nachdem ich gesehen habe, wie die Tiere dort leben. Alle 2 Wochen haben wir sie besucht und mit 9 Wochen dann mitgenommen. Sie ist ein toller, gesunder Junghund geworden mit genau den Eigenschaften, die ich mir gewünscht habe. Amber ist freundlich zu Menschen, wenn aber jemand kommt, den sie nicht kennt, meldet sie. Sie verträgt sich mit den Katzen, Kaninchen und Hühnern.

Ich habe über 2 Jahre nach einem Hund gesucht, der zu uns paßt und mir auch viele Züchter angeschaut. Dabei sind mir aber auch unter den "vorbildlichen Zuchtstätten" einige recht eigenartige Dinge wie Welpen und Mutter im Schuppen, eigener Hund in Zwinger usw. aufgefallen.

Für mich war wichtig, wie mit den Tieren umgegangen wird und dass sie gut sozialisiert sind. Ich hätte mich nie getraut einen Welpen zu nehmen, wo ich mich nicht selbst überzeugt hätte, wie er aufwächst. Papiere waren da für mich nur nebensächlich.

Nero_the_Great
05.01.2010, 12:43
99% der Welpen stammen mit Sicherheit nicht von puppy mills und co.

Nein ok Schwarzmarkt war der falsche Begriff: Graumarkt sollte es heissen, unreglementierter Handel also.

Und daher stammen, sogar deine eigene Aussage die meisten Welpen.
Und nochmal man kann rein rechtlich nicht unterscheiden zwischen Hoppalawurf und guter Aufzucht und Puppy-mill-Welpe!


Ansosnten kann ich nur Markus Ansatz zustimmen!

Markus Pollak
05.01.2010, 12:51
Ich hätte mich nie getraut einen Welpen zu nehmen, wo ich mich nicht selbst überzeugt hätte, wie er aufwächst.

...und das sollte man von jedem Welpenkäufer erwarten.
Solange der Handel aus dem Kofferraum und die Würfe im 20. Stock im Gemeindebau nicht eingestellt sind, werden wir überfüllte Tierheime und Probleme auf der Strasse haben.

Nero_the_Great
05.01.2010, 12:54
...und das sollte man von jedem Welpenkäufer erwarten.

Und dazu muss man erst ein Bewusstsein dafür wecken und leider funktioniert dies leider nicht nur durch bereitstelleung von Informationen (es gibt zig Merkblätter zum thema Hundekauf, selbst vom Bundesministerium).

PitBullTerrier
05.01.2010, 12:55
Die Ideen von Markus Pollak finde ich gut.

Das Problem in Österreich ist, dass erstens sehr wenig kontrolliert wird und zweitens Gesetztesverstösse viel zu lasch bestraft werden.

Theoretisch kriegt man in Österreich nur mit Waffenbesitzkarte oder Waffenpass eine Faustfeuerwaffe. Das ist auch gut so.

Die Praxis ist: jeder, der sich ein bißchen auskennt oder umhört findet leicht eine Puffn (zB aus Ex-Jugo), oft sogar für weniger Geld als beim Waffenhändler. Und wer mit einer unregistrierten Puffen erwischt wird kriegt auch keine Strafe, die wirklich abschrecken würde.

Und so würde es auch mit so einem Hundegesetz sein. So lange Verkauf oder Besitz illegaler Hunde nicht schnurstracks als Unbedingte in den Häfen führt wird sich nicht viel ändern. Papier ist geduldig ....

PitbullXena
05.01.2010, 13:01
Das Problem in Österreich ist, dass erstens sehr wenig kontrolliert wird und zweitens Gesetztesverstösse viel zu lasch bestraft werden.


wo wir uns wieder mal im kreis drehen ;)
bestehende gesetze würden absolut ausreichen WENN man deren einhaltung ausreichend kontrollieren würde
z.B. die hündin, die vor jahren auf meine kleine losgegangen ist und dabei mich gebissen hat-also einen menschen verletzt hat (!!!), hätte eigentlich die auflage bekommen müssen, nur mit maulkorb und leine ausgeführt werden zu dürfen...entweder sie hat diese auflage damals nicht bekommen oder die halterin hat sich schlichtweg nicht daran gehalten, was allerdings somit auch niemals kontrolliert wurde....die hündin ging nachher nach wie vor ohne maulkorb und leine gassi....:mad: aber was solls...war ja auch nur ein kleiner hund :rolleyes:


lg nina und co

Nero_the_Great
05.01.2010, 13:12
bestehende gesetze würden absolut ausreichen WENN man deren einhaltung ausreichend kontrollieren würde

Definitiv nicht! Vermehrer und Ostimporte aus Puppy-Mills die in Tierhandlungen verkauft werden sind mit den bestehenden Gesetzen nicht angreifbar, lediglich das öffentliche bewerben und verkaufen von Welpen ist untersagt, eben mit der netten Ausnahme für Hoppalawürfe!

Noch dazu finde ich die Handhabe welche dem Vet.amt gegeben ist viel zu lasch, es kann kontrolliert werden ohne frage, aber bis es zu einem Verbot oder dergleichen kommt braucht es sehr viel!

PitbullXena
05.01.2010, 13:14
Definitiv nicht! Vermehrer und Ostimporte aus Puppy-Mills die in Tierhandlungen verkauft werden sind mit den bestehenden Gesetzen nicht angreifbar, lediglich das öffentliche bewerben und verkaufen von Welpen ist untersagt, eben mit der netten Ausnahme für Hoppalawürfe!

Noch dazu finde ich die Handhabe welche dem Vet.amt gegeben ist viel zu lasch, es kann kontrolliert werden ohne frage, aber bis es zu einem Verbot oder dergleichen kommt braucht es sehr viel!

gut in dieser hinsicht gebe ich dir vollkommen recht! ich habe mich eigentlich auf bestehende haltungsvorschriften wie eben leinen- oder maulkorbzwang im bebauten gebiet etc. berufen ;)

beim problem hundehandel gehören definitiv neue gesetze her!:)

lg nina und co

Nero_the_Great
05.01.2010, 13:22
gut in dieser hinsicht gebe ich dir vollkommen recht! ich habe mich eigentlich auf bestehende haltungsvorschriften wie eben leinen- oder maulkorbzwang im bebauten gebiet etc. berufen

Ja ok in diesem Bereich sind die Vorschriften ausreichend vorhanden, das es aber niemand interessiert ist leider Fakt, vorallem sind die Zuständigkeiten gerade bei Leinen und Maulkorbpflicht nicht einmal den Behörden teilweise klar...

daniela verrall
05.01.2010, 13:45
Markus, du kannst deinen Vorschlaege noch 100 mal reinstellen, dennoch wird es leider nicht kontrollierbar und exekutierbar sein. Es ist so. Ob man das nun wahr haben moechte oder nicht.

Das bedeutet nicht, dass man dagegen nicht ankaempfen sollte, aber bevor ich mit neuen Gesetzen aufwarte, verlange ich lieber, dass die bestehenden mal gefaelligst exekutiert werden!

Warum kann man den Hinterhofvermehrer im 20. Bezirk wohl nicht stoppen, obwohl die Hunde 99% in miesen Verhaeltnissen gehalten werden?

Weil es erstens die Polizei oder den ATA nicht interessiert und weil man auf Grund des bestehenden Tierschutzgesetzes nicht eingreifen kann. Wenn die Mutterhuendin und die Welpen Wasser und Futter haben, nicht in der kniehochen Scheisse leben, halb verhungert etc. sind, dann werden die Welpen nicht abgenommen!

DA muss man ansetzen! Bei den Behoerden und ATAs ........das ist und wird weiterhin der Schwachpunkt sein. Wenn ihr wuesstet wie oft die Leute im Tierheim verzweifelt sind, weil Hunde ihren Besitzern zurueckgegeben werden muessen, darunter auch solche Welpen (nein das TH darf sogar diese noch zum besagten Ort transportieren obwohl nachweislich diese Welpen fuer Hundekaempfe im Ausland bestimmt wurden!!!!!), dann wuerdet ihr nicht so schreiben......und nein, bevor hier jemand schreibt, das TH haette....usw......hat es, an den hoechsten Stellen und die Entscheidung blieb bestehen. Und das ist kein Einzelfall.

Deshalb sind diese Vorschlaege....die gut sind, so nicht durchzusetzen......man kann nicht von einem Auto trauemen, wenn man nicht einmal den Fuehrerschein dazu hat.

Nero_the_Great
05.01.2010, 13:53
Weil es erstens die Polizei oder den ATA nicht interessiert und weil man auf Grund des bestehenden Tierschutzgesetzes nicht eingreifen kann. Wenn die Mutterhuendin und die Welpen Wasser und Futter haben, nicht in der kniehochen Scheisse leben, halb verhungert etc. sind, dann werden die Welpen nicht abgenommen!

DA muss man ansetzen! Bei den Behoerden und ATAs ........das ist und wird weiterhin der Schwachpunkt sein. Wenn ihr wuesstet wie oft die Leute im Tierheim verzweifelt sind, weil Hunde ihren Besitzern zurueckgegeben werden muessen, darunter auch solche Welpen (nein das TH darf sogar diese noch zum besagten Ort transportieren obwohl nachweislich diese Welpen fuer Hundekaempfe im Ausland bestimmt wurden!!!!!), dann wuerdet ihr nicht so schreiben......und nein, bevor hier jemand schreibt, das TH haette....usw......hat es, an den hoechsten Stellen und die Entscheidung blieb bestehen. Und das ist kein Einzelfall.


Gerade weil mir solche Umstände bewusst sind bin ich für die Vorschläge von Markus!
Die bestehenden Gesetze bieten weder ATA noch den Behörden die nötige Handlungsmöglichkeiten, eben weil jeder dahergelaufene Welpen produzieren darf und dann auch verkaufen darf!!

Wie ist es mit den bestehenden Gesetzen das Welpen nicht öffentlich angeboten und verkauft werden dürfen, ausser von reg. Züchtern und Tierhandlungen, schert sich auch niemand drum, nciht mal die Betreiber der Anzeigenplattformen, warum? Weil es ein Gesetz ohne Zähne (Strafen) ist.

Mit den Vorschlägen von Markus, auch wenn sie nicht überall exekutiert werden, hätte man wenigstens eine Handhabe gegen diese Umstände!

Markus Pollak
05.01.2010, 13:53
Du hast meine Frage noch nicht beantwortet


Sag mir wie viele Hunde von einem österreichischen ZÜCHTER (nachweisbar) über längere Zeit im Tierheim sitzen.
Wenn es dann auch noch die Pflicht geben würde, dass sich der Züchter um seine Tierheim-Hunde kümmer MUSS, dann gibt es ganz flott keine überfüllten Tierheime mehr!

Damit wäre aber auch klar, dass meine 100x auf den Tisch gebrachten Vorschläge sehr wohl helfen würden, denn die von registrierten Züchtern abgegebenen Hunde landen nunmal in extrem geringer Zahl im Tierheim...

Durchsetzbar wären meine Vorschläge ebenfalls, ich sehe darin kein Problem, denn der Dreh- und Angelpunkt ist die Kontrolle der "Besitzverhältnisse".
Wenn jeder Hund einen nachvollziehbaren Lebenslauf hat (durch die Datenbank), dann ist auch klar woher er kommt und wer für ihn zuständig ist.

Dazu ist nicht viel nötig - Chip-Kontrolle mit Überprüfung der Daten in der Datenbank.
Das könnte jeder Tierarzt und von mir aus jeder Diensthundeführer der Polizei machen.

daniela verrall
05.01.2010, 13:57
Seufz. Ich habe mich schon x mal wiederholt, ich unterlasse es deshalb mich erneut zu wiederholen. Wir werden in ein paar Jahren (oder auch nicht) Bilanz ziehen koennen. ;)

Markus Pollak
05.01.2010, 14:12
...das hat die Frage nach den Hunden im Tierheim nicht beantwortet, aber ok, dann brauchen wir ja auch nicht weiter über das Thema diskutieren ;)

Nero_the_Great
05.01.2010, 14:21
Seufz. Ich habe mich schon x mal wiederholt, ich unterlasse es deshalb mich erneut zu wiederholen. Wir werden in ein paar Jahren (oder auch nicht) Bilanz ziehen koennen. ;)

Was für eine Bilanz? Das es mit den Missständen so weitergeht, weil Hinz und Kunz keine Ahnung haben wo sie einen Hund kaufen, und große Tierschutzorganistationen, allen voran PETA, Hundezüchter als Grundübel der Welt hinstellen???

daniela verrall
05.01.2010, 14:27
...das hat die Frage nach den Hunden im Tierheim nicht beantwortet, aber ok, dann brauchen wir ja auch nicht weiter über das Thema diskutieren ;)

Markus, es ist klar, dass ein sehr geringer Teil der Hunde(das habe ich aber auch schon mal geschrieben), die im TH landen vom Zuechter stammen. Die Hunde die vom Zuechter stammen sind allgeimein ein geringer Anteil im Vergleich zu denen aus unbekannter Herkunft (Hoppala, Vermehrer, Puppy Mills etc.)......

Tatsache ist auch, dass die meisten Hunde vom Zuechter nicht lange bei uns, so wie in jedem anderen TH, bleiben......wobei ich nicht weiss, wieviele dieser Hunde von einem "ordentlichen" Zuechter stammen oder wieviele eben nicht. Sie bleiben nicht lange, weil entweder werden sie vom Zuechter abgeholt oder sie koennen schnell weitervermittelt werden.

Ich bleibe bei meiner Meinung bzw. Einschaetzung, es wird schon alleine auf Grund der hohen Anzahl der bereits vorhandenen Hunde nicht funktionieren....eine Datenbank....so eine gibt es ja nicht einmal noch (wenn ich richtig informiert bin) und man kann sich denken, wie lange die Errichtung einer solchen dauern wuerde. Es gibt ja nicht einmal eine Datenbank mit einer sogenannten schwarzen Liste, TH, Behoerden etc. sind ja nicht einmal ordentlich miteinander vernetzt, bzw. was Datenbanken betrifft. ........

