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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeexkremente



W. Biedermann
17.12.2000, 16:15
Hallo im Forum da draußen!

Ich selbst habe einen Hund und ägere mich immer wieder über Leute, die Ihren Hund in der Stadt Ihr Geschäft machen lassen, und die Häufchen dann nicht entsorgen. Viele unserer hundelosen Mitbürger ekeln sich davor - verständlicher Weise. Wenn wir Hundebesitzer mehr Rücksicht nehmen und dadurch zu einem friedlicherem Miteinander beitragen, dann könnten wir auch in der "Kampfhunde" -Problematik mehr Unterstützung erwarten.

Es würde mich freuen EURE Meinung zu diesem Thema zu hören!!!!

Euer W. Biedermann

Hans Mosser
17.12.2000, 16:54
Hallo Biedermann,
da hast Du recht. Das Problem mit der Hundsch... ist ja vor der Kampfhundedebatte der schärfste Kritikpunkt an Hundehaltern gewesen, und weitgehend ja auch zu Recht. Dadurch hat sich viel Hass aufgestaut, der sich jetzt entlädt.

Ingrid
18.12.2000, 11:46
Hallo,
das Thema liegt mir schon lange auf der Seele. Dass unsere Hundehalter-Mitgenossen auch jetzt noch, wo alle schon genug Ärger haben, die Hinterlassenschaft einfach liegen lassen, ich weiß nicht, wie man so ein dickes Fell haben kann. Da ich vier Hunde habe, sind alle schnell dabei zu sagen, dass es meine Hunde sind. Jetzt lade ich meine Hunde schon ins Auto und fahre die 2 winzigen Querstrassen mit den Auto, damit mir keiner etwas nachsagen kann. Jeder, der mich besser kennt, weiß dass meine Jacketaschen immer voll Plastiktüten gestopft sind. Denn bei vier Hunden kann es immer mal passieren, dass einer vor Aufregung ein Häufchen macht, obwohl ich sie extra vorher immer in den Garten lasse. Ich habe eine Dame schon beobachtet, wie sie gerade weitergehen wollte. Ich habe demonstrativ das Häufchen fixiert. Da hat sie ihr Kind nach Hause geschickt, eine Zeitung zu holen. In dem schicken Kashmirmäntelchen war halt kein Platz für ein Tütchen.
Viele Grüße
Ingrid und Bobtail Babette mit ihrem Team

Wolf
18.12.2000, 12:30
Hallo,
dies wird immer ein Streitthema bleiben, da einige Hundebesitzer es nicht einsehen, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu entsorgen. In der Stadt, in Stadtparks - wenns direkt auf den Wegen passiert -, sollten die Hundehäufchen immer entfernt werden. Auch ich als Doppelhundebesitzer trete nicht gerne in die Hinterlassenschaften anderer hinein.
Hier müsste seitens den Hundevereinen auch mehr Aufklärung erfolgen.
Bei meinen Erziehungskursen, während des Stadtgangs, habe ich immer genügend Tüten einstecken, erkläre vorher genau warum und wieso. Alle meine "ehemaligen Schüler" (Zwei- und Vierbeiner) wissen sich zu benehmen.
Aufklärung tut noch immer Not.
Gruss
Wolf

KleinE
19.12.2000, 21:32
Solange das Liegenlassen der Hundeexkremente noch als normal angesehen wird, wird sich daran nichts ändern. Hier ist es wirklich an der Sache von Hundebesitzern Vorbild zu sein und vor allem auch andere Hundebesitzer in netter und höflicher Form (aber doch bestimmt) auf ihre Pflichten hinzuweisen. Denn soweit, das "Häuferl-Wachepersonal" hinter den Büschen auf Hundebesitzer und ihre Hunde lauern um Dreckfinke aufzuspüren und zu bestrafen wollen wir es ja wohl alle nicht kommen lassen ...

Cleopatra
24.12.2000, 16:00
Hallo,

ich wohne mit meiner Hündin mitten in der Stadt und habe kein Auto. Ich kann mit meinem Hund nicht für jedes Häufchen schnell mal ins Grüne fahren. Ich habe meiner Hündin beigebracht nicht auf den Gehsteig zu sch***** sondern zwischen die Autos. In meiner Straße wohnen wirklich sehr sehr viele Hunde, und es räumt NIEMAND das hinterlassene seines Hundes hier weg. Ich gehe auch nicht als gutes Beispiel voran, denn es ist wirklich jedem egal ob ich die Häufchen meines Hundes wegräume oder nicht. Wenn ich damit anfangen würde, bin ich mir sicher, dass es kein Mensch/Hund bemerken würde. Mir gehen die Haufen die mitten am Gehsteig liegen auch extrem auf die Nerven, denn es ist wirklich nicht schwer einem Hund beizubringen sein Geschäft zwischen den Autos zu verrichten. Wenn es meiner Hündin mal am Gehsteig passiert empfinde ich es auch als selbstverständlich es wegzumachen.

