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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unser nicht einfacher Hund



Labrador&Herrl
16.03.2012, 14:17
Hallo liebe Forengemeinde!

Ich melde mich mit meinem anliegen mal direkt an euch, hoffendlich bin ich hier richtig.

Meine Frau und ich haben vor kurzem einen lieben Hund "adoptiert". Er ist ein 4 Jähriger Labrador Rüde. Wir wissen um seine Probleme bescheid und werden uns diesen annehmen.

Er kam ohne Grundgehorsam zu uns, zog an der Leine wie ein irrer. Das hat sich letzt deutlich verbessert.

Wir sollten nun in der nächsten Zeit mal den Tierarzt aufsuchen. Damit wir mal schauen können ob alles okay ist. Wir haben zum Hund nur einen Polnischen Impfpass dazubekommen. Da sind nur irgendwelche Welpenimpfungen vermerkt. Sonst keine. Einen anderen Impfpass hatten die Vorbesitzer nicht. Gechippt ist er glaube ich auch nicht. Zumindest ist kein Aufkleber im Impfpass.

Das Problem ist halt seine unverträglichkeit gegen andere Hunde. Wir haben ihn jetzt an einen Beisskorb halbwegs gewöhnt. Mögen wird er ihn glaube ich nie, aber ohne fahre ich sicher nicht mit ihm quer durch den Bezirk, in eine kleine Praxis wo mitunter 5 andere Hunde sitzen. Da weiss ich halt noch gar nicht wie wir da durchkommen sollen. Das ist DAS desaster schlechthin. Ich weiss auch nicht wie ich mich verhalten soll. Ich weiss, ich bekomme seine aufmerksamkeit nicht wenn er einmal im bellen und keifen drin ist. Da könnte ein fertiges Grillhendl vor seiner nase sein, würde ihn nicht interessieren.

Mittlerweile winselt er nur noch wenn er hunde von weitem sieht, aber wenn sie dann zu nahe sind, artet das wieder in bellen aus und ich krieg ihn aus dem noch nicht heraus.

Weiters ist er total hibbelig wenn besuch kommt. Ich bilde mir ein, auch das hat sich minimal gebessert. Er keift zwar noch wie ein wahnsinniger wenn es klopft oder leutet aber dafür nur noch 3 mal. Damit kann ich leben. Er hüpft besucher an und kriegt sich dann ungefähr 5 minuten nicht mehr ein. Manchmal freut er sich genauso, wenn die Besucher vom WC wiederkommen oder so. Seit wir das problem erstmals erkannt haben, ist er wenn geplanter besuch kommt am Brustgeschirr angeleint und ich hindere ihn am springen. Folgt er, bekommt er leckerchen und lob usw. Ableinen tue ich ihn erst wenn der Besucher sich gesetzt hat und wenn ich das gefühl habe der hund hat sich wieder einigermaßen im Griff. Aber ich hab momentan das Gefühl, dass muss so sein ganzes Leben lang gehen. Es wird einfach nichtb esser. Das "Festgehalten" werden taugt ihn gar nicht. Aber ich kann die verantwortung, dass er nicht raufspringt auch nicht meinen Besuchern überlassen - auch wenn ich denke dass es funktionieren könnte. Aber zwei versuchskaninchen die selbst Hunde haben, reagieren dann nicht so wie ich es ihnen sage. Knie anheben oder ruckartig umdrehen. Da kann ich sagen was ich will. Denn so habe ich meinem Hund das hochspringen an mir abgewöhnt. Mich springt er gar nicht mehr an. Die meisten leute fuchteln dann halt wild herum und ich glaube mein Hund findet das lustig und springt erst recht.

Auf seinem Platz würde er niemals bleiben wenn es klopft. Anbinden kann ich ihn da auch nicht. Sperre ich ihn weg macht er halt in einem andern Zimmer solange radau bis ich ihn hole. Ausserdem glaube ich nicht, dass es was bringt ihn in ein anderes Zimmer zu tun, er soll ja lernen, dass man besucher auch ruhig empfangen kann und dass diese Leute nicht nur seinetwegen kommen.