Die Anzahl der Hunde im TH wird sich auch mit deinen Vorschlaegen in den naechsten Jahren dadurch nicht verringern. Schon alleine deswegen nicht, weil viele Hundehalter ihre Hunde vermehrt abgeben werden, weil ihnen das ganze zu muehsam sein wird. Viele Hunde werden dadurch noch laenger sitzen und da beisst sich fuer das TH die Katze in den Schwanz.

Ich bin nicht grundsaetzlich gegen deine Vorschlaege.....aber was die Tierheime betrifft, wird deine Rechnung mMn nicht aufgehen. Ob du nun diese Meinung teilst oder nicht.....das ist etwas anderes, das kann ich nicht beeinflussen.

perro06
05.01.2010, 14:32
@daniela

ich versteh deine Anliegen gut, aber ich finde es genauso wichtig die Ursachen wie die Symptome zu bekämpfen.

Wenn geldgierige Leute weiterzüchten dürfen und ihnen nur die jeweiligen Hunde abgenommen werden, ist das eindeutig zu wenig. Wenn der Lebenslauf eines Hundes dokumentiert ist, gibt es sicher auch Schlupflöcher, aber eben weniger.
Die Leute, die Hunde für Kämpfe im Ausland züchten, können dann den zweifelhaften, weil nicht ganz so tollen "Restposten" nicht an den Mann bringen, ohne in die Gefahr zu geraten aufzufliegen.
Das alles klingt momentan nach mehr Arbeit für die Behörden, ist es aber auf Sicht gesehen nicht.
Klar gibt es auch trotz Führerscheinpflicht, Leute die sich nicht darum scheren, aber die meisten, die Auto oder sonst was fahren, haben einen, weil sie keinen Stress haben wollen.
Die meisten Hundebesitzer wollen auch keinen Stress mit Behörden. Ich hatte und habe meine Hunde immer versichert, damit ein Schaden abgedeckt werden kann, sollte es zu einem solchen kommen, kontrolliert hat das kein Mensch, doch damit kann man auch kontrollieren, ob ein Hund überhaupt ordnungsgemäß gemeldet ist, was wieder dem Staat über die Hundesteuer zugute kommt. Heute kann ich mir die Hundemarke von Nachbars Flocki leihen oder mit immer nur einen Hund rausgehen, wenn ich mehrere habe, um eine Kontrolle zu umgehen.
Fortsetzung endlos.

daniela verrall
05.01.2010, 14:33
Was für eine Bilanz? Das es mit den Missständen so weitergeht, weil Hinz und Kunz keine Ahnung haben wo sie einen Hund kaufen, und große Tierschutzorganistationen, allen voran PETA, Hundezüchter als Grundübel der Welt hinstellen???

Jetzt faengt das schon wieder an.....ob du es wahrhaben willst oder nicht, Hundezuechter sind nicht der Nabel der Welt, sie sind nicht der Anfang und auch nicht das Ende der Problematik, weder sind sie die Loesung dafuer!

Du tust so als waere die Gruppe von Hundezuechter eine homogene Masse, die allsamt durch Seriositaet glaenzt! Dem ist aber nicht so!

Und nein, ich bin nicht gegen Hundezuechter bzw. Hunde vom Zuechter. Aber sogar ich weiss, dass es aeusserst schwierig ist einen Zuechter zu finden, der seine Rasse nicht bereits verhunzt hat und der wirklich auf Wesen und Gesundheit der Rasse achtet.

Also was soll das Ganze? Es fuehrt zu nichts. Ich persoenlich wuerde mir keinen Hund vom Zuechter holen, aber nur, weil ich keine sportlichen Ambitionen auf hohen Niveau etc. in der Richtung habe, ansonsten wuerde mich der Preis definitiv nicht abschrecken. Ich teile die diesbezuegliche Ansicht PETAs nicht, aber ich verstehe auch, wenn man sich die Frage stellt, warum man einen Hundezuechter konsultieren soll, wenn im Tierheim noch soviele Hunde warten.

Dennoch......wie gesagt, erachte ich eine serioes betriebene Hundezucht wichtig, schon alleine wegen dem Fortbestand gewisser Rassen.

Aber wenn jemand Hundezuechter, bzw. deren Dachverbaende etc. als den heiligen Graal ansieht.......da macht sich bei mir sehr wohl ein gewisses Unbehagen breit.

Nero_the_Great
05.01.2010, 14:37
....eine Datenbank....so eine gibt es ja nicht einmal noch (wenn ich richtig informiert bin) und man kann sich denken, wie lange die Errichtung einer solchen dauern wuerde. Es gibt ja nicht einmal eine Datenbank mit einer sogenannten schwarzen Liste, TH, Behoerden etc. sind ja nicht einmal ordentlich miteinander vernetzt, bzw. was Datenbanken betrifft. ........

Mit strikten gesetzlichen Regelungen dazu müssten die Behörden aber handeln, was bis jetzt nicht der Fall ist.



Die Anzahl der Hunde im TH wird sich auch mit deinen Vorschlaegen in den naechsten Jahren dadurch nicht verringern. Schon alleine deswegen nicht, weil viele Hundehalter ihre Hunde vermehrt abgeben werden, weil ihnen das ganze zu muehsam sein wird. Viele Hunde werden dadurch noch laenger sitzen und da beisst sich fuer das TH die Katze in den Schwanz.

Zum einen würde dies ja nicht für die jetzige Generation an Hunden gelten, erst für Neuanschaffungen so zu sagen, daher wird sich die Zahl der Abgaben auch in Grenzen halten.
Noch dazu warum sollte ein Hund länger sitzen, nur weil er als Tierheimhund registriert und in die Datenbank aufgenommen worden ist, der neue Halter sollte vom TH sowieso eingehend überprüft werden, egal ob gesetzliche Pflicht oder nicht.
Und von heute auf morgen die Anzahl der Tierheimhunde verringern funktioniert nicht mal mit dem besten Glauben an die Menschheit...


Was wäre denn dein Vorschlag?

daniela verrall
05.01.2010, 14:38
@daniela

ich versteh deine Anliegen gut, aber ich finde es genauso wichtig die Ursachen wie die Symptome zu bekämpfen.

Wenn geldgierige Leute weiterzüchten dürfen und ihnen nur die jeweiligen Hunde abgenommen werden, ist das eindeutig zu wenig. Wenn der Lebenslauf eines Hundes dokumentiert ist, gibt es sicher auch Schlupflöcher, aber eben weniger.
Die Leute, die Hunde für Kämpfe im Ausland züchten, können dann den zweifelhaften, weil nicht ganz so tollen "Restposten" nicht an den Mann bringen, ohne in die Gefahr zu geraten aufzufliegen.
Das alles klingt momentan nach mehr Arbeit für die Behörden, ist es aber auf Sicht gesehen nicht.
Klar gibt es auch trotz Führerscheinpflicht, Leute die sich nicht darum scheren, aber die meisten, die Auto oder sonst was fahren, haben einen, weil sie keinen Stress haben wollen.
Die meisten Hundebesitzer wollen auch keinen Stress mit Behörden. Ich hatte und habe meine Hunde immer versichert, damit ein Schaden abgedeckt werden kann, sollte es zu einem solchen kommen, kontrolliert hat das kein Mensch, doch damit kann man auch kontrollieren, ob ein Hund überhaupt ordnungsgemäß gemeldet ist, was wieder dem Staat über die Hundesteuer zugute kommt. Heute kann ich mir die Hundemarke von Nachbars Flocki leihen oder mit immer nur einen Hund rausgehen, wenn ich mehrere habe, um eine Kontrolle zu umgehen.
Fortsetzung endlos.

Nochmals: es KANN niemals flaechendeckend kontrolliert bzw. erfasst werden. Es ist schlichtweg nach den bestehenden finanziellen, technischen, sowie personellen Mitteln nicht moeglich. Es wird dann so wie jetzt sein, einige werden erfasst, die anderen bleiben weiterhin unerfasst und dreimal duerft ihr raten wer das wohl sein wird.....sicher nicht derjenige im 20. Bezirk oder mit der Adresse in Polen.

Es sollten wirklich einmal alles drangesetzt werden die bestehenden Gesetze ordentlich zu exekutieren und darauf kann dann gebaut werden....nochmals, ich bin nicht prinzipiell gegen eine Verschaerfung, aber man man darf und kann die eventuellen Auswirkungen fuer den 0815 Hundebesitzer und v.a. fuer die Hunde vom Tierschutz die bereits jetzt existieren nicht aus den Augen lassen. Um darum geht es mir. Und auch, dass man Zuechter als das Allerheilmittel ansieht. Das ist schlichtweg irrefuehrend und geht an der Realitaet vorbei.

PitBullTerrier
05.01.2010, 14:40
Die Ansicht von PETA ist so intelligent wie wenn man dem Media Markt & Co verbieten würde, Autoradios zu verkaufen, so lange es eh viele gestohlene am Flohmarkt gibt.

Also verrückter gehts nimmer!

Nero_the_Great
05.01.2010, 14:44
Jetzt faengt das schon wieder an.....ob du es wahrhaben willst oder nicht, Hundezuechter sind nicht der Nabel der Welt, sie sind nicht der Anfang und auch nicht das Ende der Problematik, weder sind sie die Loesung dafuer!


Sage ich bestimmt nicht, jedoch eben Peta, für die sind alle Züchter was übles...

Solang solche Organisationen welche eine breite Masse ansprechen eben gerade Züchter, wo die ordentlichen unter ihnen sehr wohl zu einer verkleinerung des Problems beitragen, schlecht macht und Leute die von vorn bis hinten keine Ahnung haben dies nachplappern und die vorherrschende Meinung "Züchter=kranke Hunde und teuer" nur verstärken wird sich nichts änder!
Wer keine Tierschutzhund will (weil ja laut öffentlicher Meinung alles Problemhunde) geht weiterhin zum Vermehrer und der Kreis schliesst sich!

Tierschutz und Züchter (egal ob ÖKV, VDH oder papierlos solang ordentlich) sollten zusammenarbeiten und nicht gegeneinander!!

Dies hat weder was mit Rassehunde noch mit Sporthunde zu tun :rolleyes:

daniela verrall
05.01.2010, 14:44
Mit strikten gesetzlichen Regelungen dazu müssten die Behörden aber handeln, was bis jetzt nicht der Fall ist.



Zum einen würde dies ja nicht für die jetzige Generation an Hunden gelten, erst für Neuanschaffungen so zu sagen, daher wird sich die Zahl der Abgaben auch in Grenzen halten.
Noch dazu warum sollte ein Hund länger sitzen, nur weil er als Tierheimhund registriert und in die Datenbank aufgenommen worden ist, der neue Halter sollte vom TH sowieso eingehend überprüft werden, egal ob gesetzliche Pflicht oder nicht.
Und von heute auf morgen die Anzahl der Tierheimhunde verringern funktioniert nicht mal mit dem besten Glauben an die Menschheit...


Was wäre denn dein Vorschlag?

Das habe ich schon oft geschrieben, erst einmal bestehende Gesetze zu exekutieren, noetigenfalls zu erweitern und v.a. das Tierschutzgesetz mit Beamtenapparat dahingehend zu reformieren. Punkt.

Eine Reform des zustaendigen Beamtenapparates und auch diesbezuegliche personelle Aufstockung und Schulung etc.

Aufklaerung, Aufklaerung und nochmals Aufklaerung beginnend bereits in den Volksschulen......

daniela verrall
05.01.2010, 14:47
Sage ich bestimmt nicht, jedoch eben Peta, für die sind alle Züchter was übles...

Solang solche Organisationen welche eine breite Masse ansprechen eben gerade Züchter, wo die ordentlichen unter ihnen sehr wohl zu einer verkleinerung des Problems beitragen, schlecht macht und Leute die von vorn bis hinten keine Ahnung haben dies nachplappern und die vorherrschende Meinung "Züchter=kranke Hunde und teuer" nur verstärken wird sich nichts änder!
Wer keine Tierschutzhund will (weil ja laut öffentlicher Meinung alles Problemhunde) geht weiterhin zum Vermehrer und der Kreis schliesst sich!

Tierschutz und Züchter (egal ob ÖKV, VDH oder papierlos solang ordentlich) sollten zusammenarbeiten und nicht gegeneinander!!

Dies hat weder was mit Rassehunde noch mit Sporthunde zu tun :rolleyes:

Sorry, aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass der Herr Nachbar vom 7. Bezirk, der seinen Mix vom Herrn X aus Wiener Neustadt hat, ueberhaupt weiss, was PETA und aehnliche Organisationen sind und wofuer sich diese Organisationen einsetzen?

Tierschutz und Zuechter sollen zusammenarbeiten....ja dafuer! Nur ist es leider so, dass Zuechter, bzw. Hundevereine etc. nicht allzuviel von Tierschutzhunden halten. Insofern beisst sich auch hier wieder die Katze in den Schwanz.

Nero_the_Great
05.01.2010, 14:49
...aber man man darf und kann die eventuellen Auswirkungen fuer den 0815 Hundebesitzer und v.a. fuer die Hunde vom Tierschutz die bereits jetzt existieren nicht aus den Augen lassen. Um darum geht es mir. Und auch, dass man Zuechter als das Allerheilmittel ansieht. Das ist schlichtweg irrefuehrend und geht an der Realitaet vorbei.

Ich glaub du fasst die Vorschläge von Markus einfach falsch auf...
Diese greifen weder bei Hundebesitzer (Chipfpflicht gibt es ja bereits...) noch bei Tierschutzhunde ein.

Züchter ist der Produzent so zu sagen, wird diese Produktion kontrollierbar gemacht (was sie bis jetzt nicht ist), kann man auch die Population besser im Griff halten.