Eine Frage hätte ich noch: Wozu zahlen wir Hundesteuer? Doch damit das jemand wegräumt, oder habe ich das falsch verstanden? Ich zahle jährlich brav meine 600.- ein. Ich habe absolut nichts davon!!!

Und einen Vorschlag hätte ich auch noch: Ich gehe mit meiner Hündin täglich auf die Hundewiese im Prater (Wien. 2. Bezirk).
Im Winter ist sie im gegensatz zum Sommer wie ausgestorben. Die Leute denken anscheinend, dass ihre Hunde im Winter keinen Auslauf brauchen (im Gegenteil würde ich sagen, denn mein Berner Sennenhund braucht im Winter viel viel mehr Auslauf als im Sommer). Also mein Vorschlag wären ein paar Lampen auf der Wiese, denn ab 5 ist es wirklich stockdunkel und mein Hund läuft deswegen mit einem Fahrradlicht am Halsband herum. Ich verlange ja nicht zu viel, auf der Straße stehen alle 2 Meter solche Lampen, da können sie ja wohl auch 4 oder 5 auf die Hundwiese stellen!

LG, eure Cleo

Cindy
24.12.2000, 16:56
[QUOTE]Original erstellt von Cleopatra:
[B]Hallo,

....Ich habe meiner Hündin beigebracht nicht auf den Gehsteig zu sch***** sondern zwischen die Autos. ...

Hi Cleo,

sei mir nicht böse, aber das ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Wenn ich bedenke, wie oft ich zwischen parkenden Autos vom Gehsteig runter auf die Strasse gehe ..... !

..... Wenn ich damit anfangen würde, bin ich mir sicher, dass es kein Mensch/Hund bemerken würde. .....

Nein, bei einem einzigen, der das tut würde das vermutlich keiner bemerken. Aber wenn alle so denken, dann fängt nie einer an.

.... Eine Frage hätte ich noch: Wozu zahlen wir Hundesteuer? Doch damit das jemand wegräumt, oder habe ich das falsch verstanden? Ich zahle jährlich brav meine 600.- ein. Ich habe absolut nichts davon!!! ...

Gute Frage, ich weiss ja nicht, wie das bei euch in Österreich ist. Bei uns hier in Deutschland gilt die Hundesteuer nicht als zweckgebunden. Sprich, sie dient nicht dazu die Häufchen wegzumachen, Freilaufgebiete anzulegen etc.
Mein Vater hat einmal bei einer Sitzung des Gemeinderats das Thema angeschnitten, für was die Hundesteuer eigentlich verwendet wird. So nach dem Motto, ob es denn nicht möglich wäre, entsprechende Hinweisschilder und Behälter mit Plastiktüten an Grünanlagen etc. aufzustellen. Mensch sind die sauer geworden. Schlusskommentar, wenn man so was machen wolle, müsse man die Hundesteuer drastisch erhöhen. Also, für die Hunde wird die Steuer garantiert nicht verwendet. Eher zur Stopfung diverser Haushaltslöcher.

Gruss Cindy

Familienhund
24.12.2000, 21:25
Hallo zusammen,

ich wohne außerhalb von Dortmund, habe allerdings bis vor einem Jahr noch in der Stadtmitte gewohnt.
Ehrlich gesagt ich kenne keinen (und ich kenne viele Hundehalter) der wirklich das Geschäft seines Hundes weg macht.
Darum wundert es mich doch wirklich sehr das Cleo und ich die einzigsten hier im Forum sind die zugeben, ihren Hundekot nicht weg zu machen.

Obwohl ich es auch wirklich krass finde seinen Hund daran zu gewöhnen, sein Geschäft zwischen parkenden Autos zu erledigen.
In jeder Stadt gibt es eine Wiese bzw. einen Baum mit einem Stück Wiese drum herum.

Bevor ihr jetzt gleich alle auf mich einschießt möchte ich aber noch meine Meinung zu dem, warum ich es nicht wegmache, sagen.

