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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wolf Science Center: Rudelbildung erforscht



Redaktion WUFF
24.09.2009, 08:40
Autor: WUFF-Redaktion / WUFF-Ausgabe 10/2009

Im Beisein der Forscher werden im niederösterreichischen Wolfsforschungszentrum (Wolf Science Center) Ernstbrunn sechs Wolfswelpen mit einjährigen Jungwölfen zusammengebracht. Die Bildung eines Rudels von Wölfen bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung des WSC und der Wolfsforschung generell. [...]

Den vollständigen Artikel können Sie in der WUFF Ausgabe 10/2009 nachlesen. Zu bestellen im WUFF-Online-Shop (http://shop.wuff-online.com/).

Laudatio_Amore
13.10.2009, 13:38
Ich habe den Artikel gelesen und danach musste ich erst einmal 5 Minuten im Stillen darüber nachdenken, wo hier ein Rudel entstanden ist. Ich bin mehrere Meinungen und Möglichkeiten in meinem Kopf durchgegangen und letztlich doch zu dem Fazit gekommen: Das, was hier aufgeführt ist, ist eine Gemeinschaft von zusammenlebenden Wölfen, kein Rudel. Hier fehlt doch jeglicher natürlicher Zusammenschluss. Die Wölfe werden von der Hand aufgezogen, allein diese Tatsache lässt sie in ihrer natürlichen Verhaltensweise einschränken. Als ich dann noch las, dass ein Wolf "zunächst an die Leine genommen" wurde, kommt in mir ein Gemisch aus Übelkeit und Unverständnis hervor.

Da war es "nur" ein kurzer Artikel und doch u. A. das haarsträubenste, was ich seit langem gelesen habe.

Tamino
13.10.2009, 15:16
:):):) Gepriesen und getrommelt, was Du schreibst. Danke!

Find ich schon echt abartig. Nachdem es die so gerühmten Wolfsforscher-Erkenntnisse endlich auch in Mitteleuropa zermörsert hat, nun DAS. Die ganzen Hierarchie und Dominanzgeschichten von zusammengekauften Gehegewölfen, das andlose Verneinen der Beobachtungsergebnisse von echten Wolfsrudeln, war wohl noch nicht peinsam genug.

Giacomo
14.10.2009, 09:17
:):):) Gepriesen und getrommelt, was Du schreibst. Danke!

Find ich schon echt abartig. Nachdem es die so gerühmten Wolfsforscher-Erkenntnisse endlich auch in Mitteleuropa zermörsert hat, nun DAS. Die ganzen Hierarchie und Dominanzgeschichten von zusammengekauften Gehegewölfen, das andlose Verneinen der Beobachtungsergebnisse von echten Wolfsrudeln, war wohl noch nicht peinsam genug.

Dachte ich mir beim Durchlesen des Artikels auch. Solche "Wolfsrudel" gibt es zu Hunderten in Wildparks und Tiergärten. Welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse will man eigentlich gewinnen?:confused:

lg
Gerda

AstridM
14.10.2009, 09:25
Ich hab den Artikel zwar noch nicht gelesen, aber wir waren im September dort und ich fand das Ganze absolut enttäuschend. Die Wölfe sind in 2 getrennten "Gehegen" gewesen, die ursprünglich ein Küchengarten oder so waren - dh. nicht sonderlich groß. Die "Welpen" waren - samt Pflegern, die da offensichtlich rund um die Uhr zugegen sind, nebst deren eigenen Hunden - im einen Teil, die älteren Tiere im anderen. Die Pfleger haben dann zwischendurch den Welpen Wasser in ein Schaffl gefüllt und ihnen das versucht, schmackhaft zu machen. Kaum rührten sich die älteren Wölfe ein wenig, ist der Hund der einen Pflegerin keifend an den zaun gefahren... Was will man da groß erforschen, was irgendwelche Erkenntnisse über Caniden zulassen würde? :confused:
Ich bild mir ein gelesen zu haben, dass man um teures Geld auch einen Spaziergang mit Wolf an der Leine machen kann. :(

Tamino
14.10.2009, 09:37
:D:DUnd auf der Hompage steht zu lesen, dass der Osterhase Eier für die Kinder und die Wölfe versteckt hat.

Na ich weiß ja net. Auf irgendeine Art soll "die Dreiecksbeziehung" Wolf+Hund+Mensch erforscht werden. HM?:confused:

Nur was das Ganze mit handaufgezogenen Wölfen zu tun hat, leuchtet mir nicht so wirklich ein. Aber vielleicht bin ich halt zu dumm.

Laudatio_Amore
14.10.2009, 14:52
Erschreckend dabei ist auch, dass sich diese Leute als Experten auf dem Gebiet der Wolfsforschung anpreisen, aber ein "echtes" Wolfsrudel haben die wohl noch nie zu Gesicht bekommen. :rolleyes:

Tamino
14.10.2009, 15:36
Sind Biologen, oder? Habs mir nicht gemerkt. Aber sirgendwo beim überfliegen - glaub ich- gelsen zu haben, dass man die Wölfe kennen müsse, um die Hunde zu verstehen. Aber erstens wieso "Gefängniswölfe" und zweitens, wenn ich so überleg, ...der genetische Unterschied...müßte die Psychologin die Schimpansen studieren (wozu sie Biologin sein müßte) um die Menschen zu verstehen.:D

Paule
14.10.2009, 17:02
Naja....
Vielleicht könnt ihr auch auf www.wolfscience.at nachschauen und WIRKLICH nachlesen!

Es handelt sich um Europas größtes Wolfs-Forschungs-Projekt - und wird bald weltweit das größte sein. Warum wohl? Weil alles Idioten sind? Weil es das alles bisher nicht gab?
Ich glaube, man sollte sich vorher informieren, bevor man aus dem warmen Wohnzimmer die Tasten des Computers bedient.

U.a. geht es in nächster Zeit darum, den Unterschied zwischen Wölfen, Husky-Rudeln und Haushunden zu erforschen. Die Erforschung dieser Unterschiede findet erstmals weltweit statt.

Merkwürdig auch, dass es für diese Forschungen internationale Forschungs-Förderungen gibt (weil erstmals weltweit und einzigartig)

Es gibt in Ernstbrunn auch am Wochenende stets Wolfs-Führungen mit genauen Erklärungen. Vielleicht sollte man diese einmal besuchen und genau zuhören.

Letzte Woche war ich mit Profi-Hunde-Journalisten (von Japan bis Kanada) dort.
Einhellige Meinung: Sowas Geniales haben sie noch nie gesehen...

Warum wohl?