Habt ihr irgendwelche tipps für den Alltag? Für seine Unverträglichkeit haben wir ja einen Trainer, der uns natürlich auch im alltag mit rat und tat zur seite steht. Aber ich hätte gerne mehr Lösungsvorschläge gehört, da er ja wie vom Trainer empfohlen sowieso nicht auf dem Platz liegen bleiben würde. Das kann ich erst angehen, wenn er an der Türe ruhig bleibt, dass ich ihm da Kommandos geben kann und auch wegschicken kann.

Und das Tierarztproblem, irgendwelche Tipps? Ich kann ja schlecht vom Tierarzt verlangen dass er mich ausserhalb der Ordinationszeiten drannnimmt. Aber wir müssen ja dahingehen, da kommen wir nicht drum herum. Ich weiss ich habe viel geschrieben, danke für alle die es lesen und mir ernsthafte tipps geben können.

Cato
16.03.2012, 14:25
Nur kurz zum TA: normalerweise geht das schon, wenn man vorher anruft, bekommt man einen Termin wo es ruhiger ist. Falls du ein Auto hast, kannst du auch ohne Hund warten und den Hund dann erst reinholen.

Jedenfalls haben dieses Problem einige Hunde, und eigentlich sollte jeder TA dafür Verständnis haben.

destiny2page
16.03.2012, 14:29
Und das Tierarztproblem, irgendwelche Tipps? Ich kann ja schlecht vom Tierarzt verlangen dass er mich ausserhalb der Ordinationszeiten drannnimmt. .

Gibts bei euch in der Umgebung keinen Tierarzt der vielleicht auch Hausbesuche machen würde? So fürs erste...damit ihr wenigstens in Ruhe die Impfungen auffrischen könnt, wenns schon akut ist?!

Ansonsten...vielleicht Ausschau nach ner renommierten Trainerin halten, damit das Problem Unverträglichkeit nach und nach abtrainiert werden kann... Weil blöd ist´s halt echt, wenn mal was wirklich dringendes mitm WuWu ist und der sich dann in der Praxis aufführt wie n´Irrer.....

Andrea J
16.03.2012, 14:29
du hast den Hund er seit kurzem, wie du schreibst, bis sich da alles einspielt wird es noch dauern...
Wichtig ist den Hund mit Geduld zu erziehen, nicht herum reißen, nicht herum brüllen, etc...das dreht einen aufgedrehten Hund nur noch mehr in die Höhe..

Ihr habt scheinbar viele Baustellen, ich glaube aber das eine Ursache Auslöser für die unerwünschten Sachen sind...
Der Hund hat sichtlich STress, was kein Wunder ist, völlig fremde Leute, fremdes Zuhause usw.

Unverträglichkeit kann durch Unsicherheit ausgelöst, werden, durch schlechte Erfahrungen, wie schaut es mit weiblichen Hunden aus, mag er die auch nicht ?

Wenn du jemanden kennst der eine sehr souveräne Hündin hat, dann versucht es mal mit einem Spaziergang..aber lass zuerst mal den Hund bei euch ankommen...ich glaube das ist vorganig mal am Wichtigsten...

Anspringen der Leute mit Kniehochreißen zu ändern ist auch nicht gut..es kann dir passieren, das er dann irgendwann mal die Leute nicht mehr mag...besser ist es ihm eine Ersatzhandlung zu lernen..z.B. wenn er gerne etwas bringt, soll er Sachen bringen und dafür belohnt werden..sprich Besuch wirft ihm ein Bringsel, der Hund holt es und sitzt damit vor und bekommt eine Belohnung...das ganze hat 2 Vorteile, der Hund kann sich bewegen, entspannt dadurch, der Hund hat eine Ersatzhandlung statt dem Anspringen und der Hund freut sich trotzdem über Besuch...und verbindet das nicht negativ..wie schimpfen, fuchteln oder das Knie rein kriegen...

