PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Kampfhundeproblem aus anderer Sicht



ottokar
16.01.2001, 13:55
Liebe Hundefreunde und besonders: lieber "Familienhund"
Auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt von allen ringsrum heftige Schläge einhandle: Ich kann, und nach den Vorfällen der letzten Zeit besonders, die negative und zum Teil hysterische Reaktion der Menschen auf bestimmte Hunderassen nur allzu gut verstehen. Ich versuche mal, an einem Beispiel meinen Standpunkt zu erklären.
Als unsere Kinder noch im Kindergartenalter waren und wir noch keine Hunde hielten, lebten wir in Stuttgart. Bei Einkäufen im Stadtzentrum ist man da natürlich auch immer wieder Hundehaltern mit Bullterriern, Pitbulls, Staffs, und anderen sogenannten Kampfhunden begegnet. Meine Reaktion war schon damals, lange vor irgendeiner Kampfhundedebatte: Großräumig ausweichen, Straßenseite wechseln, im Bus sich ans andere Ende verdrücken etc.
Ich habe so reagiert, weil die Halter von solchen Hunden sehr oft in ein bestimmtes Raster passten. Meist traf man widerliche Glatzköpfe oder Zuhältertypen mit geschwollenen Oberarmmuskeln am anderen Ende der Leine an.
Es ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich nicht, dass so ein unangenehmer Zeitgenosse mal einen Mischling an der Leine hatte.
Als Mutter von Kleinkindern ist man überfordert, wenn man bei jeder Begegnung mit einem Hund solcher Rasse dann soziologische Studien betreiben soll um herauszubekommen, ob in einem von 10 Fällen das Herrchen vielleicht nicht zur oben beschriebenen Spezies gehört. Also, logische Folge: Man weicht ängstlich aus und ist wütend, wenn das Tier dann aucn noch frei rumläuft oder so an der Leine zerrt, dass man nie weiß, wann es sich losreißen wird.
So, das war vor mehr als 10 Jahren und ich denke, viele andere Menschen hatten ähnliche Gefühle solchen "Gespannen" gegenüber wie ich.
Wer sich einen solchen Hund anschaffte wusste damals schon, welche Reaktionen er bei seinen Mitmenschen mit dem Tier überwiegend auslöst. Klar, damals gehörte man zu den "Verfolgern" mit einem solchen Hund und es war nicht abzusehen, dass man einige Jahre später dann plötzlich zu den "Verfolgten" gehört.
Von einigen von euch wurde ja auch schon bestätigt, dass sich bei Hundeausstellungen in diesem Bereich ziemliches Gesokse herumtreibt. (Ich war erst einmal bei einer Hundeausstellung, weil ich mit meinem Mischlingswelpen an einer Vorführung unseres örtlichen Hundevereins teilnahm. Und da habe ich keine Bullterrier etc gesehen. Ich denke, es war auch mein letzter Besuch bei einer solchen Veranstaltung. Ich finde den Rassen-Affenzirkus an einigen Ständen einfach schlimm. Was man da manchen Hunden antut, ist das noch Tierliebe??? Tschuldigung, bin abgeschweift)

Zum Abschluss meine Frage: Was um alles in der Welt hat euch Besitzer von sogenannten Kampfhunden eigentlich bewogen euch ein solches Tier zuzulegen? Es gibt doch wirklich eine Riesenauswahl von wunderschönen Hunderassen (wenns denn unbedingt ein Rassehund sein muss??) da muss oder musste man doch nicht unbedingt einen Hund mit zweifelhaftem Image auswählen!

Ich trage diese Gedanken schon lange mit mir rum, jetzt ist es raus.
Ich bin gespannt auf eure Antworten
ottokar

ottokar
16.01.2001, 14:20
Nachschlag:
Hallo Familienhund,
habe gerade in deinem neuesten Beitrag gelesen, dass dein Hund ja eine Mischung von vielen ist. Sorry. Ich dachte du hättest einen Mischling von reinrassigen "Kampfhundeeltern". Dass du dann mit deinem Tier besonders arm dran bist, kann ich gut verstehen. Wie du aussiehst, weiß ich ja nicht aber dein Hund passt sicher, ohne es zu sein, in das Kamphundegespann-Rraster, das ich in meinem Beitrag beschrieben habe.
Das ist eine besch...Situation für dich und deinen Odin (sehr nordisch, der Name http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif .
"Boxer" war übrigens ein Reizwort für mich. Ich bin mit einem solchen aufgewachsen. Es war das liebste Tier, das man sich vorstellen kann (auch Fremden und anderen Hunden gegenüber). Und das bei einer miserablen Erziehung bzw. gar keiner.
Also, fühle dich nicht von mir angeschossen. Tut mir leid, dass ich dich in diesem Beitrag besonders angesprochen habe.

ottokar

Spike
16.01.2001, 14:30
Hallöchen,

also ich kann dich in gewisser Weise verstehen ABER: Vorurteile, Vorurteile, Vorurteile - ohne sich eines Besseren belehren lassen. Ist der Türke auch gleich Drogendealer, ein Deutscher gleich Nazi? Sicherlich nicht.

Diesen Satz mit den wundershcönen Hunden hättest du dir sparen können! Für mich sind es die wunderschönsten Hunde der Welt. Das liegt wihl im Auge des Betrachters. Genauso blöd ist der Spruch: Warum hast du denn keinen normalen Hund? Was ist bitteschön normal oder schön??? Alles realtiv.

ich wollte schon immer einen freundlichen, kinderlieben, ausgeglichenen Hund im Kompanktformat mit dem ich jeden Sport (Agility, Weightpulling, Obiedience usw.) machen kann, der mich überall hin begleiten kann und eine stoische Ruhe hat. Keinen Käffer, Beißer oder Nervösling. Keinen Hund mit rassespezifischen Problemen.

Und ich stehe zu meinem Hund. Seit mehr als 7 Jahren. Wenn du dir nur einmal die Mühe machen würdest diese Hunde kennenzulernen wüsstest du warum wir diese rassen halten. kein anderer Hund könnte die Selle eines Staffs für mich einnehemen (das ist relativ, denn jeder liebt seinen Hund).

Sicher, es halten immer Idioten diese rassen, das wird sich sicherlich auch nicht ändern. Aber soll cih deswegen auf meinen traumhund verzichten. Ich habe ein dickes Fell, mag es aber gar nicht leiden wenn ich mit diesen Typen in eine Ecke gedrängt werde. Das passiert aber. Ich denke es zeichnet grade einen Hundefreund aus wenn er sich einen Hund hält mit dem er Schwierigkeiten hat, das er garde deswegen zu seinem Hund steht.

Mach dir bitte mal ein Bild über diese wundervollen Hunde. Auch wenn du sie nicht schön findest, ich finde auch so viele Menschen häßlich, interessiert aber keinen.

Gruß

Ilselore
16.01.2001, 15:19
Hallo Ottokar!

es ist in der Tat so, dass man als Mutter von Kleinkindern völlig überfordert ist, wenn freilaufende Hunde das Interesse an Dein Kind, Einkaufskorb oder sonst etwas entdeckt.
Mir ist es als Hundehalterin auch immer mulmig, wenn ich die "Glatzen" in den Innenstätten sehe, egal ob sie mit oder ohne Hund anzutreffen sind. Die Weicheier und Mitläufer unter den Harten herauszufiltern, die Mühe mach ich mir nicht. Ich weiss aber, das es viele "Glatzen" gibt, sie sind völlig sozialverträgliche Mitmenschen, ob mit oder ohne Hund. Sie haben sogar Jobs, Familien und besitzen z.T. Hochschulausbildung. Es sind Menschen, wie Du und ich.

Deine Frage: "Was um alles in der Welt hat euch Besitzer von sogenannten
Kampfhunden eigentlich bewogen euch ein solches Tier zuzulegen?", die vom Ansatz her einfach unsachlich ist, kannst Du aber das oben genannte Beispiel Mensch auf den Hund übertragen. Alle Terrierhunde sind sozialverträgliche Tiere. Sie sind beliebte Familienhunde. Was eine bewusste Auslese bei den Zuchttieren oder eine bestimmte Behandlung durch "abnorme Charaktere" der Menschen bewirkt, das ist unbestritten. Sei bitte so faier und erkenne das an. Es gibt unter den Millionen Hunden welche, die sehr gefährlich sind. Sie zu isolieren, das reicht völlig aus. Aber leicht ist das nicht.