Vorweg, ich lasse meinen Hund sein Geschäft (Hundekot) nicht auf der Straße machen sondern ich habe ihm von Welpe an beigebracht auf der Wiese zu Sch....
Dazu brauch man wirklich nicht viel Erfahrung um dieses seinem Welpen beizubringen.
Mein Hund würde nicht im Traum daran denken auf einen Bürgersteig zu Sch...
Allerdings ist es für ihn ebenso wie für mich ganz normal das er seine Markierung (auch Sch... ist eine Markierung) auf einer Wiese oder im Wald zu erledigen.
Genau so wie es für mich normal ist das er an einem Laternenpfahl pinkelt.

Warum ich das als ganz normal ansehe ist doch logisch, von den Vögeln, Tauben oder den Katzenhaltern verlange ich das doch auch nicht bzw. es wird als ärgerlich aber trotzdem als normal angesehen.
Sicherlich hat man bei einem Hund den Vorteil das er gelehrig ist und man ihm beibringen kann, seinen Kot nicht auf der Straße bzw. Gehsteig zu machen sondern das man ihm beibringt seinen Kot dort abzulegen wo man als Nichthundehalter normalerweise nicht hergeht, nämlich auf einer Wiese bzw. in einem Gebüsch.

Sicherlich gibt es bei Dünnpfiff auch mal eine Ausnahme die allerdings nicht beabsichtigt ist,
und in so einem Fall werde ich den Teufel tun und den Dünnpfiff auch noch wegzuwischen,
denn dafür bezahle ich meine Hundesteuer von 247 DM im Jahr.
Sicherlich weiß ich das die Hundesteuer nicht Zweckgebunden ist aber das ist nicht mein Fehler.

Ich passe auf das mein Hund wenn er seinen Hundekot ablegt,
es dort macht wo normalerweise keiner reintritt und damit finde ich bin ich verantwortungsbewusst genug.
Wenn das jeder machen würde dann würden sich auch nicht so viele (berechtigterweise) Leute aufregen.
Leider macht dieses nicht jeder und das ist das Problem, finde ich zumindest.

Genau so wie es viele Leute nicht akzeptieren ihren und für einen kurzen Augenblick an die Leine zu nehmen wenn uns jemand entgegen kommt.
(das ist doch nu wirklich kein Problem, für Hund und Halter)
Wenn das jeder machen würde bzw. auf andere Leute Rücksicht nehmen würde,
dann hätten wir noch viel weniger Probleme.

So und jetzt könnt ihr wenn ihr wollt auf mich einschießen, denn ich werde weiterhin darauf achten das durch meinen Hund (und auch durch seinen Kot) kein Nichthundehalter belästigt wird aber trotzdem werde ich die Reviermarkierung meines Hundes dort lassen wo sie hingehört, nämlich auf der Wiese.

Weiterhin möchte ich euch allen , auch wenn es sich z.Zt. wie der Hohn anhört,
ein den umständen entsprechendes frohes Weihnachtsfest und ein
kämpferisches neues erfolgreiches (aber bestimmt hartes) Jahr 2001 wünschen.


Auf das unsere Hunde wieder so leben dürfen
wie sie es im Jahre 1999 noch durften.

Auf das die Bildzeitung in den Boden gestampft bzw. Boykotiert wird.

Auf das die verantwortlichen Politiker die Konsequenzen ziehen müssen
oder noch besser, daß sie an BSE oder eine Überdosis Kokain sterben müssen.

Auf das die VDH Mitglieder ihren Vorstand stürzen
und einsehen das sie keinen deal mit den Politikern machen können
da sie sonst die nächsten sein werden.

Auf das Deutschland wieder normal wird und die Rassenlisten abschafft.

Auf das es sich kommendes Jahr nicht mehr wie der Hohn anhört,
wenn ich euch ein frohes Weihnachtsfest
und ein Glückliches neues Jahr 2002 wünsche.

coolcat
24.12.2000, 22:16
Hallo Familenhund!

Zunächst wünsche auch ich dir ein frohes Weihnachtsfest!!!

Ich verstehe deine Argumentation nicht ganz, möchte mit dir folgendes abklären:

Wenn wir (Hundehalter) wenigstens die Häufchen wegmachen, wenn andere Menschen uns zuschauen, dann würde dies der gesammten Hundediskusion unheimlich helfen, wir würden den Kritikern ordentlich Wind aus den Segeln nehen!!!!

