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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "clickersüchtig" im negativen Sinn



sumsum
09.11.2011, 14:58
Hallo liebe Clicker-Erfahrenen,

Ich interessiere mich sehr fürs Clickertraining und möchte ganz gern mit meinem Wuff anfangen, weil man hier viel gezielter bestätigen kann.

Man hört, dass die Hunde mit viel Begeisterung bei der Sache sind und sich hier ungeahnte Möglichkeiten bieten, was man so alles gemeinsam erarbeiten kann.

Ich bringe meinem Hund mittels "Click" ein bestimmtes Verhalten bei, führe ein Wort dafür ein, übe an verschiedenen Orten, unter Ablenkung usw..... und schleiche dann den "Click" langsam aus. (Gehe auf andere Belohnung über)

Der Hund stellt sich auf diese Trainingsart ein. Er weiß: "Click"=gut=Leckerli. Er hat Spaß am Lernen (arbeiten=Erfolg).


Nun meine Fragen und Gedanken dazu:


- Der Hund wird durchs Clickern ja geistig wachgerüttelt und der "Click" ist für ihn was ganz Tolles. Muß man nun ein Leben lang clickern, damit er glücklich und geistig ausgelastet ist:confused: Will er immer mehr und mehr (bitte nicht falsch verstehen - ich arbeite gern mit meinem Hund)


- Ist der Hund ständig in Erwartungshaltung, ob der ersehnte "Click" kommt?:rolleyes:(auch wenn nicht trainiert wird)

- kann der Hund "clickersüchtig" im negativen Sinn werden?:(


Eure Erfahrungen würden mich sehr interessieren

Futterknecht
09.11.2011, 15:10
- Der Hund wird durchs Clickern ja geistig wachgerüttelt und der "Click" ist für ihn was ganz Tolles. Muß man nun ein Leben lang clickern, damit er glücklich und geistig ausgelastet ist:confused: Will er immer mehr und mehr (bitte nicht falsch verstehen - ich arbeite gern mit meinem Hund)


- Ist der Hund ständig in Erwartungshaltung, ob der ersehnte "Click" kommt?:rolleyes:(auch wenn nicht trainiert wird)

- kann der Hund "clickersüchtig" im negativen Sinn werden?:(


*hihi* ich war genauso naiv wie du anfangs und dachte, da "züchte" ich mir einen verfressenen Hund daher :D

Klar, der Hund lernt erstmals, dass dem Click ein Leckerli folgt - das sollte ein Versprechen sein, das nicht gebrochen wird, sonst geht der Sinn der ursprünglichen Sache verloren.

Der Vorteil besteht darin, dass sich der Click immer gleich anhört und der Hund weiß "aaaaah, jetzt hab ich was richtig gemacht". Dann überlegt der Hund, was könnte es denn sein? was hab ich denn eben gemacht, was zum Click geführt hat?
Das ist das selbstständige Denken.

Aber klar, seien wir uns ehrlich, man braucht keinen Clicker dazu, man kann auch ein Markerwort verwenden. ZB sagst du dann immer "feiiiiin" und der Hund verknüpft dann auch, "feiiin" heißt ich hab was richtig gemacht und bekomm meine Belohnung.

Und nur, weil du zum Erlernen den Clicker verwendest, heißt es nicht, dass du den dann auf immer und ewig bei dir haben musst :D

Ich persönlich trainiere einfach gerne mit Clicker, weil ich dann punktgenau bestätigen kann (zB die korrekte Fußposition, etc) bis ich mein "feiiiiin" ausgesprochen habe, hätte ich schon 5 Mal clickern können.

Später, wenn das sitzt, was du dir erklickert hast, soll der Hund das alles auch ohne Leckerli können, also heißt es, den Clicker abzubauen. Das geht allerdings nur, indem du einfach nicht klickst - fertig.

Du kannst ihm das Leckerli ja auch ohne Clicker geben oder bestätigst den Hund lediglich verbal.

...

Stell dir vor, du lernst deinem Hund ohne Clicker das "Sitz". Ganz normal, wie mans eben macht und gibst ihm ein Leckerli. Später muss er das alles ohne Leckerli auch können und DU hast kein Problem damit, das Leckerli abzubauen. So darfst du auch kein Problem damit haben, den Clicker abzubauen ;)

...

Wenn ich mit meiner Hündin auf den Platz gehe und ich hab den Clicker mit dabei und beclickere sie mal für was ganz leichtes, dann hat sie natürlich eine Erwartungshaltung - sei es vom Clicker her, oder von der Tatsache, dass ich mich jetzt mit ihr beschäftige...