Sicher kein Heilmittel, aber ein Lösungsansatz!

daniela verrall
05.01.2010, 14:49
Die Ansicht von PETA ist so intelligent wie wenn man dem Media Markt & Co verbieten würde, Autoradios zu verkaufen, so lange es eh viele gestohlene am Flohmarkt gibt.

Also verrückter gehts nimmer!

Hab auch nicht geschrieben, dass ich derselben Meinung bin. Ich kann es bis zu einem gewissen Punkt (!) nachvollziehen......aber das macht es auch nicht richtig.

Nein, der Meinung bin ich nicht, zumal wie schon gesagt, ein sehr geringer Teil sich an einen "richtigen" Zuechter wendet. Deshalb wuerde meiner Meinung nach kein einziger Hund weniger im Tierheim sitzen.

daniela verrall
05.01.2010, 14:54
Ich glaub du fasst die Vorschläge von Markus einfach falsch auf...
Diese greifen weder bei Hundebesitzer (Chipfpflicht gibt es ja bereits...) noch bei Tierschutzhunde ein.

Züchter ist der Produzent so zu sagen, wird diese Produktion kontrollierbar gemacht (was sie bis jetzt nicht ist), kann man auch die Population besser im Griff halten.

Sicher kein Heilmittel, aber ein Lösungsansatz!


Sie wird auch weiterhin trotz dieser Massnahmen nicht kontrollierbar sein. Weil schlichtweg der politische Wille dazu fehlt, der politische Wille Druck, richtigen Druck auf die betreffenden Laender auszuueben......dort befindet sich ja der Grossteil der puppy mills......das ist es ja.

Ein Loesungsansatz....ja mag sein, aber dann sollte man es bitte eben nicht als Allheilmittel darstellen bzw. sich das erwarten......um das geht es....und sich auch damit auseinandersetzen bzw. fragen, ob es so durchfuehrbar ist. Egal ob das jetzt von den Politikern verabschiedet wird oder nicht. Was nuetzt das, wenn es wiederum, so wie gegenwaertig, schlichtweg nicht, einseitig oder schlampig exekutiert wird?

Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner:)

PitBullTerrier
05.01.2010, 14:55
@ Daniela Verall

Mir fällt auf, dass Du alles nur unter dem Aspekt TH siehst.

Da würde mich interessieren, welchen Anteil TH als Herkunft von Hunden haben.

Was schätzt Du, wie viele Prozent der Hunde kommen jeweils vom:

Züchter
Vermehrer
Wirklich privat (egal ob Hoppala oder eher geplant)
Tierschutz

Weil wenn der Anteil TH zB 80 % ist, dann hast Du recht. Wenn der Anteil TH zB 8 % ist, dann kann man gesetzliche Regelungen wohl nicht nach den Bedürfnissen des TH machen, sondern so, dass der Großteil der Hunde und Hundeführer profitiert.

Deine Meinung, zuerst bestehende Gesetzte exekutieren, und dann erst Neue andenken, halte ich für ein bisserl naiv. Versetz Dich in die Lage eines Kiberers. So eine Kontrolle ist viel Arbeit, Papierkram usw. Wenn danach eh nichts geschieht, weil keine strengen Strafen vorgesehen sind, wozu soll sich der Kiberer da die Arbeit machen? Erst wenn ein Gesetztesverstoss auch entsprechende Folgen hat lohnt die Kontrolle.

Stell Dir einmal vor, 30 km/h zu schnell in der Stadt würden nur 30 Cent kosten. Glaubst Du, man würde irgendwo einen Polizisten mit Radarpistole sehen?

Nero_the_Great
05.01.2010, 14:55
Sorry, aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass der Herr Nachbar vom 7. Bezirk, der seinen Mix vom Herrn X aus Wiener Neustadt hat, ueberhaupt weiss, was PETA und aehnliche Organisationen sind und wofuer sich diese Organisationen einsetzen?

Der Herr Nachbar sicherlich nicht, aber viele Leute der jungen Generation die sich damit auseinandersetzen wollen und diesen wird ein falsches Bild vermittelt, auch nicht Ziel führend oder?


Zu den Reformen bei den behörden kann ich dir nur recht geben, obwohl dann immer noch die Handhabe bei den bestehenden Gesetzen fehlt, daher ist die erweiterung dringend notwendig.

Die Anträge im NÖ-Landtag dahingehend sind ja dank populistischen Rasselisten ganz untergegegangen.

Nero_the_Great
05.01.2010, 15:00
Sie wird auch weiterhin trotz dieser Massnahmen nicht kontrollierbar sein. Weil schlichtweg der politische Wille dazu fehlt, der politische Wille Druck, richtigen Druck auf die betreffenden Laender auszuueben......dort befindet sich ja der Grossteil der puppy mills......das ist es ja.

Ein Loesungsansatz....ja mag sein, aber dann sollte man es bitte eben nicht als Allheilmittel darstellen bzw. sich das erwarten......um das geht es....und sich auch damit auseinandersetzen bzw. fragen, ob es so durchfuehrbar ist. Egal ob das jetzt von den Politikern verabschiedet wird oder nicht. Was nuetzt das, wenn es wiederum, so wie gegenwaertig, schlichtweg nicht, einseitig oder schlampig exekutiert wird?

Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner:)

Würden wir wenn wir uns nciht beide auf was versteifen :D
Eigentlich haben wir ja einen ähnlcihen Ansatz, nur die Ausführung ist eine unterschiedliche.

Wie soll bitte politischer Druck entstehen? Ich seh da wenig Hoffnung solang sich die so zu sagen Hundelobby nicht einig ist.

daniela verrall
05.01.2010, 15:06
@ Daniela Verall

Mir fällt auf, dass Du alles nur unter dem Aspekt TH siehst.

Da würde mich interessieren, welchen Anteil TH als Herkunft von Hunden haben.

Was schätzt Du, wie viele Prozent der Hunde kommen jeweils vom:

Züchter

Vermehrer

Wirklich privat (egal ob Hoppala oder eher geplant)

Tierschutz

Weil wenn der Anteil TH zB 80 % ist, dann hast Du recht. Wenn der Anteil TH zB 8 % ist, dann kann man gesetzliche Regelungen wohl nicht nach den Bedürfnissen des TH machen, sondern so, dass der Großteil der Hunde und Hundeführer profitiert.

Deine Meinung, zuerst bestehende Gesetzte exekutieren, und dann erst Neue andenken, halte ich für ein bisserl naiv. Versetz Dich in die Lage eines Kiberers. So eine Kontrolle ist viel Arbeit, Papierkram usw. Wenn danach eh nichts geschieht, weil keine strengen Strafen vorgesehen sind, wozu soll sich der Kiberer da die Arbeit machen? Erst wenn ein Gesetztesverstoss auch entsprechende Folgen hat lohnt die Kontrolle.

Stell Dir einmal vor, 30 km/h zu schnell in der Stadt würden nur 30 Cent kosten. Glaubst Du, man würde irgendwo einen Polizisten mit Radarpistole sehen?

Hmm, naiv, vielleicht, denke jedoch genauso naiv, wie wenn man glaubt dass diese Massnahmen das Allheilmittel sind.

Hunde vom Zuechter....ein verschwindend geringer Teil....nicht der Rede wert...damit meine ich jene, die mittels Chip, Taetowierung etc. einem Zuechter mit Papieren zugeordnet werden koennen.

Vermehrer / privat: das kann ich ehrlicherweise so nicht beantworten......zumal wir von der Herkunft oft nichts wissen, da es sich um Fundhunde handelt....auch sind da die Grenzen oft fliessend verwischt. Da kann z.B. Chikita und Co. mehr diesbezuegliche Auskunft erteilen.

Tatsache ist jedoch, dass wir sehr wohl einen grossen Anteil (das ist aber nur bei uns in Wien so....) an Pit und Co haben und diese oft nicht vom Hoppala Wurf nebenan stammen. Das ist aber bitte meine persoenliche Einschaetzung.

Bei uns landen viele Hunde, die einfach entsorgt wurden, weil zu alt, zu krank, zu unerzogen oder einfach nicht mehr gewollt. Wenige dieser Hunde landen im TH, weil der Besitzer krank, in Haft oder gestorben ist.

Welpen aus dem Ausland, eben von solchen Vermehrern und Puppy mills, da sieht es sehr wohl anders aus.....davon werden nicht gerade wenige eingeliefert, etliche davon wurden beschlagnahmt oder ebenfalls ausgesetzt.

Mit genauen Prozentsaetzen kann ich dir nicht dienen, dazu muesste es eine Statistik geben, die es meines Wissens so nicht gibt.

Ja Kontrollen sind viel Arbeit, daran wird aber ein neues Gesetz auch nichts aendern, weil auch dieses muss kontrolliert und exekutiert werden. Auch hier beisst sich die Katze wieder in den Schwanz.

Klar betrachte ich es aus der Sicht des Tierschutzes, bzw. Tierheimes. Das betrifft mich naemlich am meisten......:)

daniela verrall
05.01.2010, 15:10
Würden wir wenn wir uns nciht beide auf was versteifen :D
Eigentlich haben wir ja einen ähnlcihen Ansatz, nur die Ausführung ist eine unterschiedliche.

Wie soll bitte politischer Druck entstehen? Ich seh da wenig Hoffnung solang sich die so zu sagen Hundelobby nicht einig ist.

Die Hundelobby........nein, nicht die Hundelobby, das ist ein geringer Anteil der Bevoelkerung, bzw. ich bin skeptisch, dass Zuchtvereine / Dachverbaende sich ueber ihren Tellerrand rauslehnen......das ist es was ich auch bemaengele.......mit vermehrter Aufklaerung in den Schulen, in der breiten Bevoelkerungsschicht, wie es in puppy mills wirklich zugeht usw......damit kann man mehr Bewusstsein erreichen als es je eine Hundelobby zu erreichen vermag........

Ohne einen diesbezueglichen politischen Willen, wird dieses Problem nicht einzudaemmen zu sein, damit meine ich jenseits von Alibihandlungen / Massnahmen.

Nero_the_Great
05.01.2010, 15:15
Die Hundelobby........nein, nicht die Hundelobby, das ist ein geringer Anteil der Bevoelkerung, bzw. ich bin skeptisch, dass Zuchtvereine / Dachverbaende sich ueber ihren Tellerrand rauslehnen......das ist es was ich auch bemaengele.......mit vermehrter Aufklaerung in den Schulen, in der breiten Bevoelkerungsschicht, wie es in puppy mills wirklich zugeht usw......damit kann man mehr Bewusstsein erreichen als es je eine Hundelobby zu erreichen vermag........

Ohne einen diesbezueglichen politischen Willen, wird dieses Problem nicht einzudaemmen zu sein, damit meine ich jenseits von Alibihandlungen / Massnahmen.

Die Aufklärungsarbeit muss aber auch erst einmal flächendeckend gewollt werden, Programme dazu gibt es ja schon seit Jahren, nur will es niemand hören anscheinend, daher denke ich muss man die Menschen wieder mit Gesetzen zwangsbeglücken um ihre Aufmerksamkeit für diese Bereiche zu haben.

Politischer Wille entsteht leider erst wenn ein gewisses Interesse in der öffentlichkeit vorherrscht :(

PitBullTerrier
05.01.2010, 15:20
Ich glaube nur beschränkt an das Gute im Menschen und so ein Zeug.

Nach meiner Erfahrung sieht es so aus: Polizisten arbeiten auch bis zu einem Teil "ertragsorientiert". Wenn Verstösse von Hundverkäufern und -haltern mit saftigen Geldstrafen bedroht werden, also zB Gacki nicht wegräumen ist 100 € beim ersten Mal, im Wiederholungsfall jeweils das Doppelte vom letzten mal, dann würde das auch exekutiert.

DAs Gleiche bei Vermehrern. So lange die Strafen ein Witz sind lohnt der Aufwand systematischer Kontrollen nicht. Wenn pro illegalem Welpen 2000 € zu bezahlen sind schaut die Sache anders aus. Da kann ein Kiberer mit einem Autokofferaum voll Welpen oder dem Ausheben eines Gemeindebauvermehrers eine Stange Geld aufstellen. Und natürlich müßte man die Leute, die Hunde illegal verkaufen, bis zur Bezahlung in Haft nehmen und nicht wie jetzt auf freiem Fuß anzeigen. Wenn nicht bezahlt wird, dann je Euro eine Stunde Haft. Aber nicht diese 3 Stern Hotels mit Farbfernseher in der Zelle und Kuschelraum zum Schn???seln :rolleyes:

Nero_the_Great
05.01.2010, 15:24
Da kommen wir zum nächsten Problem: Z.b. für die Gacki-Aktion ist nicht die Polizei zuständig nur das Magistrat und die kontrollierne halt auch nur vereinzelt bei Brennpunkten

Soll heissen die Zuständigkeiten sind nciht mal geklärt!
Herr und Frau Polizei fühlen sich ja teilweise nicht mal bemüssigt bei Hundebeissereien einzuschreiten welche eine erhebliche störung der öffentlichen Sicherheit darstellen, was sollte sie dann ein Vermehrer interresieren, selbst bei saftigen Strafen...

daniela verrall
05.01.2010, 15:25
Die Aufklärungsarbeit muss aber auch erst einmal flächendeckend gewollt werden, Programme dazu gibt es ja schon seit Jahren, nur will es niemand hören anscheinend, daher denke ich muss man die Menschen wieder mit Gesetzen zwangsbeglücken um ihre Aufmerksamkeit für diese Bereiche zu haben.