Ich bin seit ca. 20 Jahren Hundebesitzerin,(Schlittenhunde, Schäferhund) mein Hund ist ein Stück Natur und Kultur, aber kein Kampfhund im Sinne des Gesetzes. Ob er jemals eine gefährliche Situation heraufbeschwört, das kann ich Dir Heute nicht beantworten. Ich respektiere seinen genetischen Kot, ich vergesse nie, der Stammvater ALLER Hunde ist der Wolf.

ottokar
16.01.2001, 16:17
Hallo Ilselore, hallo Spike
genau das habe ich befürchtet. Ich habe mit keinem Wort auch nur angedeutet, dass Staffs nicht schön seien, ich würde nie auf die Idee kommen, so etwas zu behaupten! Ich habe auch mit keinem Wort erwähnt, dass sog. Kampfhunde einen schlechten Charakter oder schlechte Gene haben oder was auch immer! Ich bin ausschließlich von anderen Ende der Leine ausgegangen. Da sind die Problemfälle.
Für das Erscheinungsbild des Hundehalters gilt das Gleiche wie für das Erscheinungsbild des ganzen Gespanns:
Ich bekomme bestimmte Schlüsselreize, Beispiel waren Glatzen mit geschwollenen Oberarmuskeln (selbstverständlich gehört Mimik und Gestik des Hundes und des Halters auch dazu!!), auf die ich spontan reagieren muss, wenn ich ihnen begegne und Angst um mich , meine Kinder oder seit ein paar Jahren um meine Hunde habe. Man kann sich dann den Luxus nicht leisten, zuerst nachzuforschen, ob der erste Eindruck eventuell täuscht. Dann ist es evtl. zu spät. Ich wurde früher oft für eine Türkin gehalten, was ich mir da anhören musste, von arbeisscheuem aber
"auf"-rechtem deutschen Gesindel, nicht selten auch mit imposantem allerding meist deutschem (!!) Hund, ähnelt dem, was mancher Hundebesitzer heute erlebt, meist war es schlimmer. Gottseidank bin ich nicht auf den Mund gefallen und konnte so einiges anbringen. Ich habe auch jezt keine Probleme, heftig zu kontern, wenn ich wegen meiner frei laufenden Hunde angepflaumt werde (andere Geschichte).
Und es tut mir leid, aber wenn man sich bewusst ein bestimmtes Image zulegt, sei es in Form eines Hundes, der Frisur, des Tatoos, der Muskelbepackung oder was auch immer, dann sollte man nicht jammern und zetern (was ich von dir, Spike auch noch nie so gehört habe, das geht also nicht an dich) wenn man dann eben bei seínen Mitmenschen entsprechend ankommt.
So und jezt zum genau Mitlesen: Mitnichten denke ich, dass jede Glatze ein Rechter ist,
mitnichten denke ich, dass jeder Pelzmantelträger mit dickem Brilli am Finger ein Zuhälter ist.
Trotzdem sind das halt Schlüsselreize für die Mitmenschen, genauso wie bestimmte Hunderassen. Und da kommt ihr nicht drum herum! Wer sich damit schmückt muss mit den Reaktionen leben.
Besonders leid tun mir Menschen, die dann in so einen Strudel hineingeraten, nur weil sie in ein solches Raster hineinzupassen scheinen, wie z.B. "Familienhund". Aber da kann ich nur raten: aufklären und Öffentlichkeit herstellen und trotzdem nebenbei vielleicht für das Wohlergehen des >Hundes und die eigene Seele ein anderes Plätzchen suchen in einer Gegend, wo es nicht so schlimm ist.
o.

winter
16.01.2001, 17:33
jetzt platzt mir aber der kragen!wieso sind männer mit dicken oberarmen,tatoos oder dicken halsketten ein kriterium um die strassenseite zu wechseln?glaubt ihr denn nicht auch,dass auch solche männer lieb und gut zu ihren hunden sind?ist denn solch ein blöder spruch nicht auch diskriminierung?wer sagt denn dass vorbestrafte nicht gut zu ihren tieren sind?dieses blöde gerede ist genau so scheisse wie die diskriminierung von der herrschenden politik!sucht doch nicht immer irgend einen schuldigen für euere voreingenommenheit-lange haare,keine haare,keine tatoos oder den ganzen körper voll,rechts oder links,alles kacke!wenn euch euere eltern diesen müll von äusserlichkeiten eingebleut haben und ihr diese kacke alle glaubt,dann seit ihr echt selber schuld!wenn ihr auf solche äusserlichkeiten geht,dann seit ihr nicht besser als die affen,die immer behaupten,das alles was nach"kampfhund"riecht auch furchtbar gefährlich ist!warum müsst ihr denn alle so voreingenommen sein?

offokar
16.01.2001, 18:23
Hi winter ey,
war wohl n blindwütiger kackrundumschlag ??
kannst mich ruhig duzen, brauchst nicht "ihr" schreiben, so alt bin ich noch nicht. auch nicht aus dem letzten jahrhundert, falls du das damit ausdrücken willst. aber druck die beiträge mal aus und lies richtig bevor du so niveaulose und undifferenzierte statements von dir gibst!! du bist einer von denen, die nicht differenzieren, nicht genau hinschauen und pauschal verurteilen. lass dirs mal durch den kopf gehen. von ehemaligen sträflingen war nicht die rede!!
o

Waldi
16.01.2001, 20:01
hmmm... jetzt sind wir wieder beim üblichen streitthema. alle "kampfhunde" sind böse, und noch böser sind die hundehalter, vorallem wenn sie tätowiert sind und dann auch noch vielleicht längeres haar haben... http://www.petmedia.at/ubb/frown.gif
es kann der älteste opa ein sozialisierten bulli besitzen oder auch einer aus dem milieu einen schäfer, der weitaus gefährlicher ist als der sozialisierte bulli vom opa.
zu meiner person: längeres haar, tätowiert
mein hund: staffordshire bullterrier
also bin ich jetzt höchstwarscheinlich einer von denen die ihren hund nur dazu brauchen um sich selbst zu bestätigen, oder denen es gefällt wenn andere leute angst haben und die strassenseite wechseln ?
warum ich einen staffordshire bullterrier, also einen kampfhund habe ? gute frage, es begann damit als ich die rasse das erste mal sah. danach habe ich mich viel mit dieser rasse beschäftig. das meisste zwar nur auf papier, aber ich habe mich regelrecht durchgefressen. ich war regelrecht fasziniert und als der tag kam.......rettete ich einem kleinen mageren 10 wochen alten welpen vor dem tierheim. wer weiß in welche hände er gelangt wäre, und DU müsstest ihm heute vielleicht wirklich ausweichen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

zu spike:
"Sicher, es halten immer Idioten diese rassen"
würd mich selbst nicht als solchen einstufen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

gundula.zschocke
16.01.2001, 20:11
Hallo Ottokar,
das war eine der dümmsten Fragen, die ich jemals gelesen habe!!!
Was hat Dich dazu bewogen Deine Hunderasse auszusuchen? Weil Dir Dein "Willy Wuff" vielleicht als Rasse mit seinen rasstypischen Eigenschaften gefiel?
Zu meiner Person:
Ich bin übrigens gerade Großmutter geworden, habe einen Mann der Beamter ist, bin selber kaufmännische Angestellte, meine Kinder sind ebenfalls im öffentlichen Dienst,
wir sind Hausbesitzer (nicht Besetzer) und stell Dir vor "Molosser- also Kampfhundefans"!!!!
Wenn Du Dir auf den Molosserseiten einmal das Halterprofil dieser Hunderassen anschaust,wirst Du Deine Meinung vielleicht revidieren müssen.
Wie vereinbart sich das mit Deiner Logik?
Wir haben weder Tätowierungen noch dicke Muskeln (evtl. schon etwas Bäuchlein) keine Ambitionen wie einige unserer Prominenten mit Alkohol- und Drogenkonsum und haben uns sage und schreibe 1 Jahr über diese Rasse informiert. 1/2 Jahr haben wir Züchter besucht (es gab seinerzeit etwas 20) und viele Monate haben wir auf diesen Hund gewartet. Den zweiten Hund dieser Rasse haben wir von einem Molosserhalter, der dieses Tier aus schlechter Haltung freikaufte.
Wir halten zwischenzeitlich seit mehr als 25 Jahren Hunde und mein Mann und ich sind der festen Überzeugung, daß wir die Rasse gefunden haben, mit der wir alt werden möchten. Wenn Du das auch von Deiner Hunderasse und Deinem Hund sagen kannst, gratuliere ich Dir. Schieb also Deine Vorurteile beiseite. Es gibt nicht nur die von Dir beschriebenen "Kampfhundehalter" sondern in der Mehrzahl die Leute, die sich als Liebhaber genau dieser Rassen mit all ihren positiven Eigenschaften (übrigens Kinderfreundlichkeit,gutes Sozialverhalten, hohe Reizschwelle usw.)halten.

Gundula, die übrigens auch noch 2 Mischlinge
(Pudel-Dackel und Chow-Chow-Terrier) hat.

KleinE
16.01.2001, 20:12
Hi Ottokar!

Deine letzte Meldung von wegen "ein anderes Plätzchen suchen in einer Gegend, wo es nicht so schlimm ist" kann ich keinesfalls gutheissen. Soll ich mich verstecken weil ich Staffs liebe? Mich verkriechen nur weil "wählergeile" Politiker (und ihre Wähler) pauschalisieren, die von Dir angekrittelte Schubladisierung aufgrund von Schlüsselreizen praktizieren? "Jeder Staff ist eine Gefahr für die Umwelt!" So macht man es sich leicht. Freilich wird eine Mutter (wahrscheinlich von ihren "selbstverständlich OHNE Vorurteile behafteten" Eltern demensprechend gut auf Hunde geprägt) mit 2 Kleinkindern ein etwas mulmiges Gefühl haben wenn ihr bestimmte "Schlüsselreize" auf der Strasse entgegenkommen und auch keinen Wert auf Hinterfragung der Richtigkeit derselben leben. Aber wo kämen wir da hin wenn wir alles verbieten würden nur weil es ein anderer mit negativen Erinnerungen verbindet? Keine Autos weil ich mal nen Autounfall hatte? Keine Lifte weil jemand Platzangst hat? ...