Dann musst du dir überlegen, WAS genau clickerst du. Die korrekte Fußposition? Dann clickst du nur, wenn der Hund korrekt Fuß geht. Willst du, dass dich der Hund beim ersten Schritt ansieht, dann clickst du auch nur das!

- ganz wichtig - Falsches wird einfach ignoriert! Es gibt kein NEIN oder dergleichen - die Übung beginnt einfach von vorne - va beim Erlernen von was Neuem.

Und clickersüchtig wird der Hund sicher nicht, aber wenn du einen verfressenen Hund hast und du trainierst einen neuen Trick ein und kommst mit Clicker und einer Schale Käsestückerl daher, dann kanns schon sein, dass dein Hund vor Freude austickt und dir gleich mal alle bekannten Tricks vorführt, in der Hoffnung, es gibt den Click :rolleyes::D

So, hoffe, ich bin auf all deine Fragen eingegangen und hab dir mit meinen Erfahrungen helfen können. Wenn du noch weitere Fragen hast - nur zu! Aber vergiss halt nicht, jeder ist etwas anders, jeder hat andere Erfahrungen, jeder clickert anders, etc ...

Isetta
09.11.2011, 16:14
@Futterknecht: vielen Dank, das hast Du ganz wunderschön erklärt :)

Tipsy
09.11.2011, 16:24
Seh das auch ähnlich wie @Futterknecht.

Grundsätzlich können manche Hunde schon regelrecht süchtig werden.....aber diese Gefahr seh ich vor allem beim Free Shaping und vor allem dann, wenn es kein Beginn- und Schlusswort gibt.
Weil dann fordert der Hund zum Schluss ständig und probiert ständig aus.
Kommt natürlich auch hier auf den jeweiligen Hund an, die Gefahr ist aber offenbar stärker, je früher man mit dem Hund mit dem Clickern beginnt.

Ich hab bei meinem Großen damals eigentlich zu Clickern begonnen, weil er absolut durchgeknallt ist, wenn er Futter (und zum Teil auch Spielzeug) gesehen/gerochen hat.
Mehr oder weniger zum Zwischenschalten.
Hat super funktioniert.
Und mittlerweile schätze ich den Clicker sehr - wobei ich ihn aber auch nicht ständig in Verwendung hab.

sumsum
09.11.2011, 18:11
@Futterknecht

Naja, das Markerwort müßte man ja anfänglich genauso konditionieren, wie den Clicker, wenn es die gleiche starke Wirkung haben soll. Und man müßte es dann auch immer mit der gleichen Tonlage, Stärke, Emotion...sagen. Das fällt mir sicher schwer, wenn ich mich gerade freu, wenn etwas Schwieriges gut gelingt.:rolleyes:

Außerdem ist für den Hund ein Geräusch glaub ich außergewöhnlicher, als ein Wort.


Ansonsten vielen Dank für deinen Beitrag.:)


@Tipsy

Das mit dem Beginn- und Schlusswort ist eine gute Idee:)

Futterknecht
09.11.2011, 18:30
Nein, sehe ich etwas anders...

Wenn ich verbal lobe, dann weiß mein Hund genau, dass DAS jetzt gerade Richtig war. Es muss nicht immer gleich sein, nicht gleich lauten, die Stimmlage, etc... klar, es sollte freudig und ermunternd klingen *gg*

Für mich besteht der einzige Unterschied darin, dass nach dem Clicker definitiv ein Leckerli kommt, während das Wort nicht zwingend zu einer weiteren Belohnung führt.

Möchte man das Markerwort als Clicker verwenden, sollte man natürlich immer das selbe Wort verwenden, aber Hunde sind nicht blöd, sie werden mit der Zeit auch die verschiedenen Stimmungen und Stimmlagen mit dem selben Wort verknüpfen und dann klappt es auch mit dem Markerwort.
Mir ist es zu umständlich, weil ich eben auch sonst verbal lobe und dann sicher auch mit der Zeit mal das Markerwort verwenden würde, wo ich sonst nicht den Clicker nehm :D

...

ein Beginn- und Schlusswort gibts bei uns nicht. Weil der Clicker nicht das Training bestimmt.
Ich kann auch ohne Clicker trainieren mit Leckerlis & Co.