Andrea J
14.10.2009, 18:57
für mich ist ein Wolfrudel nur dann "erforschenswert", wenn es in der freien Wildbahn lebt, ohne Kontakt zu Menschen, ...sowas verfälscht total die Forschung.
Die Wölfe zeigen kein natürliches Verhalten, wenn sie zusammen gewürfelt in Gehegen mit menschl. Kontakt gehalten werden...

Paule
14.10.2009, 19:20
Es hängt davon ab, WAS man erforschen will.

Wölfe in freier Wildbahn sind 100% scheu und entfernen sich sofort von Menschen (kenne ich z.B. persönlich aus dem Yukon). Was soll man da erforschen?

Mit handaufgezognen Wölfen kann man Tests machen, wie z.B. ihr Lernverhalten ist. Und Vieles mehr.

Ich bitte wirklich: Lest euch die Website durch: www.wolfscience.at oder fahrt einmal am Wochende zu den Wolfs-Führungen hin.
Ihr werdet euren Gedankenkreis sehr rasch erweitern.... und verwundert sein.

Andrea J
14.10.2009, 21:19
ja natürlich kommt es darauf an, was erforscht werden soll, aber diese Wölfe zeigen kein natürliches Verhalten mehr, weil sie nicht natürlich leben...diese Studien sind für mich also verfälscht durch den Einfluß von Menschen..

Giacomo
14.10.2009, 21:33
Merkwürdig auch, dass es für diese Forschungen internationale Forschungs-Förderungen gibt (weil erstmals weltweit und einzigartig)

Warum wohl?

Ich habe mir eh sofort gedacht, dass Förderungen der wichtigste Grund für diese Art von Forschung sind. Und Förderungen werden ja eher selten von Fachleuten sondern von Beamten und Politikern vergeben, denen man vieles einreden kann.:rolleyes:

lg
Gerda

smoky
15.10.2009, 02:00
Dachte ich mir beim Durchlesen des Artikels auch. Solche "Wolfsrudel" gibt es zu Hunderten in Wildparks und Tiergärten. Welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse will man eigentlich gewinnen?:confused:

lg
Gerda
dass es möglich ist, immer mehr als lieber gott für hunde zu erscheinen:eek:
arme wölfe:mad: mit wem hat dieser sch... eigentlich begonnen:confused:
und sehr wichtig, weil dann, und durch diverse erkenntnisse wird man hundeexperte???????

gibts eigentlich eine studie über wildschweine in gehegen - uuuund was sagt dies über unser intelligentes hausschwein aus????????
geld heiligt die mittel (€) aber von der sau interessierts niemanden- die wird nur verspeist:p

es ist eigentlich alles eine frage der finanzen - ich such sofort um eine förderung an:p-
hillfeee- in unserer hütte sind wilde siebenschläfer eingezogen;)
lg.g.

Tamino
15.10.2009, 08:37
Naja....
Vielleicht könnt ihr auch auf www.wolfscience.at (http://www.wolfscience.at) nachschauen und WIRKLICH nachlesen!

Es handelt sich um Europas größtes Wolfs-Forschungs-Projekt - und wird bald weltweit das größte sein. Warum wohl? Weil alles Idioten sind? Weil es das alles bisher nicht gab?
Ich glaube, man sollte sich vorher informieren, bevor man aus dem warmen Wohnzimmer die Tasten des Computers bedient.

U.a. geht es in nächster Zeit darum, den Unterschied zwischen Wölfen, Husky-Rudeln und Haushunden zu erforschen. Die Erforschung dieser Unterschiede findet erstmals weltweit statt.

Merkwürdig auch, dass es für diese Forschungen internationale Forschungs-Förderungen gibt (weil erstmals weltweit und einzigartig)

Es gibt in Ernstbrunn auch am Wochenende stets Wolfs-Führungen mit genauen Erklärungen. Vielleicht sollte man diese einmal besuchen und genau zuhören.

Letzte Woche war ich mit Profi-Hunde-Journalisten (von Japan bis Kanada) dort.
Einhellige Meinung: Sowas Geniales haben sie noch nie gesehen...

Warum wohl?


Hoppla, von Idioten hat niemand was gesagt.

Um die Erforschung der Unterschiede zwischen Wolfsrudel, Huskyrudeln etc kann es nicht gehen, da es kein Wolfsrudel ist. Fakt. Maximal kann es um die Erforschung von Verhaltensunterschieden von willkürlich zusammengewürfelten durch Umgang mit Menschen beinflußten gefütterten Gehegewölfen mit usw handeln. Allein einfach von Wölfen zu sprechen, ist irreführend.

Geladene Journalisten sind auch von der Eröffnung eines Luxushotels in ehemals intakter Natur begeistert und findens genial. Möge mich irgendwas davor bewahren, dass ich mich jedesmal der Meinung von "Profi-Igendwas-Journalisten" anschließe.

Ich finds nicht merkwürdig, dass es dafür Forschungsförderung gibt, die gibts für allerlei, was schon immer allerlei Menschen völlig verwundert hat.

Hier gehts nicht um die Weitererforschung einer Tatsache, hier geht drum, dass eine These aufgestellt wird und Forschung betrieben wird um Beiträge zu dieser These zu erhalten.

Es steht auch keineswegs die Welt der Biologen vor Freude Kopf, ganz im Gegenteil. Eine ganze Menge Biologen, auch eine ganze Menge auf Hundeverhalten spezialisierte, sind absolut gegen dieses Projekt.

Viele aus der Wildtierforschung sind gegen dieses Projekt, was nicht verwunderlich ist, siehe Haltung der Wölfe und Beschaffung.

Ergo, nicht einfach davon ausgehen, dass man sich nicht informiert. Es gibt eben auch die andere Seite der Medaille.

Und außerdem: wenn noch soviel Wissenschaftler eine These aufstellen, wenn noch so viel Wissenchaftler eine Lehrmeinung draus machen, muss nicht jeder unkritisch in Anbetung verfallen.

Nur werden "die bösen Kritiker" halt nicht mehr gefoltert, weil die Erde schon lange keine Scheibe mehr ist.:D

Sali
15.10.2009, 09:14
Hoppla, von Idioten hat niemand was gesagt.

Um die Erforschung der Unterschiede zwischen Wolfsrudel, Huskyrudeln etc kann es nicht gehen, da es kein Wolfsrudel ist. Fakt. Maximal kann es um die Erforschung von Verhaltensunterschieden von willkürlich zusammengewürfelten durch Umgang mit Menschen beinflußten gefütterten Gehegewölfen mit usw handeln. Allein einfach von Wölfen zu sprechen, ist irreführend.

