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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wenn Wuffi auf die letzte Reise geht



Redaktion WUFF
23.10.2008, 12:49
WUFF-Ausgabe 2008-11

Viele Menschen, die nie ein Tier besaßen, können den Schmerz eines Menschen beim Tod seines Hundes nicht verstehen. Früher war die Trauer um ein Tier fast verpönt, doch das ändert sich heute zunehmend. Die Bestattungskultur bei unseren vierbeinigen Freunden ist hierzulande noch weniger ausgeprägt als bei unseren deutschen Nachbarn. Die Kirchen tun sich damit noch etwas schwer, die katholische mehr als die evangelische. In einer sensiblen Reportage geht Martina Petersen den letzten Fragen beim Tod unserer Hunde nach. [...]

Von Martina Petersen

Den vollständigen Artikel können Sie in der WUFF Ausgabe 11/08 nachlesen. Zu bestellen im WUFF Online-Shop (http://shop.wuff-online.com/).

Dani und Siqua
25.10.2008, 21:53
ehrlich gesagt, wars mir ein bisschen zu wenig info. hätte mir mehr erwartet. da fand ich den damaligen beitrag des dalmatiner-seniors über den letzten weg besser.

da dieses thema gerade in der letzten zeit leider fast aktuell wurde, habe ich mich viel damit befasst und hätte mir eigentlich noch ein paar infos mehr gewunschen. ist halt sehr schwierig, da es doch noch irgendwo ein tabuthema ist. vielleicht hätte man etwas mehr über den ablauf usw informieren sollen. ausserdem wars mir als österreicher (und leser der österreichischen ausgabe) ein bissl zu "deutsch". [ich hoff, ich hab das jetzt klar ausgedrückt, so dass man versteht, wie ich das meine :o ]

gut fand ich, dass auch preise recherchiert wurden und infos über das begraben im eigenen garten usw.

senfer
25.10.2008, 21:58
Hab die aktuelle Ausgabe garnicht, interessiere mich aber sehr für das Thema, da es erst letzten Monat bei uns traurige Wirklichkeit wurde.

Muss nächste Woche mal reinlesen...

Wir haben unsere Hündin einäschern lassen.

Gregos
26.10.2008, 08:36
hmmm ... irgendwie ist meine einstellung dazu eine ganz andere. ich könnte mir nie meinen hund in einer urne ins wohnzimmer stellen - da hänge ich lieber ein paar fotos von ihm auf. tierfriedhof finde ich persönlich auch übertrieben.
ich bin sicher nicht kaltherzig oder sowas .... aber ich habe den gregos beim TA gelassen, ich brauche nicht irgendeinen ort oder ähnliches, wo ich an meinen hund denken kann. ich denke sehr oft an ihn und das genügt mir :)
aber jeder mensch ist eben anders. wenn jemand mit urne oder tierfriedhof den schmerz besser gewältigen kann, dann ist das ok.

Bonsai
26.10.2008, 10:38
Ich habe große Angst davor, meine Hunde irgendwann zu verlieren und noch schlimmer ist für mich der Gedanke, dass diese Körper, die so kuschelig und weich sind, irgendwann mal in einer Tierkörperverwertung landen und mit ihnen umgegangen wird wie mit Abfall. Möge es auch nur mehr ein Körper sein, es sind Körper, die mich viele Jahre meines Lebens begleitet haben und immer für mich da waren.

Ich hab jetzt viel gelesen und mich informiert und beschlossen, meine Hunde einzeln einäschern zu lassen und dann die Urne mit Nachhause zu nehmen. Ich hab mir die Telefonnummer im Handy eingespeichert, damit ich sie im Notfall auch gleich bei der Hand habe und ich hab das Szenario in Gedanken schon hundert Mal durchgespielt. Dadurch hoffe ich, dass ich, wenn es wirklich mal soweit ist, nicht einfach die Nerven wegschmeisse, sondern weiß, was zu tun ist. Ich hab auch schon mit meiner Tierärztin gesprochen, ob sie zu mir nachhause kommt und ja, sie ist sogar 24 Std. am Tag erreichbar.

Dadurch, dass ich das alles organisiert habe, sehe ich es etwas ruhiger und gelassener und für mich ist es so ok. Ob ich mir die Urnen dann ins Wohnzimmer stelle oder die Asche im Wind verstreue, weiß ich noch nicht, das wird sich dann weisen, wenn es mal soweit ist und darüber mach ich mir jetzt noch keine Gedanken.

Ich finde aber auch, jeder sollte es so handhaben, wie er am besten damit zurecht kommt. :)

Dani und Siqua
26.10.2008, 11:04
Ich habe große Angst davor, meine Hunde irgendwann zu verlieren und noch schlimmer ist für mich der Gedanke, dass diese Körper, die so kuschelig und weich sind, irgendwann mal in einer Tierkörperverwertung landen und mit ihnen umgegangen wird wie mit Abfall. Möge es auch nur mehr ein Körper sein, es sind Körper, die mich viele Jahre meines Lebens begleitet haben und immer für mich da waren.