Politischer Wille entsteht leider erst wenn ein gewisses Interesse in der öffentlichkeit vorherrscht :(

Du sagst es Aufklaerungsarbeit flaechendeckend....das gibt es zur Zeit nicht in dieser Form.........Interesse in der Oeffentlichkeit besteht dann, wenn die Informationen zugaenglich gemacht werden......siehe z.B. Bio Produkte etc.........da hat sich viel getan (klar auch negatives, nicht alles ist Bio was sich Bio nennt usw.), als Beispiel...vor 20 Jahren haette niemand daran gedacht, dass vielen der Begriff Massentierhaltung, Tiertransporte etc. je gelaeufig ist......nur die Aufklaerung kam nicht seitens der Regierung oder dem Bauernbund, sondern von Tierschutzorgas wie PETA (bin kein Mitglied:D) und Co.

Ich bin definitiv nicht gegen schaefere Gesetze und Kontrollen, aber da sollte man auch ehrlich sein, sie werden gemaess mit dem derzeit vorhandenen Beamtenapparat nicht ordentlich exekutiert werden koennen. Das ist eine Tatsache, zumal auch schon die bestehende Gesetze fuer den Popo sind.

Ich habe DIE Loesung schlechthin nicht parat.......ich verwehre mich lediglich dagegen, dass man der Meinung ist, dass gewisse Vorschlaege das Allerheilmittel sind, wo hingegen ich diese Ansicht nicht teile.

daniela verrall
05.01.2010, 15:26
Da kommen wir zum nächsten Problem: Z.b. für die Gacki-Aktion ist nicht die Polizei zuständig nur das Magistrat und die kontrollierne halt auch nur vereinzelt bei Brennpunkten

Soll heissen die Zuständigkeiten sind nciht mal geklärt!
Herr und Frau Polizei fühlen sich ja teilweise nicht mal bemüssigt bei Hundebeissereien einzuschreiten welche eine erhebliche störung der öffentlichen Sicherheit darstellen, was sollte sie dann ein Vermehrer interresieren, selbst bei saftigen Strafen...


Genauso ist es.....und du glaubst dann ernsthaft, dass eine Registrierung etc. auch nur ansatzweise kontrolliert oder exekutiert werden kann?:)

daniela verrall
05.01.2010, 15:30
Ich glaube nur beschränkt an das Gute im Menschen und so ein Zeug.

Nach meiner Erfahrung sieht es so aus: Polizisten arbeiten auch bis zu einem Teil "ertragsorientiert". Wenn Verstösse von Hundverkäufern und -haltern mit saftigen Geldstrafen bedroht werden, also zB Gacki nicht wegräumen ist 100 € beim ersten Mal, im Wiederholungsfall jeweils das Doppelte vom letzten mal, dann würde das auch exekutiert.

DAs Gleiche bei Vermehrern. So lange die Strafen ein Witz sind lohnt der Aufwand systematischer Kontrollen nicht. Wenn pro illegalem Welpen 2000 € zu bezahlen sind schaut die Sache anders aus. Da kann ein Kiberer mit einem Autokofferaum voll Welpen oder dem Ausheben eines Gemeindebauvermehrers eine Stange Geld aufstellen. Und natürlich müßte man die Leute, die Hunde illegal verkaufen, bis zur Bezahlung in Haft nehmen und nicht wie jetzt auf freiem Fuß anzeigen. Wenn nicht bezahlt wird, dann je Euro eine Stunde Haft. Aber nicht diese 3 Stern Hotels mit Farbfernseher in der Zelle und Kuschelraum zum Schn???seln :rolleyes:

Ehrlich gesagt, da bin, bzw. waere ich sogar bei dir.......eine schoene Vorstellung........und sie wird leider nicht funktionieren, weil diesbezueglich keine dementsprechenden Gesetze verabschiedet werden.....ein Vermehrer soll in Haft sitzen? Damit meine ich diese puppy mill Betreiber? Dafuer! Nur wird das nicht gehen.......

Aber wir geben die Welpen nicht nur an die Vermehrer zurueck, bzw. an die Hundehaendler, sondern haendigen ihnen auch noch das Geld aus.......:)

PitBullTerrier
05.01.2010, 15:36
Da hätte ich eine Idee:

ein Polizist kassiert 100 € für ein Gacki, das nicht weggeräumt wurde.

Davon kriegt er selbst 1 Euro als Bonus zu seinem Gehalt

Weitere 9 € kann die Polizei nach eigenem Ermessen zur Anschaffung von Ausrüstung oder Schulungsmassnahmen etc verwenden, für die im Budget kein Geld da wäre.

Und 90 € kommen dem Finanzminister zu Gute.

Ich bin mir sicher, nach ein paar Monaten könnte man in Wien wieder spazierengehen, ohne dauern mit gesenktem Haupt wie ein Büsser den Boden vor sich auf Hundesche???e absuchen zu müssen.

Und damit wäre eines der größten Ärgernisse aus der Welt.

leopold
05.01.2010, 15:38
Da kommen wir zum nächsten Problem: Z.b. für die Gacki-Aktion ist nicht die Polizei zuständig nur das Magistrat und die kontrollierne halt auch nur vereinzelt bei Brennpunkten

Soll heissen die Zuständigkeiten sind nciht mal geklärt!
Herr und Frau Polizei fühlen sich ja teilweise nicht mal bemüssigt bei Hundebeissereien einzuschreiten welche eine erhebliche störung der öffentlichen Sicherheit darstellen, was sollte sie dann ein Vermehrer interresieren, selbst bei saftigen Strafen...

Nero, hast du Kontakt zu Polizisten?
Die, die ich kenne, täten sich durchaus gern bemüßigt fühlen. Leider hat man in den vergangenen zehn Jahren aber so viele "eingespart", dass die, die jetzt Dienst machen, kaum Zeit haben, die dringendsten Aufgaben zu erledigen.
Und wenn grad wieder mal wo eine Einbruchsserie ist, oder ein wildgewordener Ehemann seine Frau und die Kinder schlägt, oder eine Karambolage mit Verletzten passiert ist........, dann glaub ich nicht, das man viel Verständnis bei der Bevölkerung orten wird können, wenn die paar verbliebenen "Kieberer" Hundegackerl oder die Chippflicht kontrollieren, während beim Nachbarn eingebrochen wird....
lg

PitBullTerrier
05.01.2010, 15:42
Nero, hast du Kontakt zu Polizisten?
Die, die ich kenne, täten sich durchaus gern bemüßigt fühlen. Leider hat man in den vergangenen zehn Jahren aber so viele "eingespart", dass die, die jetzt Dienst machen, kaum Zeit haben, die dringendsten Aufgaben zu erledigen.
Und wenn grad wieder mal wo eine Einbruchsserie ist, oder ein wildgewordener Ehemann seine Frau und die Kinder schlägt, oder eine Karambolage mit Verletzten passiert ist........, dann glaub ich nicht, das man viel Verständnis bei der Bevölkerung orten wird können, wenn die paar verbliebenen "Kieberer" Hundegackerl oder die Chippflicht kontrollieren, während beim Nachbarn eingebrochen wird....
lg
Da hast Du leider recht.

Aber die Erträge aus geschmalzenen Strafen würden ja die Kosten weiterer Polizisten hereinbringen.

Also dürfte ich Leute dafür anstellen, dass Sie (mit Polzeigewalt ausgestattet) von jedem, der Gacki nicht wegräumt, einen 100er kassieren, würde ich das sofort machen. Wäre zumindest eine Zeitlang eine wahre Goldgrube.

Nero_the_Great
05.01.2010, 15:44
Genauso ist es.....und du glaubst dann ernsthaft, dass eine Registrierung etc. auch nur ansatzweise kontrolliert oder exekutiert werden kann?:)

Mit dem gesetzlichen Background ja!

Schau z.b. die Chippflicht die eingeführt wurde (warum würde ich gern wissen, damit man seinen Hund wiederfindet glaub wohl kaum als Beweggrund):
Der Tierarzt oder man selbst muss sich in eine Datenbank eintragen welche privat geführt wird, und nur von den Behörden eingesehen werden kann, von Kontrolle oder Strafen ist keine Rede, daher interessiert es schlichtweg niemand bei den Behörden.

Und so arbeite man in Österreich leider, ist die Anzeige eines Falles die arbeit wert wird es bearbeitet, bleibt es ohne Folgen rührt niemand einen Finger.

Daher bin ich für schärfere Gesetztgebung, denn dann müssen auch die Behörden handeln.

Nero_the_Great
05.01.2010, 15:51
Nero, hast du Kontakt zu Polizisten?
Die, die ich kenne, täten sich durchaus gern bemüßigt fühlen. Leider hat man in den vergangenen zehn Jahren aber so viele "eingespart", dass die, die jetzt Dienst machen, kaum Zeit haben, die dringendsten Aufgaben zu erledigen.
Und wenn grad wieder mal wo eine Einbruchsserie ist, oder ein wildgewordener Ehemann seine Frau und die Kinder schlägt, oder eine Karambolage mit Verletzten passiert ist........, dann glaub ich nicht, das man viel Verständnis bei der Bevölkerung orten wird können, wenn die paar verbliebenen "Kieberer" Hundegackerl oder die Chippflicht kontrollieren, während beim Nachbarn eingebrochen wird....
lg

Ja habe ich unter nur nicht in Wien.
Da gebe ich dir auch vollkommen recht, so ist die Situation, nur leider gibt es Fälle und Vorkommnisse die an den dringensten Aufgaben manchmal zweifeln lassen (z.b. wenn einer eine Anzeige nicht aufnehmen will weil anscheinend das Fernsehprogramm interessanter ist... alles schon erlebt) aber dies ist ein anderes Thema...
Wobei ich gerade in meinem Grätzel ein Anstieg an jungen couragierten Polizeibeamten feststelle, ein Lob dahingehend.

Noch dazu für diese Aufgabe (Gacki und Chipkontrolle) würde ich sicherlich keinen Polizisten verdonnern, dafür gibt es ausreichend Kapizitäten die man freimachen könnte im öffentlichen Dienst.

Für Wien wirds wohl eh bald eine Hundekontrolleur geben, nach dem es schon Gemeindebau-Schanis und U-Bahn-Superkontrolleure gibt :D

daniela verrall
05.01.2010, 16:06
Mit dem gesetzlichen Background ja!

Schau z.b. die Chippflicht die eingeführt wurde (warum würde ich gern wissen, damit man seinen Hund wiederfindet glaub wohl kaum als Beweggrund):
Der Tierarzt oder man selbst muss sich in eine Datenbank eintragen welche privat geführt wird, und nur von den Behörden eingesehen werden kann, von Kontrolle oder Strafen ist keine Rede, daher interessiert es schlichtweg niemand bei den Behörden.

Und so arbeite man in Österreich leider, ist die Anzeige eines Falles die arbeit wert wird es bearbeitet, bleibt es ohne Folgen rührt niemand einen Finger.

Daher bin ich für schärfere Gesetztgebung, denn dann müssen auch die Behörden handeln.

Eben nicht.....wenn die Mitteln nicht vorhanden sind, dann nuetzt auch kein schaerferes Gesetz!

Es wird wohl kaum der Fall sein, dass die Gesetzgebung dahingehend geaendert wird, dass es bei Vergehen in Punkto Vermehrer etc. zu Freiheitsstrafen kommt..........

Tut leid, aber ich sehe mehr Sinn dahin, dass man alles dransetzt und den noetigen Druck ausuebt, dass bestehende Gesetze exekutiert und auch kontrolliert werden. Was ich in punkto gegenwaertiges Tierschutzgesetz halte....das brauche ich auch nicht wiederholen.

Vor lauter Baeume, sieht man den Wald nicht mehr.....oder so aehnlich.:D

@Pit: von mir aus ....bin ich sehr wohl dafuer, dass man die Strafen hinsichtlich nicht wegraeumen der Hinterlassenschaften drastisch erhoeht, ist in anderen Laendern auch nicht anders. Dass man die Hundesteuer nicht zweckentfremdet und auch diese anhebt.....das waeren sinnvolle Massnahmen, WENN sie dann z.B. in Informationskampagnen, Tierschutz oder von mir aus auch zwecks Aufstockung der notwendigen Beamten verwendet wird.

Tamino
05.01.2010, 16:28
Da hast Du leider recht.

Aber die Erträge aus geschmalzenen Strafen würden ja die Kosten weiterer Polizisten hereinbringen.

Also dürfte ich Leute dafür anstellen, dass Sie (mit Polzeigewalt ausgestattet) von jedem, der Gacki nicht wegräumt, einen 100er kassieren, würde ich das sofort machen. Wäre zumindest eine Zeitlang eine wahre Goldgrube.


:eek:Irgendwelche Leute mit Polizeigewalt ausstatten?????

Markus Pollak
05.01.2010, 17:04
es wird schon alleine auf Grund der hohen Anzahl der bereits vorhandenen Hunde nicht funktionieren....eine Datenbank....so eine gibt es ja nicht einmal noch (wenn ich richtig informiert bin) und man kann sich denken, wie lange die Errichtung einer solchen dauern wuerde.

Ach daaaa liegt der Hund begraben...

Du redest von den nächsten Jahren und ich rede davon, etwas in die richtigen Bahnen zu lenken, das NATÜRLICH nicht sofort zu einer Änderung führt, sondern langfristig Probleme beseitigt, die aber dann ordentlich!

Eine derartige Datenbank wird soweit ich informiert bin gerade eingerichtet, ist somit gar kein besonderer Mehraufwand, wenn auch die anderen Punkte umgesetzt werden...

perro06
05.01.2010, 17:07
auch eine weltreise beginnt mit dem ersten schritt.

womit ich markus zustimme;)

Gelöscht_38
05.01.2010, 17:09
Tierschutz und Zuechter sollen zusammenarbeiten....ja dafuer! Nur ist es leider so, dass Zuechter, bzw. Hundevereine etc. nicht allzuviel von Tierschutzhunden halten. Insofern beisst sich auch hier wieder die Katze in den Schwanz.