Geladene Journalisten sind auch von der Eröffnung eines Luxushotels in ehemals intakter Natur begeistert und findens genial. Möge mich irgendwas davor bewahren, dass ich mich jedesmal der Meinung von "Profi-Igendwas-Journalisten" anschließe.

Ich finds nicht merkwürdig, dass es dafür Forschungsförderung gibt, die gibts für allerlei, was schon immer allerlei Menschen völlig verwundert hat.

Hier gehts nicht um die Weitererforschung einer Tatsache, hier geht drum, dass eine These aufgestellt wird und Forschung betrieben wird um Beiträge zu dieser These zu erhalten.

Es steht auch keineswegs die Welt der Biologen vor Freude Kopf, ganz im Gegenteil. Eine ganze Menge Biologen, auch eine ganze Menge auf Hundeverhalten spezialisierte, sind absolut gegen dieses Projekt.

Viele aus der Wildtierforschung sind gegen dieses Projekt, was nicht verwunderlich ist, siehe Haltung der Wölfe und Beschaffung.

Ergo, nicht einfach davon ausgehen, dass man sich nicht informiert. Es gibt eben auch die andere Seite der Medaille.

Und außerdem: wenn noch soviel Wissenschaftler eine These aufstellen, wenn noch so viel Wissenchaftler eine Lehrmeinung draus machen, muss nicht jeder unkritisch in Anbetung verfallen.

Nur werden "die bösen Kritiker" halt nicht mehr gefoltert, weil die Erde schon lange keine Scheibe mehr ist.:D

Nicht böse sein, Du beschreibst da ganz normales naturwissenschaftliches Arbeiten. Die Methodik ist seit Popper Allgemeinwissen. Natürlich kann an jeder veröffentlichten These Kritik geübt werden; soll es sogar. Aber Kritik muss rational und sachverständig sein, nicht aus dem Bauch heraus. Und leider kann ich beim besten Willen nicht umhin, den Großteil der hier geäußerten Meinungen als emotional zu bezeichnen.

Tamino
15.10.2009, 10:04
Nicht böse sein, Du beschreibst da ganz normales naturwissenschaftliches Arbeiten. Die Methodik ist seit Popper Allgemeinwissen. Natürlich kann an jeder veröffentlichten These Kritik geübt werden; soll es sogar. Aber Kritik muss rational und sachverständig sein, nicht aus dem Bauch heraus. Und leider kann ich beim besten Willen nicht umhin, den Großteil der hier geäußerten Meinungen als emotional zu bezeichnen.

:)Warum sollt ich bös sein.

Nautwissenschaftliches Arbeiten hab ich, find ich, nicht beschrieben.
Die Kritik der Wissenschaftler ist rational und sachverständig.

Und ich denke, wer nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, sondern hier seine Meinung sagt, dem kann eine gewisse Beteiligung der Emotionen nicht so sehr vorgeworfen. Solange nicht auf Mitdiskutierende losgegangen wird. Und, "die andere Seite" hat ja auch ein wenig Ironie ins spiel gebracht.;)

Laudatio_Amore
15.10.2009, 12:54
Nicht böse sein, Du beschreibst da ganz normales naturwissenschaftliches Arbeiten. Die Methodik ist seit Popper Allgemeinwissen. Natürlich kann an jeder veröffentlichten These Kritik geübt werden; soll es sogar. Aber Kritik muss rational und sachverständig sein, nicht aus dem Bauch heraus. Und leider kann ich beim besten Willen nicht umhin, den Großteil der hier geäußerten Meinungen als emotional zu bezeichnen.

Was an der TATSACHE, dass es sich bei diesem Projekt NICHT im GERINGSTEN um ein WolfsRUDEL handelt, wie es angepriesen wird, emotional sein soll, frage ich mich gerade ernsthaft.

Emotional ist meine Einschätzung, dass dieses Projekt für mich und meine moralischen Vorstellungen unter Tierquälerei zählt. Das liegt daran, dass dort Wölfe gefügig gemacht werden und die Tiere dort sogar an Leinen befestigt werden.

Mit Natur, wie es so toll beschrieben wird, hat das rein gar nichts zutun!

Laudatio_Amore
15.10.2009, 13:04
Es hängt davon ab, WAS man erforschen will.

Wölfe in freier Wildbahn sind 100% scheu und entfernen sich sofort von Menschen (kenne ich z.B. persönlich aus dem Yukon). Was soll man da erforschen?

Mit handaufgezognen Wölfen kann man Tests machen, wie z.B. ihr Lernverhalten ist. Und Vieles mehr.

Ich bitte wirklich: Lest euch die Website durch: www.wolfscience.at oder fahrt einmal am Wochende zu den Wolfs-Führungen hin.
Ihr werdet euren Gedankenkreis sehr rasch erweitern.... und verwundert sein.

Das "Problem" hierbei ist jedoch, dass die Forschungsergebnisse auf Wölfe allgemein übertragen werden und die Wölfe aus dem Forschungszentrum kann man nicht mit wildlebenden Wölfen vergleichen, das wird hier jedoch gemacht und somit ist es ein schlechtes Projekt und hat mit Wildwolfforschung und Unterscheidungen zu unseren Haushunden nichts am Hut.

Übrigens, zu deinem ersten Post: Ich kenne kein einziges HuskyRUDEL...nur Gemeinschaften aus Huskies, die von Menschen zusammengelegt wurden und ich glaube, es gibt auch nirgendwo wirkliche HuskyRUDELs!

Paule
15.10.2009, 14:34
und somit ist es ein schlechtes Projekt und hat mit Wildwolfforschung und Unterscheidungen zu unseren Haushunden nichts am Hut.

Du warst schon dort und hast Dir alles erklären lassen?


Übrigens, zu deinem ersten Post: Ich kenne kein einziges HuskyRUDEL...nur Gemeinschaften aus Huskies, die von Menschen zusammengelegt wurden und ich glaube, es gibt auch nirgendwo wirkliche HuskyRUDELs!

Skandinavien, Alaska, Yukon/CDN?
Also ich kenne sowas schon - live und vor Ort.

Tamino
15.10.2009, 16:14
Was bitte ist ein Husky-Rudl?

Andrea J
15.10.2009, 19:20
Du warst schon dort und hast Dir alles erklären lassen?



Skandinavien, Alaska, Yukon/CDN?
Also ich kenne sowas schon - live und vor Ort.

du weißt aber schon, das ein Rudel aus einem Elternpaar und deren Jungen besteht ?

Shonka
15.10.2009, 19:25
Was bitte ist ein Husky-Rudl?

Ein Husky namens "Rudolf"...