Ich hab jetzt viel gelesen und mich informiert und beschlossen, meine Hunde einzeln einäschern zu lassen und dann die Urne mit Nachhause zu nehmen. Ich hab mir die Telefonnummer im Handy eingespeichert, damit ich sie im Notfall auch gleich bei der Hand habe und ich hab das Szenario in Gedanken schon hundert Mal durchgespielt. Dadurch hoffe ich, dass ich, wenn es wirklich mal soweit ist, nicht einfach die Nerven wegschmeisse, sondern weiß, was zu tun ist. Ich hab auch schon mit meiner Tierärztin gesprochen, ob sie zu mir nachhause kommt und ja, sie ist sogar 24 Std. am Tag erreichbar.

Dadurch, dass ich das alles organisiert habe, sehe ich es etwas ruhiger und gelassener und für mich ist es so ok. Ob ich mir die Urnen dann ins Wohnzimmer stelle oder die Asche im Wind verstreue, weiß ich noch nicht, das wird sich dann weisen, wenn es mal soweit ist und darüber mach ich mir jetzt noch keine Gedanken.

Ich finde aber auch, jeder sollte es so handhaben, wie er am besten damit zurecht kommt. :)


das kann ich zu 100% unterschreiben, ich seh das ganz genauso. ich hab schon beim TA gearbeitet, ich weiß, was dort passiert, wenn der besitzer gegangen ist. das möchte ich einfach für meine tiere nicht. auch wenns nur mehr die "hülle" ist. ich glaube auch, dass der "geist" oder die "seele" eines lebewesens eine zeit lang braucht, um den körper zu verlassen und dass sich da noch bissl was tut, auch wenn herzschlag und atmung usw schon weg sind.

ich versuche auch, mich so gut es geht damit auseinander zu setzen und darauf vorzubereiten. gerade nach den letzten vorkommnissen kann es jederzeit so weit sein, was ich natürlich nicht hoffe.

Chimney
26.10.2008, 11:17
Lena wird eines hoffentlich fernen Tages im Garten meiner Eltern liegen und ich werde einen Apfelbaum über sie pflanzen. Rundherum sind viele Wiesen, auf denen sie dann ewig laufen kann.
Ein sehr trauriges Thema...
Natürlich ist es nur die Hülle, aber mir wäre es sehr wichtig, nach vielen gemeinsamen Jahren eine würdevolle letzte Ruhestätte für meinen Hund zu haben, genauso natürlich für die Katzen.

senferin
26.10.2008, 12:20
Ich bin sehr froh dass wir unsere Hündin einäschern ließen und an Ihren Lieblingsorten verstreut haben, der Rest steht in einer Urne bei uns. Auch wenn es "nur" ein Körper ist, könnte ich auch nicht mit dem Gedanken leben dass daraus Müll oder sonstwas produziert wird oder auf dem Seziertisch bei VetMed Studenten liegt. :o

Eine Bekannte erzählte uns, als sie vor vielen Jahren Ihre Hündin einschläfern lassen musste, liess sie sie beim TA. (Damals gabs die ganzen Angebote mit Urne usw noch nicht) Als sie weinend den TA verlassen hatte sah sie wie im Hinterhof der Körper ihrer geliebten Hündin über eine Rampe auf einen Mistplatz geworfen wurde. Das ist schon grausam.

Man kann das ganze Szenario noch so oft abspielen und durchgehen, vorbereitet ist man nie.

Chimney
26.10.2008, 12:39
:eek::eek::eek:
Also das mit dem Mistplatz finde ich jetzt schon sehr erschreckend, so etwas habe ich noch nie gehört!
Auch sonst bin ich mit dir auf einer Linie. Hab in meinem Studentenleben natürlich schon so manchen Hund auf dem Tisch gehabt und bin dankbar für jeden einzelnen, weil ich viel von ihnen gelernt habe...trotzdem möchte ich es für meine auf gar keinen Fall, absolut unvorstellbar

Sandra007
27.10.2008, 08:17
hmmm ... irgendwie ist meine einstellung dazu eine ganz andere. ich könnte mir nie meinen hund in einer urne ins wohnzimmer stellen - da hänge ich lieber ein paar fotos von ihm auf. tierfriedhof finde ich persönlich auch übertrieben.
ich bin sicher nicht kaltherzig oder sowas .... aber ich habe den gregos beim TA gelassen, ich brauche nicht irgendeinen ort oder ähnliches, wo ich an meinen hund denken kann. ich denke sehr oft an ihn und das genügt mir :)
aber jeder mensch ist eben anders. wenn jemand mit urne oder tierfriedhof den schmerz besser gewältigen kann, dann ist das ok.
das kann ich genauso unterschreiben.:)ich denke dem hund ist es dann wurscht und das geld ist meiner meinung nach auch besser in einen neuen hund investiert.
ich finde es ganz ehrlich schon sehr übertrieben was man heutzutage mit hunden/haustieren alles aufführt, das gehört genauso zur vermenschlichung wie geburtstag mit dem hund zu feiern etc.
das was mich allerdings am meisten traurig macht ist, dass hier vor ein paar tagen eine langjährige userin dieses forums gestorben ist, die viele zwar nicht persönlich gekannt haben aber trotzdem, ihr thread ist 4 seiten lang... wenn ein bekannter Hund stirbt ist die Liste an Beileidsmeldungen oft doppelt so lang aber mindestens genauso lang bzw manchmal fast im zweistelligen seitenbereich. das ist mehr als nur fraglich meiner meinung nach.

senfer
27.10.2008, 09:24
ich finde es ganz ehrlich schon sehr übertrieben was man heutzutage mit hunden/haustieren alles aufführt, das gehört genauso zur vermenschlichung wie geburtstag mit dem hund zu feiern etc.