Und zu Deiner Frage warum ich mir einen Staff nehmen würde (hab derzeit leider noch keinen): ich liebe Staff&Co über alles, ebenso weil sie so sind wie sie sind!!! Weil sie mich aufgrund ihres Charakters einfach ansprechen. Das was ich (FÜR MICH) bei anderen Rassen vergeblich gesucht habe, verkörpert ein AmStaff in seinem Wesen, das ist mit anderen Rassen nicht vergleichbar. Und ich würde mich nie mit einer anderen Rasse "zufriedengeben", oder mich aufgrund der Haltung eines AmStaff vertreiben lassen!!! Oder würdest Du als (vermeintliche) Türkin das Land verlassen, nur weil Du dort nicht gern gesehen bist?

ottokar
16.01.2001, 20:48
also erstmal: Ich habe mir meine Hunde nicht nach Rasse ausgesucht, sondern den ersten nach meinen Bedürfnissen aus dem Tierheim geholt und den zweiten von einer Freundin bekommen, deren Hündin nach einem "Fehltritt einen Riesenwurf produzierte. Soviel zu meiner Rassenvorliebe. Und jetzt zu Eurer Schelte: die Reaktionen der Politiker finde ich auch nicht gut. Ich möchte nur, dass man als Hundehalter auch mal ein bisschen Verständnis für die aufbringt, die sich vor manchen Hunden besonders fürchten und dann eventuell heftig reagieren. Und wenn ihr das mit den Schlüsselreizen und den Schemata, in die fast jeder seine Umwelt mehr oder weniger presst nicht wahrhaben wollt, dann werdet ihr eben ständig eines Besseren belehrt werden. So ist's nun mal. So haben schon viele Kriege und Verfolgungen funktioniert!
Ich sagte ja, dass ich nicht zu denen gehöre, die andere Menschen kategorisieren, ich bin lediglich vorsichtig und weiche aus, wenn mir auf verschiedenen Ebenen Gefahr signalisiert wird. (Langhaarige wurden dabei von mir nicht erwähnt. Aber bitte, manche Menschen reagierten vor 30 Jahren auch auf Langhaarige allergisch.)
Auf verschiedenen Ebenen,damit meine ich, wenn Hunderasse und Erscheinungsbild des Halters, Verhalten des Hundes und Gehabe des Halters ein bestimmtes Bild ergeben. Ob das, was ich sehe dahintersteckt: wie bitte soll ich das auf der Straße kontrollieren??? Soll ich jeden fragen? oder wie stellt ihr euch das denn vor?? Ihr alle werdet doch nicht behaupten wollen, dass ihr keine Vorstellungen habt von Leuten, um die man besser einen großen Bogen macht?! Ich denke, dann hättet ihr zu wenig Selbstschutz.
Und: ihr könnt jetzt toben wie ihr wollt. Aber Bullis, Pitbulls etc werden v o r z u g s w e i s e von einem Klientel gehalten, mit dem ich privat absolut aber auch gar nichts zu tun haben möchte. Beruflich reichts. Meine Frage, warum man sich einen Hund mit schlechtem Image zulegt (hat nichts mit seinem tatsächlichen Charakter zu tun!! Bitte bitte nehmt das mal wahr!!) nehme ich nicht zurück. sie sollte auch nicht sachlich sein, sondern e m o t i o n a l ! Klar? Ich bin nämlich ziemlich sauer über das selbstgerechte Getue von manchen hier.
Hallo KleinE,
Mein Rat, sich ein friedliches Plätzchen zu suchen war nur die Hälfte meines Rates. Vielleicht kannst du dich erinnern, dass ich auch noch schrieb, man soll aufklären und an die Öffentlichkeit gehen. Ich möchte noch ergänzen: intensiv werben für Hundefreundlichkeit. Ich denke, wenn man einem verängstigten oder auch aggressiven Mitmenschen zeigt, dass man den Hund gut im Griff hat und ihm freundlich erklärt, dass er nichts zu befürchten hat, erreicht man manchmal ein bisschen was. Nicht immer, das gebe ich zu.
Zu deiner Frage, ob ich auswandern würde als vermeintliche Türkin: ja, wenn ich einen bessern Platz für mich finden würde.
0
o

o

gundula.zschocke
16.01.2001, 21:36
Hallo Ottokar,
auch wir haben unseren letzten Hund aus dem Tierheim (war auch keine Vorliebe für Rasse),
aber wir hatten 15 harte Jahre (weil sehr dominant) verbracht. Diesem Zufall wollten wir diesmal entgegenwirken denn auch Mischlinge haben in der Mehrzahl Rasseeltern
und mit einer gezielten Wahl einer Rasse konnten wir eben doch Eigenschaften, die uns unliebsam sind (z.B. Jagdtrieb) wenigstens eingrenzen.
Aber ich denke ich habe noch etwas wesentliches vergessen zu schreiben. Auf den zahlreichen Demos haben wir sehr viele Menschen kennengelernt. Es war Leute wie wir im sanften Mittelalter,Rentner,junge Leute auch mit Tätowierungen und Muskeln, es waren Punker sowie alle mögliche Coleur. Es war uns egal bis auf eine Tatsache, diese Leute waren und sind gut zu ihren Tieren. Sie gingen für sie auf die Straße und an den Tieren konntest Du ablesen was ihnen Ihr Herrchen oder Frauchen bedeutet. Das ist es was zählt. Schau Dich auf manchem Hundeplatz um und sehe die hinter ihrem Halter herschleichenden Hunde. Da ist Drill und Gehorsam gefragt, aber keine Liebe.
Wenn nun ein Punk oder tätowierter Muskelmann einen Staff,Bulli oder was auch immer an der Leine hält, ist das Tier vielleicht tausendmal sozialverträglicher als der Hund von Otto Normalverbraucher.
Schau Dir die Hunde der Nichtseßhaften an,
die hundertmal mehr Liebe bekommen als mancher Familienhund (auch wenn Herrchen keine Arbeit, kein Zuhause hat und alkoholabhängig ist. Auf das wie kommt es an.
Es gibt immer zwei Seiten und die wollen auch beide beleuchtet werden.
Gundula

Helga
16.01.2001, 21:44
Hey, ihr "Streithansln" - ein bißerl weg vom Gas! Wo bleibt denn da ein wenig Nettiquette?! Auf solche Streitigkeiten unter Hundebesitzern wartet die "Öffentlichkeit" doch nur!
Übrigens: Pauschalierungen sind immer und überall ganz schlecht - soll doch jeder mit dem Hund zusammenleben, der ihm gefällt und für den er die volle Verantwortung zu übernehmen hat; wenn da einer meint, er möchte einen großen, wehrhaften: wenn er mit dem Hund zurechtkommt und keine Gefahr für Mensch und andere Tiere besteht - warum nicht? (Und das gilt für alle Besitzer, ob mit oder ohne Tätowierung, ob mit Glatze oder wallenden Locken) Und wenn der andere glaubt, er mag eher einen Kleinen- oder Kleinsthund, warum wird dann auf ihn von manchen Leuten herabgeschaut? (siehe posting KleinE: ".... ich würde mich nie mit einer anderen Rasse zufriedengeben..." - sind andere Rassen oder Mixe denn in deinen Augen soooo schlecht, keine guten Hunde oder was?!)
Ich persönlich mag alle Rassen und Nicht-Rassen, kenne aber meine persönlichen Grenzen, bin zufrieden mit meinem Knuddel-Cocker-Mädel und würde es nicht um alles Geld der Welt mit einem anderen Hund tauschen!
Helga

Ilselore
16.01.2001, 23:36
<<Ich möchte nur, dass man als Hundehalter auch mal ein bisschen Verständnis für die aufbringt, die sich vor manchen Hunden besonders fürchten und dann eventuell heftig reagieren. Und wenn ihr das mit den Schlüsselreizen und den Schemata, in die fast jeder seine Umwelt mehr oder weniger presst nicht wahrhaben wollt, dann werdet ihr eben ständig eines Besseren belehrt werden.>>>

Hallo Ottokar,

was willst Du eigentlich von uns. Deinen gequirlten Mist kannst Du Dir sparen.
Komm mir nicht mit Schlüsselreizen und solchen Sachen, die Du aus schlauen Büchern hast und hier zum Besten gibst - ich hoffe Du verstehst was davon -. Wenn Du mir antworten willst, dann tu das direkt, und pack mich mit Spike nicht in einen Topf. Die Antworten sind völlig verschieden mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Ich will damit sagen, auf beide Postings hättest Du gesondert antworten können, wäre wirklich besser gewesen.

>>Gottseidank bin ich nicht auf den Mund gefallen und konnte so einiges anbringen. Ich habe auch jezt keine Probleme, heftig zu kontern,>>

Zwischen heftigen kontern und rumkrakelen zu unterscheiden, das musst Du, so glaube ich, erst noch lernen.

Ich kann mit Dir keine weitere Diskussion mehr führen, ich sehe einfach nicht die gerningste Chance einer Verständigung.

Sollte dieses geschreibsel noch weitergeführt werden, ich werde es lesen, egal was Du von Dir kommt, (speziell in meine Richtung) ich werde es zur Kenntnis nehmen und sonst -kein Kommentar mehr von mir!

grimmige Grüsse
Ilselore

Inge + BC
16.01.2001, 23:38
Danke Helga, genau so isses!

Aber auch wenn sich hier alle so gegen pauschalierte Vorurteile wehren, muss ich leider, leider Ottokar in gewisser Weise recht geben. Will dies mal an einem anderen Beispiel klarmachen und nicht an den KH, vielleicht denkt Ihr dann nochmal über das nach, was Ottokar geschrieben hat, ohne gleich an die Decke zu gehen.

Also: wie sieht es denn mit einer anderen "Reizrasse" aus, dem Pudel???? Immer und immer wieder erlebe ich in Gesprächen oder auch in Meldungen in diversen Hunde-Foren, dass es unendlich viele Vorurteile gegenüber Pudeln und ihren Besitzern gibt. Sicher gibt es sie, diese Pudelhalter, die ihren Hund zum Schoßhündchen degradieren - und die, vorsichtig ausgedrückt, merkwürdigen Schurarten tun ihr übriges, um die Rasse in ein oftmals lächerliches Licht zu rücken. Von den vielen, vielen tollen Pudeln, oftmals besser erzogen und meistens auch besser sozialisiert als mancher DSH, spricht dagegen niemand.