OLanger
15.10.2009, 19:39
Ich habe mir eh sofort gedacht, dass Förderungen der wichtigste Grund für diese Art von Forschung sind. Und Förderungen werden ja eher selten von Fachleuten sondern von Beamten und Politikern vergeben, denen man vieles einreden kann.:rolleyes:

lg
Gerda


kurzer einwand: das prinzip der beurteilung von förderungensantägen ist die peer-review, also die begutachtung des wissenschaftlichen inhalts, der neuheit des projektes etc. durch peers, also durch andere wissenschafter, die im selben themenkreis arbeiten - basierend auf diesen gutachten werden dann von beamten oder politikern etc. die förderungen vergeben - das soll zwar nicht heissen, dass die wissenschaftliche exzellenz das einzige kriterium für förderung ist (leider), aber doch dass ein völlig ahnungsloser in einem halbwegs kompetitiven förderungsantrag nicht durchkommt.

viele grüsse,

oliver

Giacomo
15.10.2009, 20:48
kurzer einwand: das prinzip der beurteilung von förderungensantägen ist die peer-review, also die begutachtung des wissenschaftlichen inhalts, der neuheit des projektes etc. durch peers, also durch andere wissenschafter, die im selben themenkreis arbeiten - basierend auf diesen gutachten werden dann von beamten oder politikern etc. die förderungen vergeben - das soll zwar nicht heissen, dass die wissenschaftliche exzellenz das einzige kriterium für förderung ist (leider), aber doch dass ein völlig ahnungsloser in einem halbwegs kompetitiven förderungsantrag nicht durchkommt.

viele grüsse,

oliver

Da wäre ich mir nicht so sicher.;)

lg
Gerda

eleanor
16.10.2009, 00:25
Was kann man denn nun von einem zusammengekauften Wolfsrudel auf ein "Husky-Rudel" übertragen? Gibts überhaupt Husky-Rudel?

Tamino
16.10.2009, 05:23
Ein Husky namens "Rudolf"...


:D:D:D 1.000 DANK. Was MICH um diese Uhrzeit laut lachen macht, MUSS einfach genial sein!!!!!

lenny
16.10.2009, 12:13
Auch mal klugsch.... muss:

Als sich dieses Forschungsprojekt in "tierzuliebe" im ORF gesehen habe, hat sich schon ein ungutes Gefühl geregt, das sich noch verstärkt hat als die Tests gezeigt wurden, die Wölfe im Vergleich zu Hunden zeigen.


Ich dachte Trumler und Feddersen (und viele andere mehr) hätten da schon Arbeit genug geleistet mit Wölfen und anderen Hunderudeln die in Gefangenschaft gehalten wurden.

Nein, ihr vergesst da was. Österreich hatte bisher noch nicht Gelegenheit so eine Wolfsforschung auf die Beine zu stellen.

Keine Ahnung welche neuen Erkenntnisse da herauskommen, ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht. Ich finde es nur erstaunlich, dass es dafür auch Forschungsgeld gibt. Was genau da "neu" ist hab ich noch immer nicht vestanden. Was unbedingt erforscht werden muss und noch nie einer herausfinden konnte.

Aber wen wunderts überhaupt wenn doppelt und mehrfach gemoppelt wird.
Tierversuche haben über Jahrzehnte unsinnigerweise immer wieder mehrfach stattgefunden für ein und dasselbe Ergebnis. Datenaustausch findet halt nicht wirklich statt, oder eben nicht überall. Jeder kocht sein eigenes Süppchen.

Taz
16.10.2009, 12:44
Nicht böse sein, Du beschreibst da ganz normales naturwissenschaftliches Arbeiten. Die Methodik ist seit Popper Allgemeinwissen. Natürlich kann an jeder veröffentlichten These Kritik geübt werden; soll es sogar. Aber Kritik muss rational und sachverständig sein, nicht aus dem Bauch heraus. Und leider kann ich beim besten Willen nicht umhin, den Großteil der hier geäußerten Meinungen als emotional zu bezeichnen.

Da gebe ich dir absolute Recht!
Außerdem zweifle ich grundsätzlich an dem, was Medien über best. Projekte schreiben, da das meist nicht oder sehr ungenau angibt was tatsächlich in einem Projekt (oder auch einer veröffentlichten Studie) passiert.
(Als Pädagogik Studentin kann ich hier nur an Pisa verweisen, was wohl die größte mediale Missinterpretation der letzten Jahre war)
Ich will damit sagen, dass in einem wiss. Projekt genau definiert werden muss was z.b und einem "Rudel" verstanden wird. Weiters beschreibt eine Studie immer genau wie Hypothesen, Versuchsaufbaue und Resultate zustandekommen und welche Schlüsse sie auf diesem Grund daraus ziehen. (Das ander Personen diese dann ev. trotzdem nicht nachvollziehen können sei dahingestellt - aber die Begründung ist vorhanden!)

Problem hier ist eben, dass Otto-Normalo, der über Studien nur in der Zeitung liest nur einen Bruchteil davon zu lesen bekommt - wodurch natürlich ein Haufen Missverständnisse entstehen (, die teilweise von den Medien forciert werden )

Was ich hier geschrieben habe gilt übrigens wirklich für alle Studien, weshalb ich immer skeptisch bin wenn ich ohne Hintergrundinformationen darüber lese.

Konkret zu dieser Studie: Ich persönlich halte nichts davon Wildtiere generell einzusperren. Insofern missfält mir das Projekt schon, was nicht heißt, dass es nicht "interessante" Ergebnisse bringen kann.
Natürlich muss man bei Studien immer genau beachten, unter welchen Umständen die Ergebnisse zustande gekommen sind, um wissen zu können welche Schlüsse man tatsächlich daraus schließen kann!

Tamino
16.10.2009, 16:33
:DAlso wenn mir niemand erklärt, wie man für zusammengekarrte Wölfchens (man lese nur den Bericht über die Reise des Wolfswelpen) hinter Gittern den Begriff Rudel zweckentfremden darf (damit mein ich in der Biologie und Zoologie klar definierte Begriffte Rudel, Herde, Familie, Gruppe) , wenn plötzlich keine Stimme aus dem Off erklärt, was ein Husky-Rudl ist (ich seh nachgrad wie die in unberührter Wildnis lebenden Huskys sich verpaaren, gemeinsam Jagen (:eek:) eine Familie gründen, fernab der Menschheit) dann klau ich mir Shonkas Erklärung von dem Huskyrüden namens Rudl.

Wenns Husky-Rudeln gibt, müßte man dann nicht erforschen, wieso es keine Malteserrudel gibt?