Ich habe die Einäscherung meines Hundes nicht als Vermenschlichung gesehen sondern als respektvollen Umgang mit einem Lebewesen das mir sehr nahe gestanden ist. Und JA, näher als so mancher Mensch.

Dieses Jahr sind 2 Menschen gestorben die mich sehr lange in meinem Leben begleitet haben. Wenn ich aber ehrlich zu mir selber bin, dann tut bis heute der Verlust meines Hundes noch immer am meisten weh.

huskylover01
27.10.2008, 09:25
Mir tut es heute noch weh, wenn ich daran denke, dass wir Asta vor 13 Jahren nicht vom Tierarzt mitgenommen haben. :(
Immer wenn ich daran denke, wird mir ganz anders und alles zieht sich zusammen.
Bei Kira, die vor nicht ganz drei Monaten von uns gegangen ist, war klar, dass sie nicht einfach in der Tierkörperverwertung enden wird. Sie wurde eingeäschert und die Urne wurde im Garten an ihrer Lieblingsstelle unter einem alten Apfelbaum begraben.
Ich könnte mir nur nicht vorstellen, die Urne im Wohnzimmer aufzustellen, aber das würde ich auch nicht mit der Urne eines Meschen machen wollen. ;)
TKV...das ist doch würdelos...es mag schon richtig sein, dass es dem toten Hund ziemlich wurscht sein wird, wo sein lebloser Körper hinkommt, so wie es auch einen toten Menschen nicht wirklich jucken würde, aber den wirft man ja auch nicht einfach auf den nächsten Kompasthaufen...das ist eine Sache der Würde.
Die würdevolle Bestattung (im Grab oder mit der Urne) eines einst geliebten Geschöpfes dient dazu, dass sich die Zurückgebliebenen besser fühlen und Abschied nehmen können, das ist nun einmal Teil der menschlichen Kultur...und da ich mich (noch) zu den Menschen zähle :p, ist es für mich selbstverständlich, dass ich auch bei meinen Haustieren einen angemessenen Abschied arrangiere, wie ich es auch für jedes andere Familienmitglied machen würde.

daniela verrall
27.10.2008, 09:35
hmmm ... irgendwie ist meine einstellung dazu eine ganz andere. ich könnte mir nie meinen hund in einer urne ins wohnzimmer stellen - da hänge ich lieber ein paar fotos von ihm auf. tierfriedhof finde ich persönlich auch übertrieben.
ich bin sicher nicht kaltherzig oder sowas .... aber ich habe den gregos beim TA gelassen, ich brauche nicht irgendeinen ort oder ähnliches, wo ich an meinen hund denken kann. ich denke sehr oft an ihn und das genügt mir :)
aber jeder mensch ist eben anders. wenn jemand mit urne oder tierfriedhof den schmerz besser gewältigen kann, dann ist das ok.


Und ich fuer meinen Teil haette es nie und nimmer mit meinem Gewissen vereinbaren koennen, meinen Billy und Emily nicht einaeschern zu lassen. Beide Urnen stehen bei bei mir an einen speziellen Platz, samit vielen Fotos (die es auch schon davor gab) etc. Warum? Billy war ein reiner Wohnungskater, der Gedanke, dass ich seine Asche irgendwohin verstreue tut mir weh und ich habe das Gefuehl fuer ihn wuerde es nicht passend sein. Bei Emily bin ich noch nicht so weit, weiss auch nicht ob ich es je sein werde, bei ihr kann ich mir jedoch vorstellen ihre Asche z.B. auf der gruenen Wiese zu verstreuen, wo sie sich immer mit einer Freude und Genuss im Gras gewaelzt hat (nur zur Anmerkung, ich habe keine Garten). Meine beiden Tiere haben mich begleitet, sie waren das Wichtigste in meinem Leben, v.a. meine Emily, wieso in Gottes Namen sollte ich zulassen, dass ihre Koerper in der Tierverwertung enden?????!!!!

Ich bin lange bei Billy und Emily geblieben (beim TA), wie sie bereits tot waren und habe mich so gut es mir moeglich war von ihnen verabschiedet. Und nein, ich finde es nicht uebertrieben, wenn man ein geliebtes Tier in Wuerde beerdigt, sei es mittels Einaescherung oder eine Beisetzung auf dem Tierfriedhof oder Garten. Was bitte spricht dagegen? Weil es ein Tier ist? Fuer mich waren meine Beiden meine tierischen Weggefaehrten, Familienmitglieder, wir sind durch dick und duenn gegangen, sie waren immer fuer mich da und die Freude die sie mir bereitet haben, werde ich nie vergessen. Und sie fehlen mir unendlich und es schmerzt unendlich auch wenn ich mit niemanden mehr darueber rede. Wie gesagt, jeder bewaeltigt das auf seine Weise. Eine wuerdevolle Bestattung gehoert fuer mich dazu. Aus Liebe und Respekt zu meinen Beiden. Fuer mich kaeme nie etwas anderes in Frage.

huskylover01
27.10.2008, 09:36
@Sandra007:
Ich würde nicht sagen, dass es eine Vermenschlichung ist, wenn jemand ein Lebewesen auch bei seinem letzten Weg mit Würde behandelt.
Wir sind Menschen, es ist Teil unserer Kultur, uns auf bestimmte Weise von geliebten Wesen zu verabschieden und sie nicht einfach nur zu entsorgen.
Das erleichtert uns die Trauer.
Menschen entsorgt ABFALL, aber keine Familie und Freunde!!!

