PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sunny will nicht alleine bleiben...



Sunny
17.03.2004, 11:33
...welcher Hund will das schon ? Aber es muß halt sein - üblicherweise handelt es sich um 2 Stunden täglich - nur in Ausnahmefällen ist es länger, wo sie allein bleiben muß.
Wir haben sie immer im (sehr großen) Vorzimmer eingesperrt, aber in letzter Zeit hat sie immer mehr kaputt gemacht - daher muß sie im Garten bleiben (wäre bei dem Wetter sowieso angenehmer für sie). Jetzt haben sich aber unsere Nachbarn beschwerd, weil Sunny die ganze Zeit bellt und heult wie ein Wolf. Unser Nachbar hat Krebs und es ist verständlich, dass ihn das stört. Ich finde nur komisch, dass sie sich erst jetzt beschweren - wir haben Sunny jetzt schon seit einem Jahr...
Andere Nachbarn haben noch nichts gesagt, aber so ist das bei uns am Land - erst wissen alle anderen Bescheid, und erst am Schluß die Betroffenen. Meine Frage: Wie kann ich Sunny das heulen abgewöhnen, wenn ich nicht da bin - habt ihr eine Idee ?
Sonst ist sie ein sehr ruhiger Hund, und bellt eigentlich kaum.
Bitte um eure Hilfe !

Conny

mia
17.03.2004, 15:33
Was meist funktioniert, aber sehr lang und zeitaufreibend ist, ist wie bei einem welpen das allein sein zu üben.
Sprich: zuerst bleibt sunny nur kurz (kurz heißt in diesem fall wirklich nur eine minute, höchstens ein paar, ich weiß ja nicht, wie lange sie OHNE bellen bzw. zerstören ;) im normalfall aushält...) in einem anderen zimmer, bei geschlossener türe.
SOFORT beim wieder rausholen (und dies noch unbedingt IMMER bevor sie gebellt hat) positiv mit leckerli und "freudentanz" (sprich mit hoher quietschestimme überschwenglichst loben...) bestärken.
Wenn alles glatt geht langsam, ganz langsam die zeiten verlängern und schließlich auch mit weg gehen üben. Ich sag aber gleich dazu, dass dies (gerade bei einem "einzelhund") sicherlich ein langzeitprojekt ist, die geduld zahlt sich aber im endeffekt später einmal aus ;)...
Die meisten wuffs lernen es irgendwann einmal - es gibt aber auch ausnahmen (ich sage nur fedor...mit blanca gemeinsam habe ich ihn jetzt immerhin so weit, dass ich ab und zu schnell ums eck einkaufen gehen kann, bei ihm zu hause ohne zweithund geht soviel ich weiß so gut wie gar nix...) aber sonst kenn ich ein paar hunde, die es dann doch früher oder später begriffen haben.
also kopf hoch - wird schon werden ;)...

Herbst
17.03.2004, 20:10
Grüß dich Sunny!

Isolation ist für Tiere, die in einer Gruppe leben, ein starker psychologischer Stress.
Dieser Stress löst bei den Hunden Angstzustände aus, führt dazu dass sie Dinge zerstören, kann sogar zu Steriotypien führen.
Dauerbellen, auflecken bzw. benagen eigener Körperregionen sind einige Beispiele.

Ich kann mir schon vorstellen, dass sich deine Nachbarn nicht gleich bei dir gemeldet haben. Der Hund macht eine Entwicklung durch, die sein Verhalten steigern.

Ich rate dir, viele Elemente der Entspannung für deinen Hund einzubauen, damit die Anspannung, und die Hormone, die durch den enormen Stress im Hund Auswirungen haben, zu vermindern.

Neben der Entspannung und Ruhe, ist ein gezieltes Beziehungstraining sicher zielführender, als ein abtrainieren der für dich unerwünschten Verhaltensweisen.
Auch wenn es beim ersten Hinschauen wie verhetscheln aussieht, solange der Hund unter Stress steht, kann er nichts lernen.
PS:
Ein Verbot für den Hund, mir sein Leid klagen zu können, führt bestenfalls zu Meideverhalten. Ich möchte nicht mit unberechenbaren Duckmausern eine Freundschaft teilen.

lg
Herbst

Gelöscht_38
17.03.2004, 20:49
Hallo!