Was die Artzpraxis betrifft, lass den Hund solange im Auto, bis ihr dran seit und dann rein damit..flott und ohne viel Trara..wenn es einen Nebeneingang gibt, dann frag mal, ob ihr den nutzen könnt...:)

Generel würde ich mit ihm viel ARbeiten..Bindung aufbauen, aber immer ohne Druck und Stress..also nicht in Situationen, wo er schon durchdreht, sondern im ruhigen Bereich...

Bei Hundebegegnungen weich aus, mach einen Bogen, solange er noch nicht wirkich auf dich hört...und bau den Abstand langsam ab...

Körperliche und geistige Auslastung wird er wohl auch zuwenig gehabt haben, da kannst du dann auch aufbauen..also Kopfarbeit, Fitness:)

Feline
16.03.2012, 14:35
damit ihr nicht in einem Wartezimmer mit anderem Getier ausharren müßt vereinbar mit deinem TA einen Untersuchungstermin aus. Vor allem such die einen, für den ihr nicht quer durch die Stadt trampen müßt.
Die TÄ in meiner Umgebung bieten alle auch Termine gegen Vereinbarung an. Schließlich bringt es ja nichts, wenn die Patienten schon vor der Untersuchung durchdrehen und der Blutdruck von Patient und Menschen gefährlich angestiegen ansteigt.

wie lange ist der Labi schon bei euch

Versuch es einmal mit einer Hundebox. Am Anfang versperrt, hält sie den Hund von den Besuchern ab und mit der Zeit wird sie (die Box) ein geschütztes Rückzugsgebiet für ihn.

lg Feline

NiTeWaLkEriN
16.03.2012, 14:39
Zum TA Problem würde ich auch fragen ob er dich vl ganz am Schluss drannehmen kann wenn kein Hund mehr da ist wenn du Angst vor der Situation hast.
Ansonsten würde ich ihn einfach Konsequent ins Sitz bringen und ihm deutlich machen das er jetzt da sitzen muss und nicht da ist um auszuzucken - da müsste man aber dabei sein um zu sehen wie man den Hund dazu bekommt.

Bei Besuch:
Kennt der Hund ein Kommando bei dem er auf seinem Platz bleiben muss? Wahrscheinlich noch nicht, also ist es sinnlos ihm ein Kommando zu geben wenn Besuch kommt wenn er es noch nicht ohne Ablenkung kann.
Bringe ihm bei auf seiner Decke zu liegen wenn alles ruhig ist und keine Ablenkung herrscht - erst dann kannst du es unter Ablenkung verlangen.
In der Zwischenzeit würde ich ihn weiterhin an der Leine lassen wenn Besuch kommt, NICHT ableinen wenn er ruhig ist und du trotzdem weisst das er aufdreht wenn er frei ist. Lieber wenn er ruhig ist wortlos ein Leckerlie zwischen die Beine werfen und fertig. Falls du es trotzdem versuchst und er dreht wieder auf Lein ihn einfach wieder an und behalte ihn bei dir.
Die Besucher sollten ihn aber auch nicht ansprechen/locken o.ä. wenn du Ruhe von ihm verlangst. (Man neigt ja immer dazu zu sagen wie schön/lieb der Hund ist :) )
Die Situation mit den Besuchern kann sich auch von selbst noch entspannen da du ja schreibst ihr habt den Hund noch nicht lang, es dauert sicher ein bisschen bis er sich eingelebt hat.

Bzgl. der unverträglichkeit suchst du dir am besten andere Hunde die sich ruhig verhalten und gehst mit denen "Spazieren" also einfach auf Abstand bleiben und nur ruhig an der Leine gehen damit dein Hund lernt die Anwesenheit von anderen Hunden zu akzeptieren. Er muss keinen Kontakt aufnehmen soll aber lernen ruhig zu bleiben. Wenn er interesse hat kannst du mit ihm Spielen oder Übungen mit Futterbestätigung während der anwesenheit üben damit er das ganze positiv empfindet - aber Achtung nur wenn er sich ruhig verhält und nicht nur Ablenken.
Das ganze braucht natürlich viel Zeit und Geduld. Erst wirst du gefühlte 500m hinter einem anderen Hund hergehen ohne das dein Hund ausrastet aber du wirst sehen wenn du dran bleibst wirst du die Distanz schnell verringern können und im idealfall irgendwann nebenhergehen können und einen ruhigen Hund haben.
Vl findest du hier im Forum Leute die du begleiten kannst, woher bist du denn?