Pudel/Mensch-Gespanne sind genauso vielen Vorurteilen ausgesetzt wie KH/Mensch-Gespanne. Und da sage keiner, dem wäre nicht so!

Ich gebe Ottokar recht: wir alle reagieren auf Schlüsselreize und es gehört schon einiges dazu, sich davon freizumachen. Der eine denkt bei "Deutscher Schäferhund" an strammstehende Möchtegern-Germanen, der andere bei "Pudel" an hochtoupierte Kussmäulchen und der dritte bei "Pitbull" an goldkettchenbehangene Zuhälter. Man neigt eben dazu, von einigen auf viele/alle zu schließen, weil es in der Regel diese "Einigen" sind, die sich auffällig verhalten und/oder für Schlagzeilen sorgen. Wer von Euch will ernsthaft behaupten, dass er frei von solchen Einflüssen ist?

So wie ich Ottokar verstanden habe, ist es das, was er/sie(?) ausdrücken wollte. Und dass eben jeder Hundehalter, der sich für eine Rasse mit einem bestimmten Image (egal, ob positiv oder negativ) entscheidet, wissen sollte, auf was er sich einläßt. Und auch da kann ich Ottokar nur zustimmen.

Allerdings würde auch ich mich deswegen niemals von der Rasse meiner Wahl abbringen lassen und unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten für ein normales Leben mit meinem Hund kämpfen. Vor allem aber ist oberstes Gebot, den Vorurteilen durch eigenes gutes Beispiel zu begegnen, um ihnen so langsam aber sicher die Grundlage zu entziehen. So lange es aber immer wieder Menschen gibt, welche diesen Vorurteilen Nahrung verleihen, indem sie z.B. ihre Pitbulls scharf machen, solange werden die übrigen Halter dieser Rasse mit den Vorurteilen leider leben müssen.

bandog
17.01.2001, 00:28
Hallo Ottokar,

keiner hat Dir so richtig Deine Frage beantwortet. Dies ist auch recht schwer für jemanden, der Hunde im allgemeinen mag. Doch will ich Dir jetzt mal erklären, warum für mich der nächste Hund wieder ein Mastino Napolitano sein wird, der ja in einigen Bundesländern auch zu den sogenannten Kampfhunden gehört. Ich bin zu meinem Mastino wahrscheinlich genau so gekommen wie die meisten Leser dieses Forum. Gesehen, geliebt (er mich auch) und aus dem Tierheim rausgeholt. Dieser Hund galt im Tierheim als Problemhund, war bereits 5-6 Jahre und zu den Tierpflegern nicht gerade freundlich. Nun muß ich sagen, dass ich eine Frau und Kinder im Alter von 3 - 19 Jahre habe und demzufolge in den Augen vieler "normaler" Menschen ein Risiko eingegangen bin. Dieser Hund hat sofort und ohne zu murren meine gesamte Familie anerkannt und sich untergeordnet. Dummerweise passe ich noch in das Bild des typischen Kampfhundehalter 190 cm groß 115 kg schwer und sehr kurze Haare. Doch warum nun wieder einen Mastino? Ich kenne keinen Hund, der ruhiger, ausgeglichener und mit einer so hohen Hemmschwelle ausgestattet ist wie mein Mastino. Ist diese Hemmschwelle jedoch einmal überschritten, kann er schon richtig loslegen. Ich weiß dies aber und werde diesen Hund dementsprechend führen. Ehe hier Fragen auftauchen, ich habe noch einen Rotti-SH Mix und eine RS-Hündin. Auch ganz vernünftige Hunde, und trotzdem kommt für mich nur ein Mastino oder eine BX in Frage. Warum habe ich oben erklärt.
Jeder vernünftige Hundehalter liebt sein Tier auf seine Weise. Die unvernünftigen Hundehalter sind die, die uns in Mißkredit bringen. Nicht DER Terrierhalter ist ein schlechter Mensch, der Terrierhalter FRED ist es.

Ilselore
17.01.2001, 00:59
[QUOTE]Original erstellt von Inge + BC:
[b]Danke Helga, genau so isses!

wir alle reagieren auf Schlüsselreize und es gehört schon einiges dazu, sich davon freizumachen. Man neigt eben dazu, von einigen auf viele/alle zu schließen, weil es in der Regel diese "Einigen" sind, die sich auffällig verhalten und/oder für Schlagzeilen sorgen. Wer von Euch will ernsthaft behaupten, dass er frei von solchen Einflüssen ist?

Hallo Inge,

genau diese Einflüsse sind es. Sie kommen zu Stande, weil wir oberflächlich in unserer Betrachtungsweise sind.
Ich habe es ja selber geschrieben, in der Meute sind mir die "Glatzen" suspekt. Ich habe in meinem Bekanntenkreis viele Menschen, die dieses Outfit gewählt haben, es sind Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte......

Gruss
Ilselore



[Dieser Beitrag wurde von Ilselore am 17. Januar 2001 editiert.]

Ilselore
17.01.2001, 01:21
[QUOTE]Original erstellt von winter:
[B]jetzt platzt mir aber der kragen!wieso warum müsst ihr denn alle so voreingenommen sein?

hallöle Winter, reg Dich ab, sonst wirst Du heiss und Du schmilzt uns noch dahin........

Ich bin auch perplex gewesen, als ich das geschreibsel von Ottokar gelesen habe.
Das ist doch reine Provokation. Er/Sie hat selber Hunde, lässt sie frei laufen und eröffnet ihr Gesülze genau mit dieser Problematik; ob nun an der Leine oder nicht, das Prinzip war: Hund in Sicht, Kinder krallen und weg....

Also in diesem Sinne, heisse Luft ist Gift für kalte Winter, das gibt 'ne Menge Rauch die "Wetterfrösche" sagen dazu Nebel. (-_-)

Ilse

Spike
17.01.2001, 09:10
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Waldi:
zu spike:
"Sicher, es halten immer Idioten diese rassen"
würd mich selbst nicht als solchen einstufen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif
[/quote]

NEIN!!! Das hast du falsch verstanden! ich meinte es wird immer Idioten geben die solche Rassen halten. Genau wie es immer wieder Omis geben wird die ihre aufgestylten Hunde durch die Gegend schlörren! http://www.petmedia.at/ubb/smile.gif

Ich bin übrigens auch tätowiert, habe ein Piercing und einen Amstaff.

Wie wäre es mal mit einer Fotogalerie: Ich bin ein verantwortungsvoller Hundehalter?
Wäre das was?

Lieben Gruß

Daniela
17.01.2001, 09:31
Hallo Ottokar,

ich stimme Dir voll und ganz zu und kann mich den Ausführungen von Inge+BC nur anschließen, daß die von Dir genanten Schlüsselreize selbstverständlich rasseübergreifend gelten. Ich halte und züchte seit 20 Jahren Chihuahuas und muß mir auf der Straße auch eine Menge unglaubliches Zeugs anhören.

Ich habe Dich so verstanden, daß Du mit Deinem Beitrag für Verständnis gegenüber der (teilweise hysterischen) Angst der Nicht-KH-Halter wirbst. Und auch in diesem Pukt sind wir uns einig: der einzig möglich Weg aus dieser Einbahnstraße ist m.E. positive Öffentlichkeitsarbeit und Information, Information und nochmal Information.

Trotz meiner Einstellung habe ich großes Verständnis für die heftigen Reaktionen einiger Leute hier im Forum. Wenn ich tagtäglich Angst um meinen Hund haben muß, mich ständig der Gefahr übler Denunziationen bzgl. der von mir gehaltenen Rasse ausgesetzt sehe und mir dann noch meine Ohnmacht den geltenden Gesetzen gegenüber vergegenwärtige.... dann kann es leicht passieren, daß auch ich jede Distanz verliere, mich mit Deinem Beitrag sachlich auseinanderzusetzen.

Liebe KH-Halter, stellt Euch nicht mir den Hunde-Hassern auf eine Stufe. Versucht bitte, trotz der gegenwärtigen Situation für Eure Hunde, sachlich und tolerant zu bleiben. Es gibt sie nun mal, die "andere Seite", und das Problem kann nicht gelöst werden, wenn man sich gegenseitig niedermacht. Seid klug. Fangt Ihr als erste an, Verständnis aufzubringen und auf "die anderen" zuzugehen. Nur so kann man in ein aufklärendes Gespräch einsteigen und vielleicht sogar einen Erfolg erzielen.

Gruß,
Daniela

Bully
17.01.2001, 09:34
Zu Ottokar's Frage:

Was um alles in der Welt hat euch Besitzer von sogenannten Kampfhunden eigentlich bewogen euch ein solches Tier zuzulegen? Es gibt doch wirklich eine Riesenauswahl von wunderschönen Hunderassen (wenns denn unbedingt ein Rassehund sein muss??) da muss oder musste man doch nicht unbedingt einen Hund mit zweifelhaftem Image auswählen!

Antwort:

Ich hatte, das grosse Glück schon von Geburt an mein Zuhause immer mit einem Rudel Hunde (keine Zucht, sondern einfach Liebe zum Hund) zu teilen, dann kam der grosse Tag der Eigenständigkeit und ich bin von zu Hause ausgezogen, ab dem Tag fehlte Etwas nämlich der Freund der mich beim Wandern begleitet und die Natur teilen konnte und all die tollen Dinge die man mit Hunden unternehmen kann!

Ich habe 3 Jahre nach dem passenden Hund gesucht und dabei ist es gar nie um das Aussehen gegangen, sondern UM DAS WAS EIGENTLICH WICHTIG IST (zumindestens für mich) WAS KANN ICH DEM HUND BIETEN!