Ich würd es noch einmal ganz neu aufbauen - jetzt halt im Garten. Andere Idee hab ich jetzt auf die Schnelle auch keine :rolleyes:

Kannst du sie im Haus nicht in einem Raum lassen, wo sie nichts anstellen kann?

Ich hätt nur Angst, wenn die Hunde allein im Garten sind, dass irgendwelche "Deppen" auf die Idee kommen, Giftköder oder sonstwas reinzuschmeißen.

LG Nina

Spanielfan
17.03.2004, 20:50
Tja, die Hündin meiner Freundin durfte tagsüber wenn sie nicht zu Hause war, auch in den Garten. Jahrelang ging es gut, bis jemand Giftköder in mehrere Gärten mit Hunden warf, einige starben, sie hat es überlebt, aber gaaaanz knapp!!! Seither habe ich davor auch Angst!

Flummi
17.03.2004, 22:41
Leider kann ich dir keinen Tipp geben weil es mir genau so geht - es wird zerstört und gebellt.
Aber zumindest weißt du jetzt, das du nicht ALLEINE bist mit dem Problem ;)

Biggi
18.03.2004, 06:43
ich würde es zuerst auch versuchen, von vorn anzufangen.
Hund muß auf seinen Platz, man geht raus , Türe zu. Dann geht man nach 1-2 Minuten rein. Ist Hund nicht auf seinem Platz, sofort hinschicken und von vorn anfangen. Ist Hund auf seinem Platz, Leckerli geben und viel loben. Die Zeit halt dann steigern.

Oder Du gibst ihr einen großen Kauknochen und läßt Radio an. Ich hab das nie gemacht, aber manche Leute sagen, das hilft.

Ich würde sie nie alleine im Garten lassen (Leni darf es auch nicht), eben wegen der Gefahr, das jemand was reinwirft.

Du mußt jetzt ein bisserl Geduld haben. Sunny muß so viel Vertrauen fassen, das sie weiß, das Du wieder zu ihr zurück kommst. Ich weiß das ist am anfang leichte gesagt, als getan. Aber wirst sehen, Du schaffst es schon.

Liebe Grüße Biggi und Leni

Sunny
18.03.2004, 08:29
Das Üben (so wie am Anfang) wird schwierig, weil wenn wir daheim sind ist für Sunny das "allein sein" überhaupt kein Problem - ganz im Gegenteil - sie sucht sich sogar manchmal die Ruhe in ihrem Körberl. Sie bleibt auch problemlos allein im Garten, wenn wir im Haus sind. Wie gesagt ist sie auch gar keine Bellerin - sie bellt weder fremde Besucher noch den Postboten an - dafür verwandelt sie sich anscheinend in einen heulenden Wolf, wenn niemand zu Hause ist.
@ Herbst: Ich hatte genau die gegenteiligen Gedanken, nämlich, dass wir sie komplett verwöhnt haben, und wir lernen sollten, sie öfter mal zu ignorieren. Sunny hat mehr als genug "Kuscheleinheiten" am Tag, man kann sich gegen ihren "Sreichelmich-Blick" einfach nicht wehren. Aber anscheinend ist uns irgendein Fehler unterlaufen, ich dachte immer zu viel Liebe gibt es nicht...
Vielleicht stimmt aber auch deine Theorie - ich weiß es einfach nicht - ich hoffe wir lösen das Problem bald...