Darum finde ich es nützlich wenn wir endlich den ersten Schritt machen, damit die "Normalbevölkerung" auf unsere Seite gezogen wird und dieser "Hunderassenwahn" endlich ein Ende hat. Den Medien und Politikern kam diese Hundediskusion sehr recht um sich an den Hundebesitzern zu profilieren, die Auflage zu steigern bzw. um Wählerstimmen zu bekommen. Wenn manche Hundebesitzer weiterhin alles ignorieren und nicht mit gutem Beispiel vorangehen, so sind diese nicht besser als die Hundeverhetzer - keine möchte etwas ändern, keiner möchte den ersten Schritt machen.

Kampf und Haß werden noch mehr Kampf und Haß erzeugen!!!

Die einzige Chance die ich sehe, ist daß wir mit Gutem Beispiel vorangehen - wir räumen die Häufchen weg (auch auf der Wiese - wie kommen kleine Kinder dazu in den Hundekot zu steigen bzw. nehmen diese in den Mund) oder sonstwo, wir nehmen unsere Hunde demonstrativ an die Leine wenn uns jemand entgegenkommt - die Normalbevölkerung würde dies schnell merken und den Medien wird der Wind aus den Segeln genommen. Eine weitere Möglichkeit wäre, das sich alle Verbände und Organisationen zusammentun und gemeinsam große Zeitungsanoncen schalten und die "Zivilbevölkerung" kompetent über sogenannte Kampfhunde aufklären!!!

Ober warum bestzt Ihr die Bild Zeitung nicht mit friedlichen Mitteln und klärt die Schmierfinke über die Wahrheit auf (wäre sicher eine spektakuläre Aktion die Bildzeitung mit friedlichen Sit-in`s zu besetzten).

Wenn wir alle ein bißchen dazubeitragen wird es bestimmt besser werden.

Vielleicht könnte man in diesem Forum so etwas wie einen Bereich für "Nicht Tier Besitzer" zu machen, wo diese Infos über die Wahrheit finden.

Ich wünsche dir und allen anderen Tierfreunden ein frohes Weihnachtsfest und vor allem Peace!!!!!

Liebe Grüße


coolcat

Hans Mosser
24.12.2000, 22:52
Das wär ja kein schlechter Anfang: Die Häufchen wegräumen, wenn Passanten zuschauen. In Wien ist das "Hauptärgernis" für die Nichthundebesitzer nicht der sog. "Kampfhund", sondern ganz einfach der Hundekot. Durch die Situation wie sie jetzt ist, sind wir Hundeleute auf der schwächeren Seite und schon allein aus dem Grund einer positiven Publicity würde ich - wenigstens wenn Passanten zuschauen - das Häufchen mit einem Plastiksackerl (= Tüte) wegräumen und beim nächsten Abfalleimer entsorgen.
Die Hundesteuer als Gemeindesteuer ist auch in Österreich nicht zweckgebunden, sondern wird zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet. Positive Ausnahmen gibts (siehe mein Extraposting Hundesteuer).
Hans

Eva
24.12.2000, 22:53
Also, wir wohnen mit unseren 4 Chihuahuas in einer Wohnsiedlung ausserhalb Münchens. Zwischen den Häusern viel Grün, Spazierwege usw. Wir halten es grundsätzlich so, dass wir immer alle Häufchen beseitigen (im Dunkeln haben wir starke Taschenlampen dabei)
Bewegen wir uns in Feld und Flur, z.B. im
Wald, da gehen sie ca. 1 m von Weg abseits, lasse ich es liegen.
Bisher sind wir damit super gefahren, fast alle Nachbarn kennen uns und wissen, dass wir für die Beseitigung sorgen). Ich persönliche finde es auch nicht toll, in eine Haufen zu treten, während ich den fixierten Haufen unserer Zwerge beseitige.
Aber meiner Meinung nach sollte jeder die Hinterlassenschaften beseitigen, dies ist ein Schritt in die richtige Richtung gegen die Hundehysterie.

coolcat
24.12.2000, 22:57
Lieber Herr Dr. Mosser!

Wie Sie richtig sagen regt die Leute das auf was sie gerade hören oder sehen. Wenn wir die Häufchen in Wien wegräumen, würden einige Passanten nicht aus dem Staunen herauskommen!