Und wenn jemand den Geburtstag seines Hundes feiert, finde ich dass auch nicht so besonders schlimm (mach´ich übrigens auch ;):p und es ist ganz lustig), der Hund weiß zwar wahrscheinlich nicht, warum gefeiert wird, aber wenn es den Besitzer freut, freut sich auch der Hund! :)

Bonsai
27.10.2008, 09:41
ist es dann wurscht und das geld ist meiner meinung nach auch besser in einen neuen hund investiert.

Wenn ich mal sterbe, ist es mir auch wurscht, was mit mir passiert, aber ich denke, meine Hinterbliebenen werden es lieber haben, dass ich ein ordentliches Begräbnis bekomme, als dass ich irgendwo in einem Massengrab lande. Es geht hier auch nicht darum, ob es dem Tier wurscht ist oder nicht, sondern darum, wie der Mensch, der zurückbleibt leichter mit dem Verlust des Tieres, das er ja wahrscheinlich sehr geliebt hat, umgehen kann. Und für mich ist der Gedanke, dass der Körper des Tieres, das mich jahrelang begleitet hat, dann einfach in einen Container geschmissen und zerschreddert wird und dann irgendwo als Seife oder sonstwas endet, absolut unerträglich.


ich finde es ganz ehrlich schon sehr übertrieben was man heutzutage mit hunden/haustieren alles aufführt, das gehört genauso zur vermenschlichung wie geburtstag mit dem hund zu feiern etc..
Du hast ja keinen Hund oder? Daher nehme ich an, hast du Probleme, dich darin einzufühlen, was es bedeutet 14 Jahre oder länger oder auch kürzer, einen Hund als Freund an seiner Seite zu haben und den dann zu verlieren.


das was mich allerdings am meisten traurig macht ist, dass hier vor ein paar tagen eine langjährige userin dieses forums gestorben ist, die viele zwar nicht persönlich gekannt haben aber trotzdem, ihr thread ist 4 seiten lang... wenn ein bekannter Hund stirbt ist die Liste an Beileidsmeldungen oft doppelt so lang aber mindestens genauso lang bzw manchmal fast im zweistelligen seitenbereich. das ist mehr als nur fraglich meiner meinung nach.

Mich machen leere Floskeln viel mehr traurig. Entweder trifft mich der Tod eines Lebewesens, aus welchem Grund auch immer, dann schreib ich ein paar Worte mehr als nur "mein Beileid", oder der Tod trifft mich nicht so sehr, da das Lebewesen mir überhaupt nicht bekannt war, dann schreib ich aber eher gar nichts.

Zu Monika kann ich nur sagen, dass ich den Ort und den Thread hier im Forum nicht passend fand für meine Worte an sie, die hab ich an passenderen Orten kund getan.

Andrea J
27.10.2008, 09:46
hmmm ... irgendwie ist meine einstellung dazu eine ganz andere. ich könnte mir nie meinen hund in einer urne ins wohnzimmer stellen - da hänge ich lieber ein paar fotos von ihm auf. tierfriedhof finde ich persönlich auch übertrieben.
ich bin sicher nicht kaltherzig oder sowas .... aber ich habe den gregos beim TA gelassen, ich brauche nicht irgendeinen ort oder ähnliches, wo ich an meinen hund denken kann. ich denke sehr oft an ihn und das genügt mir :)
aber jeder mensch ist eben anders. wenn jemand mit urne oder tierfriedhof den schmerz besser gewältigen kann, dann ist das ok.

ich habe meine Beiden auch beim TA gelassen....
die kleinen Tiere werden alle bei uns im Garten begraben..aber die Großen werden verbrannt...so wie ich auch..wenn ich mal abdanke....

Ich hätte auch kein Problem damit, meinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.....es ist nur eine Hülle....

Sandra007
27.10.2008, 09:47
@Sandra007:
Ich würde nicht sagen, dass es eine Vermenschlichung ist, wenn jemand ein Lebewesen auch bei seinem letzten Weg mit Würde behandelt.
Wir sind Menschen, es ist Teil unserer Kultur, uns auf bestimmte Weise von geliebten Wesen zu verabschieden und sie nicht einfach nur zu entsorgen.
Das erleichtert uns die Trauer.
Menschen entsorgt ABFALL, aber keine Familie und Freunde!!!