lg
Conny

Herbst
18.03.2004, 14:17
@sunny
Grüß dich Conny,
Ich bin der Ansicht, dass ein Hund der im Haus Schaden anrichtet, im Garten in monotones Dauerbellen verfällt ein Problem hat.
Du berichtest ja, dass der Hund bei Eurer Anwesenheit gut alleine zurecht kommt. Da kannst du Aufbauen.
Verlass das Haus oder den Garten - ohne eine Übung daraus zu machen, komm dann einfach wieder zurück. So als hättest du keinen Hund. Achte darauf wie es dir geht, welche Gedanken du hast - die Stimmungübertragung ist ein starker Faktor.
Ich kann mir vorstellen, dass sich bei dir zu Hause, für den Hund und für dich schon eine Verhaltenskette festgesetzt hat.
Durch verschiedene Reize, wird ein bestimmtes Verhalten ausgelöst (Schlüssel in die Hand nehmen, Mantel anziehen, ...)
Achte auf solche Reizauslösende Faktoren - versuche beim Verändern andere Handlungen zu setzen.
Es kann schon helfen, dass du den Schlüssel in die Hand nimmst, dir alles anziehst zum Weggehen und dann für Sunny Futterzubereitest.
=> verändere die Kette, ohne zusätzliche Belastungen einzuführen. Beobachten viel mehr ab welchem Schritt des Weggehens dein Hund unsicher wird. Verändere durch unterbrechen der Verhaltenskette die Gewohnheiten.
Ich habe durch diese auch bei Hunden die in ihrer Not keine zusätzlichen Informationen mehr aufnehmen können - Ergebnisse erreichen können.
Ursachen erkennen - Veränderungen ausprobieren bringt für immer eine Lösung.
Umerziehen, Beruhigen oder Verbieten wirkt nur so lange der Hund das aushält und wie stark du deinen Willen durchsetzen kannst. Bricht da etwas vom alten Verhalten wieder durch - ist es in der Regel stärker als vorher.

lg
Herbert

Sunny
18.03.2004, 14:35
Danke für die ausführliche Antwort. Ich hab gar nicht den Eindruck, dass Sunny verunsichert ist , wenn wir weggehen - ganz im Gegenteil, wenn wir sie nicht zum mitkommen auffordern, geht sie nicht einmal bis zum Gartentor mit, sondern beobachtet unser weggehen nur aus der Ferne. Ich werd das mal versuchen, und mein Verhalten beobachten und dann ändern. Aber ich kann immer nur versuchen, und hoffen das die Nachbarn geduldig sind ... ich war eigentlich auch sehr verwundert darüber das Sunny sich so aufführt, ich hatte keinen Schimmer - weil ich ja nicht da bin - das ist ja das Schwierige daran, auf etwas Einfluß zu nehmen ohne anwesend zu sein *ratlosbin*

Du kennst Dich mit Hunden sehr gut aus - darf ich fragen, woher Du Dein Wissen beziehst ? Bist Du Hundetrainer oder so ?

lg
Conny

Herbst
18.03.2004, 15:37
hi conny,

ja, ich bin Trainer und Berater für Besitzer mit ängstlichen und aggresiven Tieren. Ich hab mich im Forum, Beitrag "Buchempfehlung: Aggression bei Hunden" vorgestellt.

Wissen deine Nachbarn, dass du an einer Veränderung bemüht bist. Solche Informationen helfen immer.

Wie steht Sunny da, wenn sie dich beim Weggehen beobachtet?
Starre, angespannte Körperhaltung,
Weit aufgerissene Augen, starrer Blick? => wäre Hinweis Stress

Beispiel aus meinen Alltag:
Mein Mexx (9 Jahre, Rüde kastr. Irish Terrier Mix) ist oft nicht daran interessiert mitzugehen.
Manchmal jedoch steht er auf und wartet auf mein Verhalten, geb ich im durch einen Blick, oder eine Handbewegung (die Geste ist eine Information, KEIN STOP-Signal) mitkommen oder nicht.
In manchen Situationen (meist bin ich angespannt, oder der Tagesablauf ist intensiver als sonst) - ignoriert er meine Geste, dann geb ich im durch ein Stop-Signal, bzw. einer Handbewegung die Umdrehen erzielen soll den Befehl hierzubleiben.
lg
Herbst

Flummi
18.03.2004, 19:47
Original geschrieben von Herbst
hi conny,

ja, ich bin Trainer und Berater für Besitzer mit ängstlichen und aggresiven Tieren.

Hallo Herbst!