Liebe Grüße und frohe Weinachten

coolcat

ottokar
25.12.2000, 10:07
Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazugeben:
Also zur Aufklärung http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif : Hundesteuer ist in Deutschland ein Steuer, die von allen Kommunen erhoben werden muss, übrigens, soviel ich weiß, die einzige kommunale Pflichtsteuer. Außerdem ist sie nicht gedacht für die Beseitigung von Hundekot oder das Anbringen von Hundetoiletten etc., sondern ausschließlich zur "Eindämmung der Hundehaltung", so stehts im Gesetz! Deshalb denke ich, wäre es sinnvoll, die Hundesteuer zu reduzieren oder zu erlassen, wenn ein Halter nachweist, dass er sein Tier kastriert hat. So wäre die Bedeutung der Steuer transparenter und außerdem könnte viel unerwünschter Nachwuchs vermieden werden. Dies wird übrigens z. B. in Neuseeland praktiziert. Unsere Verwandten dort zahlen keine Hundesteuer, weil ihr wauzi kastriert ist.
Ich weiß es nicht, wie es in den Städten ist, aber bei uns im Dorf gibt es jährlich durchschnittlich mindestens 15 Welpen der Rasse "Produit de Trottoir". Da ich auch 2 solche habe und das Schicksal von schon so vielen bis ins Tierheim verfolgt habe (und manchmal mit viel Glück auch wieder heraus), kann ich nur für die Kastration plädieren.

Ein friedliches und versöhnliches Weihnachtsfest (meine klugen Vorredner habens bereits gesagt: Hass und Gewalt rufen Hass und Gewalt hervor, nicht nur zwischen Hundefreunden und -feinden)
wünscht
ottokar

Ingrid
25.12.2000, 13:46
Hallo,
es sollten die Häufchen immer weggeräumt werden und nicht nur wenn es jemand sieht, denn man weiß nie, wer einen doch gesehen hat, ihr werdet staunen, wo die Leute ihre Augen überall haben (es gibt sogar Irre, die beobachten einen mit einem Feldstecher).
Andere Tiere, wie z.B. Katzen machen auch überall hin. Deshalb gab es auch schon erbitterten Nachbarschaftsstreit, weil Miezie in Nachbars Topfblumen ... etc. Auch gab es schon Streit, weil Miezie dann einfach beseitigt wurde und der Nachbarschaftsstreit wurde noch schlimmer, weil dann jeder jeden beschuldigt hat. Die Tauben werden auch heimlich vergiftet. Wenn meine Katze stromern geht und ihre Hinterlassenschaft bei Nachbars läßt, kann ich wenig machen, außer die Katze zu ihrer eigenen Sicherheit einsperren. Wenn wir unseren Hundedreck nicht wegräumen, dann können wir unsere Hunde auch bald nur noch daran gewöhnen, aufs Katzenklo zu gehen.
Was bitteschön ist so schlimm daran, ein Häufchen aufzulesen? Sonst ekeln wir uns doch auch nicht vor unserem Liebling. Problem ist natürlich Durchfall, den kann ich nicht von der Wiese abkratzen. Auf dem Bürgersteig sollten wir aber versuchen, ob wir Wasser bekommen und es wegspülen. Ist man natürlich unterwegs und in der Fremde kann man nun wirklich nichts machen, aber meistens merkt man vorher, ob mit dem Hund etwas nicht stimmt. Da muß man dann halt zu Hause bleiben. Dann kann man nicht in die Stadt gehen mit Hund und einkaufen, was sowieso für einen Hund der Durchfall hat keine Freude ist.
Bis dann ...
Ingrid und Babette mit ihrem Team

bandog
25.12.2000, 17:40
Hallo Leutchen,
ein heikles Thema was hier aufgegriffen wurde. Ich habe mal in einem anderem Forum von Rücksicht, Toleranz und Einigkeit gepredigt. Vergebens http://www.petmedia.at/ubb/frown.gif Es gibt bei den Hundehaltern und auch den Nichthundehaltern da ganz unterschiedliche Reaktionen, was den Hundekot betrifft. Kleines Beispiel: Ein Hundehalter läuft mit seiner Deutschen Dogge auf dem Bürgersteig und just in dem Moment hockt das "Kalb" sich hin und kackt einen kleinen Hügel in die Landschaft. Der gute alte Opa von 65 Jahren sieht dies und was glaubt Ihr was passiert? Opa rastet aus und schreit: "mach die Shit von deinem Köt.. weg, sonst tunke ich dich mit deiner Fres... rein" Der Hundehalter reagiert ebenfalls genervt und der Hügel bleibt liegen. Was wäre aber wenn Opa sagen würde: "oh, junger Mann, ich sehe Sie haben gerade keine Hand frei die Hinterlassenschaft Ihres netten Hundes zu beseitigen, darf ich inzwischen Ihren Hund halten?" Es käme höchstwahrscheinlich zu keiner Konfontation, der Hundehalter wäre beschämt und würde das Häufchen beseitigen. Träume? Es wäre zu schön um wahr zu sein.