Ich habe viele Bücher gelesen und darunter auch viele über den Bullterrier, aber auf den Ausstellung fand ich zu der damaligen Zeit keinen Züchter bzw. Hundewelpen der mich ansprach!

Während meines Aufenthaltes in Italien verlor ich "mein Herz" an meine erste franz. Bulldogge und 3 Jahre später holten mein Mann und ich auch noch eine Freundin für die Hündin es war wieder ein Frenchie!

Aber der Bullterrier hat mich nie losgelassen, auf den Ausstellungen entdeckte ich dann den Miniature Bullterrier und nach langem Suchen fand ich auch einen Züchter, der den von mir gewünschten Vorstellung auch entsprach und ich den Seinen, so fand unsere Mino ein Zuhause bei uns!

Mich haben meine Hunde durch Ihren Eigenwillen und Ihre tiefe Freundschaft zu mir/uns sehr beeindruckt, ausserdem sind Sie ruhig und ausgeglichen, im Alter noch verspielt und immer für Blödsinn aufgelegt!

Heute lebe ich/wir nicht mehr in der Stadt, da wir noch 2 Hunde aus Deutschland bei uns für immer aufgenommen haben!

1 Am.Staff Rüde, der schon den Einschläferungstermin hatte und eine Staff.Bullterrier Hündin, deren Schicksal auch schon besiegelt war (beide vom Wesen her, trotz Rasse einfach superlieb und keinerlei Schaden von dem immer gesprochen wird)!

Ich habe damit ein Versprechen zu einem meiner früheren Hunde eingelöst, der mir in einer Zeit in meiner Kindheit, wo ich Alleine auf mich gestellt war ein Freund war!
Es ist mir egal was Leute über mich denken aufgrund dieser Aussage, wenn ich in die Augen der beiden Hunde sehe, spüre ich das Danke, da ich 2 Hunden geholfen habe, die auch ALLEINE waren!

Es gibt nun immer schöne Tage/Wochenenden/Wanderungen und Urlaube mit meinen/unseren 6 Hunden und mehr Erklärung für die Haltung dieser Rassen kann ich/wir Dir nicht bieten!

Achja, auch ich gehöre keiner Gruppierung im Aussehen an, aber ich bin jüdischer Abstammung und in meiner Familie gab es auch schon mal Verfolgung, aber auch hier haben Leute geholfen, die nichts von Vorurteilen hielten!

LG

Bully

Hans Mosser
17.01.2001, 11:05
Zitat Ottokar: "Was um alles in der Welt hat euch Besitzer von sogenannten Kampfhunden eigentlich bewogen euch ein solches Tier zuzulegen? Es gibt doch wirklich eine Riesenauswahl von wunderschönen Hunderassen"

Das ist schon ein problematisches Argument. Würde man danach handeln, bedeutete dies die Bestätigung von Vorurteilen in der Bevölkerung. Es stimmt schon, bis vor kurzem hatten Leute aus dem "Rotlichtmilieu" besonders gerne Pitbull Terrier und Co. (wenngleich nicht nur!). Bevor diese Rasse modern war, hatten sie Schäferhunde, dann Dobermänner und Rottweiler. Wenn man dem - nun abgewandelten - Argument "Warum müssen sich manche gerade Schäfer, Rottis und Dobis etc. zulegen" gefolgt wäre, wären diese Rassen heute schon ausgestorben.

Natürlich verstehe ich Ottokar schon, was das Problem von vielen (aber eben nicht allen!) Hundehaltern betrifft, die bis vor kurzem gerne die derzeit inkriminierten Rassen hatten. Man braucht wirklich nur auf Hundeausstellungen zum Staff-Ring gehen. Und genau das ist der Punkt: Es handelt sich hier um einen Stellvertreterkampf, wo die armen Staffs und Co. getroffen werden, aber diese bestimmten Hundehalter gemeint sind. Nur: Die nehmen sich mittlerweile schon andere Rassen - der türkische Kangal ist z.B. im Kommen.

Wir Hundehalter sollten da wenigstens differenzieren und nicht alle in einen Topf werfen. Mein American Stafford Arthur ist weder zu Aggressivität erzogen worden, noch ist er ein Kampfhund. Er ist ein wunderbarer Familienhund. Nur weil irgendwelches Gesocks diese Hunderasse mißbraucht (hat), kann ich doch nicht die Rasse als solches verurteilen!

Else
17.01.2001, 12:03
Hi Leutz,

ich will blos dazu sagen, daß wenn man ein Problem hat, wie zB Arachnophobie oder Klaustrophobie oder auch wie hier die Angst vor bestimmten Hunderassen, die aus Vorurteilen rührt und Schlüsselreiztheorien, sollte man einen Psychater bzw Psychologen zu Rate ziehen vorrausgesetzt man hat wirklich ein ernstes Problem damit und möchte daran arbeiten endlich wieder normal durch die Straßen zu gehen. Denn ich ich reiße ja nicht meinen Hund weg nur weil ihn mal ein Kind erschrocken^oder gar falsch behandelt hat, sondern ich arbeite mit ihm zusammen daran, damit er Kindern wieder ohne Furcht begegnen kann.

MfG Elses und ihr Menschenrudel



[Dieser Beitrag wurde von Else am 17. Januar 2001 editiert.]

Hans Mosser
17.01.2001, 14:31
Seids net so streng mitnand

Helga
17.01.2001, 16:41
Hallo Ihr!
Ich möchte nochmals meinen "Senf" zu dieser Diskussion beitragen.Natürlich haben die auch die skeptischen postings teilweise ihre Berechtigung: meiner Erfahrung nach ziehen (leider) diese tollen Hunderassen teilweise schon Leute aus welchen Gründen auch immeran, die nicht o.k. sind!
Oder wie würdet ihr einen Besitzer eines noch sehr jungen Staff-Rüden einschätzen, der zur Strafe (Hundchen hatte sich in eine Hündin verguckt und kam nicht auf den ersten Pfiff, Herrchen musste mit seinen gepflegten Lederschuhen durchs Gras und war daher äußerst aufgebracht)diesen an den noch losen Stirnfalten 1/2 m in die Höhe hob, dass alle 4 Pfoten vom Boden wegwaren. Der Mann hat uns dann erklärt, er hätte schon Polizeihunde abgerichtet und Staff's müssen so erzogen werden,weil das eben "harte" Hunde sind! Oder das junge Pärchen,das ebenfalls einen noch kein Jahr alten Staff-Rüden dabei hatte, und der während des Spaziergangs nur mit den Füssen auf den Hund eintrat und mit den Fäusten auf den Kopf schlug und vor Freude auszuckte, wenn der Hund dann entweder nach den Füssen oder den Händen schnappte!
Das Bild, das diese beiden verschiedenen Fälle bei den spaziergehenden Leuten abgab, kann sich wohl jeder vorstellen! Da werden Ängste gefördert und wegen solcher Dummköpfe werden alle ohne zu differenzieren in einen Topf geworfen! Ich finde das traurig!
mlg
Helga und Quanta-Hund

ottokar
17.01.2001, 18:25
Hi ihr, komme gerade von der Arbeit zurück. Ihr habt ja ungeheuer viel geschrieben, uff, versuche mal, euch zu antworten. Also, erst mal danke für eure überwiegend freundlichen Antworten. Manche von euch sprechen mir dirket aus dem Herzen, wie Inge +BC. Besonders Daniela hat das, was ich ausdücken wollte voll getroffen, ich gebe zu wesentlich weniger provokativ als ich.
Herzlichen Dank auch für die beiden Antworten von Bandog und Bully. Ich fühle mich verstanden und ernst genommen. Auch die Begründung von G. Zschoke kann ich gut nachvollziehen. Wir haben auch schon einen Hund aus dem Tierheim vermittelt, der seinem Halter das Leben ganz schön schwer macht (aber das ist nur die eine Seite, er wird auch heiß geliebt, trotz seiner "Mängel"). Mir ist auch schon aufgefallen, dass die "STruppis" von Nicht-Sesshaften oft ganz glückliche Hunde zu sein scheinen, so einem würde ich auch nie ausweichen. Meist wird er von mir geknuddelt, wenn ich darf und er es mag.
Das Wort "Stellvertreterkampf" von Hans Mosser möchte ich auch aufgreifen. Genau das ist es, was ich versucht habe auszudrücken http://www.petmedia.at/ubb/biggrin.gifie Hunde müssen letztendlich büßen für die Missetaten ihrer Herren. Und dass ein bestimmtes Klientel vom Bullterrier auf den Dobermann oder was auch immer umsteigt, wenn die Situation für ihn brenzlig wird, für diese Aussage habe ich ja hier im Forum von Dobi auch schon mal verbale Prügel bezogen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif .
Hallo Ilselore,
welchen Schlüsselreiz habe ich ausgesandt, dass du so heftig reagieren musst?
Hi Spike, die Idee mit der Fotogalerie der verantwortlichen Hundehalter finde ich prima, mache auch sofort mit. Wo könnte man das veröffentlichen, damit es bei Vielen ankommt?