Hi,

ich glaub, das darf man nicht pauschalieren - es gibt auch Hundevereine, in denen Tierschutzhunde mehr als willkommen sind :)

lg Nina

Markus Pollak
05.01.2010, 17:10
Aber sogar ich weiss, dass es aeusserst schwierig ist einen Zuechter zu finden, der seine Rasse nicht bereits verhunzt hat und der wirklich auf Wesen und Gesundheit der Rasse achtet.

Auauau, das sind Töne die ich eigentlich nur von Leuten kenne, die seeeehr einseitig auf das Zuchtgeschehen blicken....vorzugsweise Leute, die ich sonst als "militante Tierschützer mit Scheuklappen" bezeichne!

Ich kenne WENIGE Hundezüchter, die nicht auf Wesen und Gesundheit achten und muss mich gegen solche Aussagen wirklich verwehren - das Gegenteil ist der Fall, die Hunde werden durchwegs gesünder, weil die Zuchtverbände Probleme nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern sie beseitigen wollen!

perro06
05.01.2010, 17:12
@markus

leider machen das nicht alle zuchtverbände und alle clubs:eek: einzelne züchter aber sehrwohl:cool:

daniela verrall
05.01.2010, 17:17
Auauau, das sind Töne die ich eigentlich nur von Leuten kenne, die seeeehr einseitig auf das Zuchtgeschehen blicken....vorzugsweise Leute, die ich sonst als "militante Tierschützer mit Scheuklappen" bezeichne!

Ich kenne WENIGE Hundezüchter, die nicht auf Wesen und Gesundheit achten und muss mich gegen solche Aussagen wirklich verwehren - das Gegenteil ist der Fall, die Hunde werden durchwegs gesünder, weil die Zuchtverbände Probleme nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern sie beseitigen wollen!


Markus, das Ablegen von Scheuklappen taete dir in dieser Hinsicht sehr wohl ganz gut......ich bin weder ein militanter Tierschuetzer (ich kann dieses Wort nicht leiden) oder sonst was, noch bin ich gegen Zuechter per se......aber sogar ich bekomme mit, dass in Wirklichkeit - und da muss man halt mal mit offenen Augen durch die Strassen laufen - viele Rassen sehr wohl verhunzt sind, dazu gibt es auch hier etliche threads und Diskussionen. Wie oft wird heute v.a. auf das Aeussere des Hundes wertgelegt und die Gesundheit, Wiederstandfaehigkeit etc. vernachlaessigt......schau dir Rassen wie den Mops (man moege mir verzeihen, das uebliche Beispiel.....ich liebe jedoch diese Rasse) an....oder Shar Pei und dergleichen.....oder der Trend zu den Mini bzw. Extremzuechtungen....das nennst du verantwortungsvoll und im Sinne des Hundes? Welche Diskussionen und Streitigkeiten gibt es innerhalb den jeweiligen Zuchtverbaenden? Die Liste ist lang....in Wirklichkeit hat man sehr wohl den Eindruck, dass es sehr schwer ist einen serioesen Zuechter zu finden, dem das Wohl der Rasse wichtiger ist als gewisse Modeerscheinungen.

Also es weht weder ein Wind noch ein Lueftchen........:cool:

daniela verrall
05.01.2010, 17:19
@markus

leider machen das nicht alle zuchtverbände und alle clubs:eek: einzelne züchter aber sehrwohl:cool:

Unterschreib:) Es gibt sie auf jeden Fall, die Zuechter, die sich ihrer Rasse etc. verschreiben und nach besten Gewissen zuechten......keine Frage. Und die sollte man auch weiterhin unterstuetzen....aber so zu tun, als waere alles hauptsaechlich in Ordnung in der Zuechterwelt.....sorry, aber entbehrt wohl jeder Wirklichkeit.

daniela verrall
05.01.2010, 17:21
Hi,

ich glaub, das darf man nicht pauschalieren - es gibt auch Hundevereine, in denen Tierschutzhunde mehr als willkommen sind :)

lg Nina

Gibt sie sicherlich....bei der Gelegenheit wuerde mich ernsthaft interessieren welche......den ich musste erst kuerzlich die gegenteilige Erfahrung machen.

Markus Pollak
05.01.2010, 17:36
Du redest von Hunderassen, deren Äusseres den Gedanken auf Qualzuchten aufkommen lässt, aber das hat mit dem Thema "Rassehund vom Züchter" recht wenig zu tun.

Solche Hunderassen sind natürlich gut geeignet um von Tierschützern als "Argument" gegen Rassehunde vom Züchter verwendet zu werden, der überwiegende Teil der Rassehunde sieht aber ganz anders aus und wird sehr wohl auf Wesen und Gesundheit selektiert!

Versteh mich nicht falsch, wenn ich so viel Zeit im TH bzw. mit Leuten aus dem TH verbringen würde, wäre ich auch nicht objektiv...verstehe ich schon.
Deine Einschätzung, dass ein sooooo geringer Teil der Hunde vom Züchter stammt, kann so nicht stimmen - kannst ja die geworfenen Welpen der letzten 10 Jahre mit dem Bestand an Hunden in Österreich vergleichen, dann sieht man am ehesten wie gross der Anteil an Züchter-Hunden ist.

Dass davon nur ein verschwindend geringer Teil im TH landet, gibt mir doch recht!!!

WEG mit den nicht registrierten Vermehrern und den nicht registrierten Importen und schon habt ihr im TH Personalüberschuss!

Du redest immer von "nicht exekutierbar" - Unsinn, so wie ich es in meinen Vorschlägen geschrieben habe IST es exekutierbar, da dafür kein weiteres Personal nötig ist, sondern nur die Datenbank (eine Kleinigkeit, braucht man nur die von AnimalData übernehmen) und die PFLICHT für Tierärzte, Patienten (Hunde) zu kontrollieren....Chip ablesen und Daten der Datenbank überprüfen, bei falschen Angaben MELDUNG an die Registrierungsstelle.....FERTIG exekutiert - mehr ist nicht nötig.

DU redest dagegen von "Reformen" ohne zu sagen WELCHE Reform die vorschwebt?
Reform ist ein nettes Wort, aber das kann viel oder gar nichts enthalten´.
Der NÖ HundehalteG ist auch eine "Reform", es reformiert den Umgang mit Hunden in NÖ...was heisst das schon?
Wenn du bessere Ideen hast - bitte - her damit, wir hören sie gerne!

LG

Markus

daniela verrall
05.01.2010, 17:50
Du redest von Hunderassen, deren Äusseres den Gedanken auf Qualzuchten aufkommen lässt, aber das hat mit dem Thema "Rassehund vom Züchter" recht wenig zu tun.

Solche Hunderassen sind natürlich gut geeignet um von Tierschützern als "Argument" gegen Rassehunde vom Züchter verwendet zu werden, der überwiegende Teil der Rassehunde sieht aber ganz anders aus und wird sehr wohl auf Wesen und Gesundheit selektiert!

Versteh mich nicht falsch, wenn ich so viel Zeit im TH bzw. mit Leuten aus dem TH verbringen würde, wäre ich auch nicht objektiv...verstehe ich schon.
Deine Einschätzung, dass ein sooooo geringer Teil der Hunde vom Züchter stammt, kann so nicht stimmen - kannst ja die geworfenen Welpen der letzten 10 Jahre mit dem Bestand an Hunden in Österreich vergleichen, dann sieht man am ehesten wie gross der Anteil an Züchter-Hunden ist.

Dass davon nur ein verschwindend geringer Teil im TH landet, gibt mir doch recht!!!

WEG mit den nicht registrierten Vermehrern und den nicht registrierten Importen und schon habt ihr im TH Personalüberschuss!

Du redest immer von "nicht exekutierbar" - Unsinn, so wie ich es in meinen Vorschlägen geschrieben habe IST es exekutierbar, da dafür kein weiteres Personal nötig ist, sondern nur die Datenbank (eine Kleinigkeit, braucht man nur die von AnimalData übernehmen) und die PFLICHT für Tierärzte, Patienten (Hunde) zu kontrollieren....Chip ablesen und Daten der Datenbank überprüfen, bei falschen Angaben MELDUNG an die Registrierungsstelle.....FERTIG exekutiert - mehr ist nicht nötig.

DU redest dagegen von "Reformen" ohne zu sagen WELCHE Reform die vorschwebt?
Reform ist ein nettes Wort, aber das kann viel oder gar nichts enthalten´.
Der NÖ HundehalteG ist auch eine "Reform", es reformiert den Umgang mit Hunden in NÖ...was heisst das schon?
Wenn du bessere Ideen hast - bitte - her damit, wir hören sie gerne!

LG

Markus

Markus, lese, verstehe und dann schreib.......wieviele Hunde stammen vom Zuechter? Nenn mir die Zahlen, die nachweislich ueberpruefbar sind.....und vergleiche die mit der bestehenden Hundepopulation. Wobei auch nur ein geringer Teil der Hunde gemeldete sind....insofern stehen wir da auch wieder am Anfang. Ich wage zu behaupten, dass der Anteil der Zuechterhunde gering ist, gering im Vergleich zu den vorhandenen Mischlingen ......du meinst ich beziehe mich nur auf die sogenannten Qualzuchten und deiner Meinung nach stammt kein einziger von denen von eingetragenen durch den jeweiligen Verband anerkannten Zuechtern.....hmm....das glaubst du ernsthaft? Dann erklaere mir doch bitte, wieso diese Diskussion auch z.B. immer wieder hier teils recht sachlich gefuehrt wird.......alle paranoid oder fanatische Tierschuetzer. Du hast auch ueberlesen, dass ich NICHT gegen Zuechter bin.........

Scheuklappen, sorry, die hast meiner Meinung nach eher du...., aber bitte, da werden wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Verstoesse muessen exekutierbar sein! Was nuetzt dir sonst die Registrierung etc.?????? Da nuetzt es auch relativ wenig, wenn die Meldung eingeht, dass Herr So und So gegen das Gesetz verstossen hat, neben einen Brief wird das wohl auch ein Beamter kontrollieren muessen.

Abgesehen davon, dass ich dagegen bin, dass Tieraerzte quasi als Kontrollorgane eingesetzt werden und eine diesbezuegliche Meldepflicht haben. Warum? Weil es sonst tatsaechlich Menschen gibt, die sich einen Gang zum Tierarzt 2 mal ueberlegen.

Du musst nicht meiner Meinung sein, aber hab die Guete, zu akzeptieren, dass ich deine Meinung nicht 100% teile.

Und zum letzten Mal, ich habe nicht geschrieben oder behauptet, dass ich einen besseren Vorschlag habe, sondern es besser faende, wenn die bestehenden Gesetze vollstreckt und umgesetzt werden BEVOR man wieder neue Gesetze erlaesst. Das ist doch wohl klar und deutlich, oder?

PitbullXena
05.01.2010, 17:54
Abgesehen davon, dass ich dagegen bin, dass Tieraerzte quasi als Kontrollorgane eingesetzt werden und eine diesbezuegliche Meldepflicht haben. Warum? Weil es sonst tatsaechlich Menschen gibt, die sich einen Gang zum Tierarzt 2 mal ueberlegen.

aber diese menschen gibt es 1. sowieso und 2. sind das genau die menschen die zwar zum TA gehen, nach der behandlung aber dann plötzlich meinen: na leisten kann ich mir das aber jetzt nicht :o
oder sie wollen gleich die euthanasie weils ihnen zu teuer ist....also ich denke es wäre kein schlechter ansatz dass man als tierarzt kontrollen durchführt...momentan sind einem ja dahingehend die hände gebunden....

lg nina und co

daniela verrall
05.01.2010, 17:59
aber diese menschen gibt es 1. sowieso und 2. sind das genau die menschen die zwar zum TA gehen, nach der behandlung aber dann plötzlich meinen: na leisten kann ich mir das aber jetzt nicht :o
oder sie wollen gleich die euthanasie weils ihnen zu teuer ist....also ich denke es wäre kein schlechter ansatz dass man als tierarzt kontrollen durchführt...momentan sind einem ja dahingehend die hände gebunden....

lg nina und co

Das sehe ich nicht so......es gibt sie sehr wohl, die Menschen, die es sich nicht leisten koennen, den Hund nicht angemeldet haben und dennoch den Hund im Krankheitsfall zum TA bringen......und genau die wuerden es sich 2 mal ueberlegen dort hinzugehen. Ein TA Praxis sollte dennoch immer ein Ort sein, wo Mensch mit Hund hinkann. Inwiefern der jeweilige TA die Bezahlungsmodalitaeten handhabt, das bleibt ihm ueberlassen.

Sollte diese Meldepflicht in Kraft treten, glaubst du ernsthaft, dass dadurch 1 Hund weniger aus fadenscheinigen Gruenden euthanisiert wird? Ich denke nicht.

Ich will auch nicht in einem polizeiaehnlichen Staat leben.

Da soll man von mir aus die Chippflicht mit der Hundesteuerpflicht kombinieren und dies so checken.......das dies Hand in Hand geht.

Markus Pollak
05.01.2010, 18:09
Du solltest dich ein bisserl weniger angegriffen fühlen - das hat nämlich wirklich niemand gemacht!!!

Wir führen hier eine ganz normale Diskussion, sonst nichts!


Markus, lese, verstehe und dann schreib.......

Diese Worte muss ich an dich richten, denn das....


.....du meinst ich beziehe mich nur auf die sogenannten Qualzuchten und deiner Meinung nach stammt kein einziger von denen von eingetragenen durch den jeweiligen Verband anerkannten Zuechtern

habe ich nicht behauptet!!!
Es gibt sie und sie werden leider durch Erfolge auf Hundeausstellungen noch als "gut und schön" bestätigt.
Dagegen bin ich voll und ganz.
Ich habe nur gesagt, dass die meisten Hunderassen anders aussehen!!!


Nenn mir die Zahlen, die nachweislich ueberpruefbar sind.....und vergleiche die mit der bestehenden Hundepopulation. Wobei auch nur ein geringer Teil der Hunde gemeldete sind....insofern stehen wir da auch wieder am Anfang.