Viel Spass und Erfolg beim Training!

Labrador&Herrl
16.03.2012, 14:57
Danke für eure Antworten.

Also wir haben den Hund jetzt ca seit zwei Monaten und sein verhalten ist Standard. Das ist uns nicht neu, das wussten wir schon vorher. Er ist einfach so. Also nicht nur jetzt weil er bei uns ist.

Viel über seine vorgeschichte weiss ich nicht. Ich weiss nur das er nicht schlecht behandelt wurde. Er diente einfach vorwiegend nur als Bettwärmer glaube ich. Hatte den ganzen tag halt kaum was zu tun. Kam nicht wirklich raus.

Er liebt alle Menschen und Kinder. Er freut sich glaub ich auch über menschen die auf der anderen Straßenseite gehen :cool: .

Das mit dem Knie wusst ich nicht so, dass das nicht so gut ist. Bei mir hats geholfen auch ohne das ich ihm mit meinem Knie berühren muss. Ist nicht so leicht zu beschreiben. Es irritiert ihn einfach und er lässt das springen dann bleiben. Er setzt zwar noch einige male an dazu, aber bei mir zumindest hat er ganz damit aufgehört. Werd mir da alternativen einfallen lassen. Die sache mit etwas wegwerfen was er holen muss klingt gut. Sachen herumtragen liebt er, sie herzugeben aber nicht.

Warum er keine hunde mag, bzw warum er so reagiert weiss ich nicht wirklich. Meine Theorie ist einfach, dass man den Hund konflikte selbst lösen liess. "Die machen sich das schon aus". Mir wurde z.B von den Vorbesitzern erzählt, sie waren früher immer ganz lange auf der Hundewiese um ihn auszulasten. Und da hatte er immer viel mit seinen Hundekumepls gespielt und einmal war da eben ein hund von dem er als Welpe massiv gehetzt wurde. Der Hund hatte total die panik und geschrien wie am Spiess. Die Leute haben dann halt beobachtet, dass es ab dann schlechter wurde mit der verträglichkeit gegen andere Hunde...

Bis jetzt hab ich mich noch nicht getraut, zu "probieren" ob nicht doch irgendeine "Gruppe" von Hund in ordnung ist. Bei manchen Hunden ist es ja so, die einen mögen keine Rüden die anderen wieder nur kastrierte usw. Von daher weiss ich auch nicht ob er weibchen mag.

Er hatte bis wir ihn übernommen haben zwei hundefreunde, wurde mir gesagt. Der eine ist schon gestorben. Der andere ein älterer Hund. Beides kleine Hunde (kastrierte Rüden) die er schon seit er ein Welpe war kennt.

Ja den hund nicht gleich zu überfordern ist eh klar. Hat mir auch mein Trainer gesagt, dass er sich mal einleben sollte usw. Aber so alltägliche Sachen wie besuche empfangen usw muss ich doch jetzt schon in Angriff nehmen.

Er ist in der Wohnung eh so unkompliziert. Er nimmt die Dinge hin wie sie eben sind, er bleibt alleine ohne zu murren usw und ist drinnen total brav.

Wegen Tierarzt: Auto haben wir keines. Aber wir könnten zu zweit gehen und einer wartet halt dann abseits mit dem Hund draussen. Das würde gehen soweit hab ich noch nicht gedacht. Ich hatte eh vor beim Tierarzt anzurufen und die Situation zu schildern. Es ist halt nicht so leicht mit "so einem Hund".