Und jetzt möchte ich noch was zum Thema Provokation loswerden.
Ihr habt ja jetzt an euch selbst feststellen können, wie mein provokativer Beitrag bei euch gewirkt hat und manche von euch haben -zumindest in der ersten Wut- sehr heftig und deutlich negativ reagiert.
Ich denke genau so ist das mit den KH. Weil sie durch verantwortungslose Halter ein schlechtes Image bekommen haben, provozieren sie negative Reaktionen. Und denen kann man nur begegnen .....siehe Daniela....siehe Spikes Idee von der Fotogalerie.
o
Einen friedlichen Abend noch
wünscht allen Hundefreunden
O

Else
17.01.2001, 18:26
Sorry,

Herr Mosser Sie haben natürlich recht, ist zu streng geworden, deswegen habe ich auch ein wenig strenge hinauseditiert.
Helga wenn man diese beiden, das Paar und den Mann mit den Lackschuhen nur so zu sehen bekommt ( also beim Gassigehen ), wird man das ja nicht bemerken, daß diese keinen Sachverstand haben, sie gelten also unter Umständen als normale Hundehalter während ein tätowierter Glatzkopf einen solchen Hund nach Ottokar nicht haben sollte (wenn ich richtig gelesen habe aufgrund des Erscheinungsbildes und den Eindruck, den diese machen ), sicher Du hast nicht ganz unrecht damit, aber ich kenne einen Haufen ebensolcher und die haben gute Hunde, die von ihren Meistern gut und richtig behandelt werden. Vorurteile sind einfach der Grund für alles hier.

MfG Elses Rudel

[Dieser Beitrag wurde von Else am 17. Januar 2001 editiert.]

ottokar
17.01.2001, 18:31
sehe gerade, dass sich ein grüner supergrinssmily in meine Antwort eingeschlichen hat. Der gehört dort nicht hin
o

Waldi
17.01.2001, 18:31
hi spike

es hat klick gemacht, weiß jetzt was du gemeint hast.

hmm, die gallerie.... das wäre was
würde meine page http://www.killerhunde.de.vu
dafür zur verfügung stellen.
suche eh bilder für die besuchergallerie.

KleinE
17.01.2001, 20:02
Bezüglich meiner Meldung "ich würde mich nie mit einer anderen Rasse zufriedengeben" möchte ich kurz etwas erklären da es offensichtlich falsch aufgefasst wurde: ich interessiere mich seit Jahren für AmStaffs habe aber, selber von Vorurteilen etwas beeinflusst (wer ist frei davon?), mich nie über die Rasse "drübergetraut". Mich mal für die Rasse interssiert, mal für die. Aber irgendwie hat immer etwas gefehlt. Also hab ich mich eines Abends mit einem Blatt Papier zu Tisch gesetzt und alles aufgeschrieben was ein Hund für mich verkörpern sollte und was nicht (so richtig blöd wie im Kindergarten http://www.petmedia.at/ubb/biggrin.gif). Dann bin ich Schritt für alle Rasse des Hundeatlas durchgegangen welche Rasse meinem "Anforderungsprofil" am nächsten kommt und es war der AmStaff (auch wenns keiner glaubt "er" hatte eine 100%-ige "Trefferquote" erzielt). Mit etwas mulmigen Gefühl in der Magengrube (dafür genier ich mich noch heute http://www.petmedia.at/ubb/frown.gif) begann ich mich näher zu informieren. Nun, 7 Staff&Co Bücher, 3 Rassevideos, unzähligen Ausstellungs- und einigen Züchterbesuchen später bin ich mir sicher: ein AmStaff ist DER Hund für mich. Würde ich mir nun trotz meiner Liebe zum Staff einen (z.B.) Neufundländer nehmen (eine Rasse die ich fast so sehr liebe wie Staffs), so würde ich mir jeden Tag denken "Hätte ich mir doch einen Staff genommen! Wie schön hätte ich es jetzt mit einem AmStaff?" was dem Hund gegenüber total unfär wäre. Und vor allem: die Beziehung zu meinem Neufi wäre dahin, denn ein Hund spürt dieses "unterbewusste-nicht-erwünscht-sein" sehr wohl. Ich würde diese Situation weder mir und schon gar nicht meinem Hund zumuten wollen. Daher würde mich nie mit einer anderen Rasse """"""zufriedengeben"""""".

Bezüglich der anderen Statements: es fällt nicht immer leicht sich im Zaum zu halten wenn man mit Meinungen anderer konfrontiert wird die man so gar nicht gutheissen kann (kann davon ein Lied singen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif), allerdings sollte man bedenken, das man sich (aufgrund der schriftlichen Form) hier manchmal vielleicht "unvorteilhaft" ausdrückt und so missverstanden wird (wie dis anscheinend auch bei ottokar der fall war).

Hoffe auf ein gesittetes Miteinander...

Eure KleinE

[Dieser Beitrag wurde von KleinE am 17. Januar 2001 editiert.]

Helga
17.01.2001, 21:20
Hallo KleinE!
So kann ich dein posting schon ein wenig besser verstehen. Eines ist mir aber noch nicht ganz klar: du hast aufgelistet, was ein Hund haben muss, den du dir für dich vorstellen kannst; gilt diese Liste auch umgekehrt,d.h. kannst du dieser Rasse das bieten, was sie braucht?
Ich kenne diese Rassen zuwenig, als das ich mir ein Urteil erlauben könnte, aber in einem meiner vorhergehenden postings kannst du lesen, dass ich Leute getroffen habe, die mir sagten, einem Staff muss man gehörig "Beton" geben, um ihn zu einem sozial verträglichen Hund zu machen, stimmt das so? Wenn ja, würde ich persönlich da meine Grenzen sehen, weil ich eher zu den Sanften zähle und eine "harte Hand" nicht gerade zu meinen Stärken zählt. Wie ich schon sagte, ich meine, ein jeder sollte sich den Hund holen, der in allem zu ihm passt und dem er ein artgerechtes Hundeleben mit allem was dazugehört bieten kann (gilt aber für alle Rassen)!
mlg
Helga

Spike
18.01.2001, 08:09
Hallöchen,

also erstmal zu Waldi: Tolle Page, ich glaube ich hatte dir letztes Jahr mal gemailt. Nun, wenn du deinen Platz zur Verfügung stellen würdest? Fände ich spitze, dann müsste man vielleicht noch einen Aufruf starten?

Zu Ottokar:
Nun bestehe ich dich auch um einiges besser. Wie gesagt, es war schon ziemlich provokant was du da geschrieben hast. Aber weißt du, ich kämpfe seit 7 Jahren für meinen Hund, ich liebe ihn über alles, habe mir schon so viel anhören müssen. Auch nach diesen Jahren voller Ärger ist mein Fell immer noch nicht dick genug.. http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

Ich lasse halt nichts auf meinen Dicken kommen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

Lieben Gruß

Waldi
19.01.2001, 21:16
hi spike

danke für das kompliment.

natürlich würde ich die seite zur verfügung stellen, aber es fehlen nur mehr die bilder der besucher...... http://www.petmedia.at/ubb/biggrin.gif

Villa Bunterhund
20.01.2001, 20:30
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Helga:
Ich kenne diese Rassen zuwenig, als das ich mir ein Urteil erlauben könnte, aber in einem meiner vorhergehenden postings kannst du lesen, dass ich Leute getroffen habe, die mir sagten, einem Staff muss man gehörig "Beton" geben, um ihn zu einem sozial verträglichen Hund zu machen, stimmt das so? Helga[/B][/quote]
Der ideale Hundemensch (gilt für ALLE Hunderassen) weist sich durch PSYCHISCHE Stärke aus, durch Geduld, Konsequenz und wirkliche Liebe zum Tier. Die Muskeln in den Oberarmen beeindrucken nur die Zweibeiner, nicht die Hunde. Wer das Gegenteil glaubt, hat sich noch nie richtig bemüht, das Wesen der Hunde zu verstehen (oder er ist zu dumm/ignorant dazu)...
Gruss
VILLA BUNTERHUND
Maria

Unregistriert
20.01.2001, 22:53
Ich finde es gut von ottokar auch mal die andre Seite zu betrachten. Besonders der Punkt mit den Rassen ist zu durchdenken - warum darf ich in meiner Stadt keinen Jagdraubvogel halten - es würde sicher nützlich sein die Überpopulation der Tauben zu dezimieren ?!?

Elke
21.01.2001, 03:22
Hallo Leute!

Ich muss Euch einmal einige Situationen erzählen, welche ich erlebte:

-Die Besitzerin geht mit ihrem Hund spazieren und trifft einen Mann mit einem Eurasierwelpen - der Welpe läuft auf den erwachsenen Hund freudig und schwanzwedelnd zu - der erwachsene Hund fährt auf den Welpen los und fängt ihn wütend zu schütteln an. Zum Glück kann die Besitzerin schnell reagieren und den Hund wegreissen, sonst wäre der Welpe vielleicht tot.

-Die Besitzerin geht wieder einmal mit ihrem Hund spazieren, plötzlich ist ein anderer Rüde freilaufend hinter dem Hund. Die Besitzerin kann gar nicht so schnell reagieren hat sich der Hund in den anderen Rüden verbissen.

-Andere Hunde, egal ob Rüden, Hündinnen oder Welpen werden angeknurrt, angebellt odr gar gebissen.

-Dieser Hund hasst auch Kinder.Selbst wenn er nur Kinderstimmen hört fängt er zu knurren an.

-Er fährt auf alles hin was sich bewegt.

-Er ist ein Killerhund.

NEIN - ER ist kein Staffi, kein Bully, kein Rotti......ER ist ein "ach sooooooooo süsser COCKERSPANIEL!!!!!!"

Er ist mein Hund. Und SO war er als ich ihn vor sieben Jahren aus dem Tierheim holte!! Durch Liebe, Geduld und Erziehung ist heute ein "fast normaler Hund" aus ihm geworden. Er würde heute keine Hündin und keinen Welpen mehr attakieren und auch Kinder hat er gelernt zu igniorieren - ABER was ich damit sagen will ist, dass es verdammt nochmal keine RASSE gibt, die gefährlich ist. Ich kann jeden Hund zur Kampfmaschine machen!!!Natürlich hat es bei einem Dackel nicht solche Auswirkungen, wenn er zubeisst, als etwa bei einem Mastiff.