Wenn das so ist - vielleicht hast du dann auch einen Tipp für mich? Meine Nuke (aus einem Tierheim in Rom) ist generell fremden Menschen gegenüber sehr reserviert. Allerdings ist es ein wahnsinn sobald es draussen finster ist.
Ich gehe runter - sie geht und beim ersten Geräusch (wenn jemand sein Fenster kippt, ein Auto in die Gasse kommt oder gar und da ist es am schlimmsten - wenn uns ein Mensch entgegen kommt) ist sie ratz fatz mit gebell und aufgestellten Haaren zurück beim Haustor.
Sobald die "Gefahr" vorbei ist - dackelt sie mir wieder hinterher.

Also irgendwas muß es mit der Finsternis auf sich haben - da ist es echt extrem.

Pitzelpatz
19.03.2004, 07:01
Ich hab ja auch so einen *Nein, Nein..ich mag nicht alleine bleiben und wenn doch dann bell und heul ich* Hund....:(

Na..schön langsam (nach monaten der übung) kann ich schon mal für eine stunde oder max.zwei alleine weggehen ohne das es ein heul und bell konzert in der wohnung gibt..

Sehr geholfen hat uns:
Ausgedehnte Spaziergänge und Spiele vor dem alleinelassen, ein
frisches Knochi( oder etwas anderes leckeres) in papier einwickeln, in eine schachtel legen und die schachtel mit papier auffüllen->zukleben (am besten mit isolierband) und dem hund einfach hinstellen ( wirkt prima bei uns da gin mindestens für eine dreiviertel stunde beschäftigt ist)....
Ich sperre sie auch immer im Wohnzimmer ein, da ich den eindruck habe, sie fühle sich dann wohler, nur in einem raum...

Und zum Punkt nachbarn:
In der anfangszeit habe ich einfach einen Zettel am Anschlagbrett festgemacht auf dem stand, das wir m moment noch am üben sind, und wir um nachsicht bitten, falls Ginger mal heulen und bellen sollte...

Lg,Nina

Marion
19.03.2004, 08:02
unser rotti hat, wenn er alleine war, den ganzen vorraum, das sind gesamt 14 meter länge einmal die runde, und die tapete, und den rigips runtergefressen, bis zu einem meter höhe *gg*
wir haben jetzt einen laminat auf die wand geklebt und jetzt gehts, sieht zwar aus wie in einem wiener sozialbau, aber ich kanns feucht abwischen und es erfüllt seinen zweck :D

jetzt haben wir halt immer zwei hunde zusammen wenn wir kurz weg sind, die beschäftigen sich dann miteinander, und bis heute *holzklopf* hat er nix mehr kaputtiert.

ich habs auch versucht mit diversen spielzeugen, aber ich denk mir, wenn einem hund fad ist dann ist ihm fad.

am effektivsten war ein holzklotz, an dem er herumknabbern konnte, machte zwar mist, aber dafür war sonst nix kaputt ;)

Flummi
19.03.2004, 09:25
Original geschrieben von Pitzelpatz
Und zum Punkt nachbarn:
In der anfangszeit habe ich einfach einen Zettel am Anschlagbrett festgemacht auf dem stand, das wir m moment noch am üben sind, und wir um nachsicht bitten, falls Ginger mal heulen und bellen sollte...

Lg,Nina

Das kann ich bei den 2 Parteien hier im Haus die wirklich absolut unverträglich sind vergessen.
Alle anderen lieben die Hunde - streicheln sie - mit denen redet man und erklärt es ihnen - dann lachen sie und sagen na sie werden es schon noch lernen.

Aber die 2 A...... wovon einer neben mir und eine unter mir wohnt - kannst vergessen - mit denen kann man nicht reden
:( :mad:

Naja ich kann einstweilen eh nix machen - außer hoffen das sich keiner beschwert ;)

ET01
19.03.2004, 09:26
Original geschrieben von Flummi
Naja ich kann einstweilen eh nix machen - außer hoffen das sich keiner beschwert ;)

oja flummi....üben ;)

Flummi
19.03.2004, 09:33
Ja meine liebe das schon - aber es ist mir nicht möglich wochenlang nur 1 minute bei der türe rauszugehen. ich übe das jetzt zwischendurch aber leider muß ich ab und an dennoch 1 od. 2 stunden weg....das meinte ich damit - ich kann es einfach nicht GANZ vermeiden. ich nehme sie so gut es geht überall mit - aber immer gehts halt nicht.