Und wenn jemand den Geburtstag seines Hundes feiert, finde ich dass auch nicht so besonders schlimm (mach´ich übrigens auch ;):p und es ist ganz lustig), der Hund weiß zwar wahrscheinlich nicht, warum gefeiert wird, aber wenn es den Besitzer freut, freut sich auch der Hund! :)
ich weiß nicht bei mir ist es so, dass mich jeder tod eines menschen mehr trifft- selbst wenn ich ihn nicht persönlich gekannt habe, als der tod eines tieres(selbst wenn ich es sehr schätze, selbst wenn es mein eigenes war)
der vater einer guten freundin ist gestorben, ich habe ihn nicht mal gekannt und trotzdem trifft es mich mehr als der tod meines kaninchens das mich 12 jahre begleitet hat-nicht dass das nicht auch schlimm wäre auf eine gewisse art, es macht mich auch traurig, aber anders... aber tiere hinterlassen für mich niemals solche lücken wie menschen- oder einfach anders.
ich hab auch mal bei einem ta gearbeitet und ich hab es nicht als respektlos gefunden wenn die tiere dort geblieben sind( was in 99 prozent der fälle so war).

daniela verrall
27.10.2008, 09:55
ich weiß nicht bei mir ist es so, dass mich jeder tod eines menschen mehr trifft- selbst wenn ich ihn nicht persönlich gekannt habe, als der tod eines tieres(selbst wenn ich es sehr schätze, selbst wenn es mein eigenes war)
der vater einer guten freundin ist gestorben, ich habe ihn nicht mal gekannt und trotzdem trifft es mich mehr als der tod meines kaninchens das mich 12 jahre begleitet hat-nicht dass das nicht auch schlimm wäre auf eine gewisse art, es macht mich auch traurig, aber anders... aber tiere hinterlassen für mich niemals solche lücken wie menschen- oder einfach anders.
ich hab auch mal bei einem ta gearbeitet und ich hab es nicht als respektlos gefunden wenn die tiere dort geblieben sind( was in 99 prozent der fälle so war).

Sandra, jedem das seine....wie gesagt fuer mich waren meine Beiden bislang das Wichtigste (ausser meiner Mutter), ja ist nunmal so und ich schaeme mich auch nicht dafuer dies zu sagen...Ich weiss, dass mich der Tod eines Menschen genauso beruehren wird, wenn ich fuer diesen Menschen Liebe, Respekt etc. empfinde. Nur weil mich der Tod meiner beiden Tiere sehr getroffen hat und fuer mich persoenlich einen grossen Verlust darstellt und ich mich entschieden habe ihnen eine wuerdige Beisetzung zu ermoeglichen, heisst noch lange nicht, dass ich nicht die gleichen Empfindungen u. Respekt dem Tod eines geliebten Menschen entgegenbringe. Neben meinen Tieren ist meine Mutter der wichtigste Mensch in meinem Leben. Und ich weiss schon heute, was auf mich zukommt, wenn es einmal so weit ist. Ich bin durchaus in der Lage Liebe und Mitgefuehl fuer Mensch und Tier zu empfinden.

Sandra007
27.10.2008, 09:58
sowieso... ich hab nichts dagegen wenn jemand seine hunde einäschert, begräbt etc. jedem das seine.

Sandra007
27.10.2008, 10:06
Zu Monika kann ich nur sagen, dass ich den Ort und den Thread hier im Forum nicht passend fand für meine Worte an sie, die hab ich an passenderen Orten kund getan.
ich finde den ort und auch den thread sehr wohl passend und ich finde es auch schön wenn man sich in der wuff gemeinschaft zusammenschließt und sozusagen gemeinsam abschied nimmt. :(

Arizona
27.10.2008, 16:01
unser camillo wurde letzten dezember von uns in den weinbergen bestattet. die tierärztin gab uns den körper, weil meine tochter völlig hysterisch war und den hund nicht dort lassen wollte.

also fuhr meine mutter den nächsten tag hin und holte camillo mit dem auto ab. er lag in seinem korb, die augen geöffnet....:(

wir begruben ihn (er hatte ja nur 8 kg) in den weinbergen in stammersdorf bei strömendem regen.

es war wichtig für uns, zu wissen, dass er nicht in die tierkörperverwertung kommt.

renipinsel
27.10.2008, 16:16
Ich hoffe dass ich es noch einige Jahre nicht brauchen werde... aber wenn es mal so weit ist, werd ich meine Hündin auch einäschern lassen! :(