Sorry für OT, aber bis jetzt kam nichts an sachlicher Info, sachlicher Erklärung, sachlichen Argumenten.

Laudatio_Amore
16.10.2009, 21:22
Du warst schon dort und hast Dir alles erklären lassen?
QUOTE]

Was soll ich mir erklären lassen? Hier geht es um den Artikel der Zeitschrift Wuff, in dem beschrieben wird, dass es gelungen sei, dass sich ein WolfsRUDEL gebildet habe...und ich frage da ganz genau: WO? DAS ist kein Rudel, das ist eine von menschenhand zusammengewüfelte Wolfsgemeinschaft (wobei die Wölfe nicht mal für sich sind sondern u. A. von Menschen und Haushunden umgeben).

Was soll mir da erklärt werden? Was ein Rudel ist weiß ich und dass DAS kein Rudel ist ergibt sich aus der Definition für ein Rudel. PUNKT!

Also, was sollte man mir erklären?

[QUOTE=Paule;1766435]
Skandinavien, Alaska, Yukon/CDN?
Also ich kenne sowas schon - live und vor Ort.

:confused: Was ist dort? Ein Huskyrudel, dass NICHT von menschlicher Hand zusammengestellt wurde? Ein Rudel, welches sich auf freiwilliger UND natürlicher Weise zusammengefunden hat. Huskies, die verwildert sind und deshalb ein Rudelleben ohne menschliche Obhut führen???

Glaube ich nicht, dass es das ist, oder?

Tamino
17.10.2009, 07:14
[quote=Laudatio_Amore;1767689

Was soll mir da erklärt werden? Was ein Rudel ist weiß ich und dass DAS kein Rudel ist ergibt sich aus der Definition für ein Rudel. PUNKT!
Also, was sollte man mir erklären?

:confused: Was ist dort? Ein Huskyrudel, dass NICHT von menschlicher Hand zusammengestellt wurde? Ein Rudel, welches sich auf freiwilliger UND natürlicher Weise zusammengefunden hat. Huskies, die verwildert sind und deshalb ein Rudelleben ohne menschliche Obhut führen???

Glaube ich nicht, dass es das ist, oder?[/quote]

Schade, ich hätte gerne mehr fachliche und sachliche Info und Erklärung gehabt.

;););)Du bist aber schon sehr ungebildet. Wußtest Du denn nicht, dass im Bereich der Kynologie "Hund + Mensch" auch ein Rudel ist??? Ts ts

Es ist ganz einfach:

1. Akt:
Man grapsche Wölfe, junge, alte von da und dort, sperre sie in ein Gehege, beobachte sie, "forsche", gewinne "Erkenntnisse" über Rangordnung, Hierarchie, Alphatier, Dominanz, Rudelverhalten etc etc. Lasse beim populärwissenschaftlichen Veröffentlichen verschämt das Wort Gehege weg = Wolfsforschung. Da war das RUDEL natürlich noch innerartlich.

2. Akt:
Man nehme diese "Erkenntnisse", behaupte, dass der Haushund vom Wolf abstammend, ein Rudeltier ist, folgere daraus, dass er mit uns ein Rudel bildet, Geburststunde der Neudefinition von RUDEL = verschiedenartlich= Mensch+Hund.

3. Akt:
Man übertrage die Erkenntnisse aus der Zeit als Rudel noch innerartlich war auf Rudel verschiedenartlich, und Zauberei: man weiß alles über den Haushund. Sein Verhalten, seine Veranlagungen einfach alles. Und am besten weiß man dadurch, wie man mit ihm ungehen muss, wie man ihn erziehen muss.

Die peinliche Tatsache, dass es sowas wie Genetik gibt, dass der Hund kein Wolf ist, dass er sich erwiesenermaßen genetisch vom Wolf unterscheidet, lasse man grundsätzlich weg, damit wollte man die Menschheit nicht verwirren.

Neue Autoren neues Stück.

Und wenn Du reich wirst, kaufst Du Dir riesige Latifundien, haltst darauf Elefanten und Giraffen, erklärst sie zu EINER HERDE (wieso auch nicht, haben schon ganz andere gemacht), beweist dass sich der Bulle zur Kuh ganz anders verhält als alle Wildtierforschungen bis dato zeigten, und wirst DER WISSENSCHAFTLER des Jahrtausends. Die winzig kleine unbedeutende Tatsache von Elefantenbulle und Giraffenkuh läßt Du einfach weg, ,wieso auch nicht...........:p:p:p;);)

Pappnasen
17.10.2009, 07:50
Hey,

Tamino: "recht geb"

Nachdem ich mir die Seite vom WSC durchgelesen habe,
verstärkt sich bei mir der Eindruck, es handelt sich um Abzockerei.
Hallooooo.... Patenschaften für schlappe 20.000 Euro:eek::eek::eek:
Die ganze Seite ist in erster Linie auf Kohle reinholen ausgelegt...

Spielen mit Wolf, Gassi gehen mit Wolf, Spielzeug für Wolf...
ich weiß nicht was da erforscht werden soll...
aber das normale Verhalten einer Wolfsfamilie kann es ja nun nicht sein....


LG Kirsten

seit 2 Jahren bin ich Wolfspatin von "echten" Wölfen....

Tamino
17.10.2009, 15:11
:):)Na wenn Du nachliest, haben sie doch bereits erforscht, dass handaufgezogene Wölfe mit 8 Wochen und Hundewelpen mit 8 Wochen das gleiche Verständnis für menschliche Gesten zeigen (so ungefähr hab ichs im Kopf, hoffe das stimmt halbwegs) aber wenn sie älter geworden sind, verstehen die Hunde mehr Gesten.

Na wenn das nicht das Einsperren eines Wildtieres hinter Gittern, Handaufziehen, Kraulen und Tätscheln, sowie Konfrontieren mit menschlichen Gesten rechtfertigt, was denn dann?

Da gibt es schon eine Menge Unmut, Ablehnung und Zorn unter Biologen, Zoologen, Verhaltensbiologen. Und einiges an bösen Witzen.:D

Hamsterfan
18.10.2009, 08:17
hab grade in der Zeitung eine Announce gelesen, die machen doch glatt noch dafür Werbung dass man mit dem Wolfi an der Leine spazierengehen kann :rolleyes: tschuldige, dass hat doch wirklich nichts mehr mit der Erforschung eines Wildtieres zu tun. Freiwillige vor, die einem "echten" Wolf ne Leine anhängen wollen, sicher NIEMAND von dem Zentrum :D

Shonka
18.10.2009, 09:36
Ich steh auf Taminos Zusammenfassungen und stimme auch absolut zu. Genau das wird doch immer hervorgehoben, wenn die Hierarchie-Welle wiedermal überschwappt: Gehege-Gemeinschaften sind mit natürlichen Bedingungen doch nicht zu vergleichen. Wenn man eingesperrt ist, reagiert man gezwungenermaßen anders, als wenn man sichs aussuchen kann.