Ja wir weichen eh schon aus wenn wir hunde sehen. Ich wechsel die Straßenseite, latsche quer über die wiese damit wir nicht direkt neben einen Hund vorbei müssen. Mit der Methode fahren wir ganz gut und ich komm auch selbst schon ganz gut damit klar. Anfangs war das nicht so leicht ruhig zu bleiben und ohne selbst stress zu bekommen wenn man einen Hund nur sieht. Jetzt geht das. Da beginnt er nur noch maximal zu winseln wenn der hund weit genug weg ist. Kreuzt doch mal einer direkt unseren weg, was nur noch selten vorkommt dann passiert das was ich oben schon beschrieben habe, bellen keiffen, sich aufführen und ziehen, nach vorne preschen usw. Da weiss ich mir dann nicht anders zu helfen als den hund kurz zu nehmen und ohne worte schnell weiter zu gehen. "nein, aus, was weiss ich was" zu sagen/brüllen bringt ja nix, weil er mich da sowieso nicht wahrnimmt. Zum Auslasten gehen wir halt irgendwo hin wo bekanntlich nichts los ist. an der schleppleine damit er ein bisschen laufen kann. Das taugt ihm total, so ganz ausgelassen zu spielen und laufen, leckerchen suchen, ein bisschen trainieren, usw. Was wir halt im alltag zwar auch machen aber da immer beim training wachsam sein müssen.

Schon wieder zu viel geschrieben. Das tut gut, sich auch mal mit leuten zu unterhalten die mich verstehen.

Andrea J
16.03.2012, 15:17
:) hört sich ja gar nicht schlecht an....

wenn er Sachen nicht gerne hergibt, dann tausch mit ihm...ich machs bei meine halt schon vom Welpen an, dann ist es einfacher, aber du kannst ihm das sicher auch lernen..

im Wohnzimmer hinsetzen..Spielzeug geben..halten lassen...abnehmen und fürs auslassen belohnen...erst wenn das gut klappt kommt werfen dazu :)..wenn das gut funktioniert, kann man es weiter ausbauen um ihm einen Ersatz fürs Anspringen zu zeigen...

Andrea J
16.03.2012, 15:19
noch was zu anderen Hunden...eine Gruppe wird vermutlich zuviel für ihn sein, besser ist es mal einzeln zu schauen, eine nette Hündin z.B. und mit der mal eine Runde spazieren zu gehen, beide an der Leine mit ein bissl Abstand am Anfang und dann halt schauen, wies geht...zuviele Hunde sind häufig nicht so gut...besonders wenn er eher unsicher ist

hab gerade gesehen das Nitewalkerin eh schon geschrieben hat, wie es gehen könnte :)

Labrador&Herrl
16.03.2012, 15:40
Ja das mit tauschen könnt ich hinbekommen. Müsste ihn dafür aber anleinen weil er mit den Dingen die er bekommt abhaut. Er lässt mich nicht danach greifen, dreht seinen Kopf weg usw. Bei einem Ball ist es z.B ganz schlimm wenn ihn dieser aus dem Maul fällt und ich ihn aufheben will, würde er auch nach mir schnappen, glaube ich. Sicher nicht mit dem Vorsatz, aber da sieht er dann nur noch Balli und sonst nix mehr. Balli ist jetzt auf jeden fall verbannt.

Seine Stoffviecher die er mindestens genauso gern hat lässt er mich aber nehmen wenn sie herumliegen usw. Nur wenn er sie im Maul hat nicht.

Aber das mit tauschen ist gar nicht so blöd falls er mal irgendwas erwischt was nicht für ihn gedacht ist möcht ich nicht erst fangen spielen müssen um das Objekt zu bekommen.

EDIT: das mit anderen Hunden, ja müsst ich einmal versuchen, leute mit wesensfesten Hunden zu finden, damit meiner sieht das Hunde gar nicht so schlimm sind.

Das alles wird sicher ein langer weg werden und viele Dinge werden vielleicht maximal besser aber nicht verschwinden.. Momentan kann ich mir z.B gar nicht vorstellen dass er jemals mit einem Hund spielen würde. Ich glaube die Chancen dass das passiert sind auch nicht soo hoch. Aber vielleicht kann er ja umlernen damit wir auch einmal ganz entspannt durch die gegend maschieren können.