Irish
27.10.2008, 16:33
Das hat nicht wirklich mit Vermenschlichen tun. Der Körper ist zwar eine leere Hülle nach dem Tod aber in diesen Körpern war mal Leben. Diese Körper brachten mir Glück und Fröhlichkeit, Liebe und Wärme entgegen.
Tag für Tag. Sie sind Familienmitglieder und meine Freunde.
Wie kaltherzig wäre es da von mir, die Körper meiner Hunde der Tierkörperverwertung zu überlassen.
Diese Sammelcontainer sind ein grausamer Anblick. Soviele tote Tiere, wie Abfall liegen sie da drinnen. Pferde, Schweine, Hunde, Katzen, usw.. Ein großer Haufen toter Tiere. Ich kriege dieses Bild nicht mehr aus meinem Kopf.
Auch wenn meine Hunde nach ihren Tod nichts mehr spüren, sie haben es nicht verdient wie Abfall behandelt und weiterverarbeitet zu werden. Als Knochenmehl für Tierfutter enden. Das ist kein Märchen, da ist leider wahr.
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Tierfriedhof ist mir zu weit weg. Ohne Auto und selbst wenn ich ein Auto hätte, wird es mit der Zeit, so hart es auch klingt, zu einer "lästigen" Verpflichtung die weh tut. Ich denke auch bei Menschen so. Sorry.
Ich bin sehr froh, daß unsere Familiengräber auf einen nahen Friedhof sind.
Wären diese ausserhalbs Wien würde ich nicht alle ein bis zwei Wochen zu den Gräbern gehn.
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Eingraben geht leider nicht. Das wäre für mich die Ideallösung.
Hätte ich ein Haus und einen großen Garten dazu, würde ich meine Tiere im Garten beerdigen.
Aber da wir nur einen kleinen Schrebergarten den Sommer über haben, bleibt mir nur die Einäscherung. Tierkörperverwerung kommt für mich nicht in Frage.
Ich respektiere es wenn jemand seinen Hund beim Tierarzt lässt. Deswegen hat er/sie seinen Hund nicht weniger lieb gehabt. Aber ich könnte das nicht. Es würde mir weh tun, weil in diesen leeren Körpern mal Leben war.

Nachtrag: Ich möchte meine Hunde, wenn es irgendwann soweit ist, zuhause einschlafen lassen.

Nice
27.10.2008, 17:47
ich finde den ort und auch den thread sehr wohl passend und ich finde es auch schön wenn man sich in der wuff gemeinschaft zusammenschließt und sozusagen gemeinsam abschied nimmt. :(

dir ist aber schon klar, dass das Wuff nicht die welt ist, oder? ;)

finde es recht unverschämt und anmassend, hier den moralapostel zu spielen und anderen leuten vorschreiben zu wollen, wie und wieviel man angemessen zu trauern hat :mad:

gelöscht_10
27.10.2008, 18:45
dir ist aber schon klar, dass das Wuff nicht die welt ist, oder? ;)

finde es recht unverschämt und anmassend, hier den moralapostel zu spielen und anderen leuten vorschreiben zu wollen, wie und wieviel man angemessen zu trauern hat :mad:

danke

rosanna
27.10.2008, 20:22
Wir haben unseren Rolfi begraben - eingewickelt in der Decke, die wir immer zum Picknicken und wandern mit hatten, wenn er uns begleitete. Die Decke war genau so bunt wie er. Nun "schläft" er friedlich unter unserer riesen großen Fichte auf unserem Grundstück. Neben ihm ruht Kaninchen Roger und unsere beiden Hamsterchen Shiva und Karli. Sollte eines meiner Tiere mal sterben, so werden sie auch unter der Fichte begraben, aber ich hoffe, das dauert noch viele, viele Jahre.

Für mich war es sehr wichtig, meine Tiere begraben zu können. Es war Abschied nehmen, ein Ritual, dass einfach sein musste um auch irgendwie loslassen zu können. Mir ist es auch wichtig, dass sie zuhause einschlafen können, weiß aber nicht, ob sich das realisieren lässt.

Beim TA ging mal die TA-Helferin durch mit 2 toten Katzen in einem Plastiksackerl. Ich empfand dies schon als würdelos und ich würde meine Tiere nie beim TA belassen. Einzige Ausnahme: Eine Obduktion würde anderen Tieren das Leben retten. Dies muss aber für mich felsenfest klar sein und es würde mir schon Einiges abverlangen.

LG
Rosanna

bonnyfrieda
28.10.2008, 15:00
Der traurige Fall ist bei uns vor knapp zwei Wochen eingetreten, wir mußten unsere fast fünfzehnjährige Labradorhündin einschläfern lassen. Das geschah zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung, ihre zwei-und vierbeinigen Angehörigen waren anwesend und haben sich von ihr verabschieden können. Sie blieb die Nacht über bei uns in der Wohnung, am nächsten Tag haben wir sie bei uns im Garten beerdigt. Da Bonny extrem verfressen war, bekam sie natürlich jede Menge Leckerchen und Kaustangen mit ins Grab. Beim Zuschaufeln haben mein Mann und ich uns Anekdoten von Bonny erzählt, es gab ganz viele, und wir waren hin-und hergerissen zwischen Lachen und Weinen. Und sie bekam jede Menge gute Wünsche mit auf die Reise.

Ich weiß nicht, wo meine Hündin jetzt ist, ob es einen Himmel oder das oft genannte Regenbogenland gibt. Ich weiß nur, daß ich Bonny geliebt habe und immer noch liebe. Und ich denke, genau diese Liebe lässt einen manchmal Dinge tun, die für andere Menschen nicht unbedingt nachvollziehbar sind.

Wir hatten auch an Kremieren und das Verstreuen der Asche auf dem Lieblingsweg gedacht, aber so im Garten ist es auch schön. Schlimm finde ich, daß tote Tiere in die Tierkörperverwertung kommen, allein schon dieses Wort ist schrecklich. Aber egal, welche Form der Bestattung ein Hundebesitzer auch wählt, letztlich hat das verstorbene Tier doch seinen festen Platz im Herzen seines Menschen!