Das sind also erlernte/künstlich herbeigeführte Verhaltensweisen und keine angeborenen. Zum Wolf an der Leine sag ich besser nix :(

Tamino
18.10.2009, 15:22
:eek::mad:Wolf an der Leine ????:mad::eek: Hab ich anscheinend verdrängt.

Mittlerweile hab ich gehört, wie eine Menge Biologen und auch Verhaltensbiologen mit Sepzielagebiet Hunde, die ganze Geschichte nennen. Schreib ich sicher nicht, sonst werd ich nicht nur aufs Sofa in der Plauderecke verbannt ....

Also Biologen, oder einfach Menchen, aber Biologen besonders, die sich dafür hergeben durch Mißbrauch eines Tieres und für mich ist "Wolf an der Leine " ein Mißbrauch ohne wenn und aber, Werbung zu machen....:eek::eek:

Laudatio_Amore
20.10.2009, 07:50
Tamino, genau DAS wollte ich auch schon öffentlich schreiben, danke, dass du es mir vorweg genommen hast:

Ich halte das für groben Missbrauch von Tieren!!!

Und das als Forschung oder sogar unter dem Mantel der "neuen Erkenntnisse" breitzutreten ist so abartig, dass mal wieder nur Menschen dazu in der Lage sind!

Tamino
20.10.2009, 08:27
Servus ins Nachbarland,

ja abartig. Mußt lesen: "...haben sie Lust mit einem richtigen Wolf spazieren zu gehen...". Wahrscheinlich wissen nur drei Biologen auf dieser Welt, was ein falscher Wolf ist. 150,-- Euronen für 1-2 Leute, das Geld kommt dem "Wohlbefinden" der Wölfe zugute. GRRRRR:mad: Die würden sich in Freiheit wohler befinden.

Ich hörs und sehs schon richtig: rein ins Lakotz-Shirt, Armani Anzug drüber, Rolex ans Handgelenk. "Spatzi" spricht der 67 jährige zur 22 jährigen Flamme, "machst dich schön, das rosa Chanel Kostümerl und die Hochhackigen, da bist so fesch, ich lad Dich auf einen richtigen Wolf ein. Photos mach ich auch, da werdens alle neidig werden, weil so ein Wölferl putzt ganz ungemein".

Ich bin so zornig!!!

Laudatio_Amore
20.10.2009, 12:02
Wisst ihr, wenn es dafür Geld gibt, dass man die Unterschiede zwischen Wölfen, "Husky-Rudeln" (wie es heißt) und Haushunden erforscht, dann kann ich denen ganz schnell einen 10-Seitenbericht über die Unterschiede geben. Ich nehme sogar "nur" die Hälfte von dem Geld, was diese Biologen bekommen und das kommt dann dem Tierschutz zu Gute, der sich wirklich FÜR Tiere einsetzt und nicht auf dem Rücken der Tiere Profit schlägt! ;)

Gelöscht_45
20.10.2009, 19:52
Das "Problem" hierbei ist jedoch, dass die Forschungsergebnisse auf Wölfe allgemein übertragen werden und die Wölfe aus dem Forschungszentrum kann man nicht mit wildlebenden Wölfen vergleichen, das wird hier jedoch gemacht und somit ist es ein schlechtes Projekt und hat mit Wildwolfforschung und Unterscheidungen zu unseren Haushunden nichts am Hut.

Übrigens, zu deinem ersten Post: Ich kenne kein einziges HuskyRUDEL...nur Gemeinschaften aus Huskies, die von Menschen zusammengelegt wurden und ich glaube, es gibt auch nirgendwo wirkliche HuskyRUDELs!

No da unterliegst du aber einem Irrtum. Ich habe hier Vater, Mutter, Tochter, Enkeltochter. Und auch zusammengelegte Rudel von mir(Also nicht verwandt) und man erkennt so einige Unterschiede.

Tamino
21.10.2009, 07:26
No da unterliegst du aber einem Irrtum. Ich habe hier Vater, Mutter, Tochter, Enkeltochter. Und auch zusammengelegte Rudel von mir(Also nicht verwandt) und man erkennt so einige Unterschiede.

:)Ich versteh Dein Argument nicht. Der Husky gehört -wie der z.B. Dackel - biologisch gesehen in die Gruppe "Hund". Wenn Du Vater und Mutter etc. hast, hast Du sie ja von irgendwo her.

Ein Rudel ist ein innerartlicher Verband, z.B. Wölfe, Jungtier verläßt "Familie" = gründet eigene = neues Rudel entsteht. Und zwar ohne Einfluss des Menschen. Was hat das mit Hunden, welcher Rasse auch immer, zu tun?

Laudatio_Amore
22.10.2009, 11:50
No da unterliegst du aber einem Irrtum. Ich habe hier Vater, Mutter, Tochter, Enkeltochter. Und auch zusammengelegte Rudel von mir(Also nicht verwandt) und man erkennt so einige Unterschiede.

Na Uschi, dass ist eine Gemeinschaft von zusammenlebenden Huskies aber kein Rudel im klassischen Sinne.

Ein Rudel ist nunmal der freiwillige, natürliche Zusammenschluss von Individuen gleicher Spezies, Art und Gattung.

Klar, die letzten drei Dinge sind bei Huskies gleich (nicht, weil sie Huskies sind, sondern weil sie Haushunde sind). Aber es ist kein natürlicher, freiwilliger Zusammenschluss. ;)

Gelöscht_45
22.10.2009, 14:00
Hi

Na Uschi, dass ist eine Gemeinschaft von zusammenlebenden Huskies aber kein Rudel im klassischen Sinne.

Eine Gemeinschaft bzw eine Meute sind jene Hund ebei mir die nicht miteinander verwandt sind-bzw nicht aus Vater, Mutter, Tochter/ Sohn, Enkelkinder bestehen.


Ein Rudel ist nunmal der freiwillige, natürliche Zusammenschluss von Individuen gleicher Spezies, Art und Gattung.

Du meien Hündin wurde auch nicht gezwungen sich von dem Rüden decken zu lassen und auch nicht später mit ihm und einem Teil der Kinder / Enkelkinder zusammen zu leben. Und ich habe auch schon erlebt wi eein Hund au sdem Rudel ausgeschlossen wurde udn dies sogar bis zur Tötung gegangen wäre(Vertreiben ist ja in dem Sinne nicht möglich) Also durchaus Rudel und nicht Meute oder Gemeinschaft. Wie gesagt ich habe beides hie rund sehe durchaus die Unterschiede.