Das kann ich gerne machen, geht aber nicht heute, denn dazu brauche ich die Hundezuchtbücher von ÖKV und ÖHU.
Dann sehen wir ganz schnell wie gross der Anteil dieser Hunde ist.
Genaue Zahlen über in Österreich lebende Hunde werden wir nicht finden, aber es gibt Schätzungen und die können wir gerne nehmen.

PitbullXena
05.01.2010, 18:10
Das sehe ich nicht so......es gibt sie sehr wohl, die Menschen, die es sich nicht leisten koennen, den Hund nicht angemeldet haben und dennoch den Hund im Krankheitsfall zum TA bringen......und genau die wuerden es sich 2 mal ueberlegen dort hinzugehen. Ein TA Praxis sollte dennoch immer ein Ort sein, wo Mensch mit Hund hinkann. Inwiefern der jeweilige TA die Bezahlungsmodalitaeten handhabt, das bleibt ihm ueberlassen.

Sollte diese Meldepflicht in Kraft treten, glaubst du ernsthaft, dass dadurch 1 Hund weniger aus fadenscheinigen Gruenden euthanisiert wird? Ich denke nicht.

Ich will auch nicht in einem polizeiaehnlichen Staat leben.

Da soll man von mir aus die Chippflicht mit der Hundesteuerpflicht kombinieren und dies so checken.......das dies Hand in Hand geht.

auch wenn ich hier vielleicht dafür gesteinigt werde, aber wenn ich es mir nichtmal leisten kann meinen hund (zumindest bei der jetzigen hundesteuer von etwas über 40 euro PRO JAHR in wien) anzumelden dann sollte ich mir auch keinen hund zulegen...alleine die impfungen kosten jährlich mehr als die hundesteuer, was wiederum impliziert dass viele dieser hunde nicht geimpft sind (wohin das führt weiß man ja)

zum thema eutha aus fadenscheinigen gründen: es ist VERBOTEN ein tier ohne medizinischer indikation zu euthanasieren...ich kenne gsd auch keinen TA der das nicht auch so sieht ;)

wenn man die chippflicht mit der meldepflicht kombiniert haben wir wieder das problem dass die schwarzen schafe somit sicher NICHT erfasst werden!

lg nina und co

Gelöscht_38
05.01.2010, 18:11
Gibt sie sicherlich....bei der Gelegenheit wuerde mich ernsthaft interessieren welche......den ich musste erst kuerzlich die gegenteilige Erfahrung machen.

Hi,

ich kann jetzt nur von meinen Erfahrungen in Tirol sprechen und da fallen mir auf Anhieb 5 Hundevereine ein, in denen es keinerlei Probleme gibt, wenn man mit einem Tierheimhund kommt :)

UND: eine Hundeschule, die einen Hund aus diesem Grund nicht aufnimmt, kann kaum eine gute Hundeschule sein, find ich ...

lg Nina

Markus Pollak
05.01.2010, 18:21
Verstoesse muessen exekutierbar sein! Was nuetzt dir sonst die Registrierung etc.?????? Da nuetzt es auch relativ wenig, wenn die Meldung eingeht, dass Herr So und So gegen das Gesetz verstossen hat, neben einen Brief wird das wohl auch ein Beamter kontrollieren muessen.


Das ist alles regelbar und braucht nur in den Gesetzestext einfliessen...kein wirkliches Problem.
Strafen kann man natürlich bei Verstössen - warum sollte das nicht exekutierbar sein, es ist ein einfacher Brief mit einem Erlagschein an dessen Rückseite die Aufklärung über Rechtsmittel gedruckt ist....kennen wir doch auch von Parkstrafen ;-)



Abgesehen davon, dass ich dagegen bin, dass Tieraerzte quasi als Kontrollorgane eingesetzt werden und eine diesbezuegliche Meldepflicht haben. Warum? Weil es sonst tatsaechlich Menschen gibt, die sich einen Gang zum Tierarzt 2 mal ueberlegen.

Dieses und ähnliche Argumente habe ich schön gehört und sie stimmen!
ABER man muss die positiven und die negativen Auswirkungen sehen und bei leeren Tierheimen ist die positive Wirkung wohl deutlich stärker!
Der eine oder andere Hund wird VIELLEICHT wirklich nicht zum TA gebracht werden, aber da kann es sich wirklich nur um Einzelfälle handeln.
Hunde, die bei einem Halter sind, der Angst vor einer einfachen Chip-Kontrolle hat, sind auch jetzt nicht gut dran!



Und zum letzten Mal, ich habe nicht geschrieben oder behauptet, dass ich einen besseren Vorschlag habe, sondern es besser faende, wenn die bestehenden Gesetze vollstreckt und umgesetzt werden BEVOR man wieder neue Gesetze erlaesst. Das ist doch wohl klar und deutlich, oder?

Klar und deutlich schon, aber auf WELCHE Gesetze beziehst du dich?
Ich kenne kein Gesetz, das weniger Aufwand bedeutet und gleichzeitig bei der Vermeidung von weiteren Hinterhofzüchtungen hilft - kennst du es?

Bestehende Gesetze sind nicht immer gute Gesetze (siehe NÖ)...da kann man schon auch für eine Nachbesserung eintreten, besonders, wenn sie Tierleid vermeidet!

kaukase01
05.01.2010, 19:05
hinter diesem ganzen neuen hundegesetzen brüsten sich gewisse politiker nur umzu sagen zu können sie haben etwas gemacht, ihre arbeit ist jetzt erledigt.
Wer soll das ganze gesetz kontrollieren? die polizei, die selber an personalnot leiden und dankbar über jede neuaufnahme sind.
Die gemeinde? ein bekannter von mir ist bei der ma48 und hat die prüfung zum waste watcher (kacki kontrolle) machen "MÜSSEN". Er sagte zu mir das er genau niemanden ermahnt, weil 1. muss er es zusätzlich machen ohne sonderzahlung usw. 2. möchte er sich nicht von ignoranten hh beschimpfen lassen so wie es einigen kollegen von im ergangen ist.
Somit wird sich denke ich genau nix ändern, gewisse hh wissen mit der zeit das sie nicht kontrolliert werden und das gleiche schandluder geht von vorne wieder los.

Tamino
05.01.2010, 19:26
Das sehe ich nicht so......es gibt sie sehr wohl, die Menschen, die es sich nicht leisten koennen, den Hund nicht angemeldet haben und dennoch den Hund im Krankheitsfall zum TA bringen......und genau die wuerden es sich 2 mal ueberlegen dort hinzugehen. Ein TA Praxis sollte dennoch immer ein Ort sein, wo Mensch mit Hund hinkann. Inwiefern der jeweilige TA die Bezahlungsmodalitaeten handhabt, das bleibt ihm ueberlassen.

Sollte diese Meldepflicht in Kraft treten, glaubst du ernsthaft, dass dadurch 1 Hund weniger aus fadenscheinigen Gruenden euthanisiert wird? Ich denke nicht.

Ich will auch nicht in einem polizeiaehnlichen Staat leben.

Da soll man von mir aus die Chippflicht mit der Hundesteuerpflicht kombinieren und dies so checken.......das dies Hand in Hand geht.


:) Da stimm ich Dir voll zu. Tierärzte als Kontrollorgan, als Meldeorgan? TA als verlängerter Arm von Gesetzen? Na servas. Tel. grad nebenbei mit meinem Ex, der meint, da würde man aber die Standesregeln sehr falsch sehen. Abgesehen bei mehr Verwaltungsarbeit, weniger Zeit für Weiterbildung und die ist dringendst notwendig aufgrund der Spezialisierung.

Außerdem versteh ich mal grundsätzlich eines nicht ganz: um Gesetze zu schaffen, müßte man ja auch per Gesetz festlegen, welche Ausbildung ein Züchter durchlaufen muss. Weiterbildung, Prüfungen etc. Und wer legt das fest? Welche Fachleute, welche Kommissionen?, die Züchter. Das gibt Krieg.

Außerdem, wird dann ein Fehler, den HH nunmal machen, ein unfreiwilliger Deckakt kriminalisiert?

Abgesehen davon, ohne einzelne Züchter oder Verbände, die sicher tolle Arbeit leisten, angreifen zu wollen, es sind die Züchter, es sind die Verbände, die sich an so mancher Rasse defintiv zum Schlechten ausgetobt haben. z.B. Dogge, DSH, old Engl Bull, Irish wolf, Bearded, Briard, u. einige mehr.

PitbullXena
05.01.2010, 19:31
:) Da stimm ich Dir voll zu. Tierärzte als Kontrollorgan, als Meldeorgan? TA als verlängerter Arm von Gesetzen? Na servas. Tel. grad nebenbei mit meinem Ex, der meint, da würde man aber die Standesregeln sehr falsch sehen. Abgesehen bei mehr Verwaltungsarbeit, weniger Zeit für Weiterbildung und die ist dringendst notwendig aufgrund der Spezialisierung.

also ich seh da nicht so viel aufwand dabei dass man den chip kontrolliert und in die datenbank eingibt :confused: kann man ja gleich mit dem impfen z.b. verbinden..impfpass kontrollieren, namen anschauen, nummer eingeben und gut ists...dass da weiterbildungen drunter leiden würden kann ich mir nicht vorstellen...denn dann dürfte ich z.b. auch keine ordentliche klinische untersuchung bei einer einfachen impfung durchführen, denn auch das ist zeitaufwendig, gehört aber m.m.n. auch bei einem gesunden hund beim impfen gemacht ;)

lg nina und co

Tamino
05.01.2010, 19:36
also ich seh da nicht so viel aufwand dabei dass man den chip kontrolliert und in die datenbank eingibt :confused: kann man ja gleich mit dem impfen z.b. verbinden..impfpass kontrollieren, namen anschauen, nummer eingeben und gut ists...dass da weiterbildungen drunter leiden würden kann ich mir nicht vorstellen...denn dann dürfte ich z.b. auch keine ordentliche klinische untersuchung bei einer einfachen impfung durchführen, denn auch das ist zeitaufwendig, gehört aber m.m.n. auch bei einem gesunden hund beim impfen gemacht ;)



lg nina und co


:o Dann hab ich schlampig gelesen, wenns nur um die Kontrolle des Chip geht, ist der Aufwand nicht groß, hast Du recht. Dachte es ginge um mehr. Aber bevor dann z.B. ein TA einen Hund chipt, müßte er dann z.B. die Einfuhrpapiere 8siehe Tierschutz Ausland) kontrollieren etc etc und quasi die Menschen, die sich so einen Hund nehmen, bei der Polizei melden, wenn nicht alles stimmt?

PitbullXena
05.01.2010, 19:40
:o Dann hab ich schlampig gelesen, wenns nur um die Kontrolle des Chip geht, ist der Aufwand nicht groß, hast Du recht. Dachte es ginge um mehr. Aber bevor dann z.B. ein TA einen Hund chipt, müßte er dann z.B. die Einfuhrpapiere 8siehe Tierschutz Ausland) kontrollieren etc etc und quasi die Menschen, die sich so einen Hund nehmen, bei der Polizei melden, wenn nicht alles stimmt?

ist mir aber immer noch lieber als mir sind die hände gebunden obwohl ich genau weiß dass der kranke welpe auf dem tisch aus dubioser herkunft ist ;)
da nehm ich doch gerne den aufwand in kauf :)

daniela verrall
05.01.2010, 20:44
Markus, ganz ehrlich gesagt, ich finde du siehst den dahinter bestehenden Aufwand nicht. Von welchen Konsequenzen bei nicht Einhaltung reden wir hier eigentlich?

Mann nimmt sich Hund vom Vermehrer, Hund tut ihm leid.....ok, er registriert ihn nicht, wobei sollte er ihn tatsaechlich registrieren (meine jetzt nicht chippen), dann wuerde ihm, FALLS ich es richtig verstanden habe, eine Strafe drohen oder nicht? Dem Vermehrer, sollte man ihm habhaft werden, droht eine Strafe, auch wenn dieser in Ungarn sitzt oder den Hund durch Mittelsmaenner verkauft hat. Ok. Was passiert bei nicht Bezahlung der Strafe? Wird der Hund abgenommen? Was?

Ich fresse einen Besen mit Mayo und Ketschup, wenn es deswegen weniger Hunde im TH gibt, schon alleine deswegen, weil dafuer die Hunde aus anderen Gruende zu uns gelangen. Denke auch, dass auf Grund so eines Gesetzes, Hunde beschlagnahmt werden muessten, bzw. auch von den Besitzern lieber ins TH abgegeben werden um weitere Querelen und Konsequenzen zu vermeiden.

Also, mich wuerde im Detail interessieren, wie du dir die Strafe und rechtliche Konseuqenzen / Massnahmen vorstellen wuerdest, wenn jemand seinen Hund beim Vermehrer (wie willst du das kontrollieren, man kann ja auch sagen, den Hund habe ich herrenlos auf der Strasse gefunden) kauft?

daniela verrall
05.01.2010, 20:50
ist mir aber immer noch lieber als mir sind die hände gebunden obwohl ich genau weiß dass der kranke welpe auf dem tisch aus dubioser herkunft ist ;)
da nehm ich doch gerne den aufwand in kauf :)

Und was glaubst du passiert mit dem betreffenden kranken Welpen? Und es geht ja eigentlich um Hunde von Vermehrern, dh. auch von sogenannten Hobbyzuechtern, oder?

DU nimmst es gerne in Kauf, ich z.B. nicht.

PitbullXena
05.01.2010, 21:03
Und was glaubst du passiert mit dem betreffenden kranken Welpen? Und es geht ja eigentlich um Hunde von Vermehrern, dh. auch von sogenannten Hobbyzuechtern, oder?