ET01
19.03.2004, 09:37
na das war mir schon klar...ich meinte ja eh das zwischen durch :)

wißt ihr, einerseits bin ich froh, daß scooby nur lacki macht wenn man ihn alleine laßt, andererseits sehe ich beim lacki aber keine möglichkeit anzusetzen und zu üben.

beim bellen geht man kurz raus...bestätigt. beim heulen detto...beim zerstören würde das ev. auch fuktionieren....aber beim lacki?

sobald ich die tür zu mache plätschert der see....da brauch ich netmal ne minute warten :rolleyes:

Flummi
19.03.2004, 09:59
*loool* na dann mach es wie ihr mir geraten habt - ein leckerlie werfen - wenn er nachläuft tür zu und bevor er es noch überrissen hat bist schon wieder da :D

Ach was wäre ich froh wenn meine nur ein Lacki machen würden - oder jede eines :D

Ich denke trotzdem das du es einfacher hast weil ich glaube, das er mit dem Lacki machen irgendwann von selbst aufhört ;)

Sunny
19.03.2004, 10:22
Ja eigentlich steht sie schon eher starr da - abwartend, ob nicht doch noch das Zeichen, dass sie mitdarf kommt...
ich hab das eigentlich nie als Stress gedeutet - da merk ich wieder mal wie falsch man Hunde interpretiert, weil unsere Körpersprache einfach sehr verschieden ist. Ich werd mit den Nachbarn nochmal reden, und vielleicht vereinbaren, dass wir nur zu bestimmten Zeiten "üben". Kann so wie Pitzelpatz es beschreibt helfen, dem Hund möglichst viel Beschäftigung zu geben - oder vielleicht die postitve Verknüpfung - "Wenn sie weggeht, versteckt sie sicher wo ein Leckerli" (???) - die Frage ist halt, ob das nicht nur momentane Hilfen sind, aber das Problem nicht wirklich aus der Welt schaffen. Kann es helfen, in die Hundeschule zu gehen, Selbstbewußtsein trainieren, und wie hast du das gemeint, ich solle auf meine Gedanken achten, beim weggehen; kann ich das so verstehen, dass eventuell schlechtes Gewissen (heut´muss ich nach dem Büro noch einkaufen - und Elternabend ist auch, da geht sich nur eine kleine Runde aus - ich bin ein schlechter Hundehalter) das Verhalten von Sunny beinflußt ?

lg
Conny

ET01
19.03.2004, 10:56
ja flummi...gegen deine beiden bin ich auch froh wegen dem nur lacki machen ;)

ich denke auch, daß er alleine aufhört...zumindest hoffe ich drauf. auf jeden fall beschweren sich wegen eines lackis nicht die nachbarn (ist ja nur ein lacki kein wasserfall) und meine möbel bleiben auch heil. das ist schon positiver daran :)

mitn leckerlie das klappt nicht. er ist zwar megafuttergierig..aber wenn wir weggehen rennt er selbst von der futterschüssel weg und will mit. meist kommt er dann sooooo in stress, weil er fressen will und mitgehen möchte und angst kriegt, daß er schon während des rauslaufens aus der küche zu pinkeln beginnt :rolleyes:

Flummi
19.03.2004, 12:26
Original geschrieben von ET01
meist kommt er dann sooooo in stress, weil er fressen will und mitgehen möchte und angst kriegt, daß er schon während des rauslaufens aus der küche zu pinkeln beginnt :rolleyes:

*lool* :D na so haben wir alle unser "pinkerl" zu tragen - die einen mehr - die anderen weniger. aber es tut gut - über die pannen anderer ein bißchen zu lachen - das munter einen auf und gibt kraft weil man weiß das man nicht nur SELBST solche besen zu hause hat :D

ET01
19.03.2004, 20:40
da is was wahres drann flummi jop

obwohl ich über deine beiden besen oft gar nimma lache, sondern mit dir mitfühle....