GlG Jutta

juka
28.10.2008, 18:14
ich kann mir nicht vorstellen, meine Hündin nach ihrem Tod so einfach der Tierkörperverwertung zu überlassen. Ich weiß, es ist ja "nur" der tote Körper, trotzdem. Wenn man eine enge und innige Beziehung zu seinem Tier hat, so plagt einem fast automatisch das schlechte Gewissen, es nach dem Tod einfach "wegzuwerfen".
Ich bin aber auch nicht für übertriebenen Kult mit pompösen Gräbern und Grabsteinen, die nicht mal so manche verstorbene Menschen haben.
Ich werde meine Hündin verbrennen lassen und die Asche an ihren Lieblingsplätzen verteilen. Oder, wenn ich vielleicht die Möglichkeit haben werde, die Aschenurne in einem Garten zu vergraben, dann würde ich das vorziehen.
Zum Trauern und Erinnern brauche ich keinen Friedhof und kein "Schnickschnack"-Grab. Ich glaube daran, dass die Seele meines Tieres weiterleben wird und in anderer Form bei mir sein wird. Das, was wir begraben, ist nur die Hülle dessen, was das Tier eigentlich ausgemacht hat.

Trotzdem möchte ich selbst entscheiden, was mit dieser toten Hülle geschieht.

pinkSogg
28.10.2008, 19:44
dir ist aber schon klar, dass das Wuff nicht die welt ist, oder? ;)

finde es recht unverschämt und anmassend, hier den moralapostel zu spielen und anderen leuten vorschreiben zu wollen, wie und wieviel man angemessen zu trauern hat :mad:

Danke gleichfalls. Hund-Mensch-Vergleiche sind auch sonst schon fia'd Wiascht. Aber gerade in unserer großteils narzistischen und soziopathischen Welt ist Trauer um ein geliebtes Lebewesen zu sensibel um sich hinzustellen und mit dem Finger zu deuten, was einem selbst nicht passt, obwohl es für einen andren vielleicht so nötig ist, wie die Luft zum Atmen.

Gibt es bei Hunden auch die Möglichkeit, sie der Anatomie verschreiben zu lassen/zur Verfügung zu stellen? Noch hab ich nicht die rechtliche Möglichkeit, aber ich werde mich, so wie mein Opa, mein Vater und meine Mutter der Anatomie verschreiben lassen.

Einen ersten Schritt, um mit Mimis möglichem Ableben umgehen zu können, wird sein, dass wir einen 2ten, nach Möglichkeit Blutsverwandten Hund dazu nehmen.

Zur Trauer an sich: Der Tod von Menschen, solange sie mir nicht nahe stehen, lässt mich weitestgehend kalt. Da ich selbst demnächst in der Totenbeschau eingeschult werde, ist das quasi Grundvorraussetzung. Ich finde am Tod auch nix schlimmes. Es ist ok, manchmal sogar wirklich gut, dass Menschen sterben (Stichwort Sterbehilfe) - denn irgendwann ist genug.
Anders ists aber, wenn meine Tiere sterben. Der Umstand, dass mein Großvater gestorben ist, hat mich weit weniger getroffen als die 3 Wochen, in denen ich um das Leben meiner Bea bangen musste - eine ruppige, anfangs bösartige Ratte die später zum Inbegriff einer souveränen Anführerin wurde - obwohl ihr Kopf gerade mal so groß wie eine Walnuss war. Vielleicht aber, weil Bea bei mir gelebt hatte, während sich meine Großeltern nicht großartig für mich interessiert haben dürften.

Ich bin froh, dass Mimi scheinbar unverwundbar ist, denn mein Freund und ich haben sie schon in die Lebensplanung für die nächste 40 Jahre eingespannt.

Interessanter Weise ist die Trauer um ein Tier in meinem Umfeld überhaupt nichts anstößiges. Selbst jene, die keine Tierfans sind oder nicht die gleichen Gefühle für ihre Tiere hegen wie ich, machen sich nicht lustig sondern sind überraschend einfühlsam. Wahrscheinlich liegt das aber auch an mir.

senferin
28.10.2008, 21:31
Einen ersten Schritt, um mit Mimis möglichem Ableben umgehen zu können, wird sein, dass wir einen 2ten, nach Möglichkeit Blutsverwandten Hund dazu nehmen.



Das haben wir auch vor :), wobei man auch bedenken muss, dass auch der Hund niemals ein Ersatz sein wird. (Schon klar, dass dir das bewusst ist)

Wir haben das Glück, dass Bambi 2 eng verwandte Hündinnen hat, die Zuchthündinnen sind und beide haben 8 Jahre lang mit ihr zusammen gelebt. Jede einzelne hat jeweils eine gewisse Ähnlichkeit (Sei es das Bellen, das Laufen oä.) und ich bin froh, dass es die Möglichkeit gibt, eine würdige Nachfolgerin zu bekommen wo Bambis Gene drinstecken. :)

pinkSogg
28.10.2008, 21:32
Mimi wird Niemals ersetzbar sein, nichtmal wenn man sie klont.

rosanna
29.10.2008, 13:15
Das haben wir auch vor :), wobei man auch bedenken muss, dass auch der Hund niemals ein Ersatz sein wird. (Schon klar, dass dir das bewusst ist)

Wir haben das Glück, dass Bambi 2 eng verwandte Hündinnen hat, die Zuchthündinnen sind und beide haben 8 Jahre lang mit ihr zusammen gelebt. Jede einzelne hat jeweils eine gewisse Ähnlichkeit (Sei es das Bellen, das Laufen oä.) und ich bin froh, dass es die Möglichkeit gibt, eine würdige Nachfolgerin zu bekommen wo Bambis Gene drinstecken. :)

Ich weiß net warum, aber genau das würde ich niemals wollen. Als Rolfi starb war es mir wichtig, dass der nächste Hund komplett anders aussieht und auch vom Wesen her anders ist. Ich glaub, wenn der neue Hund dieselben liebenswerten Macken hat, dann kann ich niemals "loslassen" und würde sicher auch vergleichen (was nicht gerecht ist).