Klar, die letzten drei Dinge sind bei Huskies gleich (nicht, weil sie Huskies sind, sondern weil sie Haushunde sind). Aber es ist kein natürlicher, freiwilliger Zusammenschluss. ;)

Nun es ist in dem Sinne freiwiliig, denn wenn es dem Ruidel NICHT passt hast du schneller einen toten oder verletzten Hund als du schauen kannstt. Un dauch Wölfe schließen sic h in dem Sinne nicht immer freiwillig zusammen, sondern aus Gründne die allen Vorteilen bringt.

Alleridngs geht das snun schon zusehr am Thema vorbei. Es war auch lediglich ein Einwurf dass e sdurchaus noch genug wirkliche Rudel gibt.
mfg Uschi & Rudel

doy
24.10.2009, 07:43
mich interessiert zwar dieses wsc wenig aber wenn ich mir das so durchlese müssten ja streunerhunde die sich zu rudeln zusammen schließen mehr auskunft geben !?:confused:

lenny
27.10.2009, 12:00
sehe ich auch so und ein Team mit und um Bloch hat das auch schon untersucht bei italienischen Streunerhunden.

rohrmoser
29.10.2009, 22:28
mit einiger verwunderung lese ich die beiträge in diesem forum. es stimmt, dass wölfe wildtiere sind, graugänse auch. konrad lorenz hat graugänse aufgezogen, um deren verhalten zu erforschen, seine forschungen zu diesem thema haben ihm den nobelpreis verschafft. natürlich musste er dazu die tiere sozialisieren, so wie dies auch die forscher im wolf science center tun.

nochmehr verwundert mich, dass hier offensichtlich hundehalter derart gegen dieses projekt wettern, würden sich die werten diskutanten mit der website auseinandersetzen, würden sie erkennen, dass die forschungsergebnisse irgendwann in die hundeerziehung einfliessen werden und somit auch die hundehaltung verbessert werden kann.

die älteren tiere kommen meines wissens nach aus herberstein, also auch nicht unbedingt aus dem freiland, so vermutlich auch die welpen, also keine spur von verschlechterung für die tiere, ich vermute sogar, dass die geistige beschäftigung den tieren ganz gut tut statt sich wie in anderen zoos zu langweilen...

beste grüsse
rohrmoser charly

lenny
30.10.2009, 08:47
nochmehr verwundert mich, dass hier offensichtlich hundehalter derart gegen dieses projekt wettern, würden sich die werten diskutanten mit der website auseinandersetzen, würden sie erkennen, dass die forschungsergebnisse irgendwann in die hundeerziehung einfliessen werden und somit auch die hundehaltung verbessert werden kann.

beste grüsse
rohrmoser charly

Wolfsforschung (in Gefangenschaft) und die Übertragung auf die Hund/Menschbeziehung hat aber leider auch nicht so tolle Theorien über Wolfs- und Hundeverhalten ergeben.
Diese Rudel-Rangordnungsgeschichte geistert immer noch in vielen Hundetrainerköpfen herum, machte aber die Hundehaltung nicht besser.
Erst die genauere Sicht auf freilebende Wölfe hat das Bild gewandelt.


Man muss das Rad nicht neu erfinden. Zumindest nicht aus diesem Blickwinkel. Aber vielleicht könnte man die Forschungsziele neu definieren, dann würde ich mich mehr damit anfreunden können.
Allerdings halte ich nichts von Vermarktung in dieser Form.
Die Darstellung im TV mit den Testvergleichen zwischen Hunden und Wölfen
finde ich aber mehr lächerlich als aufschlussreich und so gar nicht wissenschaftlich. Meine Meinung.

Soweit ich weiß hat Lorenz den Nobelpreis auch bekommen weil seine Forschung neu war, das kann ich hier nicht so eindeutig erkennen.

Tamino
30.10.2009, 09:45
mit einiger verwunderung lese ich die beiträge in diesem forum. es stimmt, dass wölfe wildtiere sind, graugänse auch. konrad lorenz hat graugänse aufgezogen, um deren verhalten zu erforschen, seine forschungen zu diesem thema haben ihm den nobelpreis verschafft. natürlich musste er dazu die tiere sozialisieren, so wie dies auch die forscher im wolf science center tun.

nochmehr verwundert mich, dass hier offensichtlich hundehalter derart gegen dieses projekt wettern, würden sich die werten diskutanten mit der website auseinandersetzen, würden sie erkennen, dass die forschungsergebnisse irgendwann in die hundeerziehung einfliessen werden und somit auch die hundehaltung verbessert werden kann.

die älteren tiere kommen meines wissens nach aus herberstein, also auch nicht unbedingt aus dem freiland, so vermutlich auch die welpen, also keine spur von verschlechterung für die tiere, ich vermute sogar, dass die geistige beschäftigung den tieren ganz gut tut statt sich wie in anderen zoos zu langweilen...

beste grüsse
rohrmoser charly

:confused: Lorenz hat bewiesen, dass aus dem Ei schlüpfende Graugänse, wenn das ERSTE was sie sehen und hören der Mensch ist, auf Menschen geprägt sind ums mal locker flockig zu sagen.

1973 erhielten Konrad Lorenz, Karl von Frisch (D) und Nikolaas Tinbergen (NL) den Nobelpreis für ihre Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern. Ist ja nun 36 Jahre her, also DAS kann man nun nicht ins Treffen führen.

Angebote eine Graugans zu "adoptieren" hat er auch nicht gemacht, von vermieten, um sie an der Leine spazierenzuführen, war auch nie die Rede.

4 der Wölfe stammen aus Herberstein, 2 aus Basel und 4 aus Montana USA. Also ergo, nicht vermuten, sondern sich mit der Website auseinandersetzen.

Ob Langeweile in Zoos und ob Fläschchenfütterung etc. besser für Wölfe ist sind detto Vermutungen.