naja jetzt wos im vorzimmer sind is eh nimma sooooooo tragisch :)

Flummi
19.03.2004, 22:54
naja dafür ist mein telekabel schon 3x geflickt und jetzt hab ich ein neues loch gebohrt vom vorzimmer ins wohnzimmer aber halt ober der türe. auf der anderen seite der türe rennt aber dennoch das kabel das vom gang in die wohnung kommt - das kann ich nicht nach oben verlegen - wenn sie das auch noch entdecken krieg ich echt die kriese.

jetzt nachdem das kabel mal weg ist werden halt alle sesselleisten (sind eh nur diese billigen aus plastik) runtergekletzelt und zerbissen. aber damit kann ich leben das ich echt nicht so tragisch.

aber wehe die entdecken das kabel auf der anderen seite....:mad:

ET01
20.03.2004, 11:37
lol die sind ein hämmer....

binds zamm wie ein spanferkel wennst weggehst....und im vorzimmer spannst holzstangen da hängst es dann auf bist wieder kommst :D:D

wennst hungrig wiederkommst brauchst nur mehr es lagerfeuer machen *lol*

Flummi
20.03.2004, 12:13
Original geschrieben von ET01
lol die sind ein hämmer....

binds zamm wie ein spanferkel wennst weggehst....und im vorzimmer spannst holzstangen da hängst es dann auf bist wieder kommst :D:D

wennst hungrig wiederkommst brauchst nur mehr es lagerfeuer machen *lol*

*zerwutzeltsichvorlachen* hab mir das gerade bildlich vorgestellt :D

Herbst
22.03.2004, 17:14
Grüß dich Conny!

Ja, ich bin der Ansicht, das unsere Gedanken einen Einfluß auf das Verhalten haben. Ich bin davon überzeugt, dass ein Hund viel aus unserer Körpersprache ableitet. Hunde kommunizieren zu einem großen Teil über solche Signale (Mensch allerdings auch).

Mir ist es lieber, wenn Tiere weniger angespannt sind. Ich finde es dann angenehmer mit ihnen in Kontakt zu treten, ihnen Wünsche und Befehle mitzuteilen.
Ich Glaube, dass wir Menschen die Möglichkeite haben die Stimmung und das Umfeld so zu gestallten, dass das gemeinsame Leben in der Gruppe angenehm ist. Ich möchte nicht, dass mein Hund die Rolle übernimmt, in der Gruppe Emotionen auszugleichen oder sich sogar mit anderen arangiert.

lg Herbst

Herbst
22.03.2004, 17:56
Wenn das so ist - vielleicht hast du dann auch einen Tipp für mich?
Meine Nuke (aus einem Tierheim in Rom) ist generell fremden Menschen gegenüber sehr reserviert. Allerdings ist es ein wahnsinn sobald es draussen finster ist.
Ich gehe runter - sie geht und beim ersten Geräusch (wenn jemand sein Fenster kippt, ein Auto in die Gasse kommt oder gar und da ist es am schlimmsten - wenn uns ein Mensch entgegen kommt) ist sie ratz fatz mit gebell und aufgestellten Haaren zurück beim Haustor.
Sobald die "Gefahr" vorbei ist - dackelt sie mir wieder hinterher.


Grüß dich Flummi,

Du sprichst da ein anderes Verhalten an. Unsicherheit in der Dunkelheit.
Wie verhält sich dein Hund bei ähnlichen Geräuschen am Tag - in der Dämmerung - im Freien - in großen Räumen - in engen Räumen - in vertrauter Umgebung - in fremder Umgebung.