Feli
26.12.2000, 16:16
[QUOTE]Original erstellt von Familienhund:
[B]Hallo zusammen,

ich wohne außerhalb von Dortmund, habe allerdings bis vor einem Jahr noch in der Stadtmitte gewohnt.
Ehrlich gesagt ich kenne keinen (und ich kenne viele Hundehalter) der wirklich das Geschäft seines Hundes weg macht.
Doch , du kennst mich :-)))

Es ist ja schon toll, wenn HUnde nicht auf Asphalt machen. Aber hast du mal bedacht, dass auf Wiesen Kinder spielen? Im Unterholz lasse ich auch alles liegen, aber auf Wiesen,
und wo die Haufen auffallen mache ich sie weg! Was glaubst du, wieviele Hundefeinde
plötzlich ein Lächeln aufs Gesicht zauberten, wenn sie das gesehen haben?
Das hat nichts mit der Hundesteuer zu tun, die
ist eh eine Frechheit und ein Relikt aus vergangener Zeit. Es ist einzig eine Frage der sozialen Einstellung meinen Mitmenschen
gegenüber und wahrlich keine große Mühe, aber ein hervorragender Beitag etwas für das
positive Bild von Hund und Halter zu tun.
Bitte überdenke das nochmal!

Cindy
02.01.2001, 10:10
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von ottokar:
Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazugeben:
Also zur Aufklärung http://www.petmedia.at/ubb/wink.gif : Hundesteuer ist in Deutschland ein Steuer, die von allen Kommunen erhoben werden muss, übrigens, soviel ich weiß, die einzige kommunale Pflichtsteuer. Außerdem ist sie nicht gedacht für die Beseitigung von Hundekot oder das Anbringen von Hundetoiletten etc., sondern ausschließlich zur "Eindämmung der Hundehaltung", so stehts im Gesetz! ottokar[/quote]

Hi Ottokar,

bist Du sicher, dass sie eine Pflichtsteuer ist? Ich habe da was anderes gehört, nämlich, dass sie erhoben werden kann, aber nicht muss. Und dass der Betrag auch gemeindeindividuell fest gesetzt werden kann.

Zum Thema Hundekot. Auf Wiesen ausserhalb von Ortschaften, Feldern und Wald lasse ich die Häufchen auch liegen. Aber innerhalb der Ortschaften, in Parks, Grünanlagen etc. finde ich es schon richtg, den Hundekot wegzumachen. Ich habe auch immer Tüten dabei. Kein Problem. Ausserdem ist meine Hündin so erzogen, dass sie normalerweise nicht auf asphaltierte Flächen, sondern nur ins Gras sch... .
Trotzdem, ich glaube, wir würden unsere Position wirklich stärken, wenn sich mehr dazu entschliessen könnten, die Häufchen wegzumachen, bzw. ihre Hunde nicht einfach überall hinmachen lassen.
Es ärgert die Leute nun mal ungemein, wenn sie in Häufchen treten. Und nicht bloss Nicht-Hundehalter. Ich ärgere mich genauso
http://www.petmedia.at/ubb/frown.gif .
Ich wäre allerdings dafür, wenn schon Hundesteuer, dann zumindest zum Teil zweckgebunden. Also in Parks, Grünanlagen etc innerhalb von Ortschaften Behälter mit Tüten, eigene Freilaufflächen etc.

Cindy

Floh
02.01.2001, 11:10
Hallo
Cindy hat recht.
Die Hundesteuer ist leider NICHT zweckgebunden.
Es liegt an den Gemeinden, welche Höhe und welche "Löcher" sie damit stopfen.
Am allerwenigsten haben die Tiere davon, auch nicht die Tierheime.
Ich sehe auch nur die Möglichkeit zu klagen.
Bardie Grüße
Floh

astor
02.01.2001, 18:54
deswegen zahlen wir ja Hundesteuer weil wir mit unseren Hunden alles verdrecken und es dann nicht wegräumen, ausser mir Natürlich ich habe schon in jeder Jacke meine "Gackisackis" eingesteckt!!