Wenn ich auf dem Platz trainiere und das Hunderl herhol, gehen wir erst mal Pipi machen (sie ist sowieso eine Stresspinklerin) - also eher der Hund, weniger ich - wo sie auch noch etwas rumfetzen darf und dann hol ich sie her und wir fangen mit Kleinigkeiten an, wobei sie mir sowieso dann schon die Grundstellung anbietet.

Dieses Ritual ist unser allgemeiner Anfang vom Training, welches ich auch vor dem Turnier habe. Wenn dann die Prüfung startet, gebe ich einfach den Clicker aus der Hand und los gehts.

Ende ist dann, wenn ich meinen Hund ablege, in die Box gebe, etc. Wenn ich Pause mach, dann hat sie sich hinzulegen und zu warten.
Das muss man einem Hund auch beibringen, dass jetzt Funkstille ist. Wenn niemand auf dem Platz ist, darf sie als Belohnung auch schon mal rumfetzen (ja, sie kann sehr wohl unterscheiden zw. ich darf und ich darf nicht *g*).

Für mich persönlich ist der Clicker kein Instrument, das das Training bestimmt. Es hilft, mehr schon nicht. Es würde aber mein Training nicht ändern, wenn ich keinen Clicker dabei hab.

Ohne Clicker kann ich genauso Gassi gehen, UO trainieren, Agi trainieren, ausreiten gehen, etc ...

Lediglich Tricks erlerne ich ihr IMMER mit Clicker, einfach, weils einfacher MIT ist :D

Gelöscht_39
09.11.2011, 20:53
Was ich so schön am Klicker finde, ist dass es keine Strafe gibt, es gibt nur positive Bestärkung. Und es liegt am Hund, sich sein Leckerlie zu verdienen. Ich kenne das Klicken auch einfach als Ersatz fürs Loben, weil es genauer ist. Aber da geht es weniger ums Shapen, es gibt auch ein Nein oder auch Zeitdruck und den Befehl vorher. Funktioniert immer noch besser, als so manches Wort, aber ist mit dem "wirklichen" Klickern nicht vergleichbar.
Hunde werden durchs Klickern übrigens auch frustrationstoleranter und dadurch ruhiger. Außerdem habe ich gute Erfahrungen mit dem Klicker bei Verhaltensauffälligkeiten gemacht. Der gut konditionierte Klick wird auch gehört, wenn der Hund sich aufführt wie ein Berserker und kann zum desensibilisieren verwendet werden.

Was ich am Klickern etwas mühsam finde, ist dass ich das Ding oft vergesse. Außerdem ist mein Timing oft recht schlecht.

Sehr empfehlenswert: Martin Pietralla, er hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und natürlich Karin Prior, sie hat es schließlich erfunden.

Taz
10.11.2011, 14:53
ein Beginn- und Schlusswort gibts bei uns nicht. Weil der Clicker nicht das Training bestimmt.
Die Idee des Beginn bzw. Schlußworts ist aber unabhängig vom Klicker. Das kann bei jder Trainingsmethode angewandt werden.


Dieses Ritual ist unser allgemeiner Anfang vom Training, welches ich auch vor dem Turnier habe. Wenn dann die Prüfung startet, gebe ich einfach den Clicker aus der Hand und los gehts.

Ende ist dann, wenn ich meinen Hund ablege, in die Box gebe, etc. Wenn ich Pause mach, dann hat sie sich hinzulegen und zu warten.
Im Grunde ist das ähnlich der Idee des Beginn/Schlußworts - es geht ja nur darum, dass der Hund weiß: jetzt brauch ich gar nichts anbieten -> ich krieg sowieso keinen Klick dafür. (ich machs übrigens auch mit Ritual; nach dem Training sag ich Schluß und ignorier die Hunde - am Anfang haben sie natürlich trotzdem noch probiert, aber sie haben bald gelernt, dass das sinnlos ist. Beim freeshaping in der Wohnung verwende ich auch immer den selben Teppich - das gehört auch zum Ritual)


@te: deine Frage ist in jedem Fall berechtigt. Im Grunde gilt aber für jedes Training mit jeder Methode: Der Hund muss wissen wann Schluß ist, damit er zur Ruhe kommen kann :)

Futterknecht
10.11.2011, 15:05
Die Idee des Beginn bzw. Schlußworts ist aber unabhängig vom Klicker. Das kann bei jder Trainingsmethode angewandt werden.

genau darum ging es mir, dass wir kein Beginn- oder Schlusswort zum Clickern eingeführt haben, sondern lediglich ein Ritual, das dem Hund zeigt "so, jetzt haben wir gemeinsam Spaß, jetzt dreht sich alles um dich" und was anderes sollte ein Training eigentlich nicht sein - Spaß - für Hund und Herrl :o

Das bezieht sich jetzt bei mir aber aufs reine UO-Training. Beim Agi-Training sieht unser Ritual ganz anders aus und zum Tricks erlernen sowieso auch...