Ich würde (und werde irgendwann) mir jederzeit einen Hund einer "solchen Rasse" nehmen - und ich kann auch heute schon sagen warum: Weil ich keinen Hund kenne, der einen gleichwertigen, wesensfesten, ruhigen und verlässlichen Charakter hat als eben diese VORverurteilten Rassen.

Sicher gibt es in jeder Rasse Ausnahmen...und sicher gibt es auch viele Cockerspaniel, die dem Klischee "so ein süsser Hund" entsprechen, aber ich kenne wesentlich mehr Spaniel, die wesensschwach sind als z.B. Staffis!!!!

Mit liebe Grüsse,

Elke

Helga
21.01.2001, 08:06
Hallo Elke!
Dein Posting tut mir in tiefster Seele weh - ach ja, ich bin der Rasse "Spaniel" verfallen! War 8 Jahre im Hundeverein (sozusagen an der Basis) tätig, habe bei Ausstellungen mitgearbeitet und so in den Jahren viele Cocker kennengelernt - es war kein einziger dabei, der aggressiv gewesen wäre, so wie du die Spaniels schilderst - was verstehst du unter "Wesensschwäche"? Aggressive Spaniels sind im übrigen (zumindest beim ÖKV) von der Zucht ausgeschlossen und das wird auch streng exekutiert!
Ich weiss aber, dass das "Pech" bei gerade bei dieser Rasse ist , dass viele Welpenkäufer sich nicht über die Rasse informieren und glauben, ein süsser kleiner Cocker braucht keine Erziehung, er wird sozusagen "als Hund" zuwenig ernstgenommen. Wie oft habe ich erlebt, dass Leute lachten, wenn ein Welpe ein "Knurrkonzert" vom Stapel liess, wenn er dann grösser wird ist die Katastrophe da, sie werden mit dem Hund nicht mehr fertig, weil natürlich der Cocker, wie jeder andere Hund auch bestrebt ist,seine Rangordnung zu verbessern und die Uninformierten nicht mehr mit dem Hund zurecht kommen!Daraus entsteht dann die Mähr' vom ach so bösen Cocker!
Ich habe eine jetzt 14 jährige (noch dazu) rote Hündin! Sie ist auch im Alter noch tolerant zu anderen Hunden, hat niemals in ihrem Leben gerauft oder gebissen, ausser gelegentliches "Keifen" war und ist da nichts! Ach ja, und mit manchen Kindern spielt sie mit Begeisterung "Ballwerfen", andere - die sie nicht so sehr mag, ignoriert sie einfach - obwohl sie nicht mit Kindern aufgewachsen ist und anfangs keine Kinder kannte!
Im übrigen finde auch ich es nicht so toll, wenn immer wieder versucht wird, auf andere Rassen zu zeigen: "... die beissen doch auch und die sind wesentlich wesensschwächer usw... Von gegenseitiger Schuldzuweisung wird nichts besser! JEDE/R HundbesitzerIn ist für seinen Hund, für dessen Sozialisierung, für die Ausbildung und Haltung verantwortlich!
Eure betroffene Helga, samt Quanta, ihrem Schmusespaniel

Superdog
21.01.2001, 18:02
Hallo Elke,
Dein posting zeigt schön, wie wichtig gute Hundeerziehung ist und wie man aus einem "Killer-Cocker" einen halbwegs normalen Hund machen kann. Gewisse Macken hat doch jeder, Mensch wie Hund

shiva
21.01.2001, 23:25
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Spike:


Wie wäre es mal mit einer Fotogalerie: Ich bin ein verantwortungsvoller Hundehalter?
Wäre das was?

Lieben Gruß[/quote]

Schade, ihr habt schon zuviel von Euch verraten.
Ich versuche im Net immer zu raten:
Wer ist dieses Internetwesen eigentlich?
Was für ein Mensch steckt hinter den Buchstaben ?
Wie einer eventuell aussieht oder wie alt er ist, frage ich mich eigentlich nie, denn die Chance im Internet ist es doch gerade, frei ohne Klischees zu kommunizieren, also nur zu beachten was drin ist ohne störenden Blick über die Verpackung.

Die Idde mit der Photogalerie ist TOP :
(am besten auch für WUFF, zu Wenige haben Internet)
Das Rätsel des Monats:
10 Hundephotos und 10 Halterphotos und Kurzprofil(Beruf, Kinder,weitere Interessen etc.) vom Halter.
Man muß die alle drei Bereiche richtig zu ordnen !
Da hätten wir in kürzester Zeit Material für eine tolle soziologische Studie zusammen !!

Wäre das nicht auch eine medienwirksame Aktion gegen den Trend der Klischees und für mehr Toleranz in der Gesellschaft?

Gruß
Shiva

Chelseas
22.01.2001, 13:03
Also ich habe immer wieder einen Spaniel früher eher einen roten und jetzt seit einen halben Jahr einen schwarzen den ich von einer privaten Tierschutzorganisation übernommen habe. Ich wußte so gut wie gar nichts von ihm mir war nur wichtig das er meinen katzen eines noch ein Baby und meiner Hundin Yorky nichts tat. der este Sontag zwischen den spaniel und meiner Yorky war der Horor verletzte Zehe von mir biss des Yorkies an meinen Sohn und der Spaniel hatte die Krallen unseres babys abgekriegt und das wars eigentlich er hat die Rangordnung akzeptiert und ist ansich ein total gutmütiger Hund bis auf das er sobald wir die Wohnung verlassen und er sieht einen anderen Hund sich auf ihn stürzen will und ich bin mir nicht sicher ob er nicht beißen würd daher gehen wir mit ihm nur mit beißkorb und das bellen kann man ihm scheinbar nicht abgewöhnen den jeder andere Hundebesitzer hat schon Angst wenn er ihm nur bellen hört hat wer eine ideee wie es gehen konnte. Ansonsten bin ich der Meinung der Hund ist so wie er vom Besitzer abgerichtet bzw. erzogen wurde. MFG Chelseas.

Spike
22.01.2001, 15:12
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von shiva:
Schade, ihr habt schon zuviel von Euch verraten.
[/quote]

... http://www.petmedia.at/ubb/frown.gif Bin ich nicht mehr das mysteriöse Wesen? Schade! http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

Vielleicht geht Hans ja auf das Thema ein, würde mich freuen.

Unter www.molosser.de (http://www.molosser.de) kann man sich als verantwortungsvoller Hundehalter mit Rasse, Alter und Beruf eintragen (habe ich natürlich gleich gemacht!). http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

Also, lieben Gruß

Hans Mosser
22.01.2001, 16:34
Hallo Spike - auf welches Thema soll ich eingehen,
fragt Hans, der offenbar "auf der Leitung steht"

Spike
23.01.2001, 07:51
Guten Morgen Hans!

Also das Thema waren die Fotos von Hund und Halter.

Shiva schrieb:
Die Idde mit der Photogalerie ist TOP :
(am besten auch für WUFF, zu Wenige haben Internet)
Das Rätsel des Monats:
10 Hundephotos und 10 Halterphotos und Kurzprofil(Beruf, Kinder,weitere Interessen etc.) vom Halter.
Man muß die alle drei Bereiche richtig zu ordnen !
Da hätten wir in kürzester Zeit Material für eine tolle soziologische Studie zusammen !!

... und das fand ich eine gute Idee. Vielleicht hast du ja Zeit, Lust und Laune so etwas bei dir auf der Page zu veröffentlichen?

Lieben Gruß auch an Gerald, Ant(H?)ony und Arthur

Waldi
23.01.2001, 18:01
find ich toll die idee.
würde gleich mitmachen http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif

[Dieser Beitrag wurde von Waldi am 23. Januar 2001 editiert.]

Elke
26.01.2001, 15:02
Hallo Helga! Hallo an alle Anderen!

Ich hab in meinem Beitrag nicht behauptet, dass alle Spaniel agressiv wären - es gibt für mich keine agressive Rasse - ich hab hauptsächlich von meinem Hund gesprochen und davon, dass ich drei andere Cocker Spaniel kenne, die höchst agressiv sind, wobei einer deshalb eingeschläfert werden musste!

In zwei Fällen der vier Fälle (inkl.meinem Hund) kann jeder erzieherische Fehler fast
( denn ein nie gibt es hier nicht) ausgeschlossen werden. Die Hunde wurden als Welpen bereits sehr gut sozialisiert, trotzdem kam es mit zunehmenden Alter zu Angriffen gegenüber Menschen.
In einem Fall kenn ich die Vorgeschichte nicht, da der Besitzer den Hund ebenfalls aus dem Tierheim hatte....und bei meinem Hund ist es natürlich seine schreckliche Vorgeschichte.

Ich kann nicht mit 100 %iger Sicherheit sagen, dass ALLES anders geworden wäre, wenn ich meinen Hund schon als Welpen bekommen hätte, aber VIELES mit Sicherheit!
Vielleicht war es auch falsch einen Hund aus dem Tierheim zu nehmen, dessen Vergangenheit man kaum kennt?! Und dann nochdazu keinen Welpen!?!?

Glaub mir, Helga, meiner Familie und mir wäre einiges erspart geblieben, wenn wir damals zu einem Züchter gefahren wären und hätten uns einen Welpen aus einer soliden Zucht zu uns geholt! Und es wäre dann vermutlich auch kein Spaniel gewesen.

ABER wir haben uns für einen Hund aus dem Tierheim entschieden. Auch wenn wir damals nicht wussten was auf uns zukommt.