astor

Helga
02.01.2001, 19:16
Was glaubst Du, was ich mache? Keine Jacketasche ohne Tütchen und Küchenrolle!
Aber leider scheint mir, dass ich die einzige auf weiter Flur bin, ich werde angeschaut wie eine Geistesgestörte, wenn ich hinter meinem Hund herräume! Sagte doch neulich ein kleines Mädchen, auch unterwegs mit Hund zu mir: "meine Mama hat gesagt, ich brauch nicht wegräumen, weil ohnehin alles so schmutzig ist!"
Tja, ich putze trotzdem, auch wenn sich rund um mich Menschenmüll und Hundesch.... türmen!
und tschüss...
Helga

gundula.zschocke
02.01.2001, 20:40
http://www.petmedia.at/ubb/smile.gif
Mir ist einmal etwas witziges mitten in der Fußgängerzone passiert. Meine kleine Hündin hatte sich ausgerechnet dieses belebte Plätzchen auserkoren,ihr Geschäft zu machen.
Also nahm ich Papier (habe ich immer bei mir) und entledigte die Hinterlassenschaft in der nächsten Mülltonne.
Mein Sohn sagte daraufhin: " Du Mutti, die Dame im Eiscafe (Tisch stand auf der Straße in Fußgängerzone) hat schrecklich über dich gelacht, weil Du den Haufen entsorgt hast.
Spornstreichs bin ich an den Tisch dieser Dame und habe lauthals durch die ganze Straße gekräht: "Wären Sie in die Scheiße getreten, die ich gerade entsorgt habe, hätten Sie nicht mehr gelacht!!" Dame wurde puterrot und ich zog freundig grinsend mit Hund und Kindern weiter.
Ob Ihr das eine Lehre war?
Gundula und Sabbermonster

shiva
02.01.2001, 22:36
Hallo alle zusanmmen,

ich muß Euch leider bitter enttäuschen.
Bei uns ist sind KEINE Hundeexkremente auf der Straße, oder zu mindest sowenig, dass ich es in 28 Jahren nicht geschafft habe hineinzutreten,doch die Leute sind nicht anders als sonst wo.

Nach meiner Einschätzung wurden durch die Medien und Politiker uralte Ängste aus dem Unterbewußtsein wach gekitzelt, die keiner rationalen Begründung bedürfen und daher mit Vernunft nicht zu beheben sind.

Dann wären es ja auch Befürchtugen, da kann man etwas dagegen unternehmen, doch Angst muß man selbst loslassen wollen und können, dazu müßte man sie erst wahrnehmen als Angst, als Schimäre.

Rücksichtnahme verstärkt Angst, im Gegensatz zu Furcht nur,denn Rücksichtnahme liefert den Beweis, dass es sich um eine Realität handelt.Das kann man sogar bei "getrösteten" Hunden in der Tierarztpraxis erleben!

Der Furcht vor meinen Hunden kann ich mit "Vertrauensbildenden Maßahmen" die Basis rauben, die aus dem Unterbewußsein kommende Angst muß ich jedoch ignorieren, um ihre Irrationalität zu beweisen.

Der Erwachsene sagt zum unerfahrenen Kind:
"Du brauchst keine Angst vor dem Krankenhaus zu haben", das Ergebnis ist Angst, denn da das Kind noch keine Erfahrung mit Krankenhaus hatte, kann es keine schlimmen Befürchtungen hegen.
So sagen die Politiker zur Bevölkerung:
" Ihr braucht keine Angst vor Hunden zu haben, denn es gibt VOs und Wesenstest und Kampfhundesteuern."

Die meisten Menschen haben gar keine Erfahrung mit Hunden.
Also lassen wir sie gute Erfahrungen machen mit unseren Hunden.Mit Respekt, doch ohne pingelige Rücksichtnahme.

Ich hatte auf einem Spaziergang einmal mit einem gestürzten Inliner zu tun. Er war nicht wegen, meiner Hunde sondern wegen eines Stockes auf dem Weg neben meinen Hunden gestürzt.
Er war voller Panik, denn meine Hunde sind nicht klein. Er schrie " nehmen sie die Hunde weg !!". Ich ließ die Hunde genau da stehen wo sie standen (ca.1m neben ihm) und sagte ihm das auch freundich. Ich half ihm beim Aufstehen, bot mein Handy an, falls er sich verletzt haben sollte und Shiva überreichte ihm, als er wieder stand, seine beim Sturz abhanden gekommene Mütze.
Da mußte er lachen und war wieder in der Realität.
"Ach so, dass sind ja Jagdhunde, ich hab mich nur so erschreckt!"
Da standen inzwischen einige Leute rum, Keiner motzte über Hunde.