LG
Rosanna

Arizona
29.10.2008, 13:24
Ich weiß net warum, aber genau das würde ich niemals wollen. Als Rolfi starb war es mir wichtig, dass der nächste Hund komplett anders aussieht und auch vom Wesen her anders ist. Ich glaub, wenn der neue Hund dieselben liebenswerten Macken hat, dann kann ich niemals "loslassen" und würde sicher auch vergleichen (was nicht gerecht ist).

LG
Rosanna

ich habe mich nach dem völlig überraschenden tod von camillo 10 tage später in einen hund verliebt, der ihm äusserlich sehr ähnlich sah. ich erblickte ihn und musste an unseren verstorbenen schatz denken.

da wars auch schon um mich geschehen und ich habe ihn aus dem auffanglager mit nachhause genommen.

von ihrer art sind die beiden grundverschieden.

deikoon
29.10.2008, 13:34
Deikoon wird nach seinem Ableben verbrannt und seine letzte Ruhestätte wird er dann im Garten erhalten.
Meine anderen Tiere mußte ich immer beim TA lassen, weil ich keine Möglichkeit zum begraben hatte, mir tut das heute noch weh daran zu denken, wo ihre Körper gelandet sind:(

lupin
11.11.2008, 14:13
ich hol den thread kurz hoch, weil mir die thematik momentan nahe geht.
bei mir sind vor fast 3 wochen 3 kitten eingezogen die erst wenige tage alt waren. mittlerweile habe ich leider bei den beiden mädels den kampf ums überleben verloren. zuerst ging mein kleiner engel, und danach noch der augenstern von christian. bei beiden war klar, dass ihre hülle nicht zur seifengewinnung herangezogen wird.
aber ich verurteile niemanden der die hülle nur als solche sieht, und deren weiterer verwertung keinen wert beimisst.

Fritzcat
11.11.2008, 14:21
[quote=lupin;1462741]ich hol den thread kurz hoch, weil mir die thematik momentan nahe geht.quote]


Hi...

Jetzt - 4 Monate später kann ich darüber reden - heuer mussten wir unseren Schäferhund einschläfern - 13 Jahre alt - HD, ED, Herzschwäche usw - er war einfach schon sehr müde... Zu allem Überfluß hatte er auch sehr viele Warzen, die die Fliegen angezogen haben.:(.. Nachdem wir den Entschluß gefasst haben, ihn einzuschläfern, haben wir auch drüber nachgedacht, was mit seinem Leichnam passiert.

Wir haben uns dann entschlossen, ihn beim TA zu lassen - denn einen 45 Kg Hund zuhause im Garten einzugraben, erschien mir als äußerst schwierig :( Noch dazu, wo unsere beiden anderen Hunde tagsüber immer draußen sind...

Für mich wars wichtiger, dass er schnell und schmerzlos einschläft ... von allem nachher spürte er ja nix mehr...

Bei meinem Dackel wars anders, der wurde im Alter von 17 Jahren vor meinem Haus von einem Auto überfahren, und so schlimm es sich anhört, für einen 12 kg Hund ist schnell mal ein Grab ausgehoben.

Liebe Grüße

Romy1977
11.11.2008, 17:55
Jetz wo ich das hier so lese wird mir eigentlich so richtig bewußt das ich nicht mit dem tod von meinem felix nicht wirklich abschließen kann weil ich ihn damals auch bei meiner tierärztin gelassen hab.
und es mir deshalb immer noch so weh tut.
Den nächsten (was aber hoffentlich noch gaaaanz lange dauert) werd ich wahrscheinlich auch einäschern lassen, außer ich hätte eine möglichkeit zum begraben.

glg romy

TrueLove
19.11.2008, 17:39
Ich habe meine 5 Jährige Hündin im Juli verloren. Der Gedanke, sie in eine Tierkörperverwertungsanstalt zu geben , war mir unerträglich.
Ich habe sie im Garten begraben. Allerdings muß ich zugeben, dass es mir beim Anblick der Grabstelle immer noch das Herz bricht - wenn ich es nicht immer sehen würde, ginge es mir vielleicht besser - ich weiß es nicht.
Meine beiden Galgos sind zu groß, um sie im Garten zu
beerdigen, ich denke, wenn ihre Zeit kommt (bitte, bitte noch lange nicht!!) werde ich sie verbrennen lassen und die Asche auf das 1. Grab streuen.
Aber daran mag ich noch gar nicht denken
Ich finde, jeder muß seinen eigenen Weg finden, mit der Trauer um das geliebt Tier umzugehen und fertig zu werden.