Versuche eine Zeit, Ort und einen Abstand zu beängstigenden Geräuschen zu finden, bei denen dein Hund skeptisch ist. Du wirst dir leichter tun, als wenn dein Hund schon in Panik geraten ist.
Teil deinem Hund durch "calming Signals" (Beschwichtigungssignale, beschrieben von der Hundetrainerin Turid Rugaas) mit, dass du in der selben Situation kein Problem siehst. Um das zu unterstreichen, kannst du etwas machen, das man nur dann tut, wenn es nicht gefährlich ist. (Schuhe zubinden, Socken richten, im Laub stöbern). Achte darauf, dass du die Angst deines Hundes in Gedanken nicht ignorierst, oder dass du verärgert bist - weil dich dein Hund aufhält. Ändere die Meinung deines Hundes nur dann, wenn du die nötige Ruhe in der hast, um auf den Hund einzugehen.
Menschen und Tiere mit einem ähnlichen Empfingen speichern alle Wahrnehmungen, die während einer gefährlichen Situation wahrzunehmen sind. (Geruch, Geräusch, Bewegung und Umgebung, Temperatur, Geschmack, ...)
Kommt eines dieser Wahrnehmungen im Leben wieder vor, wird dieses Individuum vorsichtig prüfen, ob das Leben sicher ist.
Diese Vorsicht ist ein ganz wichtiges Instrument um das Leben zu schützen. Wir müssen das berücksichtigen, wenn wir Menschen ein für uns unangenehmes Verhalten eines Tieres wegtrainieren wollen. Das braucht viele Wiederholungen und mehrere Veränderungen der Einflußfaktoren, bis das Mistrauen weicht und ein Tier selbstsicher diese Situation meistert.

Ziel: Der Hund ändert sein ängstliches Verhalten, weil du als Bezugsperson in der selben Situation keine Bedenken hast.

Berücksichtige, dass es für deinen Hund lebenswichtige Konsequenzen haben kann, wenn er seine Vorsicht ablegt.
Achte darauf, dass es mental belastend für den Hund ist.
Gib ihm in solchen Lernsituationen die Möglichkeit zu trinken.
Plan Pausen ein (Entspannung durch Schnüffeln), der Hund soll Anspannung loswerden können.
(gähnen, schütteln, strecken, welzen, ..)
Der Hund soll es nicht dir zu liebe tun, er soll sich später auch mit anderen Menschen oder sogar allein ohne Verhaltensweisen der Panik in diesen Situationen bewegen.

lg
Herbst

Herbst
22.03.2004, 18:38
Kann so wie Pitzelpatz es beschreibt helfen, dem Hund möglichst viel Beschäftigung zu geben - oder vielleicht die postitve Verknüpfung - "Wenn sie weggeht, versteckt sie sicher wo ein Leckerli" (???) - die Frage ist halt, ob das nicht nur momentane Hilfen sind, aber das Problem nicht wirklich aus der Welt schaffen. Kann es helfen, in die Hundeschule zu gehen, Selbstbewußtsein trainieren?
Eine Hundeschule, die positive Verknüpfung in das Training einbaut, ist eine gute Sache um Tiere zu trainieren. (ist nicht nur Füttern und Belohnen - wichtig ist vor allem der richtige Zeitpunkt und ein positiver Eindruck aus der sicht des Hundes!!)
Grundlage für Training und Zusammenleben ist sicherlich eine gute offene Beziehung. Damit es nicht noch zu den neuen Eindrücke des Trainings, zusätzliche Spannung zwischen Hund und Hundeführer gibt. Gleich wichtig sehe ich in diesem Zusammenhang auch das Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Hundeführer.

PS: => Information: Allein lassen, Zerstörung
James O'Heare, ein Kanadischer Verhaltensberater, beschreibt nach Auswertung von Videos, dass ein Hund in der ersten 1/2 Stunde nach dem Verlassen, die intensivsten Verhaltensweisen zeigt.
Es hat einen Einfluss, wie der Hund zurückgelassen wird,
ob der Hund eine Beschäftigung hat (Futtersuche, Kugeln mit Löcher, Kauknochen, ...),
ob Geräusche den Eindruck der Einsamkeit abschwächen (Fernseher, Radio, angenehme Musik, ...) - 1/2 Stunde

Josephinchen
22.03.2004, 18:53
Obwohl es nicht zum Thema passt, muß mal meinen Senf dazugeben!

Hallo Herbst, das Bild passt echt gut zu dir :D
*ggg*

Herbst
22.03.2004, 18:55
da ist was dran, es hat mir sofort gefallen.

Josephinchen
22.03.2004, 19:04

Josephinchen
22.03.2004, 22:05