Gibt sogar Leute, die haben für JEDE einzelne Übung zB in Obedience Rituale, damit der Hund schon von Anfang an weiß, was von ihm gleich erwartet wird. Grundsätzlich eine gute Idee, hab ich bisher nur beim Identifizieren eingeführt...

Taz
10.11.2011, 15:19
genau darum ging es mir, dass wir kein Beginn- oder Schlusswort zum Clickern eingeführt haben, sondern lediglich ein Ritual, das dem Hund zeigt "so, jetzt haben wir gemeinsam Spaß, jetzt dreht sich alles um dich" und was anderes sollte ein Training eigentlich nicht sein - Spaß - für Hund und Herrl :o

Das bezieht sich jetzt bei mir aber aufs reine UO-Training. Beim Agi-Training sieht unser Ritual ganz anders aus und zum Tricks erlernen sowieso auch...

Gibt sogar Leute, die haben für JEDE einzelne Übung zB in Obedience Rituale, damit der Hund schon von Anfang an weiß, was von ihm gleich erwartet wird. Grundsätzlich eine gute Idee, hab ich bisher nur beim Identifizieren eingeführt...
verstehe - sorry :o
Letzters find ich halt seltsam, weil ich eigentlich will, dass für den Hund eben nicht vorhersehbar ist was gleich kommen wird. Das nimmt ja jede Spannung aus dem Training...aber das ist wohl geschmackssache!

Ich hatte es jetzt nur auf clickern bezogen. Beim Agi und bei der UO hab ich eigentlich kein bewusstes Ritual. DIe Starthürde bzw. das erste "Fuß" gibt meisten das Zeichen für den Beginn :D

Tipsy
10.11.2011, 15:30
Bei mir gibt´s auch kein Anfangs- und Schlußwort. Allerdings mach ich kaum das freie Formen.
Für´s Shapen find ich das mit den Beginn und Ende nicht schlecht, eben damit der Hund nicht lernt/glaubt ständig fordern zu können/dürfen.

Damit man den Clicker nicht vergisst, gibt´s ein einfaches Mittel....einfach in jede Jacke einen einstecken....:D

Futterknecht
10.11.2011, 15:54
Ich hatte es jetzt nur auf clickern bezogen. Beim Agi und bei der UO hab ich eigentlich kein bewusstes Ritual. DIe Starthürde bzw. das erste "Fuß" gibt meisten das Zeichen für den Beginn :D

naja, bis ich meinen Hund zur Starthürde führen kann oder das erste Fuß verlangen kann, dauerts.

Bei einem Kaltstart hab ich einen Hund, der mir die Grundstellung anbietet, wenn da nicht sofort was kommt, ich nix sage, dann bietet sie mir alles an, was sie kann :D
und bei Agi siehts dann so aus, dass sie hinstartet zu mir und mich mit allen 4 Beinen anspringt...
also wir haben die Kaltstarts hinter uns gelassen ;)

Da sie da ja meist frisch aus dem Auto raus oder der Box kommt, kann man sie erst einmal vergessen :D soooo überdreht und "juhuuuu" und das führt wieder zu "ich muss pinkeln" (muss sie immer, wenn sie Stress hat) und durch das Ritual stimme ich sie einfach auf das Bevorstehende ein. Erstens wird der erste Stress abgebaut, indem sie mal laufen darf und sich löst und dann weiß sie einfach, was jetzt kommt. Kann sein, dass ichs mir nur einbilde, aber ich für mich finde, dass dann alles etwas besser klappt :o

Freeshapen machen wir eigentlich nur mehr bei Tricks. Los gehts, wenn die Schüssel und der Clicker kommen, beendet wirds, wenn ich beides wegräume... kann man wohl wieder als Ritual sehen.