DU nimmst es gerne in Kauf, ich z.B. nicht.

hm, ich denke es wird zunächst sicher nicht dazu beitragen dass im TSH weniger hunde sitzen, das habe ich auch nie behauptet...aber ich denke es würde doch einige potentielle käufer abschrecken wenn sie mit strafen zu rechnen hätten...

was passiert mit den hunden? naja was ist wenn man dann eben eine saftige strafe bekommt (sagen wir mal so hoch dass es an den kaufpreis eines hundes von einem guten züchter herankommt), den hund aber behalten darf wenn man die strafe bezahlt?
da würden sicher diejenigen die wirklich einen hund haben wollen überlegen ob sie sich nicht doch bei einem Züchter oder im Tierheim, wo man nicht so tief in die tasche greifen muss, nachfragen bevor sie das risiko eingehen sich einen kranken hund zum preis eines hundes vom züchter holen ;)
ist jetzt nur so ein gedanke...:)

lg nina und co

daniela verrall
05.01.2010, 21:07
hm, ich denke es wird zunächst sicher nicht dazu beitragen dass im TSH weniger hunde sitzen, das habe ich auch nie behauptet...aber ich denke es würde doch einige potentielle käufer abschrecken wenn sie mit strafen zu rechnen hätten...

was passiert mit den hunden? naja was ist wenn man dann eben eine saftige strafe bekommt (sagen wir mal so hoch dass es an den kaufpreis eines hundes von einem guten züchter herankommt), den hund aber behalten darf wenn man die strafe bezahlt?
da würden sicher diejenigen die wirklich einen hund haben wollen überlegen ob sie sich nicht doch bei einem Züchter oder im Tierheim, wo man nicht so tief in die tasche greifen muss, nachfragen bevor sie das risiko eingehen sich einen kranken hund zum preis eines hundes vom züchter holen ;)
ist jetzt nur so ein gedanke...:)

lg nina und co


Die meisten dieser Hund werden leider bei uns im TH landen....weil viele diese Preise auch nicht zahlen koennen. Das sieht man sehr schoen an den teils horrenden Abgaben in Deutschland. Nicht jeder Welpe vom Vermehrer (ich schliesse die Puppy Mills hier eindeutig mal aus) ist automatisch krank.......

ok was faellt unter Vermehrer....? Jeder Hund der nicht von einem Zuechter mit ordentlichen vom jeweiligen Verband anerkannten Papiere, oder?

Tut leid, die Rechnung geht hier nicht auf.......

PitbullXena
05.01.2010, 21:12
Die meisten dieser Hund werden leider bei uns im TH landen....weil viele diese Preise auch nicht zahlen koennen. Das sieht man sehr schoen an den teils horrenden Abgaben in Deutschland. Nicht jeder Welpe vom Vermehrer (ich schliesse die Puppy Mills hier eindeutig mal aus) ist automatisch krank.......

ok was faellt unter Vermehrer....? Jeder Hund der nicht von einem Zuechter mit ordentlichen vom jeweiligen Verband anerkannten Papiere, oder?

Tut leid, die Rechnung geht hier nicht auf.......

vorrübergehend würde es so ziemlich sicher sein...aber langfristig würden die vermehrerhunde mit sicherheit zurückgehen, weil es eben abschreckt :o

daniela verrall
05.01.2010, 21:21
vorrübergehend würde es so ziemlich sicher sein...aber langfristig würden die vermehrerhunde mit sicherheit zurückgehen, weil es eben abschreckt :o


Nein wird es nicht, weil die Kontrollen nicht 100% durchfuehrbar sind und das "kurzfristig", da denke ich eher an Jahre....und tut leid, solche Kollateralschaeden.....nein, das sind Lebewesen, die dann ihr Leben im Zwinger verbringen muessen. Das vergisst man hier anscheinend........nicht jeder der sich einen Hund nimmt, der eben nicht von einem ordentlichen Zuechter kommt, behandelt seinen Hund schlecht....

Ich glaube auch, so kommen wir nicht weiter.....

MichlS
05.01.2010, 21:28
@daniela

welche Vorschläge hättest du den das Problem zu lösen?

daniela verrall
05.01.2010, 21:36
@daniela

welche Vorschläge hättest du den das Problem zu lösen?

Bitte lies meine Beitraege durch....ich kann und moechte mich nicht nochmals wiederholen :o

MichlS
05.01.2010, 21:39
Bitte lies meine Beitraege durch....ich kann und moechte mich nicht nochmals wiederholen :o

Wollte ich eigentlich vermeiden das ganze (unnötige) Hick Hack durchzuarbeiten...naja dann halt nicht

Markus Pollak
06.01.2010, 01:37
Kannst dir auch sparen, sie hat ja keine Vorschläge!!!
Aus diesem Grund ist diese Diskussion für mich zumindest vorerst beendet.

kylie
06.01.2010, 01:56
:eek: na servas, da hat sich ja massig was getan! hab zwar brav alles nachgelesen, bin aber schon ein bisserl wirr... irgendwie, von jedem dorf an hund sozusagen;)
ich kann hier viele meinungen nachvollziehen und sooo weit weg voneinander sind sie nicht. die theorie, also die lösungsansätze, finden wohl die meisten gut, die umsetzbarkeit ist auch für mich fraglich. ebenso, wie der tatsächlich "nutzen".

hmmm, ja, bestehende gesetze müssten endlich exekutiert werden. zum geringen teil durch die exekutive selbst, zum größeren teil durch andere einsetzbare kräfte (siehe kurzparkzonen oä)
und ja, teilw. müssten bestehende gesetze auch geändert werden, einige völlig neu geschrieben werden.
der verwaltungsaufwand wäre ein vielfaches, der exekutionsaufwand ebenfalls. ließe sich, meiner meinung nach, zum teil lösen.
grundvoraussetzung wäre aber zum einen, tatsächlich der politische wille, zum anderen eine funktionierende datenbank, die mit anderen vernetzt ist und das entsprechende personal.
die derzeitige chippflicht bringt genau nix! außer körberlgeld für tas und, so man hundchen auch registrieren lässt, auch dieser stelle was.
gibt aber mehrere reg.stellen, die nicht miteinandere vernetzt sind. somit unbrauchbar zum auffinden eines hhs, eines verloren gegangenen hundes. auch unbrauchbar, wenn man damit einen hh habhaft werden will, der unrechtes getan hat. denn wenn ein hund einen chip trägt, muss er noch lange nicht registriert sein. somit ist die derzeitige verpflichtung schlicht humbug. wären quasi sämtl. personalien des hundes drauf, sähe das schon anders aus. ist derzeit aber nicht so.

90% der th hunde stammen wohl nicht vom ordentlichen züchter, daher für mich nicht sinnvoll, dem züchter mehr auflagen anzuhängen.

hunde aus dem ausland: fängt schon damit an, dass zig mal die offene grenze überquert wird, mit zig autoladungen, die grad zufälligerweise mal aufgegriffen wird. was passiert? die puppies werden gerettet, verpflegt, bleiben meist da, der fahrer kriegt auch noch das geld, damit er den vermehrer zahlen kann, muss höchstens ein bissl strafe zahlen. no, zahlt sich alle mal aus. DA gehört ein neues gesetz her!

einzelhunde die aus dem ausland geholt werden (nicht vom ordentl.züchter): keiner wird kontrolliert, hundchen kommt ins neue heim. vielleicht kommt er zum ta zum impfen, zum schauen, ob gesund. vielleicht aber auch nicht, wird schon nix sein.
meine bedenken, wie die von daniela, ist der ta verpflichtet, chipkontrolle zu machen, etc., wird der besitzer den ta besuch unterlassen. warum? na weil das geld kostet und er ja extra einen billigen vom ausland geholt hat. anmelden zur steuer? wohl nicht recht oft. somit lebt er, wie zig andere als u-boot dahin. fraglich, ob man sich solche lückenlose kontrollen leisten kann, um diese u-boote zu finden.

hinterhofzucht im "gemeindebau" (kann x-beliegig wo stattfinden): passt exakt obiger text. DA gehört ein neues gesetz her.

huch, ich hab soviele gedanken, dass alles nur noch verworrener wird... muss ich erstmal ordnen.
als abschluss vorerst (und damit zum abschuss preisgegeben): theor. könnte man die rasseliste aus nö mal abwarten, soll heißen, so sie auch kommt, sehen, was es "bringt". und da wir wissen, dass sie genau nix bringt, weil an der ursache des problems vorbeigehend, genau da einhaken, ursachen und problemlösungsansätze aufzeigen (wie hier ja mehrmals geschrieben wurde), ein projekt anbieten.... welches von hhs, hundeschulen, kynologen, soziologen, tierschutz, etc. gemeinsam ausgearbeitet wird/wurde.
jaja, ich geh schon träumen, hoffe aber in den nächsten tagen, mich etwas klarer ausdrücken zu können.
lg heidi

kylie
06.01.2010, 01:58
@ markus, kann schon sein, dass sie hier keine vorschläge präsentiert, tat ich nun auch nicht, andernorts da irgendwo schon...
aber daniela spricht ihre bedenken aus, die auch auch nachvollziehen kann, ebenso, wie deine ansätze, denen ich viel abgewinnen kann.

PitBullTerrier
06.01.2010, 09:00
Daniela Veral hat leider eine sehr seltsame Art, "logisch" zu denken:
einerseits zählt sie die Mängel der vorhandenen Gesetzte auf,
andererseits möchte sie keine beseren Gesetzte, sondern dass die ungenügenden Gesetzte einmal zu 100 % exekutiert werden.

Dabei übersieht sie, dass die Mängel der Gesetze ja der Grund sind, dass sich kaum jemand drum schert.

Wetterhexe
06.01.2010, 09:25
Heidi, ich kann dir nur sagen, was so ein Gesetz hier in BaWü gebracht hat.
Von den Straßen sind Bullbreeds weitgehend verschwunden - geblieben sind die am Busbahnhof und im "Viertel".
Im Tierheim sitzen zu 80% eingezogene, schwer vermittelbare, da "scharfgemachte" Hunde, die eingezogen wurden - derweil sich die ehemaligen Besitzer wieder neu eindecken - Tschechien, Polen sind nicht weit. aus dem Urlaub wird eben ein neuer mitgebracht:( wobei der Trend grad zum HSH geht, Kangal, Kaukase......

daniela verrall
06.01.2010, 09:40
Kannst dir auch sparen, sie hat ja keine Vorschläge!!!
Aus diesem Grund ist diese Diskussion für mich zumindest vorerst beendet.

Deine Art ist echt manchmal sehr eigen........nochmals: ich finde dein Engagement gut und sinnvoll, ich finde deine Vorschlaege bilden eine sehr gute Basis! Aber man kann und sollte sie meiner Meinung nach nicht in dieser Form 1 zu 1 umsetzen. Warum? Meine Bedenken habe ich hier erläutert.

Und zum allerletzten Mal: ich habe wiederholt geschrieben, dass ich KEINE Loesung parat habe! Ausser, dass ich dafuer bin, bevor man neue Gesetze ins Leben ruft, sollte man ersteinmal die bestehenden exekutieren koennen, dafuer bedarf es aber erstens den politischen Willen, zweitens mehr Beamten und drittens mehr finanzielle Mitteln.

Und bei allem Respekt, ich kenne meine Grenzen, das bedeutet jedoch nicht, dass ich deine Vorschlaege nicht kritisieren oder hinterfragen darf, nach dem Motto.....nur wer einen besseren Vorschlag hat, darf den Mund aufmachen. So funktioniert das definitiv nicht! Es betrifft uns alle, und nicht nur Hunde im "normalen" Leben, sondern auch die vielen Hunde die bei uns in OE im Tierheim sitzen. Kein einzelner Mensch kann einen Gesetztesvorschlag machen, der von blind uebernommen werden kann. Das ist ein Prozess.

Also wuerde ich an deiner Stelle nicht den Eingeschnappten spielen, sondern vielleicht auch einmal in Ruhe nachdenken.

Deine Art und Weise mit Kritik und Bedenken (das ist ja nicht persoenlich gegen dich gerichtet) umzugehen, die bereitet mir persoenlich Unbehagen, siehe die Art und Weise wie du andere Nicht Soka Hundehalter oft in die Ecke treibst.

Und zuletzt: ich habe dir ein paar sehr praezise Fragen hinsichtlich der Vorgehensweise gestellt, wenn z.B. ein Halter den Hund von XY hat......was passiert genau? Welche Art von Strafen schweben dir vor? Was passiert wenn diese nicht eingetrieben werden koennten? Da geht es wohl um einiges mehr als dem betreffenden einfach eine Strafe per Erlagschein zuzuschicken.

Was ich dir "vorwerfe" ist, dass du den einzelnen Hund als solches hinter dieser Massnahmenregelung aus den Augen verlierst!

Edit: @ Heidi: danke genau das ist es.......es ist ein dermassen kompliziertes und vielschichtiges Thema, bzw. da spielen so viele Faktoren eine Rolle, da so ein simpler Vorschlag nicht greiffen wird und ich befuerchte, dass sich dadurch noch mehr Hintertueren und "Kollateralschaeden" fuer solche Hunde ergeben.

Und ja, es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass ein grosser Teil der Hund vom Zuechter kommen! Das Bild auf der Strasse sagt etwas anderes aus.

DOJO2
06.01.2010, 10:31
Daniela Veral hat leider eine sehr seltsame Art, "logisch" zu denken:
einerseits zählt sie die Mängel der vorhandenen Gesetzte auf,
andererseits möchte sie keine beseren Gesetzte, sondern dass die ungenügenden Gesetzte einmal zu 100 % exekutiert werden.

Dabei übersieht sie, dass die Mängel der Gesetze ja der Grund sind, dass sich kaum jemand drum schert.


Sehe ich wieder nicht so . !

In meinen Augen hat sie mit ihrer Aussage vollkommen recht .
Es gibt genug Gesetze , die aber fast nicht überprüft bzw dann auch durchgesetzt werden .
Man findet überall Mängel . Wenn man nach Deiner Logik gehen würde , bräuchte man alle 2 - 3 Monate jeweils ein neues Gesetz bzw eine Überarbeitung des bestehenden Gesetzes .