Ja, mein Hund hatte (wie ich im Nachhinein recherchiert habe) von Anfang ein einen schlechten Start ins Leben.
Vermutlich in irgend einem Loch in der Slowakei auf die Welt gekommen, irgendwie in eine Tierhandlung transportiert, dort im Schaufenster gesessen um von irgendjemanden gekauft zu werden. Um bei diesen Menschen, dann geschlagen, getreten, in den Keller gesperrt und von Kindern traktiert zu werden. Und dann als Scheidungsweise im Tierheim zu landen.
Dazwischen fehlen und drei Monate komplett, wobei diese Zeit nicht nur im Tierheim verbracht wurde.

Kein Wunder, dass mein Hund so wurde wie er war!Aber ich sehe absolut keine Schuld von meiner Seite her - ausser vielleicht einen Hund aus dem Tierheim gerettet zu haben, welches ihn vermutlich als unvermittelbar eingeschläfert hätte.

Ich liebe meinen Hund und bereue keine Sekunde an unserem Zusammensein und er ist heute ein Hund mit dem man fast normal Leben kann. Er hat dadurch, dass ich seit zwei Jahren nun auch ein Pferd besitze die Möglichkeit im und um den Stall mit einem Rudel Hündinnen nach Herzenslust frei herumzutollen und ein wenig das Sozialverhalten zu lernen, welches im Kindesalter nie lernen durfte.

Für mich ist es nicht auf iene andere Rasse zeigen, für mich ist es 1. eine Tatsache, dass ich mehr agressive Spaniel kenne als Staffis oder Bullys und 2. ist es vor allem ein zeigen auf meinen eigenen Hund!

Klar, es stimmt, dass wie ein Hund wird von Aufzucht, Prägung und Erziehung abhängt - aber das tut es auch bei einem Rottweiler oder Mastiff!!!

(Wobei ich bemerken muss, dass ich sehr wohl glaube, dass es diese so heiss umstrittene und totgeschwiegene Cockerwut noch gibt!!!Denn wie lässt es sich erklären, dass sich das agressive Verhalten durch eiweissreduzierte Ernährung eindämmen oder gar verschwinden lässt-&gt;gibt es auch eine Studie darüber von Dr. Mugford)

Also ich hab nichts gegen Spaniels, ich liebe meinen über alles........auch wenn er keinen Wesenstest bestehen würde....!!!

Liebe Grüsse,

Elke

Helga
26.01.2001, 21:41
Liebe Elke!
Dein Hund hat ja schon Schlimmes mitgemacht -kein Wunder, dass er arge Probleme hatte! Hätte bei dieser Vergangenheit aber jeder andere Hund - ich finde es toll, dass du diesen Hund aus dem Tierheim holtest und soviel Mühe auf dich genommen hast!
Trotzdem möchte ich zu ein paar Punkten in deinem posting "meinen Senf" dazugeben:
Du schreibt ganz am Anfang, du kennst drei Spaniel, die aggressiv sind, weiter unten dann wieder: ich kenne mehr aggressive Spaniels als Bullis etc - bei drei aggressiven Spaniels....??? Da scheiden sich offenbar unsere Erfahrungen: ich kenne viele Hunde der Rasse Spaniel: Cocker, Ami's, Springer, Field,Water, Sussex.. und wie sie alle heissen; aggressive sind mir noch keine aufgefallen - und wenn einer dabei war, dann ist die Aggressivität ganz offenbar durch Fehler in der Haltung entstanden!
Ja, ich weiss, dass sogenannte "Cockerwut" eine Anfallskrankheit, ähnlich der Schizophrenie ist. Sie ist in den 80iger Jahren erstmals aufgefallen (damals war der Cocker leider ein "Trend-Hund" und wurde gezüchtet auf Teufel komm raus) und kam vor allem in ganz bestimmten Blutlinien der einfärbigen Cocker im 2. oder 3. Lebensjahr vor. Hat aber mit normaler, bzw. gesteigerter Aggressivität gar nichts zu tun, die Hunde erstarren anfallsartig und beissen blindwütig ohne jeglichen Grund bis der "Anfall" vorbei ist.
Heute ist diese Krankheit so gut wie nicht mehr vorhanden(habe auch mit meinem Tierarzt drüber gesprochen, der bereits das 8. Jahr die Praxis hat und vorher in Schweden praktizierte, er hat diese Krankheit noch niemals gesehen). Die Züchter (ÖKV)haben zumindest in Österreich ganz strenge Auflagen, aggressive Hunde sind von der Zucht ausgeschlossen. Wie das in anderen Vereinen gehandhabt wird oder wie unüberprüfbare "Hobbyzüchter" oder Züchter im Ausland das handhaben, weiss ich nicht. Leider habe ich den Eindruck, dass diese "Cockerwut" oft von Haltern, die nicht mehr mit dem Hund zurechtkommen als "Ausrede" missbraucht wird , damit sie ihr eigenes Unvermögen oder ihre eigenen Fehler nicht zugeben müssen.
Für mich jedenfalls ist der Cocker DER Hund, an dem ich mein Herz verloren habe, und so wird es auch bleiben. Wie heisst so schön: "Wenn du einmal in die Augen eines Spaniels geblickt hat, bist du diesen Hunden hoffnungslos verfallen"
so long
Helga

Chelseas
27.01.2001, 11:04
Also liebe helga mir geht es genauso für mich gibt es keine anderen Hund als den Spaniel den derzeitigen habe ich wie schon gesagt von einer ptivaten Tierschutzorganisation seine Herkunft ist ungarn wurde in Wien vor 4 jahren verkauft und angeblich gutmütig mehr wußte ich auch nicht. Also es war auch ein risiko im zu nehmen aber er tut weder den Katzen etwas noch denKindern einmal laut gebellt und das ist seine Wahrnung. Was er absolut nicht will sind manche Hunde er dürfte in einem Garten gewesen sein und er will alle hunde die mir nur in die Nähe kommen verbellen und daher gehen wir nur mit Beißkorb den wenn sich der andere nicht unterlegen würde würde er schon zubeißen. Aber meine Katzis tut er absolut nichts sie schmierren sich in der früh an seinem Fell oder pratzeln von oen nach ihm so ist er die gutmütigkeit in Person und total anhänglich aber auch eifersüchtig. das wärs schönen Tag noch Chelsea

gundula.zschocke
27.01.2001, 20:27
Hallo Helga,
1974 kauften wir uns einen roten Cocker, Hündin.
Diese war bei Kauf 3 Monate alt und es war ein Mitleidskauf, weil vom Vermehrer. Von solchen Käufen kann ich jedem nur abraten, weil man weder sich noch den danach produzierten Tieren einen Gefallen tut (diese Erkenntnis kam aber bei uns auch erst viel später und ich kann immer noch nicht an solch armen Kreaturen vorbei).
Die Hündin war im Verhalten sehr gestört. Wir konnten sie in den ganzen 11 Jahren die wir sie hatten, nicht zu einer Sauberkeit erziehen. Man konnte 3 Stunden abends mit dem Hund draußen laufen, ohne das er sein Geschäft verrichtete. Kaum in der Wohnung angekommen, hockte sie sich hin. Wir haben alles versucht, aber es war nicht in den Griff zu bekommen. Mit den Kindern war sie äußerst unduldsam, d.h. keines durfte ihr zu nahe kommen, sie riß Tapeten in Bahnen von den Wänden, wenn wir sie einmal kurze Zeit alleine ließen, oder sprang auf die Tische und zerkrazte die Platten. Auch im Auto konnten wir sie nicht allein lassen, weil sie das Auto ruinierte. Sie war agressiv zu anderen Hunden egal ob Rüde oder Hündin. Nach einer Kastration wurde es etwas besser, aber nicht wesentlich.
All diese Macken liegen aber meiner Meinung nach nicht der Rasse Cocker zugrunde, sondern der verheerenden Aufzucht. Die Elterntiere konnten wir nicht sehen, die Hunde wurden damals im Stall gehalten und vor uns versteckt.Wer weiß, was die arme Hündin als Zuchtmaschine erlebt hat. Ich denke wenn man solchen Vermehrern die Karten legt, werden auch mehr im Wesen gesunde Hunde das Licht der Welt erblicken.
Eine Lehre haben wir aus diesem Kauf allerdings gezogen: "Suche dir den Züchter, wenn es ein Rassenhund sein soll, sehr genau aus"!
Geliebt haben wir diesen kleinen Teufel trotz allem.
Gundula

Helga
27.01.2001, 22:11
Hallo Ihr!
Aus der "Kampfhunde aus anderer Sicht" - Diskussion ist plötzlich eine geworden, in deren Mittelpunkt mehr oder minder schlecht sozialisierte "Kampf"-Cocker stehen; diese Wendung gefällt mir gar nicht,weil die von euch angeführten "Untaten" auch von jeder anderen X-beliebigen Rasse oder Mischung verübt werden können. Meine Meinung ist nach wie vor: jeder sollte sich die Rasse (oder auch Nicht-Rasse) zu sich holen, mit der er vernünftig und gut umgehen kann, damit das Mensch/Hundegespann in der heutigen, so kritischen Gesellschaft bestehen kann. Das mag für den einen ein Bulli, für den anderen ein Schäferhund, für den nächsten ein Pudel oder Dackel und sein,für mich ist's eben der Cocker und ich habe wie schon gesagt, mit meiner Hündin großes Glück; es ist mir aber durchaus bewusst, dass jede Rasse bei schlechter oder unzureichender Haltung "verdorben" werden kann, darum kann gar nicht oft genug auf die Verantwortung hingewiesen werden, die jeder hat, der einen Hund, gleich welcher Rasse und Grösse zu sich nimmt!
lg
Helga und Quanta (die am 25. Jänner 14 Jahre alt geworden ist!)