Taz
10.11.2011, 16:01
und bei Agi siehts dann so aus, dass sie hinstartet zu mir und mich mit allen 4 Beinen anspringt...


hahaha....ich habe einen Mudi - egal was ich mache: es wird immer notwendig sein mich mit allen 4 Pfoten anzuspringen und mich aufs rüpelhafteste zu beschleunigen!
Sie bleibt super brav beim Start sitzen, aber der Weg zur Starthürde ist entweder von Tragen oder schmerzahaftem ignorieren des Mudiverhaltens geprägt :D:p
Buki weiß am Hupla natürlich, dass wir uns auf "Arbeitsgrund" befinden und dort will sie auch arbeiten und das will sie mit ihrem kleinen sturen Kopf auch durchsetzen.
Wenn ich eine halbe Sekunde nicht aufpasse kann ich sicher sein, dass sie eine Zone macht wenn ich wieder hinsehe.
Eigentlich ist der Platz an sich das "on"-signal...Problem ist nur, dass der Mudi einen Gendefekt hat, der das Ausschalten unmöglich macht....das hilft nur noch anleinen und vom PLatz gehen :D

Futterknecht
10.11.2011, 16:18
du, da bin ich ja froh den kleinen Pinscher zu haben, soooo intensiv wie ein Mudi fordert sie weder die UO, noch das Agi ein :D sie fordert dafür täglich ihre 10 km Bewegung ein :rolleyes: einen Tag daheim hält man noch aus, aber dann wirds anstrengend :o und ein Garten ersetzt rein gaaaaar nix (falls man sowas mal gehört bekommt...)

wenn ich beim Agi eine halbe Sekunde nicht hinschau, sucht sie sich entweder gerade ein tolles Plätzchen zum Pinkeln (was jetzt gerade, wo sie läufig ist, in der Wahrscheinlichkeit erst recht steigt), oder sie läuft zu einem Zonengerät (die machen ja soooo viel Spaß) und hockt dann unten auf der Zone und wartet aufs Leckerli, oder springt mich eben mit allen 4 Beinen an und sagt "hallo, DAAA bin ich, nicht dort drüben!"
:D

Taz
10.11.2011, 17:08
du, da bin ich ja froh den kleinen Pinscher zu haben, soooo intensiv wie ein Mudi fordert sie weder die UO, noch das Agi ein :D bist du sicher??? Weil das:

oder sie läuft zu einem Zonengerät (die machen ja soooo viel Spaß) und hockt dann unten auf der Zone und wartet aufs Leckerli, oder springt mich eben mit allen 4 Beinen an und sagt "hallo, DAAA bin ich, nicht dort drüben!"
:D
kommt mir sehr bekannt vor! :D Außer vielleicht, dass sie ignoriert zu werden zornig macht und sich zum springen noch quieken und am Ärmel hängen gesellt. Wer auch immer die Ignoriermethode erfunden hat hatte mit Sicherheit keinen Mudi!
Bei der UO ist sie eigentlich recht ruhig (schön schnell aber nicht zuu aufgedreht). Agi fordert sie schon....bremsen macht sie übrigens auch zornig :D

Futterknecht
10.11.2011, 17:13
Ja, bin mir sicher keinen Mudi zu haben - zornig wird sie nämlich nie :D

Taz
10.11.2011, 17:18
Ja, bin mir sicher keinen Mudi zu haben - zornig wird sie nämlich nie :D
Macht ja nichts - ich bin sicher dein Öpi-mädl ist trotzdem nicht fad :p
Im Ernst: manchmal ist es anstrengend aber ich liebe mein power-zornbinkerl:D

arakis
11.11.2011, 00:01
für uns war der clicker genau das richtige, allerdings habe ich ohnehin einen ruhigen arbeiter.
die futtergier hat der einsatz des clickers sogar verringert, er stiert nicht auf die leckerliehand oder bedrängt mich deswegen.
ein anfangs- und (ein anderes) schlusswort zur kennzeichnung der trainingseinheiten und shapingübungen verschaffen vor allem anfangs eine für den hund sichere atmosphäre.
übungseinheiten werden grundsätzlich positiv abgeschlossen, er muss danach nicht auf seinen platz oder so, sondern hat "freizeit".
ich (zungen-)clickere auch am spaziergang oder im alltag besonders erfolgreiche bestandsübungen oder extrafeines verhalten. zu exzessives anbieten seinerseits wird einfach ignoriert. der hund checkt eh, ob du gerade in arbeitsstimmung bist oder nicht.
mein hund muss häufig gleichzeitig mit den beiden katzen üben, die lernmäßig keine besondere leuchten sind, aber trotzdem mit erstaunlicher begeisterung mittrainieren. sowohl der hund als auch die katzen haben gelernt abzuchecken, wer gerade dran ist und dass stören keine vorteile bringt.
neben herumschwanzeln etc ignoriere ich einfach, bedrängen oder den gerade aktiven kanditaten stören führt zu einem kommando für ein ersatzverhalten während der wartezeit (zb. sitz, platz).