Nun nochmals - wegen der Unbelehrbaren .
Man hat sehr wohl Möglichkeiten diese zu belehren .
1 ) Strafen
Der Weg zum Hirn , führt bei manche über den Geldbeutel .
Es wurde geschrieben , was ist wenn diese Geldstrafe nicht einbringlich ist . Dann gibts ja noch immer die Haftstrafe . Wird ja bei Allimenten auch so geregelt .
2 ) Generelles Hundehalteverbot
Dies bedeutet , er / sie darf weder einen Hund halten noch führen ( Gassi ) .

Josef

perro06
06.01.2010, 10:35
das Leid der Hunde im Tierheim wird sich nur verringern, wenn weniger im TH landen. Also sollte man zumindest die Weitergabe/Haltung eines ungechipten Hundes unter Strafe stellen, so wie man auch ohne Nummerntaferl nicht fahren darf.
Wenn man nicht will, dass die TÄ einen Hund ohne Chip melden müssen, dann sollte die Behörde die gleichen Rechte haben, wie die Petplanversicherung, die darf nämlich an die Daten des TA, um zu prüfen, ob eine Versicherungsleistung eingefordert wird, die ausgenommen ist.
Ein Feld für die Chipnummer und es klingelt ziemlich sicher in der Staatskasse.
Ich bin überzeugt davon, dass viele ihren Hund chippen lassen, damit sie ihn im Notfall wieder finden, aber keine Hundesteuer zahlen;) Gleichzeitig, hätte man die Daten von den HH, die ihre Hunde nicht ordnungsgemäß gechipt haben.
So schwierig kann die Umsetzung nicht sein.

Gerit
06.01.2010, 10:41
Nur eine der vielen Studien, die keine signifikanten Unterschiede im Verhalten der "Listenhunde" im Vergleich mit als "gutmütig" bekannen Hunderassen feststellen!

Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/mittmanna_2002.html




Persönliche Anmerkung: Grösse der Zähne und die Kraft eines Golden Retrievers sind ausreichend um im Fall eines Bisses die selben Verletzungen hervorzurufen, wie bei dem Biss eines "Listenhundes"....das oft gebrauchte Argument "Unterschied beim möglichen Schaden" ist falsch und soll nur Angst schüren.


10 seriöse Studien sind wirkungslos gegen einen Artikel in einer Tageszeitung "Kampfhund biss wieder zu"! Leider!

Gelöscht_38
06.01.2010, 12:37
Hi,

abgesehen davon wär es schon sinnvoll, die im Tierheim oder über Tierschutzvereine vermittelten Hunde nur kastriert abzugeben - dann würde es nicht Pit/Staff-Mischlingswelpen von Tierschutzhunden geben, wie hier gerade in Tirol ...

lg Nina

Tamino
06.01.2010, 14:09
10 seriöse Studien sind wirkungslos gegen einen Artikel in einer Tageszeitung "Kampfhund biss wieder zu"! Leider!

:confused: Sorry, ich kenn den Test samt Aufbau sehr genau. Bitte lesen. Getestet wurde 2 "Kategorien" Hunde und ob es zwischen diesen zwei Kategorien auffällige Verhaltensunterschiede i.S. Aggression gibt:

"Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden die Wesenstests von 415 Hunden der Kategorie 1 (American Staffordshire Terrier und Bullterrier sowie Hunde vom Pitbull-Typus) und Kategorie 2 (Rottweiler, Dobermann und Staffordshire Bullterrier) ausgewertet."

Das Ergebnis war das es zwischen DIESEN RASSEN bzw. Hundety keine signifikanten Unterschiede gibt.

Ein Vergleichstest mit anderen Rassen bzw. Mischlingen fand nicht statt.

PitbullXena
06.01.2010, 14:19
Sorry, ich habe einen Link vergessen....hier sind die Goldies -> http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/johannt_ws04.html

stimmt so nicht ganz :)
markus hat den link zum vergleich mit den goldies eh reingestellt ;)

lg nina und co

Tatze
06.01.2010, 14:21
Hier wurde doch schon ein Test der Staffs mit Goldie vergleicht reingestellt;)
LG

PitbullXena
06.01.2010, 14:30
Hier wurde doch schon ein Test der Staffs mit Goldie vergleicht reingestellt;)
LG

eh, hab nur nochmal den link zu den vergleich-goldies reingestellt weil dies offenbar überlesen wurde :)

Tatze
06.01.2010, 14:42
Ah ok hab ich zu spät gesehen, danke
LG

kaukase01
06.01.2010, 17:35
Heidi, ich kann dir nur sagen, was so ein Gesetz hier in BaWü gebracht hat.
Von den Straßen sind Bullbreeds weitgehend verschwunden - geblieben sind die am Busbahnhof und im "Viertel".
Im Tierheim sitzen zu 80% eingezogene, schwer vermittelbare, da "scharfgemachte" Hunde, die eingezogen wurden - derweil sich die ehemaligen Besitzer wieder neu eindecken - Tschechien, Polen sind nicht weit. aus dem Urlaub wird eben ein neuer mitgebracht:( wobei der Trend grad zum HSH geht, Kangal, Kaukase......

Da ich öfters in deutschland bin bzw. hsh halter aus deutschland kenne ist mir dieser trend auch schon aufgefallen. und es ist zu befürchten das sich dieser trend bei uns ebenfalls einführt.

eleanor
06.01.2010, 18:46
ich kann hier viele meinungen nachvollziehen und sooo weit weg voneinander sind sie nicht. die theorie, also die lösungsansätze, finden wohl die meisten gut, die umsetzbarkeit ist auch für mich fraglich. ebenso, wie der tatsächlich "nutzen".




Ähm, ich bin grad dabei, mich von hinten nach vorn durchzuackern...aber Heidi, was bedeutet DAS jetzt genau? Theorie ist ok, nützt aber nix, und umsetzen läßt sie sich auch nicht, aber ich bin eh mit allen einer Meinung? Was denkst du denn wirklich?

Nero_the_Great
07.01.2010, 10:04
Um nochmal auf die Diskussion aufzuspringen:

Ich glaube manche haben bei den Vorschlägen etwas missverstanden:

Es geht nicht darum Hundhalter eine Strafe anzuhängen wenn sie einen falschen Hund kaufen, sondern jenen welche den Hund verkauft haben.
Dort sitzt das Übel, egal ob direkt der Vermehrer oder nur der Mittelsmann, den Hundehlater kann man nur dazu verpflichten die Daten des Verkäufers bekanntzugeben.

Eine Art Kaufvertrag wäre da auch sinnvoll, wo die Chipnummer vermerkt ist (Chippung ist ja gesetzlich bereits vorgeschrieben, vor erster Weitergabe).
Ist dieser Kaufvertrag nicht vorhanden kann man den Hundhalter von mir aus belangen, mit einer Geldstrafe.
Genauso wie heutzutage fast jeder, kein Fahrzeug ohne Kaufvertrag kaufen würde, so könnte dafür auch bei Hunden bzw. Tieren allgemein, ein Bewusstsein bei den Käufern dafür geschaffen werden.

War ja erst kürzlich der Fall eines Weinachtswelpen welcher an staupe zu Grund ging, weil Impfpass gefälscht etc., allein durch einen Kaufvertrag könnte dann der Verkäufer belangt werden.

Und Mehraufwand ist dies bestimmt keiner, jeder ordentliche Züchter macht einen Kaufvertrag, allein um sich abzusichern.

Dieser Kaufvertrag wird im Zuge der Tierärztlichen Erstuntersuchung durchgesehen und wenn Chipnummer übereinstimmt, Hund gesund, zu den Akten gelegt und aus.

Dies würde auch die administrativen Arbeiten in den Tierheimen erleichtern.

DOJO2
07.01.2010, 11:39
[quote=Nero_the_Great;1832722]Um nochmal auf die Diskussion aufzuspringen:

Ich glaube manche haben bei den Vorschlägen etwas missverstanden:

Es geht nicht darum Hundhalter eine Strafe anzuhängen wenn sie einen falschen Hund kaufen, sondern jenen welche den Hund verkauft haben.
Dort sitzt das Übel, egal ob direkt der Vermehrer oder nur der Mittelsmann, den Hundehlater kann man nur dazu verpflichten die Daten des Verkäufers bekanntzugeben.

Allso ich sehe das wieder gar nicht so .
Ein Züchter kann sich nur auf die Angaben verlassen , die er von den neuen Welpenbesitzern bekommt .
Und mit der Chipp-Pflicht ist schon einiges verbessert . Wobei , wenn der Hund nicht registriert ist , wird es auch wenig bringen . Allso gehört nicht nur das gechippt sein überprüft , sondern auch die Registrierung .
Und ab da , beginnt das Problem .
Wer überprüft - wer soll ein Chipp-Lesegerät
Und für mich war es üblich die gezüchteten Hunde mit Kaufvertrag und Täto Nr. + Impfpaß zu verkaufen .
Aber falls ich einmal Mischlinge hätte , was ja nicht vorkommen wird , würde ich es so machen . Kaufvertrag - Chipp und Impfpaß .

Bei allem anderen geb ich Dir Recht .

Josef

Nero_the_Great
07.01.2010, 11:55
Ich versteh dich jetzt nicht ganz, warum muss sich der Züchter auf die Angaben des Käufers verlassen können?
Wichtig in diesm Fall sind die Angaben über den Verkäufer, damit dies nachvollziehbar ist, der Halter wird ja soweiso beim TA-besuch kontrolliert (laut Chippflicht ist mittels Personalausweis o.ä. die Identität festzustellen bei der registrierung)

Eigentlich ists ganz einfach: Chippung muss ja der Züchter/Produzent des Hundes vornehmen, da sollte eigentlich schon die Personalien erfasst sein, Kaufvertrag dient zur absicherung des Käufers um sich im Fall das es sich um einen illegalen Vermehrerhund handelt nicht belangt werden zu können.


Allein dadurch kann man viel bewirken:

- Kaufvertrag hat Vorteil für den Käufer: kann sich rechtlich absichern, auch gegen eventuelle Gesundheitsschäden beim Welpen

- Nachvollziehbar wo welche Hunde herstammen, gute Strafverfolgung bei Qualzuchten

- Und für mich der wichtigste Punkt: Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung auf was man beim Kauf alles achten muss

DOJO2
07.01.2010, 13:52
Ich versteh dich jetzt nicht ganz, warum muss sich der Züchter auf die Angaben des Käufers verlassen können?
1 ) Weil ein Züchter zB nicht unbedingt darauf bestehen kann , einen Ausweis des Käufers zu sehen .
2 ) Der Züchter auch nicht genau weis , ob der Hund überhaupt bei dem neuen HB einen guten Platz bekommt .
Wichtig in diesm Fall sind die Angaben über den Verkäufer, damit dies nachvollziehbar ist, der Halter wird ja soweiso beim TA-besuch kontrolliert (laut Chippflicht ist mittels Personalausweis o.ä. die Identität festzustellen bei der registrierung)
3 ) Wenn der Züchter ( Vermehrer ) auch die Hunde Chippen läßt - die Hunde dann aber nicht von dem neuen HB beim TA registrieren läßt - soll dann der Züchter bestraft werden . ?

Allein dadurch kann man viel bewirken:

- Kaufvertrag hat Vorteil für den Käufer: kann sich rechtlich absichern, auch gegen eventuelle Gesundheitsschäden beim Welpen
Wobei auch hier alles drehbar ist . Wenn die Welpen auch noch so gut aufgezogen wurden , kann sehr viel bis zu einem Jahr mit ihnen passieren .;) Falsche Fütterung / Haltung

- Und für mich der wichtigste Punkt: Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung auf was man beim Kauf alles achten muss
Das ist allerdings schon sehr lange fällig .

Josef

Nero_the_Great
07.01.2010, 14:25
1 ) Weil ein Züchter zB nicht unbedingt darauf bestehen kann , einen Ausweis des Käufers zu sehen .
2 ) Der Züchter auch nicht genau weis , ob der Hund überhaupt bei dem neuen HB einen guten Platz bekommt .

Gut klar das ist das Risiko des Züchters, aber es ist für die Nachverfolgung woher Welpen kommen nicht von nöten, da ist allein wichtig das der Züchter/Händler eingetragen ist im Kaufvertrag.



3 ) Wenn der Züchter ( Vermehrer ) auch die Hunde Chippen läßt - die Hunde dann aber nicht von dem neuen HB beim TA registrieren läßt - soll dann der Züchter bestraft werden . ?

Nein warum, wird der Hund gechipt wird er ja bei der chippung eingetragen, noch auf Namen des Züchters, wird der Hund weitergegeben wird er beim ersten TA-Besuch umgemeldet (könnte man auch im Kaufvertrag festhalten das dies zu geschehn hat...)



Wobei auch hier alles drehbar ist . Wenn die Welpen auch noch so gut aufgezogen wurden , kann sehr viel bis zu einem Jahr mit ihnen passieren .;) Falsche Fütterung / Haltung


Das da viel drehbar ist weiss ich, gibt ja zu genüge Verfahren gegen Züchter bei div. Rassehunden, teils zu Recht.
Aber dies ist ein anderes Thema.

Aber z.B. in dem Fall, wie erst kürzlich die Krone berichtetete, über die Familie die einen Vermehrerhund kaufte welche trotz durchgängigem (aber gefälschtem) Impfpass, an Staupe erkrankte und starb, könnte man dann was unternehmen.

Gelöscht_38
11.01.2010, 14:15
Hi,

hab einen netten Link gefunden :)

http://www.jumper-von-wulfen.de/hundehelden/hundehelden-start.html

lg Nina

Markus Pollak
11.01.2010, 18:48
Super Link!! :)

PitbullXena
11.01.2010, 19:31
solche geschichten würden mal in die zeitungen gehören...
echt toll der link! :)