Wie erwähnt, sind die GegnerInnen keineswewgs nur unter den HH zu finden.

rohrmoser
30.10.2009, 10:33
hi lenny

bei der ersten wissenschaftlichen veröffentlichung geht es um zeigegesten und den unterschied zum hund, also gar nicht um die rudelbildung

grüsse
rohrmoser

rohrmoser
30.10.2009, 10:41
hi tammino

lorenz kann man sehr wohl ins treffen führen, da es die selbe methode ist, die hier angewendet wird

die spaziergänge dienen vermutlich der finanzierung des projektes, wenn ich mir anschaue, wo in diesen zeiten überall das geld fehlt, finde ich es als steuerzahler eigentlich löblich, wenn die ihr geld selber auftreiben - und man muss ja nicht spenden, kann es aber, weiss wirklich nicht, was daran auszusetzen ist. lorenz hatte in seewiesen vermutlich etwas mehr geld zur verfügung

gibt es eigentlich auch fachliche kritik der expertINNEN, oder nur polemische kommentare?

gruss
rohrmoser

Hamsterfan
30.10.2009, 17:23
also für mich ist das Argument, dass man mit Wölfen die man für Spaziergänge an der Leine "vermietet" nicht natürliches Verhalten erforschen kann eigentlich FACHLICH genug!!!!

Aber was hast Du fachliches als anzubieten. Nur dass Tieren in Zoos "fad" ist und es deshalb besser ist mit Leinen spazieren zu führen..... naja auch net grad sehr fachlich....

Dann finde ich, dass man die Lorenz Methode nicht mit der hier vergleichen kann. Lorenz hat bewiesen dass frischgeschlüpfte Küken Bindung zu Menschen haben. Diese Wölfe wurden aber von überall auf der Welt in das Center gebracht und sind nicht von Geburt an hier aufgewachsen

Tamino
30.10.2009, 18:28
Niemand hier hat behauptet ExpertIn zu sein. Hier haben HH ihre Ansichtungen und Meinungen gepostet. Dürfte in einem Hundeforum auch zu erwarten sein.

Expertenmeinungen sind sicher unter BiologInnen zu finden. Vielleicht speziell unter jenen, die an den Studien (2002) Max Planck, Havard und Cambridge beteiligt waren.

Und sachliche fundierte Kritik von BiologInnen dürfte nicht schwer zu erhalten sein.

Als wissenschaftliche Arbeit zu veröffentlichen, dass die Kommunikation zwischen Mensch und handaufgezogenen Wolfwelpen schlechter funktioniert als zwischen Hundewelpen und Menschen, ist jedes Menchen gutes Recht, neu ist es wahrlich nicht. Das wußten - so ganz am Rand - schon Tierpfleger vor 40 Jahren.

Ich denke die Hompage lädt jeden Menschen ein sich zu informieren, zu lesen etc. . Durch diese Art der Vermarktung dürfen die Mitglieder des Vereins durchaus mit Zustimmung, Lob, Besuchen, Sponsoren, Patenschaften rechnen, müssen aber gleichzeitig aber auch mit Kritik und Ablehnung rechnen. Die Trennung Zustimmung, Begeisterung und Geld von allen - Kritik nur von auf Hunde und Wölfe spezialisierten BiologInnen mutet ein wenig weltfremd an.

lenny
02.11.2009, 09:51
hi lenny

bei der ersten wissenschaftlichen veröffentlichung geht es um zeigegesten und den unterschied zum hund, also gar nicht um die rudelbildung

grüsse
rohrmoser
Mir gehts bei meinen Beiträgen auch nicht um Rudelbildung sondern um das ganze Projekt und den Hintergrund der mir noch nicht klar ist was da dran neu sein soll und rechtfertigt, dass man Tier so vermarktet. Wolfsumwandlung im Schnellverfahren zum Hund? Wen interessieren da noch die Unterschiede? Ich will keinen Wolf zum Hund ummodeln und ihn bei mir wohnen lassen.
Wenns um Hundeverhalten geht sollte man die Hunde erforschen, die Unterschiede zwischen Wolf und Hund sind doch schon untersucht.

Ich finds auch nicht so toll die Wölfe ständig mit Leckerlis vollzustopfen, damit sie bei der Kamera bleiben. Man versucht Wölfe als Hunde zu behandeln, dass finde ich schon verkehrt. Das würden Laien wahrscheinlich gerne tun, wenn sie die Gelegenheit haben und jetzt tut man es unter dem Namen der Wissenschaft (und gibt ihnen die Gelegenheit dazu). Man vermittelt damit den Leuten die dort hinpilgern und den Tv-Zusehern ein falsches Bild vom Wolf und seinem natürlichen Verhalten.

Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass sich Leute nach Wolfsmischlingen umsehen und solche halten wollen, aus welchen Gründen auch immer und solche Leute bekommen die auch. Das sind dann erst arme Kreaturen.

Tamino
02.11.2009, 10:09
Mir gehts bei meinen Beiträgen auch nicht um Rudelbildung sondern um das ganze Projekt und den Hintergrund der mir noch nicht klar ist was da dran neu sein soll und rechtfertigt, dass man Tier so vermarktet. Wolfsumwandlung im Schnellverfahren zum Hund? Wen interessieren da noch die Unterschiede? Ich will keinen Wolf zum Hund ummodeln und ihn bei mir wohnen lassen.
Wenns um Hundeverhalten geht sollte man die Hunde erforschen, die Unterschiede zwischen Wolf und Hund sind doch schon untersucht.

Ich finds auch nicht so toll die Wölfe ständig mit Leckerlis vollzustopfen, damit sie bei der Kamera bleiben. Man versucht Wölfe als Hunde zu behandeln, dass finde ich schon verkehrt. Das würden Laien wahrscheinlich gerne tun, wenn sie die Gelegenheit haben und jetzt tut man es unter dem Namen der Wissenschaft (und gibt ihnen die Gelegenheit dazu). Man vermittelt damit den Leuten die dort hinpilgern und den Tv-Zusehern ein falsches Bild vom Wolf und seinem natürlichen Verhalten.

Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass sich Leute nach Wolfsmischlingen umsehen und solche halten wollen, aus welchen Gründen auch immer und solche Leute bekommen die auch. Das sind dann erst arme Kreaturen.

:):) Seh ich auch so. Das hieße ja, wenn die Vorfahren nicht "studiert" werden könnnen, wenn die Vorfahren nicht dasselbe Behandlungsschema durchlaufen wie die zu erforschende Spezies, dann erübrigt es sich, diese zu erforschen. Wie ist das dann bei der Hauskatze?

eleanor
02.11.2009, 10:56
[B]

:):) Seh ich auch so. Das hieße ja, wenn die Vorfahren nicht "studiert" werden könnnen, wenn die Vorfahren nicht dasselbe Behandlungsschema durchlaufen wie die zu erforschende Spezies, dann erübrigt es sich, diese zu erforschen. Wie ist das dann bei der Hauskatze?


Ach, und erst recht die armen Verhaltensforscher, die sich mit Elefanten beschäftigen, was machen die mangels Mammuts?