Milena
12.11.2011, 18:47
Glaubt ihr, ist der Clicker das richtige Mittel um meinem Aussie-Welpen (4 und 1/2 Monate), das Bellen abzugewöhnen? Er bellt nämlich an Orten, wo es ihm einfach zu langweilig wird (Kaffeehaus, Straßenbahn, in der Hundeschule-wenn er nicht Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen darf).

Ich dachte daran ihm ein Signalwort fürs ruhig sein beizubringen, was mit dem Clicker sicher kein Problem ist - die Befürchtung ist nur, dass er dann weiß "zuerst bellen, dann still sein = Leckerli" und danach das Verhalten vielleicht öfter zeigen könnte!?! :confused:

Lernen Hunde solche "Kettenreaktionen" (ich mache was Verbotenes um nach Beendigung dafür gelobt zu werden) generell sehr leicht??

Andrea J
12.11.2011, 21:14
Man kann einen Hund zum Balljunkie machen, oder auch zum Clickerjunkie oder zum Futterjunkie...es kommt darauf an, wie man mit solchen Sachen umgeht :)

Gelöscht_39
13.11.2011, 22:18
Glaubt ihr, ist der Clicker das richtige Mittel um meinem Aussie-Welpen (4 und 1/2 Monate), das Bellen abzugewöhnen? Er bellt nämlich an Orten, wo es ihm einfach zu langweilig wird (Kaffeehaus, Straßenbahn, in der Hundeschule-wenn er nicht Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen darf).

Ich dachte daran ihm ein Signalwort fürs ruhig sein beizubringen, was mit dem Clicker sicher kein Problem ist - die Befürchtung ist nur, dass er dann weiß "zuerst bellen, dann still sein = Leckerli" und danach das Verhalten vielleicht öfter zeigen könnte!?! :confused:

Lernen Hunde solche "Kettenreaktionen" (ich mache was Verbotenes um nach Beendigung dafür gelobt zu werden) generell sehr leicht??

Karin Prior hat in ihrem letzten Buch ein Beispiel zum Thema Bellen gebracht. Sie klickerte das Bellen und belohnt es, dann auch das nicht bellen. Ziel ist, dem Hund zu "erklären", was gewünscht ist. Außerdem gibt es die Signalkontrolle: dabei soll der Hund lernen, etwas ohne Befehl gar nicht mehr zu machen. Habe ich aber noch nie erlebt.

Hunde denken glaube ich nicht in verbotenes machen - erlaubtes machen, sondern wenn ich das mache und dann das, bekomme ich ein Leckerchen. Und das lernen sie sehr schnell. Wenn ich meinen Hunden kein Leckerchen gebe, wenn sie am Zaun nicht bellen, laufen sie hin, bellen 1x und kommen wieder.
Aber eigentlich bestätigen wir Menschen nur meistens das falsche. Wenn du genau schaust, reagieren wir meist zu spät. Ich habe lange gebraucht, bis ich so schnell bestätigen konnte, dass die Hunde gemerkt haben, was ich von ihnen will.

Tipsy
14.11.2011, 08:36
Glaubt ihr, ist der Clicker das richtige Mittel um meinem Aussie-Welpen (4 und 1/2 Monate), das Bellen abzugewöhnen? Er bellt nämlich an Orten, wo es ihm einfach zu langweilig wird (Kaffeehaus, Straßenbahn, in der Hundeschule-wenn er nicht Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen darf).

Ich dachte daran ihm ein Signalwort fürs ruhig sein beizubringen, was mit dem Clicker sicher kein Problem ist - die Befürchtung ist nur, dass er dann weiß "zuerst bellen, dann still sein = Leckerli" und danach das Verhalten vielleicht öfter zeigen könnte!?! :confused:

Lernen Hunde solche "Kettenreaktionen" (ich mache was Verbotenes um nach Beendigung dafür gelobt zu werden) generell sehr leicht??

Grundsätzlich gibt´s Hunde die das sehr schnell lernen.
Typisches Beispiel ist das Korrigieren der Grundstellung (mit erneuter Leckerligabe).....wobei das von Hund zu Hund verschieden ist und vor allem nicht unbedingt was mit dem Clicker zu tun hat.