Wir bestärken die Menschen nur, wenn wir uns unsicher und übertrieben rücksichtsvoll verhalten, das normale Maß reicht aus und dazu gehört auch, dass die Wege nicht mit Hundekot verschmutzt sind.
Und, wenn mir mal ein Häuflein begegnet, dann kicke ich es ohne viel Aufhebens in Gebüsch.

Liebe Grüße
Shiva

Helga
03.01.2001, 07:44
Hi Shiva!
Auch ich glaube, dass wir (darunter verstehe ich die ihrer Verantwortung bewussten und auch danach handelnden Hundehalter) wohl Pflichten, aber durchaus auch Rechte haben und uns nicht liebedienerisch verstecken brauchen und uns auch nicht für unsere Art zu leben - nämlich mit einem Hund an der Seite - ständig entschuldigen müssen.
mlg
Helga

Ingrid
03.01.2001, 09:10
Hallo Helga,
eigentlich hast Du ja vollkommen recht. Ich will mich nicht verstecken, ich bin ja stolz auf meine Hunde. Vor ein paar Jahren konnte ich kaum einen Schritt gehen mit meinem Bobtail, weil jeder den Hund so schön fand und sich erkundigt hat, ob so ein Hund viel Pflege benötigt, wenn er so schön aussehen soll wie meiner. Heute ist es ein großes Vieh. Man ist auch nicht jeden Tag so stark und gut drauf, dass man sich den Anfeindungen aussetzen möchte. Wenn ich das schon so empfinde mit zwei Wuschels und zwei Westies, wie geht es dann den Hundebesitzern, deren Lieblinge auf den Listen stehen? Ein Bericht hat mich auch sehr geschockt, da soll ein Fox-Besitzer mit der Waffe rumlaufen und auf alle Hunde schiessen, die ihm zu nahe kommen.
Nicht verstecken? Wenn schon unsere Mithundebesitzer so extrem reagieren, von denen man eigentlich Solidarität erwartet?
Bis dann ...
Ingrid

Nick
03.01.2001, 09:26
Ich bin ja echt erstaunt, das so wenige die Hinterlassenschaften ihres Hundes wegräumen.
Ich habe immer Plastiktüten in der Tasche und finde es nicht schlimm es weg zu machen, das gehört doch dazu. Viele haben es gesehen und machen es mir sogar nach, es muß halt erst einer den Anfang machen.

Helga
03.01.2001, 10:20
Liebe Ingrid!
Bist ja ganz schön resigniert drauf!? Sicher kein Wunder, bei dem was täglich passiert und wenn dazu noch fehlende Solidarität kommt.... Und doch gibt es allem zum Trotz Hundehalter, die zusammenstehen, wie man unschwer in diesem Forum und auch in meiner "Lieblingszeitung" WUFF wohltuend bemerken kann.
Ich treff bei meinen Spaziergängen häufig einen Bullterrier-Besitzer, der äußerst diszipliniert mit seinem Hund umgeht, schon von weitem nimmt er seinen sonst freilaufenden Bulli an die Leine, wenn er jemand sieht. Ich habe mein Cocker-Mädchen angeleint, weil sie schon ein wenig schlecht hört und ich Unfälle mit Radfahrern oder Joggern vermeiden möchte. Neulich habe ich ein gutes Gespräch mit dem Besitzer geführt, habe ihm auch erklärt, dass ich meinen Hund nicht aus Angst anleine. Die Hunde haben sich ganz friedlich beschnüffelt, der Bulli hat sich an uns herangeschmissen und um Streicheleinheiten gebuhlt. Was glaubst du, wie die anderen (hundelosen) Spaziergänger da geschaut haben: ein (so gefährlicher) Bullterrier und eine alte Cockerhündin und es passiert nix?
Ingrid - nur nicht nachlassen mit kleinen positiven Zeichen nach dem Motto:steter Tropfen höhlt den Stein...
lg
Helga

Naddy
03.01.2001, 12:25
Also ich finde es auch nicht gut,
wenn die Hunde ihr Geschäft auf den Gehwegen usw hinterlassen.
Ich habe meinen Hunden von Anfang an angewöhnt das ihr Geschäft nicht auf den Gehwegen gemacht wird.
Hier in Österreich besonders bei mir in Wien gibt es viele Hundezonen und Hundewiesen.
Dort können die Hunde laufen und spielen wie sie wollen und auch ihre Geschäfte machen.

Passiert es einem meiner Hunde doch das sie etwas am Gehsteig verlieren, dann räume ich das ohne Nachzudenken weg.
Mich stört es ja schließlich auch.

Liebe Grüße aus Wien

Naddy und ihre Kampfschmuser Chibi & Astor