Andrea J
16.03.2012, 15:46
spielen mit anderen Hunden muss er ja nicht unbedingt, wenn er akzeptiert das die vorbei gehen, ohne das er durchdreht, hast du schon viel erreicht :) und der Hund wieder ein Stück Lebensqualität zurück bekommen..

Das mit dem Tauschen fest üben, wird mit der Zeit immer besser werden:)

hutzl
16.03.2012, 17:26
EDIT: das mit anderen Hunden, ja müsst ich einmal versuchen, leute mit wesensfesten Hunden zu finden, damit meiner sieht das Hunde gar nicht so schlimm sind.
KANN, muss aber nicht helfen - bei meinem Rüden hats bisher nichts gebracht. Wir spielen halt mit Maulkorb und wenn wir den Hund gut kennen, dann auch ohne.

Wenn es bei uns läutet, springt leo mal auf und wufft. Dann gehe ICH zur tür und leo muss PLATZ machen (was nicht immer klappt). Nachdem ich den Besuch begrüsst habe, darf leo auch :) wir haben das vom 1.tag an so gemacht und es klappt zu 99%.
An anderen Hunden vorbeigehen: leo wird kurz genommen, muss FUSS gehen und ich versuche ruhig, aber schnell vorbeigehen - wichtig: du musst immer zwischen den hunden sein, also den hund auf die richtige Seite nehmen - ganz praktisch finde ich da, dass man dem hund lernt, beiseitig fuss zu gehen. meistens ist es LINKS (weil man rechts türen öffnet, hand schüttelt....).

Wichtig ist einfach, GEDULD und KONSEQUENZ und LIEBE - die schritte sind klein und manchmal macht man auch Rückschritte - dafür freut man sich aber doppelt, wenns klappt!

Das wird schon, alles Liebe
claudia

poekelmaus
17.03.2012, 16:44
Da hast Du ja viele Baustellen auf einmal, aber ich finde es toll, daß Du so dran arbeitest und dem Hund eine Chance gibst.

Das kleinste Problem sehe ich beim TA, ich würde anrufen und einen Termin vor od. nach der Praxiszeit vereinbaren, erkläre dem TA die Situation, sieht er das nicht ein, dann kannst ihn eh vergessen, sorry, aber so ist es.
Und er wird nicht der einzige TA in der Gegend sein.

An den anderen Problemen kann man arbeiten, aber das ist sicher ein langer Weg der viel Geduld und viel Konsequenz erfordert.
Ich persönlich würde meinen dass eine gute Hundeschule die auch Einzelstunden anbietet, sicher die beste Lösung wäre. Die können Dir auch bei den Alltagsproblemen, wie z.B. Verhalten bei Besuch, fachlich am besten weiter helfen.
Grundsätzlich kann man aus der Ferne nicht viel sagen, ich persönlich denke, daß er nicht viel kennen gelernt hat, dadurch enorm unsicher ist und das Erlebnis das er als Welpe hatte, auch nicht förderlich war.
Man kann nicht aus jedem unverträglichen Hund einen verträglichen Hund machen, muss ja auch nicht sein, aber man kann ihn durch Training soweit hin bekommen, daß man es als Mensch im Griff hat und keine Probleme bei Hundebegegnungen hat.

Aber auch hier muss sich ein Trainer die Situation genau ansehen, muss dabei sein und Dich unterstützen.
Bis es soweit ist, sichere ihn auf alle Fälle mit Beisskorb, auch wenn er ihn nicht mag, sonst bist Du noch unsicherer und passieren kann dann auch nichts.
Ich würde nicht alleine, ohne Trainerhilfe, mit Hundebegegnungen anfangen, da kann man viel falsch machen, wenn man kein Profi ist.
Kopf hoch, das wird schon werden, nur Geduld und Spucke und wirklich gute professionelle Hilfe holen!
LG Ingrid

NiTeWaLkEriN
17.03.2012, 18:58
Du kannst ja einen eigenen beitrag erstellen, vl findest du hier hundeleute aus deiner Umgebung fürs Training :)

Lg